AW: Robustabohnen

Zitat von
fresholi
laut aromatico.de:
"Arabica-Bohnen benötigen i.d.R. etwas längere Röstzeiten, da sie den Duft und die Milde der Mischungen voll zur Geltung bringen; dadurch werden die säuerlichen Aromastoffe destilliert und nehmen zugelich den typischen Geschmack nach frischer Röstung an.
Robusta-Sorten sind dagegen milder, je kürzer der Röstprozeß dauert; was wiederum den Körper hervorhebt und die hölzernen Eigenschaften mildert."
Stellen sich mir die Fragen:
1. was heißt kürzer? Heller oder schneller (höhere Temp.)
2. Was stimmt nun, ist für Robusta besser geeignet: FC+ bzw. LF oder "heller". Denn heller dürfte ja eher nicht FC+ bzw. LF sein...
Ich meine, das ist mal wieder so ein Fall von sieben Stühlen und acht Meinungen. Ich habe einen Privatröster befragt und der sagte mir, Robusta müsse man länger rösten, damit er die Hitze gleichmäßig aufnimmt und die Bohnen tatsächlich "gut durch" sind. Die Rede war von über 20 Minuten bei moderater Temperatur (um die 210 °C). Ähnliches hat der Produktmanager der Gepa mir berichtet und die Gepa verwendet gerne Robusta in ihren Espressi, insbesonder TAZpresso. Der hat sich allerdings nicht auf eine konkrete Angabe Zeit und Temperatur bzw. Temp.-Kurve eingelassen.
Ich habe bisher den Indian Cherry Robusta von Fausto geröstet und zwar auf 240 °C (anfangs 6 Min auf 160 °C) und dann ein wenig über den 2. Crack hinaus. Pur habe ich es einmal probiert und danach entschieden, ihn nur zum verblenden zu verwenden. Fazit: Meine Espresso-Mischung bekommt ca. 20 % Robusta-Anteil. An 100 % Arabicas werde ich mich aber auch noch heranwagen.
Schönen Gruß,
koelscher-jung
PS: Kennt Ihr das: Man kann gar nicht so viel trinken, wie man eigentlich rösten möchte.
*** Rocket Cellini Evoluzione, WMF-French-Press *** Mazzer Mini A, Zassenhaus Brasilia *** Gene CBR 101 ***
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