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14.03.2010, 11:41
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 12.01.2008
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AW: Wie langert man Rohbohnen
sorry, aber nochmal kurz OT:
ich glaube die hürden um fairtradeprodukte zu verkaufen sind recht mühselig..
wenn man sich erst eine lizenz holen muss und dabnn geht es weiter... warum dieser ganz bürokratische akt? oder versteh ich das :
Transfair.org | Für Unternehmen
Schritt 1: Lizensierung
Alle Unternehmen, die Fairtrade-Produkte unter ihrer Marke beziehungsweise ihrem Namen vertreiben möchten, benötigen einen Lizenzvertrag mit TransFair e.V..
falsch?
ich darf also keine faitradeprodukte verkaufen, wenn ich keine lizenz habe... oder? ob die lizenz auch was kostet?
Beispiel von mir:
rohkaffee von einer plantage, wo ich weiß, das die pflücker fair bezahlt werden, darfich nicht unter dem namen fair gehandelt vertreiben, wenn ich nicht die lizenz habe. oder?
aber ich glaube das hatten wir hier (Kaffee-netz) schon mal angesprochen.
OT Ende
lagerung von rohbohnen.. ich lager meine rohbohnen luftdich verschlossen in beutel an einem ort, der nicht über 15° C hat,
ein zwei kilo stehen offen in einer kaffeebüchse...zum rösten bereit (wöchentliche röstung).
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14.03.2010, 12:34
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 31.05.2007
Beiträge: 186
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AW: Wie langert man Rohbohnen
Zitat:
Zitat von RolfG.
... ich glaube die hürden um fairtradeprodukte zu verkaufen sind recht mühselig.. ...
Alle Unternehmen, die Fairtrade-Produkte unter ihrer Marke beziehungsweise ihrem Namen vertreiben möchten, benötigen einen Lizenzvertrag mit TransFair e.V..
....
Beispiel von mir:
rohkaffee von einer plantage, wo ich weiß, das die pflücker fair bezahlt werden, darfich nicht unter dem namen fair gehandelt vertreiben, wenn ich nicht die lizenz habe. oder?
...
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Ich kenne mich bei dem Thema nicht vollständig aus, aber was ich kenne ist, dass der Begriff "Fair gehandelt" oder "aus fairem Anbau" nicht geschützt ist. Nur die Verwendung des Fair Trade Siegels bzw. die Bezeichnug "Trans Fair" etc. sind geschützte Marken, deren Verwendung eine Lizenz erfordert. Die Lizenz ist dann nicht ganz preiswert.
Die Pflanzer erhalten mindestens 1,25 US$/lb oder wenn der der Weltmarktpreis höher ist einen Aufschlag von 10 UScent/lb. Bei den augenblicklichen Preisen also eher die 10 Cent. Das macht um 20 Euro Cent per kg. Die Frage ist also wo bleibt die Differenz zu 2 € per kg, die im Handel gefordert werden. Wen, ausser den Bauern unterstützen wir noch?
Das Ganze war jetzt wieder OT
Aber um auf Heikos Frage nach meiner Rohkaffeelagerung zurückzukommen. Da ich nicht mehr zu Hause röste, sondern inzwischen meinen Kaffee bei lokalen Röstern kaufe, stellt sich für mich die Frage nicht mehr. Früher hatte ich ihn allerdings nach dem Kauf chargengerecht in Verbundbeutel verpackt und versiegelt. Die Möglichkeit zum Vakuum hatte ich leider nicht. Ein Vergleich mit Papierbeutel zeigte jedoch, dass selbst die eingesiegelte Variante der offenen (Papierbeutel), kühlen Lagerung (ca 15° C) schon nach kurzer Zeit (10 bis 12 Wochen) überlegen war.
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14.03.2010, 12:44
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 21.01.2006
Ort: 23866
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AW: Wie langert man Rohbohnen
Zitat:
Zitat von Docklands-Coffee
....aber Rohkaffee nimmt eigentlich keine Gerüche an.
