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gaggia CC, FE-AR LA PEPPINA handhebeldiva,weil eine zicke nicht reicht nun auch noch ne pavoni mignon - gaggia MDF stepless, i-roast2 resistormodded - mahlkönig brasilia
Hallo Georg,
das ist ja was -- ein halbes Jahr lang ist der Thread mangels willigen Nachahmern tot, und just an dem Tag, wo ich selbst das erste Mal meinen Hähnchengrill betrogen habe (s.u.), lebt er wieder auf...Ich habe zwischenzeitlich gut 30 Chargen "gegrillt" und war hinsichtlich der Ergebnisse fast durchweg zufrieden, wegschmeißen mußte ich praktisch nix. Obgleich selbstverständlich nicht jede Röstung eine absolute Offenbarung war, so waren sie aber alle zumindest (bis auf die allererste vielleicht) gut trinkbar. Das Maß an hin und wieder auftretenden Enttäuschungen war jedenfalls keineswegs größer als in meiner Zeit zuvor, als ich meine Bohnen noch fertiggeröstet zu kaufen pflegte. Wenn man nicht gerade Industrieröstungen kauft, gibt's ja auch bei den Profis naturbedingt einige Schwankungen.
Allerdings haben mich beim allwöchentlichen Grillen irgendwann ein paar Dinge gewurmt:
- meine Abdichtung der Trommelseitenteile (also die runden Lochbleche) hatte ich nur mit Alufolie gemacht und nach drei oder vier Chargen mußte die immer erneuert werden
- die linke Aufnahme der Trommelachse ist nach den ersten paar Röstungen abgefallen und da ich nicht recht wußte, wie ich die da wieder dauerhaft dran(geschweißt?) bekomme, habe ich sie einfach provisorisch über die Achse geschoben und das ganz ein wenig wackeln lassen. Ging die meiste Zeit gut, aber drei- oder viermal ist mir die Trommel dann doch aus der Verankerung gehopst. Nerv...
- es fehlte noch eine aktive Lüftung. Die ist zwar nicht zwingend notwendig, wenn man aber ein wenig tiefer ins Rösten einsteigen will, dann wäre es nicht verkehrt, noch ein weiteres Loch (am besten linksseitig) ins Gehäuse zu ziehen und dort einen regelbarer (PC-)Lüfter draufzupappen.
...alles Dinge, die sich hätten machen lassen (Deine Trommelabdichtung scheint ja bspw. auch solider als die meinige zu sein), aber da für mich klar war, daß mich das Thema Rösten nicht mehr loslassen würde, habe ich mich nach einer etwas ausgewachseneren Basis umgesehen, die mehrefache Chargen hintereinander ohne lästige Korbwechseleien ermöglicht, eine gute integrierte Kühlung besitzt und sich auch um einen Bohnenmassetemperaturfühler erweitern ließe -- also einen klassischen Trommelröster. Am besten hätte mir der gasbefeuerte 800N aus Taiwan gefallen, aber die nötige Kohle hätte ich niemals aufbringen können. Preislich darunter liegen diverse Elektro-Röster (Roure, Toper etc.), die hinsichtlich meiner Anforderungen gegenüber dem Hottop eigentlich kaum entscheidende Vorteile böten. Bei hasbean gibt's drei Hottop-Modelle, die beiden neuen programmierbaren und das alte Analog-Modell zum Sonderpreis. Letzteres ist bis auf das Mainboard und das Bedienpanel absolut identisch, kostet aber nur die Hälfte. Da ich die Elektronik ohnehin rausschmeißen und durch eine eigene (PC-)Steuerung ersetzen will, habe ich mir also schnell noch das (laut Hottop gar nicht mehr produzierte) Auslaufmodell gesichert.
Eben habe ich die erste Röstung damit gemacht und bin soweit schonmal *sehr* zufrieden. Werde dazu aber beizeiten einen eigenen Thread aufmachen. Die Elektronik habe ich auch schon kurz inspiziert und bin zu der freudigen Erkenntnis gelangt, daß das Einpflanzen eines eigenen µC mit USB-Schnittstelle zum Rechner ausgesprochen leicht realisierbar ist. Aber wie gesagt, das werde ich an anderer Stelle nochmal thematisieren.
