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14.03.2008, 22:26
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AW: Röster für Arme / Bohnenrösten im frisierten Hähnchengrill
hallo martin,
wieder mal ein tolles projekt von dir! die drehzahl macht etwas angst, aber du schriebst ja, dass sie _noch_ fix vorgegeben ist.
ich hatte vor einiger zeit mal auf ebay usa roesttrommeln gesehen, die speziell fuer den einsatz in grills gebaut wurden, das ist vielleicht eine stabilere variante. so lange dir die bohnen um die ohren fliegen kannst du ja maragogype bohnen roesten 
warum deine bohnen allerdings so schnell den 2. crack erreichen ist mir noch nicht klar. deine temperatur ist verlaesslich gemessen? nach 2'30 205°C spraeche fuer eine enorme heizleistung.
viel erfolg, bin weiterhin sehr neugierig,
lg blu
ps fausto hatte auch schon mal einen eigenreoster gebastelt. naechste woche schaue ich kurz bei ihm rein, vielleicht steht er noch dort...
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14.03.2008, 23:44
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AW: Röster für Arme / Bohnenrösten im frisierten Hähnchengrill
hi martin!
mit der temperatur musst du ein wenig rumprobieren. es gibt kein wirkliches "richtig" messen (im sinne von 185°C, ist total vom röster, verfahren und fühlerposition an). in der mini-trommel meines probats herrschen temperatur unterschiede von bis zu 50°C! kommt nur drauf an wo man den fühler platziert. orientier dich lieber erst mal an röstzeiten und rösttiefen, dann kannst du die temperatur der bohnen (auf die kommt es an) besser einschätzen. versuch mal den 1. Crack bei 12-14 und den 2. bei 16-18 zu bekommen (für eine espressoröstung). dann liegst du so halbwegs im grünen bereich für die meisten bohnensorten. kommt natürlich auch auf die bohnen an, MM/Sulawesi/Robustas würde ich dafür nicht nehmen.
wenn du nach rund 10 minuten so eine kohleröstung bekommst, kannst du die heizleistung um gut ein drittel reduzieren.
lg,
schnick
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Nuova Simonelli MAC, Isomac La Cafetera, Conti Prestina, La Pavoni Europiccola, La Cimbali Cadet, Macap MX mit sEDM, Probat BRZ-2
Geändert von schnick.schnack (15.03.2008 um 00:10 Uhr)
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14.03.2008, 23:53
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AW: Röster für Arme / Bohnenrösten im frisierten Hähnchengrill
hat deine konstruktion einen lüfter? ein hitzestau beschleunigt die röstung rapide. dadurch kann es auch leicht unkontrollierbar werden (viel zu schnell in den zweiten). nach dem ersten crack haben die bohnen idr die energie weitestgehend aufgenommen und müssen nur noch auf niveau gehalten werden. wenn dann die hitze nicht abgeführt wird und dauernd reingepowert wird, ist die röstung schnell zu ende.
__________________
Nuova Simonelli MAC, Isomac La Cafetera, Conti Prestina, La Pavoni Europiccola, La Cimbali Cadet, Macap MX mit sEDM, Probat BRZ-2
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15.03.2008, 11:20
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AW: Röster für Arme / Bohnenrösten im frisierten Hähnchengrill
Schön das der Hähnchengrill jetzt röstet. Denke auch das er zu heiz war. Na ist ja nicht schlimm kann man ja runter regeln.
Gunnar
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22.03.2008, 19:16
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AW: Röster für Arme / Bohnenrösten im frisierten Hähnchengrill
Moin,
Zitat:
Zitat von old harry
@martin, die restauration der LM war ja schon ein highlight - aber dem zum kaffeeröster umgebauten chickengrill gebührt wenigstens ein preis... ob nun in der kategorie "jugend forscht" oder gleich der nobelpreis für was auch immer... 
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dankedanke, meine JuFo-Karriere habe ich vor gut zehn Jahren beendet und für Stockholm bleibt mir noch rund ein halbes Jahrhundert Zeit.  Allerdings könnten wir ja mal in Zukunft das Boardverdienstkreuz oder die Goldene Bohne für aufopferungsvolle Hilfesteller im Board oder eifrige Wiki-Redakteure einführen...
