Diese alte Weisheit wollte ich mal auch in Bezug auf Röstzeiten bestätigen. Und zwar deshalb:
Ich habe ein Experiment mit der Santos von Heimbier gemacht. Vielleicht nicht die beste Bohne für diese Idee, aber sie lag noch rum. Ich habe sie mit dem Popcornröster einmal so geröstet:
3 Minuten bei 150°C
3 Minuten bei 180°C
3 Minuten bei 200°C (hier kam der 1. Knack)
2 Minuten bei 210°C
2 Minuten bei 220°C
2 Minuten bei 230°C
1 Minute bei 240°C (hier kam der 2. Knack)
Gesamtzeit: 16 Minuten
Daraufhin habe ich gesehen, wie sich die Bohne verhält und wo die Knacks sind. Also habe ich eine zweite Charge geröstet und zwar so:
4 Minuten bei 180°C (bei 3:30 kam ein erstes Knacken, deshalb hoch auf)
4 Minuten bei 220°C (bis der erste Knack vorbei ist)
2,5 Minuten bei 240°C (und etwas so lange im zweiten Knack bleiben, wie in der Röstung davor)
Gesamtzeit: 10,5 Minuten
Jetzt habe ich beide Bohnen als Aufguss verkostet und konnte keinen Unterschied ausmachen. So halte ich es in Zukunft testweise auch. Ich gucke, wo die Bohnen ihre Knacks haben und zögere dann nichts künstlich heraus oder suche nach den Knacks, sondern ich gehe gleich dahin, wo's knallt und kürze damit den Vorgang ab.
Wie gesagt, bei einer relativ unempfindlichen Bohne wie der Santos ist das villeicht nicht so aussagekräftig. Aber ich probiere das auch mal mit einer anderen. Was meint Ihr dazu?
Jan


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