Jetzt noch ein paar Worte zu Deinem "Rösti" (welch traumhafter Name, der sich da hinter den URLs Deiner eingebundenen Bilder verbirgt):
So dünnwandig fand ich das gar nicht mehr, als ich da mit meiner armen Bohrmaschine draufgehalten habe. Mich plagen jetzt noch Schweißausbrüche, wenn ich nur daran denke, wie lange ich darauf herumorgeln mußte...
Och, darf ruhig schlimm aussehen, nur drängt sich mir der Verdacht auf, daß der Motor etwas schief sitzt... Oder hast Du das absichtlich so gemacht, damit die Böhnchen noch ein wenig beherzter durchgeschüttelt werden?
Ich weiß, es sieht schlimm aus.
Der kann sich auch als sehr nützlich erweisen, falls Du noch einen Lüfter nachrüsten möchtest, denn die laufen ja auch gerne mit 12v.Da der neue Motor nur 12 Volt hat, muss dann noch ein Trafochen her.
Das sieht wirklich besser aus als bei mir. Hast Du da jeweils ein Gitter an den Seiten fixiert? Vielleicht kannst Du ja nochmal ein Detailfoto machen, damit man das besser sieht.Kaum hatte ich den Motor gekauft, ging ich an die Abdichtung des Roestkorbes – nach einigem Gestöhne und Gefluche konnte dann ein erster Dichtigkeitstest vonstatten gehen.
Oder ein billiges Multimeter, das es im Bündel mit einem Thermoelement in Baumärkten auch für ungefähr gleiches Geld zu kaufen gibt. Da kannst Du den Fühler ziemlich leicht einbauen und gut positionieren (s.o.).Also im Hinterkopf noch einen Zehner für ein einfaches Einstichthermometer reserviert.
100g sind eigentlich zu wenig. Je nach Bohnensorte unterscheiden sich natürlich die sinnvollen Chargengrößen, aber so als groben Richtwert würde ich erstmal 250g bis 300g empfehlen. 400g sind das Äußerste, aber da wird das Bohnenbild schon nicht mehr so allzu homogen und die Rauchentwicklung ist so heftig, daß man es eigentlich nur noch draußen machen kann -- und dann sollte möglichst die Sonne scheinen. Bei Minusgraden sind auch 350g schon kaum mehr machbar...ca. 100g in den Korb, Röster genau 5min. vorgeheizt, Korb rein und dann mit der Uhr daneben gesessen und gewartet, bis es „Crack“ macht (was nach exakt 10 Minuten der Fall war). Nach dem ersten Crack Heizung kurz aus (damit die Temperatur nicht zu sehr steigt), noch 2 Minuten nach Gefühl weiter rotiert und dann raus damit.
Das sieht doch schon ganz prächtig aus. Allerdings scheint der Röstgrad noch ein wenig zurückhaltend ausgefallen zu sein. Vielleicht solltest Du vorsorglich schonmal das Pressostat Deiner Maschine ein wenig hochschrauben, um nicht beim Probieren zu versauern...![]()
Weiterhin viel Erfolg und halt uns auf dem Laufenden!
Martin
Hallo,
und vielen Dank erst mal für die freundlichen Rückmeldungen.
Das erste Pfund grüne Bohnen habe ich bei mir um die Ecke bei Coffee Star gekauft. Die freundliche Frau hinterm Tresen stellte alle auch geröstet zu kaufenden Sorten als „grün käuflich“ dar und zog mir 40% vom Preis der gerösteten Bohnen ab. Für das Pfund Java habe ich etwa ca. 5.- Euro bezahlt. Weiterhin habe ich diesen Händler in Spandau gefunden und will mir dort nächste Woche mal etwas Brasil Santos besorgen. Ansonsten bin ich natürlich sehr auf Deine Heißluftpistolen-Geschichte gespannt!Welche Quellen hast Du in Berlin hinsichtlich Rohkaffeebohnen aufgetan?
