Hallo liebe Rösterfahrenen!
Ich habe gelesen, dass es grob zwei Lager gibt. Die einen sagen, möglichst schnell rösten, damit sowohl Säure, als auch bittere Geschmacksnoten erhalten bleiben und die Geschmacksstoffe nicht rausgeröstet werden, die anderen rösten möglichst langsam, um die Bohne zu schonen und den Geschmack möglichst rund zu bekommen. Natürlich will keiner die Bohnen so langsam oder niedrig rösten, dass sie gebacken werden und nicht aufgehen und keiner will die Bohnen zu sauer haben.
Ich experimentiere hier mit unterschiedlichen Röstzeiten und Temperaturen und wollte fragen, welche Erfahrung Ihr gemacht habt. Ich vermute, es gibt eine Mindeströstzeit. Aber kann man Kaffee zu lange rösten (wenn man die Temperatur hoch genug ansetzt)? Oder kann das dem Kaffee nur gut tun.
Für mich ist es noch nicht ganz klar, welche Rösttemperatur und Dauer auf welcher Stufe notwendig ist, um welchen Geschmack zu erzielen oder zu vermeiden. Ich versuche weiter, bin aber auch über Tipps dankbar.
Ich röste mit einem Popcornmaker und messe mit einem Thermometer die Bohnenmassentemperatur. Damit röste ich auf unterschiedlichen Stufen. Mein letzes Profil sieht so aus:
Bohne: Columbia Supremo Grade 1 (Docklands)
Hochheizen auf 150° (1 Minute)
3 Minuten auf 150° halten
5 Minuten auf 175° halten
8 Minuten auf 200° halten
5 Minuten auf 230° halten
=> Gesamtzeit 22 Minuten
Das Röstbild ist relativ gleichmäßig. Die Bohnen sind nach meinem Auge ziemlich genau FC. Die Spelzen (heißt das so?) in der Bohnennaht (und heißt das so?) sind noch relativ hell. Jetzt nach einem Tag sind sehr vereinzelt Ölflecken zu erkennen.
Der Geschmack aus dem Espressokocher ist vielleicht etwas zu bitter, aber auch noch mit einer angenehmen Säure (meine Geschmacksnerven sind aber auch noch nicht besonders trainiert). Ich glaube, richtig beurteilen kann man den erst morgen oder übermorgen.
Kaffeebesessene Grüße aus Hamburg!
Jan


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