Liebe Heimröster,
gestern abend hat sich die Berliner Heimröstergemeinde im Kaffeemuseum zusammengefunden. Es wurden Espressoröstungen verkostet, die mithilfe verschiedener Methoden geröstet wurden. Vertreten mit einer Röstung waren:
- Rolf - Gene Röster
- Daniel - Umluftbackofen
- Stefan - Roastary
- Ludger - modifizierter Hähnchengrill mit Schamotteauskleidung
- Bhante - Bhantes Röstgefäss mit Thermofühler
- Andreas - Popcorntopf
(Kann mir bitte jemand die richtige Reihenfolge nennen?!)
Dank der Spende von Rolf hatte beim letzten Treffen jeder 100 gr. PNG (Papua Neu Guinea Sigri) bekommen. Auf Vorgaben bezüglich des Röstgrads hatten wir uns nicht festgelegt - jeder sollte einen Espresso nach eigenem Gusto rösten.
Da ich nicht von Anfang an dabei war, überlasse ich die Beurteilung der einzelnen Röstungen den anderen.
Interessante Ergebnisse waren für mich:
- Die verschiedenen Methoden führen zu recht unterschiedlichen Geschmackserlebnissen. Die große Frage bleibt, inwieweit wir tatsächlich Methoden vergleichen, da auch das Können von uns Hobby-Röstern und die Röstprofile eine große Rolle spielen. Auf jeden Fall war es interessant, wie unterschiedlich ein Espresso aus dem gleichen Rohkaffee schmecken kann. Die verwendete Methode hat auf den Geschmack mit Sicherheit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss, da jede Methode mit bestimmten Parametern daherkommt, die sich mehr oder weniger beeinflussen lassen.
- Von der Bohnenfarbe lässt sich nur bedingt auf den Röstgrad schließen. Daniels Kaffeebohnen waren von der Farbe eher im mittleren Espressobereich, aber noch sehr säurebetont und damit als sensorisch "helle Röstung" eher für die French Press/Filter geeignet. Bhantes Röstung war extrem Dunkel, ohne sehr rauchig oder gar verbrannt zu schmecken.
- Somit gibt es kaum einheitlich Parameter, die sich auf alle Methoden anwenden ließen: Bohnenfarbe, Dauer und Temperatur bringen uns nicht weiter. Der Faktor Gewichtsverlust lässt sich beim Rösten nicht messen.
- Trotz aller Unterschiede war noch schmeckbar, dass wir es mit einer Kaffeesorte zu tun hatten. Allerdings waren wir uns nicht ganz einig, ob geschmacklich die Unterschiede (durch die verschiedenen Röstungen) oder Gemeinsamkeiten (durch die einheitliche Kaffeesorte) überwogen.
- Im Anschluss haben wir noch einen Malabar Monsooned und einen Mexikanischen Maragogype von Bhante verkostet, die deutlich anders geschmeckt haben als der PNG.
Damit ist die Diskussion eröffnet: Welche Röstung hat Euch besonders gut geschmeckt und warum? Gibt es einen "Verlierer" oder "Gewinner" (bloß keine falsche Scham - ist alles nicht persönlich gemeint!).
Schöne Grüße, Andreas


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren

Lesezeichen