Am originalen Motor sitzt passenderweise ein kleiner Adapter, der an die Motorenwelle geschraubt wird. Motorseitig ist es für „angefeilte“ Achsen, etwas mehr als halbrund. Es müssten 6 oder 7mm Innendurchmesser sein – ich habe mich leider vermessen. Die Achse des Conrad-Motors passt mit 5mm nicht ideal, es eiert etwas. Macht aber nichts. Korbseitig ist im Adapter ein sternförmiges Loch. Die Korbachse selbst ist ein Vierkant. Ganz klein siehst Du den Adapter auf der Vier-Bild-Reihe im Bild ganz rechts, es ist das verchromte Teil in der Bildmitte unten, eine Art Röhrchen mit Schräubchen.wie habt ihr den Motor mit der Achse verbunden?
Ist der Motor und die Achse der Trommel jeweils ein Halbrund?
Ich habe auch mit einem Seitenschneider ganz schön herumochsen müssen. Es biegt sich leicht, bohrt und schneidet sich mies.So dünnwandig fand ich das gar nicht mehr, als ich da mit meiner armen Bohrmaschine draufgehalten habe.
Das ist richtig. Ich wollte hauptsächlich, dass die Achse nicht an der Karosserie schleift. Und dann wollte ich ganz schnell Rösten – daher der Pfusch. Aber es scheint nichts auszumachen.nur drängt sich mir der Verdacht auf, dass der Motor etwas schief sitzt
Ich habe aus der Wand (nicht Deckel/Boden) einer Konservendose zwei Blechkreise geschnitzt und diese mit großzügigen „Reifen“ aus Alufolie versehen. Reingeklemmt – hält. Ganz wichtig: Konservendosen sind innen kunststoffbeschichtet. Ich habe die Scheiben deshalb auf dem Gasherd gründlich ausgeglüht.Hast Du da jeweils ein Gitter an den Seiten fixiert?
So ca. 2 Stunden nach Röstung haben meine Beste und ich mal vorsichtig getestet. Es duftet absolut himmlisch. Zunächst habe ich uns zwei „polnische“ Kaffee gebrüht – Mehl in die Tasse, Wasser drauf. Es schmeckte ganz leicht nach Nuss und Brotkruste. Leider war auch eine zarte Note „Kabelbrand“ dabei. Vielleicht ist das mit den beschichteten Dosen doch nicht so optimal – ich lasse sie noch ein paar Röstungen drin. Danach habe ich noch einen Espresso gezogen. Was ich da geröstet habe, ist eindeutig Filterkaffee, zu hell für Espresso. Ich bin daher nach Hause und habe noch eine zweite Röstung mit 1:30min länger Glut gemacht. Diesmal kam es zum 2. Crack, und die Bohnen sind dunkler. Morgen wird man sehen.Das sieht doch schon ganz prächtig aus. Allerdings scheint der Röstgrad noch ein wenig zurückhaltend ausgefallen zu sein.
Danke, wird gemacht! Übrigens finde ich, Kaffee-Rösten sollte verboten werden. Es ist extrem euphorisierend und suchtgefährdend …Weiterhin viel Erfolg und halt uns auf dem Laufenden!
Viele Grüße
Georg
Nächtlicher Nachtrag: 2 Stunden, nachdem meine dunklere Röstung fertig war, konnte ich nicht widerstehen und habe auch diese noch getestet. Die Bohnen riechen weniger intensiv und deutlich rauchiger. Der passende Mahlgrad war beim zweiten Versuch getroffen. Das, was aus dem ST läuft, sieht sensationell ölig und frisch aus. Sehr präsente Säure, sonst mild-würziger Espresso-Geschmack. Hey, Leute, es hat geklappt, es hat geklappt!
