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  1. #1
    Novissimus ist offline Neuer Benutzer
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    12

    Standard Erste eigene Rösterfahrungen mit Heißluftpistole

    Hallo,
    nachdem ich hier viel gelesen habe und mich das Rösten schon lange reizt, habe ich mal einen einfachen, billigen Anfang mit der Heißluftpistole gemacht. Ich muss sagen, die ersten Ergebnisse sind so vielversprechend, dass ich weitermachen werde.
    Equipment: Billig-Heißluftpistole aus dem Baumarkt, Cromarganschüssel (Durchmesser 20 cm, Höhe 4,5 cm), Holzlöffel zum Rühren.
    Bohnen: Brazil Santos, 130 g pro Röstung
    Röstvorgang: Schüssel mit Heißluft vorgewärmt, dann die Rohbohnen hinein und mit der Heißluftpistole aus einem Abstand von ca. 3-4 cm erhitzt; durch die Heißluft werden die Bohnen schon umgewälzt, zusätzlich habe ich mit dem Holzlöffel noch gerührt.
    Röstzeit: Nach ca. 6 Min knatterte es in der Schüssel (1.Crack ?), nach 10.30 Min Abbruch der Röstung, weil die Bohnen ziemlich dunkel (French, Dark French?) wurden und der Röstrauch sehr stark. Zur Kühlung kamen die Bohnen schnell in eine kalte Schüssel und wurden eine Weile von einer Schüssel in eine andere hin und hergeschüttet. Nach der Abkühlung habe ich die Bohnen gewogen und es stellte sich ein Einbrand von ca. 23% heraus.
    Nach 2 Tagen kamen die Bohnen in die Mühle und der damit gemachte Espresso war recht kräftig und brachte eine schöne Crema. (Mit Beschreibungen, wie er denn nun geschmeckt hat (vollmundig, erdig, ...) tu ich mich schwer.)
    Eine weitere Charge habe ich unter denselben Bedingungen etwas heller geröstet, aber noch nicht verkostet.
    Vorteil der Methode: Ich sehe, höre und rieche genau, was mit den Bohnen in der Schüssel passiert. Das Rösten geht schnell und ohne großen Aufwand über die Bühne.
    Nachteil: Keine Möglichkeit, die Temperatur zu messen und zu kontrollieren. Daher sind wohl wiederholbare Röstungen mit immer demselben Ergebnis kaum möglich. Das sehe ich aber durchaus auch als Vorteil, wenn jede Röstung ein bisschen anders ausfällt.
    Ich werde erst mal bei dem Brazil Santos bleiben und noch andere Röstgrade ausprobieren. Später will ich auch zu anderen Sorten übergehen. Könnt ihr mir da etwas empfehlen?

    Ich hoffe, euch nicht zu sehr gelangweilt zu haben. Vielleicht bekommt ja der eine oder die andere Lust, das Rösten mit dieser Methode mal selbst auszuprobieren.
    Gruß
    Uli

  2. #2
    anrubo ist offline Erfahrener Benutzer
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    1.872

    Standard AW: Erste eigene Rösterfahrungen mit Heißluftpistole

    klingt doch bestens ...

    misch mal ein wenig der dunkelen bohnen mit den helleren, meistens kommt dabei gutes heraus. so komplex, wie manche manche hier behaupten, ist das ganze thema m.e. nicht.

    wenn man halbwegs weiss, was man da tut, schmeckt fast alles selbstgeröstete besser als irgendwelche ollen tüten.

    ausnahmen sind noch die boardröster oder frischer carroux, ähnliches selber zu fabrizieren, ist schon schwieriger aber nicht unmöglich.

    Probier mal als nächstes den India Monsooned Malabar und Kenia AA.

    andreas

  3. #3
    Kakaobär ist offline Erfahrener Benutzer
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    551

    Standard AW: Erste eigene Rösterfahrungen mit Heißluftpistole

    Eigentlich kann man alle Sorten mit obiger Methode rösten. Allenfalls mit dem Robusta solltest Du etwas vorsichtig sein. Ich röste diesen immer separat. Ach ja: bei Temperaturen unterhalb von 5-10° wird es schwierig. Probier auch mal andere Düsenaufsätze aus.

    Gruß
    Kakaobär
    ELEKTRA A3 mit Handmühle (Naxos-Basalt, in Magnesit-Salz-Bindung), MAZZER Mini E/A, HeatGun, Aeropress, 800n

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