AW: Erfahrungen-Tipps Behmor Röster
moin zusammen,
ich bin inzwischen auch unter die Behmor Röster gegangen und möchte euch meinen ersten Eindruck nach etwa 5 Chargen von je 225g nicht vorenthalten. Vom I-Roast bin ich es so gewohnt, dass die Kühlung recht direkt den Röstvorgang unterbricht. Beim Behmor ist das nicht der Fall und man muss besonders nach dem ersten Crack auf der Hut sein falls man in den 2. Crack rösten will. Bei zwei Röstungen (Yirgacheffe und Malabar) habe ich erst mit Einsetzten des 2. Crack den Röstvorgang abgebrochen, was deutlich zu spät war. Eine extreme Rauchentwicklung (erstaunlich, wie lange sich der Geruch in der Wohnung hält) sowie verbrannte Bohnen waren das Resultat.
Eine weitere Röstung Yirgacheffe habe ich etwas zu früh abgebrochen. Mit zwei Chargen Malabar habe ich eine relativ gute Punktlandung erreichen können. Man muss sich wirklich zwingen etwas früher den Kühlvorgang einzuleiten. Bei dem verwendeten Profil (1/2lb, D, P4, auf maximum 16:30) habe ich direkt nach dem ersten Crack abgebrochen. Da hier 1. und 2. Crack recht zügig aufeinander folgen setzte kurz nach Beginn der Kühlung der 2. Crack ein und als Endergebnis kam was zwischen Full City und Full City+ dabei raus.
Bei den gelungenen Röstungen war das Bohnenbild sehr gleichmäßig, geschmacklich hat mich der Yirgacheffe in der French Press bisher nicht überzeugen können, als Espresso ist er leider zu hell.
Der Malabar ist hingegen als Espresso sehr lecker, Crema satt, wenig säure, ziemlich erdig, typisch Malabar eben.
Zum Röster fällt mir folgendes ein:
Die Verarbeitung ist „ok“, die Arretierung der Trommel hätte ich mir etwas genauer gewünscht. Hier musste ich durch leichtes Biegen der linken Aufnahme und Verwendung von etwas Öl nachhelfen. Die Häutchen finden nicht alle den Weg in das Sammelbehältnis, am besten funktioniert die Reinigung mittels Staubsauger. Die Bedienungsanleitung ist teilweise etwas, naja vielleicht trifft das Wort „salopp“ es am besten. Angenehm ist die geringe Lautstärke des Rösters und bedingt dadurch die gute Hörbarkeit der Cracks.
Das Rösten in der Wohnung klappt ganz gut, ich stelle das Teil auf den Herd unter die Abzugshaube. Das Öffnen der Behmor-Tür beim Einsetzen der Kühlung kann ich nicht empfehlen, denn der Behmor belohnt dies mit starker Rauchentwicklung und Auswurf von Häutchen satt. Draußen mag das kein Thema sein. Im Verhältnis zum I-Roast ist der Behmor eindeutig eher zum Rösten in der Wohnung geeignet, aber auch hier empfehle ich Abluft oder ein komplett geöffnetes Fenster.
Bisher bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden, gekauft habe ich bei Ivo van der Pütten / ongebrand, was bestens geklappt hat. Es macht einfach Spaß dem Behmor beim Rösten zuzusehen. Ich denke ich werde gleich heute Abend noch ein paar Ladungen zurechtbrutzeln und meinen I-Roast für den Verkauf vorbereiten.
Gruß, Axel
Dalla Corte Mini, Mazzer Mini E/A, Behmor 1600
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