Geändert von bohnenschorsch (10.08.2008 um 16:53 Uhr)
@chelonae kenne auch zwei die sich grade den Hottop Analog bestellt haben. Einer davon will wohl auf jeden Fall umbauen. Wäre als prima wenn du was dazu schreiben könntest
Gunnar
Carimali UNO E+ Preinfusions über Magnetventil + Mühlen= Elektra Nino + Mazzer Stark
Büro: Nuova Simonelli MAC, Mühle Isomac Macinacaffe Stufenlos
Röster:Genecafe CBR101+ Dimmer(Showtec Single MKII)
Links:Sammlung technischer Daten aller Mühlen - Bezug aufteilen sollte jeder mal machen
Preinfusion für Tank Maschinen
Rossi RR 45 auf 80 Mahlkranz umbauen
Hallo,
nachdem nun einige wenige Tage ins Land und verschiedene Bohnensorten durch Röster, French-Press und Espressomaschine gegangen sind, ist es Zeit für einen ersten Zwischenbericht:
Das Rösten macht wirklich Spaß und ist dabei nicht mal ein teures Hobby. Und manchmal macht danach auch das Verkosten Freude. Den Röster habe ich bis jetzt immer 5 Minuten vorgeheizt und dann um den 2. Crack herum abgebrochen (wenn ich ihn denn gehört habe). Am homogensten werden die Bohnen ab dem Röstgrad „Full City Plus“, was so in etwa von der Bräunung her dem Ende des Filterkaffees und dem Beginn von Espresso entspricht. Die meisten Bohnen glänzen dann schon leicht ölig. Die Röstdauer und Tiefe steuere ich über die Menge, die sich im Idealfall wahrscheinlich bei ca. 120g einpendeln wird. Mit 100g Ladung erreiche ich den ersten Crack meist bei 10, der zweite liegt so bei 12 Minuten, der Geschmack und Geruch ist anfangs recht schroff. Ich heize immer Vollgas, schalte die Heizung beim Beginn des 2. ab und lasse dann noch so 30 Sek. laufen. Der Kaffee hat dann (vor allem die ersten 48 Stunden) ein deutliches Röstaroma, duftet nach Brotkruste, die Säure ist passabel und baut sich im Verlauf der Folgetage noch deutlich ab. Allerdings ist das Eigenaroma des Kaffees schwach ausgeprägt – die bisher probierten Sorten erinnern im schlechteren Fall unverkennbar an das Sortiment von Starbucks, im besseren an die lokale Kleinrösterei. Mit 150-200g in der Trommel liegt der erste Crack bei ca. 13-14 Minuten, der zweite bleibt (innerhalb von 20 Min.) leider aus. Der Kaffee schmeckt dann (Röstgrad höchstens Full City) gelegentlich sehr sauer, ansonsten aber verblüffend mild. Die Sorten sind jetzt leichter auseinanderzuhalten, weil das kräftige Röst- und Brotaroma fehlt. Allerdings ist es so nicht Espressotauglich. Mit gutem, frischem Tchibuscho-Niveau kann mein hausgemachter Filterkaffee aber mithalten. Ich beginne also jede neue Sorte bei 100g und gehe, falls es milder sein soll, mit der Menge etwas hoch (wodurch die Röstzeit steigt). Die deutliche Mengendifferenz zu den Angaben von Martin erkläre ich mir daraus, dass er an seinem Grill auch die Ritzen mit Alufolie abgedichtet hat, ich nicht.
Um den Röstgrad gut einschätzen und vergleichen zu können, mache ich jedesmal ein Foto auf ein und demselben Buch mit weißem Blatt. Ich habe als Neuling natürlich noch keine Erfahrung, habe für mich diese Bohnen als (v.l.n.r.) „full city“ , „full city plus“ und „light french“, eingestuft:
Es handelt sich um :
- einen gelungenen, weichen Filterkaffee aus Kolumbien mit schöner Nuss-Note
- einen an Starbucks und Brotkruste erinnernden Java Plantation
- einen nach Walderde und Erdnuss duftenden Monsooned Malabar
Speziell der Kolumbianer (La Cacica) könnte bei etwas tieferem Röstgrad eine schöne Grundlage für einen Espresso-Blend bilden. Fehlt dann noch etwas Robusta und ein Arabica mit süßem Kakao-Duft.
