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02.09.2008, 19:58
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Kakaobär´s Bohnenröster
Hallo Mitstreiter,
nachem ich lange Zeit überlegte, welcher Röster die geeignete Wahl sei und ich anfangs doch die hohen Kosten einer möglichen Fehlinvestition scheute, möchte ich hiermit meinen Lernprozeß in loser Folge skizzieren. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen und animiert, sich mit der Materie des kaffeeröstens zu beschäftigen. Der Kenner wird mich belächeln, aber es treten Probleme und andere Unwegbarkeiten auf, die man als Anfänger einfach durchlebt und vielleicht auch erlebt haben muß, um einen guten Kaffee zu rösten.
Meine Röstinvestition beträgt in die reine Hardware zur Zeit 35 Euro inklusive Porto. Aufgrund des Tips von "Espresso_Fr" kaufte ich eine normale Heißluftpistole:
Mit tollem Zubehör:
Ich röste jeweils 100gweise und die ersten Versuche bereiteten mir erhebliche Schwierigkeiten mit der Temperatur klarzukommen. Zwar hat die Heatgun eine LED-Temperaturanzeige, aber die Temperatur steigt aufgrund des Luftstaus im Topf im Laufe der Zeit an, so daß ich bei einer Anfangstemperatur von 200°C irgendwann bei 600° landete (!) (Die Charge war danach total im Eimer und die Häutchen fingen im Topf an Feuer zu fangen...).
Inzwischen bin ich auf einen gußeisernen Topf umgestiegen, der die Temperatur gleichmäßiger aufnimmt/abgibt und eher breit, als hoch ist. Damit bleibt die Rösttemperatur stabiler und ich bilde mir ein, eine Kombination aus Konvektions- und Trommelröstung zu erhalten. Das "Umrühren" der Bohnen erfolgt durch den Luftstrom der Heißluftpistole. Inzwischen habe ich den Dreh ganz gut raus und die Ergebnisse sind sehr trinkbar geworden. In der Küche sammeln sich inzwischen 8 Sorten und ich suche zur Zeit einen guten weiteren Robusta, da ich die Qualität meines "Indien Parchment" nicht einzuschätzen vermag.
Zur Bewertung der Chargen habe ich mich an den Verkostungsbogen von Wolfredo gehalten.
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ELEKTRA A3 mit Handmühle (Naxos-Basalt, in Magnesit-Salz-Bindung), MAZZER Mini E/A, HeatGun, Aeropress, 800n
Geändert von Kakaobär (02.09.2008 um 22:50 Uhr)
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02.09.2008, 20:38
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Registriert seit: 16.02.2008
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AW: Kakaobär´s Bohnenröster
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02.09.2008, 21:51
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AW: Kakaobär´s Bohnenröster
Hallo Kakaobär,
danke für die Bilder und den Bericht! Da wir ja so wahnsinnig weit entfernt wohnen, kann ich so wenigstens mal Dein Equipment in Echt bestaunen. Zum Parchment: Es ist bisher auch mein einziger Robusta. Wenn ich ihn mit den 3 Arabicas, die ich habe, mische, schmeckt er schon bei 10% reichlich kräftig. Trinke ich ihn solo, kommt er mir gar nicht kräftig, sondern fast lasch vor.
Ich lege Dir von espressolino (die leider noch ein Weilchen in Urlaub sind) den Brasil Yellow Bourbon und den DomRep Barahona sehr ans Herz - die beiden sind in Geschmack und Qualität eine Offenbarung. Kakao und Nuss wie im Espressohimmel!
Der Brasil Santos, mit dem ich auch viel experimentiere, gelingt mir nur mit dezentem Aroma, so dass ich ihn zum Füllen / Abrunden nehme.
Was ich aus den vier genannten Sorten je nach Mischungsverhältnis und Röstglück schon herausgeholt habe, reicht mir, um vorerst damit weiterzumachen.
Da ich nur kleine Chargen röste, sind diese bei Gelingen oft ratzfatz weg - sonst hätte ich Dich längst mal eingeladen. Und so etwa die Hälfte geht mir auch noch daneben.
Halt uns weiter auf dem Laufenden! Ich finde es immer wieder klasse, mit wie wenig finanziellem Einsatz man sein Spektrum erweitern kann. Möge Dir der Hüter des zweiten Cracks immer zur Seite stehen...
Gruß
Georg
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03.09.2008, 08:17
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AW: Kakaobär´s Bohnenröster
Zitat:
Zitat von Kakaobär
Inzwischen bin ich auf einen gußeisernen Topf umgestiegen, der die Temperatur gleichmäßiger aufnimmt/abgibt und eher breit, als hoch ist. Damit bleibt die Rösttemperatur stabiler und ich bilde mir ein, eine Kombination aus Konvektions- und Trommelröstung zu erhalten.