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Ich lese gerade mal wieder im Fricke und dort steht
Zitat:
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"......Riechen die Bohnen etwa nach Braten, Gewürzen, Zwiebeln o. Ä., so waren sie bei Ihnen Zuhause nicht genügend geschützt:Rohkaffeebohne nehmen schnell Fremdgerüche an..." quelle:Kaffeerösten Zuhause - Claus Fricke"
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Wer hat nun Recht von Euch Beiden
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14.03.2010, 13:50
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 31.05.2007
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AW: Wie langert man Rohbohnen
Nun, Fremdgerüche sind bei der Rohkaffeebeurteilung schon ein Thema. Hier würde ich aus Vorsichtsgründen eher zu Fricke tendieren. Allerdings, sollten natürlich die von Fricke geschilderten Gerüche auch nicht in einem Rohkaffeelager auftreten, so dass bei einem gut belüfteten Rohkaffeelager die Gefahr eher gering ist.
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14.03.2010, 14:05
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Moderator
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AW: Wie langert man Rohbohnen
Ich fände es schade, wenn dieser an sich informative Thread, zu einer Händerselbstdarstellung bzw. -beweihräucherung ausarten würde...
Zum Thema FLO zertifiziertem Fairtrade und den mittlerweile ausreichend dokumentieren Nachteilen gibt's ja schon eine ganze Anzahl interessanter Threads, da muß man auch nicht mehr viel dazu sagen...
Zitat:
Zitat von Torre
Und manchmal führt die Angabe eines Händlers auch auf die falsche Fährte. Die Formulierung "Der Kaffee wird größtenteils auf kleinen Plantagen erzeugt; diese sind zu etwa 90 Prozent an der Gesamtproduktion beteiligt." würde ich so verstehen, dass auch der angebotene Kaffee von kleinen Plantagen kommt. (Text stammt aus Docklands Beschreibung zu Java Blawan "PTP-Estate". ) Nun kommt dieser Kaffee gerade von einer großen staatliche Farm, die neben der Marke Blawan auch Jampit und Kayumas in Ost Java produziert. Es gibt zwar das Gerücht, dass die Staatsfarm Kaffee der privaten Nachbarfarmen aufkauft und untermischt, das wird aber vehement geleugnet.
Ich denke, alles in allem ist es für den Heimröster recht schwierig die gewünschten Infos zu bekommen. Das liegt, wie oben erwähnt an dem unterschiedlichen Ausgangswissen, aber auch an der Unkenntnis des Informationsbedarfs. Deshalb sollten die Heimröster am besten die Infos, die Ihnen fehlen bei den Verkäufern abfordern. Die werden damit lernen, was sie besser gleich einpflegen, um sich die einzelnen Antworten zu sparen.
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Je länger die Verkaufskette, desto schwieriger ist es an die gewünschten Informationen zu kommen. Einer der vielen Vorteile von "Direct-" bzw. "Relationship-Trade" ist es ja, daß es quasi eine Direktverbindung zwischen Röster und Farmer gibt und die gewünschten Informationen ohne Probleme verfügbar sind...
Allerdings ist der Pfad zurück zum Farmer bei einigen Provenienzen, wie z.B. Indonesien oder Äthiopien immer noch sehr schwierig - die Maßnahmen der äthiopischen Regierung 2008 bzw. 2009 waren diesbezüglich auch nicht gerade hilfreich. Bei Java bzw. PTP-Estate war es bis vor kurzem fast immer so, daß die Kaffees der staatlichen Farmteile qualitativ besser waren als die der kleineren Betriebe (oft auch weil sie aus besseren, höher gelegenen Lagen stammen). Erst seit dem letzten Jahr beginnt sich hier langsam eine Trendwende abzuzeichnen...
P.S.: Rohkaffee nimmt recht schnell Fremdgerüche an, allerdings bleiben die wenigsten davon bei der Röstung erhalten...
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fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....
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14.03.2010, 14:40
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AW: Wie langert man Rohbohnen
Ich lagere den Kaffee normalerweise in der Verpackung, in der er geliefert wurde. Momentan habe ich Papiertüten, Ventil- und Plastikbeutel. Größere Probleme habe ich noch mit keiner Verpackungsart festgestellt.
