Ich röste derzeit ausschließlich bei Fausto eingekauft Rohbohnen, da ich glaube, mit zuvielen Variablen bekommt man das nicht in den Griff.
Probiert habe ich bislang nur P1 und P4, wobei mir P1 wegen seines schlichten Ablaufs gut gefällt. Die Programm bringe ich bei Röstbeginn mit + immer auf die maximale Zeit, die Kühlung kann ich ja jederzeit einleiten. Ich röste auch ausschließlich 1/2 lb, um auch diese Variable auszuschließen.
Die Cracks höre ich sehr gut, auch den zweiten, der anders klingt (mehr wie knistern). Das Drücken der Coolingt-Taste beendet den Röstvorgang nicht sofort, ein begonnener Crack läuft noch munter weiter. Man muss daher die Uhr ab dem Beginn des ersten Cracks im Auge behalten und rechtzeitig in die Kühlung wechseln.
Beeindruckt beim Behmor hat mich jedoch, dass auch mehrere Röstungen mit gleicher Menge und Bohne hintereinander genau gleich abliefen. Der Beginn des Cracks bei den verschiedenen Röstungen variiert nur um wenige Sekunden, insofern kann sich an den Röstgrad gut herantasten. Beim Behmor macht es sicher Sinn, zu einzelnen Bohnesorten die Röstvorgänge aufzuzeichnen, damit man diese wiederholen kann (da bin ich selbst noch schludrig).
Ich versuche das Rösten dadurch besser kennen zu lernen, dass ich soviele Variablen wie möglich ausschließe. Ich röste nur eine Menge (1/2lb), verwende ein möglichst einfaches Programm und nur wenige Bohnensorten. Erst wenn ich damit regelmäßig zu guten Ergebnissen komme, würde ich auch mal exklusivere Bohnen bestellen oder gar mit Blends anfangen.
Eine Gleichung mit zig Variablen lässt sich irgendwann nicht mehr sinnvoll lösen, insofern versuche ich die Variablen wo es geht zu minimieren.
Ich will niemandem zu nahe treten, aber wenn ich ab und zu lese, dass jemand ohne jegliche Rösterfahrung bereits mit der dritten oder vierten Röstung anfängt toll schmeckende Blends zu kreieren (die auch noch unmittelbar nach dem Rösten klasse schmecken), bin ich doch eher kritisch gegenüber solchen Aussagen.
Rösten funktioniert meinem Eindruck nach primär mit viel Erfahrung, gerade was den verwendeten Röster anbelangt.
Zudem braucht es auch noch viel Zeit, da (zumindest bei mir) alle Röstung doch ein paar Tage Ruhe brauchen, bis sie schmecken.
Hier noch ein Tipp für Fausto-Rohnbohnen:
220 g Sidamo - P1 - 12.45 Minuten. Hat nach einer Woche super geschemckt.


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