Hi Fans,
da steckt sicher nicht nur eine dunkle Bohne Wahrheit drin...

Es gibt ja Cracks, sowohl 1. wie auch 2., die mit Imex und I-Roast Profile speichern, abrufen, und dann Nuancen heraus schmecken, dass es eine einzige Freude ist, ihnen zuzusehen und zuzuhören.
Meine Erfahrung zeigt, dass man mit diesen Geräten wirklich frische Bohnen rösten kann, genauso wie mit Popcornröster und Pfanne etc. Aber reproduzierbar? Na, ich weiß nicht... Das Ergebnis hängt wirklich von so vielen Faktoren ab, dass man reproduzierbare Ergebnisse damit - zumal auch noch draußen unter freiem Himmel! - ziemlich vergessen kann. Und trotzdem erhält man Bohnen als Lohn für die ganze Mühe, die frisch sind und meistens auch wirklich gut schmecken (können?), es sei denn, man hat im entscheidenden Moment nicht die Cool-Taste gedrückt, weil gerade jemand am Telefon dazwischen gefunkt hat. Mir ist das einige Male passiert. Nun bin ich zum Glück nicht hauptberuflich Röster, noch will ich den ganzen Tag Röstkurven aufzeichnen, interpretieren und anwenden, während das Röstgerät am Ende trotz allem vielleicht ja gerade gar keine Lust hat, sich darum zu kümmern und, statt die richtige Kurve zu kriegen, lieber über eine Umleitung abdriftet. Aber zum Schluss ja auch das Ziel erreicht, wenn man denn im entscheidenden Moment die Bremse tritt, am besten mit Bremskraftverstärker...
Damit keine Mistverständnisse aufkommen: Ich will damit wahrlich nicht sagen, dass hier nur Bohnenfuchser Fachlatein zum besten geben, in Wirklichkeit aber dabei nichts weiter herauskommt als - heiße Bohnen.

Allerdings bin ich der Meinung, dass man zwar auch mit Heißluftröstern Kurven und Profile benutzen kann, am Ende der Röster aber eh macht, was er will, so dass auch für mich das Mantra heißt: entscheidend sind Geräusch, Geruch und vor allem die Optik der Bohnen.
In diesem Zusammenhang hat ein Gerät wie der Behmor als solider Quasi-Röstautomat für Heimröster in meinen Augen gerade durch das abgeschlossene System jede Menge Vorteile (ohne dass ich jetzt wirklich Reproduzierbarkeit in die Waagschale werfen möchte). Und dazu hat er sogar noch Röstkurven, kann eine große Bohnenmenge verarzten - zu einem bisher unschlagbaren Preis.
Und das Beste wie immer zum Schluss: Endlich, endlich waren heute alle alten Bohnen aufgebraucht, so dass ich wirklich gespannt meinen ersten Behmor-Espresso-Blend in die Mazzer kippen konnte. Natürlich mit dem gleichen Bohnenanteil wie der letzte, schließlich wollte ich ja einen Unterschied schmecken können. Obwohl ich mir nicht sicher war, ob es einen geben würde, denn meine letzte Mischung war super gelungen.
Schon das optische Bild gab mir die Zuversicht, dass die neuen Bohnen vielleicht sogar eine kleine Nuance besser schmecken könnten. Die erste Tasse machte es dann zur erfreulichen Gewissheit: im Vergleich zu meinen I-Roast-Bohnen war der Espresso - ich kann es ruhigen Gewissens sagen - deutlich besser. Natürlich waren die Bohnen erst drei Tage alt, also frischer als die davor, allerdings hatte ich bisher nicht diesen überwältigenden Eindruck von Würzigkeit und vollmundigem Geschmack, und auch die schokoladige Seite war nie so
präsent wie gerade noch vorhin - einfach lecker!
So müssen wohl Bohnen schmecken, wenn sie auf den Punkt geröstet wurden, dachte ich sofort, um gleich danach zu relativieren: vielleicht war es ja nur (Behmor-)Anfängerglück!?