Hallo Georg
Danke für deinen Bericht. Und sorry wegen der Menge. Die habe ich mal auf 200g erhöht (bei allen Röstungen seit Einbau PID-Regler). Den PID-Regler habe ich übrigens im leeren Ofen ein Auto-Tuning machen lassen.
Die beschriebenen hellen Röstungen schmeckten auch so: etwas zu säurebetont, wenig Körper/Fülle.
Heute Abend habe ich nochmals einen Durchgang mit einer Zieltemperatur von 205°C geröstet. Im Vergleich zu deiner Röstkurve fallen mir zwei Unterschiede auf:
- Ich stelle den PID-Regler auf 205°C ein und verstelle nichts mehr.
- Ich heize nur kurz vor, also bis der PID-Regler 205°C anzeigt.
Damit sieht mein Profil so aus (Brasil Santos; Minutentakt):
-1: 205
0: 178 (direkt nach dem Schliessen)
1: 159
2: 161
3: 168
4: 175
5: 180
6: 185
7: 190
8: 195
9: 199
10: 203
11: 205
12: 206
13: 207
1. Crack: 10:50 (Höhepunkt etwa 11:30)
2. Crack: 13:00 (Anfang)
Stop: 13:30
Resultat: Sehr schön (optisch; probiere dann morgen).
Es sieht so aus, als ob bei längerem Vorheizen die Temperatur schneller wieder oben ist. Das wäre ja theoretisch gut, damit die Bohnen schnell Hitze aufnehmen können. Allerdings widerspricht es der Theorie, dass die Rösttemperatur konstant steigen sollte. Was bei dir in meinen Augen besser wird, ist der Abstand der Cracks. Bei mir gibt es kaum eine Pause. Einzelne Cracks höre ich bereits nach 9:30 Minuten. Bei 10:50 ist es dann einfach ziemlich regelmässig und flacht nachher wieder ab. Wirklich keine Cracks dazwischen gibt es nur für etwa 30 Sekunden. Dann beginnt schon der Zweite. Dafür sind meine Röstungen reproduzierbar. Jedenfalls, wenn der Motor in die gleiche Richtung dreht.
Aber zuerst das Endergebnis (Espresso) kosten. Danach können wir wieder über die Theorie reden.
Gute Nacht,
Daniel


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