Im Gegensatz zu Martin trinke ich nur einen Teil meiner Produkte. Meistens röste ich, schnüffle und verkoste ein paar Tage lang, prüfe wie sich die Blume entwickelt, und dann weg damit. Wenn mir eine Röstung besonders gut gefällt, trinke ich auch schon mal 100g an einem Tag. Ich will einfach ganz viel Erfahrung sammeln und mich an der unvergleichlichen Frische des Selbstgerösteten freuen. Wenn´s aber nicht mundet, wird es nur noch zu wissenschaftlichen Zwecken ein paar Tage beobachtet.
Zum Rösten verziehe ich mich immer ins Bad, weil dort Windstille und konstante Bedingungen herrschen. Speziell die heiße Glasklappe des Rösters dürfte beim Kontakt mit einem unvermuteten Regenguss knacken. Außerdem fallen bei Windstille alle Häutchen brav auf den Boden des Rösters, wo es zu kalt zum Rauchen ist. Zudem dreht mein Korb von den Heizstäben weg, weshalb die Häutchen da auch nicht reinfliegen. So kann man sie nachher bequem ausfegen. Leider braucht mein Bad unbedingt einen starken Abzug – der Qualm ist zwar viel weniger sichtbar als Zigarettenrauch, stinkt aber doch nachhaltiger.
Da ich noch ein paar Tage Urlaub habe, kann ich mich dem Thema weiter voll widmen. Wenn jemand Tips bezüglich besonders leckerer Kaffeesorten hat oder in Bezug auf die Aromamanipulation durch Veränderung des Röstprozesses, dann immer raus damit! Ich lese zwar auch fleißig im Netz und anderswo rum, bin aber für einen persönlichen Tip immer dankbar.
Trinkbare Ergebnisse habe ich schon – mal sehen, wie lange es dauert, richtig leckeren Espresso zu rösten.
Bis dann!
Georg
Hallo Georg,
Ich glaube, 5min hätten bei mir nie gereicht. Ich habe die Kiste im Schnitt bestimmt 20min vorheizen lassen, wobei der PID nach geschätzten 10min etwas Gas rausgenommen hat, um sich bei (je nachdem) 200-220 Grad einzupendeln. Nach dem Reinwerfen der Bohnen (oder vielmehr Einsetzen der kalten Trommel) fiel die Temperatur dann auf rund 135 Grad und bis zum ersten Crack hat der PID so ziemlich Vollgas gegeben. Anschließend merkt man allerdings, daß die exotherme Reaktion einsetzt und die zugeführte Heizleistung deutlich schwächer wird. Wenn Du der Einfachheit halber weiterhin voll durchheizen willst, dann würde ich zumindest für eine Kühlung per Luftsog sorgen, z.B. indem Du mit einem Fön Kaltluft auf die Ritzen gibst.
Das mag zwar einen Unterschied ausmachen, aber vermutl. nur einen geringen. Die Hauptursache ist, daß ich die Böhnchen direkt ein paar Zentimeter vor der Heizspirale rumtanzen ließ, wohingegen Du dank umgekehrter Drehrichtung genau die maximale Entfernung suchst. Der Hottop macht es zwar genauso wie Du, da er aber sehr viel mehr Trommelmasse hat als die dünne Pommestrommel, funktioniert das noch über die Kontakthitze sehr gut. Im Hähnchengrill halte ich das daher für suboptimal, denn Deine Bohnen werden somit eher gebacken als geröstet. Ich glaube auch, daß die Homogenität bei umgekehrter Drehrichtung profitiert.Die deutliche Mengendifferenz zu den Angaben von Martin erkläre ich mir daraus, dass er an seinem Grill auch die Ritzen mit Alufolie abgedichtet hat, ich nicht.
Keine Sorge, hab ich alles schon inkl. Schneeflocken (üb)erlebt.Speziell die heiße Glasklappe des Rösters dürfte beim Kontakt mit einem unvermuteten Regenguss knacken.