Was aber auffällt, der Feuchtegehalt des Kaffees ist bei der Papiertütenlagerung zumindes jetzt im Winter bei der trockenen Heizungsluft deutlich niedriger als bei Lagerung in Plastiktüten. In den Papiertüten herrscht eine relative Luftfeuchte von ca. 45%, entsprechend 7-8% Wassergehalt im Kaffee. In den Plastiktüten liegt die Luftfeuchte bei 55-62%, entsprechend 9-11% Wassergehalt des Kaffees.
Daß das ein generelles Problem ist, glaube ich nicht, der Kaffee röstet sich aber merklich unterschiedlich. Im Sommer/Herbst bei feuchterer Raumluft wird vermutlich der Kaffee in den Papiertüten im Feuchtegehalt wieder zulegen, so daß dann die Röstprofile angepasst werden müssen.
Grüße, Thomas
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16.03.2010, 08:53
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AW: Wie langert man Rohbohnen
Moin Rolf,
was Du schreibst ist richtig.
Aber Transfair zu verkaufen oder Händler zu werden ist nicht ganz so schwer. Nur teuer. 
Aber ich frage mich was an dem System wirlkich dem Bauern zu Gute kommt ? Ein Beispiel !
Ich kaufe einen Sack Fairtrade Kaffee, z.B: Äthiopien Sidamo von einem zertifizierten Importeur. Dann beinhaltet dieser Sack schon zertifizierungsgebühren und einen Mehrpreis gegenüber herkömmlichen Sidamo. Der Bauer hat noch nichts davon.
Jetzt verkaufen wir den Inhalt dieses Sacks sortenrein weiter, weil Kunden gerne Fairtrade haben möchten. OK. Dann müssen wir Zertifizierungsgebühren bezahlen von ca 500-2000 € im Jahr (je nach Menge) plus 0,22 €/ Kg Lizenzgebühren. Nur von diesen 0,22 € bekommt der Bauer wirklich was ab. Diese Preise sind kein Geheimnis und können bei Fairtrade nachgefragt werden.
Dann muß man als Händler ja auch noch was dran verdienen, denn Aufwände hat man ja auch also ist man ganz schnell bei 3 € und mehr Aufpreis zu normalem Sidamo. Wärst Du bereit dies zu bezahlen ?
Aber ich schweife schon wieder ab sorry....
Hierfür sollte mal ein eigener Thread aufgemacht werden oder eine Umfrage gestartet werden, wer bereit ist das zu bezahlen mit dem Wissen wie die Kosten sich verteilen.
Gruß
Heiko
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Docklands-Coffee
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16.03.2010, 10:55
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AW: Wie langert man Rohbohnen
Jup, deswegen besser CoE oder das was die Amis als Direct Relationship Coffee bezeichnen kaufen... Ist aber bei uns (AT) nicht ganz leicht zu bekommen und CoE ist für den "allteg" dann doch etwas hochpreisig...
Nach dem was man bei Coffeegeek, Hasbean, jimseven und div. Dokus so über Fairtrade bei Kaffee liest und hört kann mans sich wohl sparen...
@Walter_: Vielleicht magst du zu diesem Thema mal einen Blogeintrag schreiben *g* Der letzte ist ja schon ein weilchen her  Und eine österreichische Perspektive wär sicher interessant.
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25.08.2010, 18:42
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AW: Wie langert man Rohbohnen
Um das alte Thema wieder aufzugreifen: Ich habe heute eine Lieferung von HasBean bekommen. Da ich von keiner Provenienz 2kg genommen habe (wohl aber mal bis zu 1,5kg), wurde alles in solchen 250g-Beuteln geliefert:

Aufwendig luftdicht verpackt, aber nicht vakuumiert; und von solchen Beuteln habe ich nun eine ganze Menge!
Da ich bei HasBean zum Thema nichts dazu gefunden habe, gehe ich davon aus, dass die der Meinung sind, man könne den Kaffee so wie sie ihn geliefert haben, auch lagern...
Was meint ihr dazu?
Grüße,
Kafka
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25.08.2010, 18:47
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AW: Wie langert man Rohbohnen
ja, kannst du so lagern, aber nun nicht jahrzehnte.
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