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  1. #1
    katzenkaffee ist offline Benutzer
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    Standard Selbstbauröster mit Heizdraht und Dimmer

    Hallo,

    nach den ganzen Erfolgsgeschichten hier im Forum möchte ich so langsam auch mit dem Rösten anfangen! Ich mach es mir aber selbst etwas schwerer, da ich keinen Heißluftröster, sondern einen Konvektionsröster bauen möchte. Als Heizelement möchte ich ca. 10m Heizdraht mit passendem Widerstand pro Meter nehmen, dann kann ich ja seine Leistung bei 230V einstellen (P=U*I).

    Was würdet ihr denn empfehlen als maximale Watt-Zahl? sind 600 genug für ca. 250g Bohnen pro Durchlauf?

    Die Temperatur kann ich dann ja per Dimmer steuern, oder nicht? Die werden ja normalwerweise für Lampen benutzt, es gibt aber auch welche, die für bis zu 1kw ausgelegt sind. Spricht etwas dagegen die Temperatursteuerung so zu realisieren? Auf lange Zeit soll ein µC eine vorgebene Zeit-Temperatur-Kurve abspielen, aber zuerst möchte ich Erfahrungen sammeln durch das "Einstellen von Hand".

    Hier noch zwei Bilder wie ich mir das ganze vorgestellt habe:





    Was haltet ihr von der Idee? Gibt es Besseres? Sollte ich die Temperatur lieber über einen Transistor + Poti regeln? Ist ein Dimmer genau genug um die Temperatur auf +-5 °C einzustellen?

    Danke schonmal für eure Hilfe!

    Gruß, Michael

  2. #2
    bohnenschorsch ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Selbstbauröster mit Heizdraht und Dimmer

    Hallo Michael,

    hier ein paar Anregungen:
    Was würdet ihr denn empfehlen als maximale Watt-Zahl? sind 600 genug für ca. 250g Bohnen pro Durchlauf?
    Für ein offenes System wie auf Deiner Beispielzeichnung brauchst Du eher die 2,5 -3-fache Leistung. Wenn das System geschlossen und einigermaßen gut abgedichtet ist, reichen etwa 1000 Watt.

    Die Temperatur kann ich dann ja per Dimmer steuern, oder nicht?
    Es würde zwar irgendwie gehen - aber warum regelst Du sie nicht einfach per Temperaturregler? Sollte, je nach Regelgüte usw, für 10.- bis 50.- Euro zu machen sein. Insbesondere in Bezug auf spätere Erweiterungen ist es doch fast sinnlos, Erfahrungen ohne konkrete Temperaturmessung zu sammeln. Und wenn Du die Temp. schon misst,kannst Du sie auch gleich regeln.

    Und noch eine Anregung: Wenn du eine perforierte Trommel baust, solltest Du die Heizung über die Trommel hängen oder daneben, nicht drunter. Sonst verbrennst Du sämtliche herumfliegenden Häutchen zu Asche, was unnötig qualmt, stinkt und die Sicherheit gefährdet. Die Heizungsposition hat aber auch einen Einfluss auf den Leistungsbedarf.

    Viel Erfolg, bitte halte uns auf dem Laufenden!
    Georg

    p.s.: Dein Bild würde in einer etwas kleineren Auflösung wesentlich besser auf meinen Monitor passen.
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  3. #3
    netterKerl ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Selbstbauröster mit Heizdraht und Dimmer

    Bei meinem Torre ist die Trommel auch perforiert und die 3 Heizungen sind unter der Trommel angereiht....
    Allerdings ist unter den Heizungen das Gebläse und pustet die Häutchen bei Bedarf nach oben raus.
    Ich würde eh dazu raten mehrere "Heizungen" einzubauen. Wenn du jede einzeln Steuern kannst (an und aus Schalter genügt) sind relativ genaue Röstungen möglich. Du kannst dann die Heizleistung entsprechend der Menge anpassen oder zum Ende hin die Leistung etwas drosseln.
    600 Watt werden wohl reichen...meiner hat bei einer max. Befüllung von 1kg 1800 Watt Heizleistung zur Verfügung.

  4. #4
    boing ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Selbstbauröster mit Heizdraht und Dimmer

    Alternativ zum Heizdraht kann man evtl. auch Halogenlampen in Stabform (Sockel R7s) verwenden, die gibt es in allen gewünschten Leistungen (z.B. 2x 500W) und die Montage ist u.U. einfacher. Eine nachträgliche Änderung der Leistung ist auch einfach möglich. Allerdings sollte die Maximaltempera der Zuleitung beachtet werden.

    Ich habe auch mal eine Konstruktion gesehen (nicht live), bei der 2 Halogenlampen in der Trommel waren, natürlich mit Abdeckung damit von oben keine Häutchen auf die Lampen fallen.

  5. #5
    -MM- ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Selbstbauröster mit Heizdraht und Dimmer

    Zitat Zitat von bohnenschorsch Beitrag anzeigen
    Für ein offenes System wie auf Deiner Beispielzeichnung brauchst Du eher die 2,5 -3-fache Leistung. Wenn das System geschlossen und einigermaßen gut abgedichtet ist, reichen etwa 1000 Watt.
    Das kann ich gleich mal aus der Praxis bestätigen, beim Vitalgrill hatten wir genau das Thema vor kurzem.
    Eine einfache Alufolie aussen auf der Scheibe erlaubt fast die doppelte Menge zu rösten.

