Hallo Mitstreiter,
nachem ich lange Zeit überlegte, welcher Röster die geeignete Wahl sei und ich anfangs doch die hohen Kosten einer möglichen Fehlinvestition scheute, möchte ich hiermit meinen Lernprozeß in loser Folge skizzieren. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen und animiert, sich mit der Materie des kaffeeröstens zu beschäftigen. Der Kenner wird mich belächeln, aber es treten Probleme und andere Unwegbarkeiten auf, die man als Anfänger einfach durchlebt und vielleicht auch erlebt haben muß, um einen guten Kaffee zu rösten.
Meine Röstinvestition beträgt in die reine Hardware zur Zeit 35 Euro inklusive Porto. Aufgrund des Tips von "Espresso_Fr" kaufte ich eine normale Heißluftpistole:
Mit tollem Zubehör:
Ich röste jeweils 100gweise und die ersten Versuche bereiteten mir erhebliche Schwierigkeiten mit der Temperatur klarzukommen. Zwar hat die Heatgun eine LED-Temperaturanzeige, aber die Temperatur steigt aufgrund des Luftstaus im Topf im Laufe der Zeit an, so daß ich bei einer Anfangstemperatur von 200°C irgendwann bei 600° landete (!) (Die Charge war danach total im Eimer und die Häutchen fingen im Topf an Feuer zu fangen...).
Inzwischen bin ich auf einen gußeisernen Topf umgestiegen, der die Temperatur gleichmäßiger aufnimmt/abgibt und eher breit, als hoch ist. Damit bleibt die Rösttemperatur stabiler und ich bilde mir ein, eine Kombination aus Konvektions- und Trommelröstung zu erhalten. Das "Umrühren" der Bohnen erfolgt durch den Luftstrom der Heißluftpistole. Inzwischen habe ich den Dreh ganz gut raus und die Ergebnisse sind sehr trinkbar geworden. In der Küche sammeln sich inzwischen 8 Sorten und ich suche zur Zeit einen guten weiteren Robusta, da ich die Qualität meines "Indien Parchment" nicht einzuschätzen vermag.
Zur Bewertung der Chargen habe ich mich an den Verkostungsbogen von Wolfredo gehalten.


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