Stimmt, das ist ein wenig unfein, aber die Asche läßt sich prima von den Heizstäben (staub)saugen.Zudem dreht mein Korb von den Heizstäben weg, weshalb die Häutchen da auch nicht reinfliegen.
Frohes Grillen wünscht
Martin
So,
da sich mein Urlaub so langsam dem Ende neigt und ich mit dem Rösten etwas kürzer treten werde, mal wieder ein Zwischenbericht:
Mit dem Geschmack der von mir gerösteten und zusammengestellten Mischungen bin ich mittlerweile fast voll zufrieden – fast (s.u.). Ich würde mich, was diesen Punkt angeht, bereits als „auf der Zielgeraden“ bezeichnen. Das, was ich beim Espresso-Kaufen immer gesucht habe – ein Mix aus Kakao, Nuss und Honig – fließt inzwischen so und mit nur wenig Ecken und Kanten versehen aus der Maschine (Wie es fließt, kann man übrigens hier „in echt“ sehen. Ich hatte den Link schon mal anderswo im Forum eingestellt). Es gibt aber auch einen Wermutstropfen: Irgendwie habe ich noch etwas zu viel Säure im Kaffee. Das liegt wahrscheinlich weniger daran, dass ich die falschen Bohnen benutze (meist Brasil Santos). Ich tippe darauf, dass die Rösttemperatur doch recht knapp ist. Leichte Besserung hat sich durch Martins Tip ergeben, die Trommel auf die Heizstäbe zu rotieren zu lassen. In diesem Modus habe ich aber das Problem, dass die Thermosicherung den oberen Heizstab genau im ersten Crack abschaltet und dieser dann wiederum reproduzierbar genau bis zum 2. Crack aus bleibt. Den besten Kompromiss aus Aroma und Säure erreiche ich, wenn der 1. bei 9-11, der 2. Crack bei 13-15 Minuten liegt. Längere Röstzeiten mit Mengen über 150g werden sauer und / oder schmecken nicht mehr bzw. verbrannt und bitter.
Bis jetzt habe ich bei den meisten Sorten das Optimum, wenn ich sie kurz vor oder mitten im Höhepunkt des 2. Crack herausnehme, also prasselt es schon schön regelmäßig. Die Farbe ist dann meist etwas dunkler als bei gekauften Espressomischungen. Wie bereits geschrieben, länger (bis 20 Minuten) oder heller rösten führt zu zuviel Säure. Also meine Frage an die erfahrenen Röster: Kann man die restliche Säure auch noch rausbekommen? Wie? Soll ich eine gelungene Röstung einfach mal 14 Tage liegenlassen, weil sich dadurch auch noch Säure abbaut?
Im Prinzip wäre es wahrscheinlich das Beste, wenn man den Röster per Thermostat (oder PID) genau so heiß betreibt, dass die Thermosicherung nicht zuschlägt. Allerdings bin ich kein Elektrobastler und wäre auch hier für Tips, wie man das mit vertretbarem finanziellen Aufwand lösen kann, sehr dankbar. Ist das hier vielleicht brauchbar? Oder das hier. Oder hat jemand einen besseren Tip?
Also nochmal kurz zusammengefasst: Wer im Bereich Rösten oder Temperaturregelung ein bisschen mehr weiß als ich (nicht schwer), dem wäre ich für zielführende Hilfe sehr dankbar!!!
Viele Grüße
Georg
Um die letzten Reste von Säure zu eleminieren hilft Dir vielleicht dieser Leitfaden für den Röstprozeß (nach unten scrollen). Ich lasse mich zur Zeit auch eher anhand der Farbe der Bohnen leiten, als an der Röstzeit. Das scheint bislang mein Fehler zu sein. Zur Zeit produziere ich jede Menge unfreiwilliger ZeichenkohleJede Charge, die nicht gelingt, wird eingeäschert.