Zitat:
Zitat von blu
die drehzahl macht etwas angst, aber du schriebst ja, dass sie _noch_ fix vorgegeben ist.
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Ich habe noch die Steuerplatine für eine Drehzahlregulierung in der Schublade liegen, aber da die selbst schon ziemlich hohe Betriebstemperaturen entwickelte, habe ich lieber erstmal auf dieses Feature verzichtet. Meint Ihr langgedienten Röstmeister denn, daß die Trommel wirklich zu schnell ist? Meines Wissens rotiert der HotTop auch mit 60rpm...
Zitat:
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ich hatte vor einiger zeit mal auf ebay usa roesttrommeln gesehen, die speziell fuer den einsatz in grills gebaut wurden, das ist vielleicht eine stabilere variante. so lange dir die bohnen um die ohren fliegen kannst du ja maragogype bohnen roesten
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Vermutlich meinst Du die neulich diskutierten Trommeln von Coffee Roasters Club, die Kai-Uwe so treffend als Abkömmling einer Rippchentrommel bezeichnet hat, oder? Nachdem ich mit Alufoilie die Trommel an den Seiten und dem Klemmloch vorne verkleidet habe, habe ich aber die Böhnchen eigentlich auch im Griff -- da hüpft kein einziges mehr raus. Problematisch finde ich mittlerweile fast eher die fliegenden Häutchen, welche direkt hinten in die Heizstäbe reinpfeffern. Da muß noch nen Abzug her...
Zitat:
Zitat von schnick.schnack
mit der temperatur musst du ein wenig rumprobieren. es gibt kein wirkliches "richtig" messen (im sinne von 185°C, ist total vom röster, verfahren und fühlerposition an). in der mini-trommel meines probats herrschen temperatur unterschiede von bis zu 50°C! kommt nur drauf an wo man den fühler platziert.
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50 Grad? Wow, ich hatte ja schon sowas befürchtet... Derzeit scheine ich eher den kühlsten Punkt der Röstkammer zu vermessen, weshalb ich das noch ein wenig optimieren wollte. Aber Du hast Recht, solange man nur die relativen Temperaturänderungen berücksichtigt, ist es ja eigentlich erstmal egal, wo der Sensor genau plaziert ist. Übrigens habe ich mal die Klappe unten mit Alufolie abgedichtet und schwupps rutschte der Messwert um 20 Grad hoch. Da hatte der Fühler wahrscheinlich einfach kalte Füße durch den thermisch forcierten Luftzug bekommen (heiße Luft oben raus, kalte kommt von unten nach)...
Zitat:
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versuch mal den 1. Crack bei 12-14 und den 2. bei 16-18 zu bekommen (für eine espressoröstung).
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Ich habe mittlerweile noch zwei Röstungen gemacht, eine (bei Schneefall...) nochmal mit 150g Santos und verminderter Starttemperatur. Die brachte dann das erste Knacken ab 9:15 bei 198 Grad, das zweite ab 12:15 bei 207 Grad und nach 13:30min bei 210 Grad war Runterkühlen angesagt. Bereits ein paar Stunden später habe ich mich an die erste Tasse rangewagt und war echt von den Socken, wie gut die bereits mundete. Okeh, sie war vielleicht ein wenig eindimensional, aber immerhin nicht so rauchig und leicht streng wie meine erste Röstung -- die ich übrigens tapfer versoffen habe...
Heute stand dann die dritte Röstung an: 100g Santos, 50g Sidamo und 50g Robusta. Ich habe absichtlich eine etwas größere Charge genommen, um die Röstzeit ein wenig rauszuzögern und das haute auch ganz ordentlich hin:
Erster Crack ab 11:30, zweiter ab 14:30, 15:30 Ende -- damit komme ich dem von Dir genannten Fenster ja schon recht nahe. Übrigens habe ich einen recht hohen Einbrand bemerkt: Bei der ersten (Kohlen-)Röstung von 150g auf 110g, bei der dritten von 200g auf 155g -- das fasse ich jetzt auch mal als Indiz dafür auf, daß es bei mir noch ein wenig zu heiß hergeht...
