Mit dem Popcornröster macht es mir immer mehr Spaß. Ich probiere mich jetzt durch die verschiedenen Sorten durch

. Heute war wieder Rösttag, und der Yirgacheffe war dran:
Er ließ sich recht unspektakulär rösten. Ich habe den Röstgrad mal ein wenig knapper gehalten und bin nicht so weit in den 2. Crack hineingegangen wie sonst.
Als nächstes kam der Brazil Fazenda Sao Sylvestre dran:
Auffallend war hier die etwas längere Röstzeit und die Tatsache, dass der Häutchenflug erst recht spät und kurz vor dem 1. Crack einsetzte. Die Bohnen scheinen etwas "schwerer" als die anderen Sorten zu sein, denn am Anfang kam nur wenig Bewegung in die Sache und gegen Röstende wollten wesentlich weniger Bohnen aus dem Behälter hopsen als bei den anderen Sorten.
Eure Kommentare zum Röstbild und zu den Sorten sind sehr willkommen!
Heute habe ich die dunklere Charge des Monsooned Malabar mit je ca. 15% indischem Robusta und äthiopischem Mokka vermischt und in die Mühle gefüllt. Recht stark und streng, fast ein wenig bitter in der Tasse. Auch im Cappu noch sehr kräftig. Mal sehen, wie er sich noch entwickelt.
Die Charge Bonga Forest (160g, ich hatte 2x80g geröstet) habe ich mittlerweile aufgebraucht. Er war absolut köstlich und ist bis jetzt mein Favorit. Ich kann mir schon vorstellen, dass bei so einem Wildsammlungs-Kaffee die Qualität stärker schwankt als bei einem Plantagenkaffee. Das gehört aber bei so einem echten Naturprodukt eben dazu. Das etwas bunte Bohnenbild aufgrund der unterschiedlichen Bohnengröße hat dem Geschmack anscheinend nicht geschadet.
Bei so frischem Kaffee verändern sich die Eigenschaften deutlich mit jedem Tag, in dem die Bohnen liegen, und das nicht nur positiv. Langsam beginne ich, die Frische-Fetischisten hier zu verstehen