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Hochintressant das ganze !
Was ist wenn du statt des Topfes ein Sieb nimmst ?
Ist dann die Temperatur nicht gleichmäßig und anhaltend genug weil sich die Wärme nicht so staut ?
Hast du einen Temperaturfühler im Topf oder gehst du ganz nach der angegebenen Temperatur der Heißluftpistole ?
Bilder wären toll.
LG
Dominikus
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03.09.2008, 11:43
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AW: Kakaobär´s Bohnenröster
Wie groß ist dein Topf bei 100g ?
Spielt die Topfgröße im Verhältnis zur Menge eine Rolle ?
Du merkst vieleicht was du bei mir ausgelöst hast 
LG
Dominikus
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03.09.2008, 17:19
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Moderator
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AW: Kakaobär´s Bohnenröster
Bei den Amis nennt sich die Methode meist HG/DB und man findet in den angelsächsisch dominierten Foren massig Tipps und Tricks. "DB" steht übrigens für "Dog-Bowl", so ein Hundefreßnapf eignet sich nämlich gar nicht so schlecht, für's Rösten mit der Heißluftpistole, mit einem Metallsieb hab ich seinerzeit auch ganz brauchbare Ergebnisse erzielt.
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fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....
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03.09.2008, 20:41
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AW: Kakaobär´s Bohnenröster
@Georg, Bohnenschorsch: Ich melde mich die nächsten Tage bei Dir. Ich war heute beruflich in Spandau und in der Rösterei in der Jüdenstraße lächelten mich ein Papua Neuguinea a Grade Dschungel und ein Guatemala Rosel an  Ich probier mich einfach durch und komme bestimmt mal auf Deine Tips bei espressolino zurück.
@Dominikus: wenn morgen kein Regentag ist, schieb ich mal ein paar Fotos hoch, damit Du eine bessere Vorstellung hast. Die Temperatur lese ich zur Zeit nur über die LCD-Anzeige an der Heißluftpistole ab. Ich spiele aber mit dem Gedanken ein IR-Thermometer mit Datenlogger und Typ-K-Messeingang, sowie USB-Schnittstelle anzuschaffen. Leider ist das Gerät empfindlich teuer. Das PeakTech® 5005 USB wäre mein "Rundumsorglospaket". Vielleicht tut´s aber auch ein preiswerteres Gerät. Wie es sich mit einem Sieb röstet kann ich nicht sagen. Einfach mal ausprobieren. Ich könnte mir aber vorstellen nicht alle Bohnen gehen in den 1.Crack, da die Temperatur nicht gleichmäßig genug ist.
@Walter: Deine Seite habe ich auch schon nach Rohkaffees gescannt. Leider habe ich aber bereits 10kg in der Küche zu stehen, die erstmal verbraucht werden wollen...
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Geändert von Kakaobär (04.09.2008 um 13:23 Uhr)
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04.09.2008, 13:13
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AW: Kakaobär´s Bohnenröster
Hier beim Start des Rösters:
Mein Blend bestand aus 5 Sorten, daher etwas ungleichmäßig. Der Indien Monsooned Malabar braucht auch immer einen Tick länger. Als Profi würde man sicherlich die einzelnen Chargen seperat rösten und erst anschließend mischen. Da es schnell gehen sollte, ist die Homogenität des Bohnenbildes nicht repräsentativ. Ich habe mit etwas mehr Mühe schon deutlich gleichmäßigere Chargen geröstet.
Der Blend war noch handwarm beim mahlen und duftet, aber steht in meinen Augen noch deutlich vor seinem Aromahöhepunkt.
O.K., ein nicht so tolles Foto. Für meinen Geschmack zuviel Arabica. Hatte nur 10-15% Robusta dabei. Die Crema ist bei 30% und mehr deutlich voluminöser. Der Brühdruck liegt bei 9bar (das Foto läßt gegenteiliges vermuten).
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04.09.2008, 14:54
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AW: Kakaobär´s Bohnenröster
Die Idee ist nicht schlecht, ich nehme das Ding immer nur zum Grillanzünden. Ich muß mir jetzt auch unbedingt Rohkaffee besorgen und rumprobieren, würde aber erstmal ein Spitzsieb nehmen und von unten(Spitze) den Kaffee erhitzen und oben einen Deckel drauf.
Du hast mich infiziert!!!
Gruß Lutz
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PROMAC CLUB(wieder zum Leben erweckt),Macap M4, ECM Professionale, La Pavoni Jolly
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04.09.2008, 14:57
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AW: Kakaobär´s Bohnenröster
Zitat:
Zitat von Lutzzz
Du hast mich infiziert!!!
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Ja,Ja, der Röstvirus.
Kein Wunder wenn man Kaffee-Netz liest.
Das ist so leichtfertig wie Quarantänestation ohne Atemschutz.
LG Dominikus
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