Zitat:
Zitat von schnick.schnack
hat deine konstruktion einen lüfter? ein hitzestau beschleunigt die röstung rapide. dadurch kann es auch leicht unkontrollierbar werden (viel zu schnell in den zweiten). nach dem ersten crack haben die bohnen idr die energie weitestgehend aufgenommen und müssen nur noch auf niveau gehalten werden. wenn dann die hitze nicht abgeführt wird und dauernd reingepowert wird, ist die röstung schnell zu ende.
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Aaah, danke, das erklärt doch einiges. Eine lange Zeit über bis zum ersten Crack steht bei mir die Temperatur immer absolut stabil (bei der dritten Röstung drei Minuten lang auf exakt 200 Grad) und sobald das Knacken beginnt und die Bohnen ja selber Energie abzugeben beginnen, geht die Temperatur rasant hoch. Okay, und das wäre der Zeitpunkt wo man auch bei reinem Kontaktrösten einen Luftstrom zwecks Temperaturhaltens herbeiführen möchte...
Ein solcher Lüfter fehlt mir bislang noch, war aber ohnehin in Planung. Da werde ich wohl rechts mal ein weiteres Loch ins Blech raspeln, einen kleinen Häutchenfilter dahintersetzen und mit Schlauch und Lüfter für einen ordentlichen Sog sorgen... Das müßte doch so hinhauen, oder sollte ich lieber mit dem Lüfter reinblasen und auf der anderen Seite des Gehäuses ein Loch mit Schlauch dran vorsehen?
Ich bin heute übrigens zufällig beim Marktbummel von einem heftigen Röstaroma zu Contigo geleitet worden und habe dem dortigen Probat (zumindest halte ich deren Gerät für solch einen) bei der Arbeit zugesehen. Dabei fragte ich mich, ob der eigentlich beim Rösten einen solchen Luftstrom einsetzt, denn im Gegensatz zu den mir sonst bekannten Trommelröstern hatte der keinen Abluftschlauch oben am am Einfülltrichter, sondern nur unten einen, der mir eher von der Kühlvorrichtung zu kommen schien...  Hier ist mal ein (nicht ganz so aufschlussreiches) Bild, das ich bei contigo.de fand:
Abschließend noch ein paar Bildchen der letzten Röstung. Vorne 155g Böhnchen, hinten zwei Spitzsiebe, die ich zum abkühlenden Hin- und Herschütten nutze:
Auf den Bildern mag das nicht so rüberkommen, aber das Röstergebnis empfinde ich als äußerst gleichmäßig:
Danke nochmal für Eure Hilfe -- es geht voran...
Viele Grüße
Martin
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22.03.2008, 20:21
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AW: Röster für Arme / Bohnenrösten im frisierten Hähnchengrill
Sieht großartig aus. Hast du denn inzwischen auch mal was durch die Mühle und die Marzocco gejagt?
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22.03.2008, 22:39
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AW: Röster für Arme / Bohnenrösten im frisierten Hähnchengrill
Moin,
Zitat:
Zitat von unclewoo
Hast du denn inzwischen auch mal was durch die Mühle und die Marzocco gejagt?
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auch, wenn man ja nach der mir bekannten Lehrmeinung länger als 6 Stunden warten sollte, habe ich eben den ersten Shot gezogen. Da ich allerdings die frische Charge auf die restlichen Bohnen der vorletzten Röstung geworfen habe, war da wohl auch noch eine Spur des alten Kaffs drin..
Tja, was soll ich sagen; in Anbetracht meiner Ängste, daß ich mit Selberrösten möglicherweise erst mal eine ewiglange Durststrecke mittelmäßigen Kaffees würde überstehen müssen, bin ich echt begeistert. Das Gebräu ist -- meine geschmacklichen Vorlieben zugrundelegend -- besser als eine Großzahl meiner in den letzten Jahren so versuchsweise probierten professionellen Röstungen. "Besser" nicht zwangsläufig im Sinne von Qualität, aber man kann halt als Heimröster schon allein durch die Wahl des Röstgrades ungemein viel in Richtung des eigenen Gustos lenken, so daß einen allzu böse Überraschungen vermutlich nicht ganz so schnell ereilen, wie beim mehr oder minder blinden Onlinetütenkauf von fertigen Röstungen.