Moin,
Bei mir schlug das Thermostat gottlob nur sehr selten zu (dann aber auch richtig und zu den unpassendsten Momenten...). Wenn man einen PID oder ein anderweitiges regelbares Thermostat dran hat, braucht man es aber auch strenggenommen nicht mehr, denn es war ja nicht ein Sicherheitsthermostat, das irgendeine kritische Maximaltemperatur zu gewährleisten hatte, sondern es sollte dem Hähnchen schlitchtweg nicht mit allzu viel Wumms die Pelle heißmachen...
Sieht (d.h. mittlerweile: sahAllerdings bin ich kein Elektrobastler und wäre auch hier für Tips, wie man das mit vertretbarem finanziellen Aufwand lösen kann, sehr dankbar. Ist das hier vielleicht brauchbar?) interessant aus. Als Regler für einen Einkreiser wäre es mir vermutlich zu ungenau, aber zum Rösten wüßte ich nicht, was dagegen spräche. Simpler, idiotensicherer Aufbau und günstig.
Wäre auch nicht verkehrt, aber da kämen dann noch ein SSR und der Thermofühler obendrauf. Einen PID anzuschließen ist wahrlich kein Hexenwerk, aber wenn Du's unkompliziert haben willst, scheint mir Dein erster Gedanke sinnvoller.Oder das hier.
Viel Erfolg
Martin
PS Ich habe übrigens neulich meinen Grill zurückgebaut und im hohen Bogen dem e-Container bei den Stadtwerken übergeben. Den Motor habe ich vorher noch gerettet -- falls also jemand irgendwann nochmal einen 230v-Motor mit 60rpm und Regler (für niedrigere Geschwindigkeiten) braucht...![]()
Hallo zusammen,
es gibt mal wieder einen Bericht zur Lage beim Low-Budget-Röster. Weil sich die ersten (ca. 20) Röstungen als durchaus vielversprechend gezeigt haben, soll aus der ganzen Sache nun etwas Dauerhaftes werden. Deshalb wurde in einen Umbau investiert.
Zuerst mal wurden die Konservendosenscheiben, die zur Abdichtung der Trommelseitenwände dienten, gegen robusteres Material getauscht. Die per Schräubchen zu fixierenden Scheiben waren übrigens im Lieferumfang und mussten nur noch etwas „vergrößert“ werden. Hier sieht man den Korb vor dem Umbau:
Und hier sind alle Scheiben mal zum Vergleich ausgebaut:
Und so sieht es jetzt aus:
Als nächstes wurde in einen digitalen Zweipunktregler samt J-Fühler investiert (39,90.- Euro) und dieser durch ein Loch im Gehäuse eingeschraubt:
Der Regler kann max. 15 Ampere (also über 3KW) schalten mit einer Hysterese von minimal +/- 1 Grad. Zunächst mal habe ich aber nur den Fühler angeschlossen und 1 mal pro Minute die gemessene Temperatur bei einer „Normröstung“ protokolliert. Es kamen 140g Espresso-Blend Brasil zum Einsatz, vorgeheizt wurde 10 Minuten. Die aufgenommene Kurve ist verblüffend niedrig:
Start bei 172 Grad, Ende bei 196. Eigentlich sollte das nur „gebacken“ und nicht „geröstet“ sein, aber es schmeckt durchaus trinkbar. Da es allerdings in Zukunft doch etwas heißer zugehen soll, habe ich testweise mal den großen Schlitz oben am Glas mit Alufolie verschlossen und 250g Espresso-Blend Italiano geröstet (15min Vorheizen). Siehe da, die Abdichtung macht´s:
Start bei 205 Grad, Ende bei 226. Schon besser! Damit das auf Dauer besser hält, habe ich die Folie durch ein Profil ersetzt, welches sich leicht einclippen lässt. Damit komme ich jetzt problemlos über 230 Grad – das sollte reichen.
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Ich warte sehnsüchtig darauf, dass espressolino seinen Urlaub beendet – deren Sorten „Brasil Yellow Bourbon“ und „DomRep Barahona“ sind himmlischer als alles, was ich bisher in der Mühle hatte.
Gruß
Georg
p.s.: Wo bekommt man eigentlich einen K- oder J-Fühler, der am Fühlerende nur aus einer angelöteten Unterlegscheibe besteht?
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