    Ausserdem ist heutzutage ja Stromsparen wo möglich angesagt
    "Green Roasting" sozusagen *g*

    Noch eine kleine Idee: Wenn du das schon so schick zeichnest, dann könnte die ganze community und das Kaffeewiki ja sowas wie einen Open-Source-Röster entwickeln, immerhin gibts ja seit neuestem auch ein OS elektroauto
    Silvia + Pressstempelkanne + Rocky D + Lima + Tchibo-Mühle feinjustiert + Behmor 1600
    Oldies but Goldies: Bialetti Mukka, AEG EA-120, VitalGrill als Röster

  6. #6
    katzenkaffee ist offline Benutzer
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    Standard AW: Selbstbauröster mit Heizdraht und Dimmer

    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Das mit dem PID stimmt eigentlich, ich habe auch einen recht günstigen gefunden:

    PID Temperaturregler Thermostat f.Thermoelement Typ K: 001480-140 VirtualVillage.de

    Ist der für meine Zwecke in Ordnung?

    Wenn ich das System schließe, soll es dann wirklich dicht sein oder soll ich eine Lüftung einbauen, die immer etwas Frischluft einbläst, damit es keinen Hitzestau gibt? Diese Lüftung könnte ich dann ja auch gleich für eine "Häutchen-Absaugung" verwenden. Oder kommt der PID mit dem Hitzestau zurecht und regelt die Temperatur automatisch wieder runter?

    Benötige ich die Löcher in der Trommel überhaupt? Ich habe mir dabei gedacht, dass die Bohnen schneller auf einen Temperaturänderung reagieren. Wenn die Löcher nämlich nicht nötig sind, könnte ich einen Kochtopf mit Glasdeckel nehmen, bei dem ich die Bohnen ja immer sehen und kontrollieren könnte. Außerdem ist in den Glasdeckeln ja schon immer ein Loch für den Griff, da könnte ich die Achse durchstecken. Was haltet ihr von dieser Idee?

    Gruß, Michael

  7. #7
    blu
    blu ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Selbstbauröster mit Heizdraht und Dimmer

    Hi Kaffeekatze,
    erstmal Glückwunsch zum Projekt! Mir ist allerings noch nicht klar, wie du das Problem der Bohnenhäutchen in den Griff bekommen willst.
    Der billige Dieckmann Röster ähnelt deinem etwas, hat aber einen "Fön".
    lg blu
    LM Linea, Gaggia Mini & Mazzer Robur & Gene cafe cbr 101
    Kaffeewiki & Röstereien weltweit & Cimbali-HowTos


  8. #8
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Selbstbauröster mit Heizdraht und Dimmer

    Regel meinen Gene ja auch noch zusätzlich mit dem Dimmer.
    Würde aber einen aus dem Bühnenlichttechnik nehmen. Kosten nur um die 50-60 EUR und sind sehr robust schalten 2000 W.
    Heizspiralen kannst du doch auch gut und günstig kaufen. (Elektrogrill, Wärmestrahler usw.)
    Gasgrills sind auch nicht so teuer.
    Gunnar
    Carimali UNO E+ Preinfusions über Magnetventil + Mühlen= Elektra Nino + Mazzer Stark
    Büro: Nuova Simonelli MAC, Mühle Isomac Macinacaffe Stufenlos
    Röster:Genecafe CBR101+ Dimmer(Showtec Single MKII)
    Links:Sammlung technischer Daten aller Mühlen - Bezug aufteilen sollte jeder mal machen
    Preinfusion für Tank Maschinen
    Rossi RR 45 auf 80 Mahlkranz umbauen

  9. #9
    dbertolo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Selbstbauröster mit Heizdraht und Dimmer

    Hallo Michael

    Etwas Ähnliches konstruierte jemand für den Roaster Contest bei homeroasters.org: Halogen Radiant Roaster. Finde ich persönlich eine sehr hübsche Lösung.

    Gruss
    Dani
    La Spaziale Vivaldi S1 II
    Mazzer Mini E
    Gene Café
    In Arbeit: Faema President

  10. #10
    katzenkaffee ist offline Benutzer
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    Standard AW: Selbstbauröster mit Heizdraht und Dimmer

    Hallo,

    meine Planung ist nun etwas fortgeschritten! Doch bevor ich alles bestelle wollte ich euch noch fragen, ob das auch so funktionieren wird:

    Leistung: Bei einer anpeilten Leistung von 1100W und einer maximalen Spannung von 230V ergibt sich nach R=U²/P ein Widerstand von 48,09Ohm.
    Dabei würde ein Strom von 4,8A fließen, das verträgt eine Steckdose ja gut.

    Draht:
    Ich möchte 10m Draht nehmen, da es diese Menge als Rolle günstig beim Auktionshaus gibt. Somit würde ich einen Draht mit 4,8 Ohm pro Meter benötigen, es gibt da auch einen passenden mit 4,82 Ohm pro Meter. Leider hat er nur einen Durchmesser von 0,6mm, so entsteht eine Oberflächenbelastung von 5,85 W/cm². Meint ihr das ist noch in Ordnung, da ich den Draht ja nur auf ca. 220°C aufheize? Bei 900°C habe ich gelesen, dass die Oberflächenbelastung bei ca 3 liegen sollte... Was meint ihr?

    An die µC-Spezialisten:
    Temperaturregelung:

    Was haltet ihr von diesem Kontroller?

    Laminator-Temperatur-Regelung

    der müsste doch für meine Zwecke ausreichen, oder nicht? Hält der 1100W aus? Weil die meisten Laminatoren haben ja nur um die 300W...
    Ich kenne jemanden, der mir den Regler herstellen und auch programmieren könnte. Und auf diese Weise könnte ich die Messdaten am PC aufzeichnen und das Röstprofil per Kurve am PC vorgeben! Außerdem würde diese Regelung auch noch sehr viel günstiger sein als alle Alternativen!

    Danke schomal für eure Hilfe.

    Gruß, Michael

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