Nach den paar dürftigen Erfahrungen, die ich bisher sammeln konnte, möchte ich mich nichtsdestotroz schonmal zu einem kleinen leidenschaftlichen Aufruf hinreißenlassen lassen: Röstet selber, Ihr werdet's nicht bereuen! Schon mit simpelsten Mitteln scheint man ja recht weit kommen zu können.
Ich bin gespannt, wie's weitergeht. Eben habe ich mir nochmal den Roure E1-A angesehen -- der hat ja scheinbar auch keine Belüftung innerhalb der Trommel!? Naja, ich werd's trotzdem beizeiten mal angehen. Und irgendwann kommt dann noch der mit Lego selbstgebastelte Zyklon nebst Afterburner aus Fischertechnik dazu und fertig ist der perfekte Heimröster... Aber bis das soweit ist, werden hier wahrscheinlich noch so manche ungefilterte Rauchschwaden durch die Nachbarschaft ziehen.
Viele Grüße
Martin
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09.08.2008, 18:08
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AW: Röster für Arme / Bohnenrösten im frisierten Hähnchengrill
Hallo,
nachdem ich mich schon eine Weile mit dem Gedanken trage, auch mal – zumindest versuchsweise – in´s Rösten einzusteigen, bin ich auf das für meine Bedürftnisse sehr interessante Thema „Hähnchengrill“ gestoßen. Ich bin weder geizig noch würde mich die „gefühlte“ Armut dazu treiben, schlechte Kompromisse zu machen. Aber Rösten wollte ich einfach nur mal ausprobieren; und dafür stellt man sich nicht gleich einen Gene oder Hottop in die Küche. Da man auch für die Variante „Kochtopf auf Herd“ zumindest einen dickwandigen Kochtopf braucht, war mir schon klar, dass es auf jeden Fall ein bisschen Geld kosten würde – so 50 bis100 Euro wollte ich dann maximal für meine Neugier und den Spiel- und Basteltrieb bereitstellen. Und da kam mir dieser Thread mit der ausführlichen, gut bebilderten Umbaudokumentation gerade recht. Vielen Dank, Martin!!!
Gelesen, gehandelt: Nach kurzer Zeit war ein Grill bei ebay erstanden. Witzigerweise steht in fast allen Artikelbeschreibungen „Nur ein einziges Mal benutzt“ oder so ähnlich. Der Grill scheint zum Hähnchenrösten ein totaler Reinfall zu sein. Ist ja auch klar: Erst halbe Stunde Hähnchen am Spieß, dann halbe Stunde Pommes im Korb – wenn Du Pommes und Hähnchen gleichzeitig willst, braucht es schon zwei „Vital-Grills“… und der mitgelieferte Fischrost ist gerade groß genug, um einen besseren Goldfisch zu backen.
Das erste Problem war der Ausbau des originalen Motors: einige Bleche sind so verschachtelt und genietet, dass man entweder (wie Martin) ein Riesenloch in die ganze Karosserie schneiden muß, oder das dünnwandige Blech kurzerhand aus dem Weg biegt:

Leider sieht man dem Grill dann allzu deutlich an, dass er jetzt nicht mehr „nur ein einziges Mal benutzt“ ist. Weiterverkauf bei Nichtgefallen hat sich damit erledigt. Nach meiner etwas voreiligen Biegeaktion habe ich dann (Achtung, jetzt kommt was ganz Schlaues) ein Loch in die Karosserie geschnitten – genau wie bei Martin zu sehen. Na ja, nicht genauso: Ich habe das Loch der (ebenfalls herausoperierten) Zeitschaltuhr geschickt mittels einiger sternförmiger Schnitte so erweitert, dass ich durch Umbiegen gleich ein paar Haltelaschen für den neuen Motor hatte, den ich jetzt einfach durchstecken und per Schlauchschelle fixieren konnte:

Ich weiß, es sieht schlimm aus. Aber es scheint zu halten! Der Motor ist übrigens von Conrad (Artikel-Nr.: 244031-62) und hat mein Budget fast genau verdoppelt (auf bisher ca. 36.- Euro). Da der neue Motor nur 12 Volt hat, muss dann noch ein Trafochen her. Alles in allem sollten aber bis hierhin weniger als 50.- Steine geflossen sein – durchaus akzeptabel. Kaum hatte ich den Motor gekauft, ging ich an die Abdichtung des Roestkorbes – nach einigem Gestöhne und Gefluche konnte dann ein erster Dichtigkeitstest vonstatten gehen.
Auf thermische Kontrolle oder gar Steuerung wollte ich zunächst verzichten und erst weiter investieren, wenn es ermutigend läuft. Also im Hinterkopf noch einen Zehner für ein einfaches Einstichthermometer reserviert. Da Heizung und Motor durch den Umbau über getrennte Stromkreise laufen, könnte man sich als menschliches Thermostat betätigen und die Heizung z.B. über 200 Grad aus, unter 190 Grad anschalten. Hysterese und Röstprofil „frei wählbar“. Na ja, während man dasitzt und wartet, dass es „Crack“ macht, kann man ja ab und zu die Heizstäbe schalten. Wenn ich noch einen PID in der Schublade hätte, würde ich das natürlich auch automatisieren.
So, nun aber zum Rösten: Ich habe mir 500g „Java Irgendwas“ besorgt, jeweils ca. 100g in den Korb, Röster genau 5min. vorgeheizt, Korb rein und dann mit der Uhr daneben gesessen und gewartet, bis es „Crack“ macht (was nach exakt 10 Minuten der Fall war). Nach dem ersten Crack Heizung kurz aus (damit die Temperatur nicht zu sehr steigt), noch 2 Minuten nach Gefühl weiter rotiert und dann raus damit. Der erste Versuch sieht so aus (tata!):

Ich wollte eigentlich (da man ja mit dem Probieren einen Tag warten muss) gleich mehrere unterschiedliche Testmuster haben und werde vielleicht heute noch eine etwas längere Röstung starten. Aber eigentlich sieht´s ja schon ganz ordentlich aus – und riecht übrigens auch schon ganz schwach nach Kaffee - irre! Über Nacht werde ich die Proben in mit angepiekter Frischhaltefolie abgedeckten Gläsern ausgasen lassen. Vor dem, was mich dann erwartet, habe ich auch ein bisschen Bammel – Schluck!
Sobald ich trinkbare Ergebnisse vermelden kann, melde ich mich wieder. Drückt mir die Daumen, dass es klappt!
Viele Grüße
Georg
… und nochmal ein ganz ganz dickes Dankeschön an Martin!
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09.08.2008, 19:47
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AW: Röster für Arme / Bohnenrösten im frisierten Hähnchengrill
Ja das sieht doch sehr gut aus! Ich habe zwischenzeitlich meine Heißluftpistole bestellt (mit Temperaturdigitalanzeige), die hier mitte der Woche ankommen soll. Währendessen Du in Richtung Trommelröstung experimentierst, gehe ich in Richtung Konvektionsröster. Welche Quellen hast Du in Berlin hinsichtlich Rohkaffeebohnen aufgetan? Ich habe diesen hier gefunden. Versendet leider nur per Post. Der Besitzer macht telefonisch einen sehr netten Eindruck. Ansonsten wäre Walter aus dem Board sicherlich eine gute Quelle.
__________________
ELEKTRA A3 mit Handmühle (Naxos-Basalt, in Magnesit-Salz-Bindung), MAZZER Mini E/A, HeatGun, Aeropress, 800n
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09.08.2008, 19:55
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AW: Röster für Arme / Bohnenrösten im frisierten Hähnchengrill
Hallo,
wie habt ihr den Motor mit der Achse verbunden?
Ist der Motor und die Achse der Trommel jeweils ein Halbrund?
Gruß
christian
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