Erfolgsmeldung!
Mein Rohrbomben-Röster funktioniert! Die Hauptheizung war noch OK und eben ist die erste Röstung (Columbia Supremo) problemlos durchgelaufen:
Im Moment kommt er zwar nicht über 210°C hinaus, das liegt aber daran, dass er noch nicht vollständig abgedichtet ist und recht viel Fremdluft zieht. Kenne ich noch von meinem alten Modell und läßt sich leicht abstellen.
Es wird!
Viele Grüße
Klaus
Bezzera BZ09 & Gastroback Mühle advanced pro, Gaggia Evolution & Graef CM80, FE-AR La Peppina, diverse Handmühlen, µC-Elektrogrill-Röster
Hallo,
und danke an Klausmic und Espressofix, dass ihr uns auf dem Laufenden haltet. Wie das mit dem Nasenbär und seinem Häutchensammler genau funktioniert, interessiert mich auch!
@galgo
Geht nicht wegen der halbverbrannten Häutchen, die überall rumliegen. Ein Mal gepustet, ist die ganze Küche voll. Bei den geringen Mengen, die ich röste (so 250g) reichen auch zwei Backbleche zum Abkühlen.vlt. solltest du noch mit einem auf kalt gestellten haarföhn für abkühlung sorgen
@Klaus
Diesen Satz liebe ich, er trennt die Mutigen von den Zaghaften, die Macher von den Memmen. Es ist zwar OT, aber er kommt (sinngemäß) auch in einem meiner Lieblings-Aufopferungs-Selbstversuche vor:Gab einen klasse Knall
Espresso aus der Mikrowelle - DER Partyknaller!
Zu Deinem Rohrbomben-Vergleich fällt mir noch ein Kommentar aus der Schublade „schwärzer geht´s nimmer“ ein: Roasting Coffee Taliban Style …
@Gunnar
Könnte sein. Die ersten Eindrücke gehen in Richtung mehr Röstaromen, mehr Pfiff, weniger Säuren. Stichwort Cowboykaffee. Mir fällt noch der Vergleich „Steak aus der Pfanne“ und „Steak vom Holzkohlengrill“ein. Es ist aber alles im Anfangsstadium und noch lange nicht gesichert. Leider hat mich inzwischen eine kräftige Erkältung flachgelegt – da schmeckt alles irgendwie nach „Earl Grey“.ist das Geschmacklich ein Unterschied auf offener Flamme zu rösten?
Gruß
Georg
Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner!
Hallo Georg,
Den Thread hatte ich mir schonmal reingezogen und mich köstlich amüsiert.Warum es bei mir allerdings geknallt hat, kann ich mir noch immer nicht so recht erklären. Ist ja eigentlich nur ein Heizdraht hops gegangen. Vielleicht lag es ja auch daran, dass ich im laufenden Betrieb mit Abisolierzange, Lüsterklemmen und Schraubendreher an 220V hantiert habe.
Wollte halt die Röstung nicht unterbrechen.....
Gefällt mir.Sollte ich in die Signatur übernehmen.
(Ich hoffe nur, ich werde dann am 21.11. im Zug nach Berlin nicht gefilzt. 25cm Rohr mit Heizdrähten und Microcontroller. Aufschrift: Taliban-Roaster.....)
Viele Grüße
Klaus
Bezzera BZ09 & Gastroback Mühle advanced pro, Gaggia Evolution & Graef CM80, FE-AR La Peppina, diverse Handmühlen, µC-Elektrogrill-Röster
Moin!
So, nachdem ich bisher nur mitgelesen haben, habe ich doch mal eine frage. im speziellen an die Nutzer mit der gelben Heißluftpistole X102.
1. Was habt ihr für Temperaturen unter dem "Sieb" vor dem ersten und nach dem ersten Crack?
2. Was ist dafür an der Pistole einzustellen?
Danke und Gruß
Schubi
Na das ist doch mal ein interessanter Fred mit allerhand neuen Röstmethoden. Ein altes PC-Netzteil als Stromlieferant für den Akkuschrauber zu nutzen ist wirklich eine gute Idee. Zudem die geschickte Durchmischung des Bohnengutes. Alle Achtung, da muß man erstmal tüfteln. Genial einfach.
Hallo Schubi: Bezüglich der Heizluftpistole kann man eine absolute Aussage bezüglich der Temperatur nicht treffen. Die Temperaturdifferenz zwischen angezeigter und realer Temperatur hängt von so vielen Umständen ab (Umgebungstemperatur, Abstand, direkter Kontakt oder Sieb dazwischen, Füllmenge...) Einfach ausprobieren, hier berichten und auf 10-12 Minuten Röstdauer kommen. Einen anderen Tip kann ich Dir leider auch nicht geben.
Ich muss mich mal gerade selbst zitieren.
Habe nun die (Fremd-) Luftzufuhr etwas eingedämmt. Und nun erreicht er auch ohne Probleme (draußen, bei 5°C) über 230°C, also so, wie ich es haben wollte. Dabei ist der Temperaturanstieg war etwa langsamer, dafür aber irgendwie gleichmäßiger als bei meinem ersten Selbstbau aus Holz.
Da ich den Lüfter nun auch mit etwas höherer Spannung betreibe, kann ich ohne Probleme 150g Rohbohnen einwerfen. Habe heute dann mal 150g Peru geröstet. Ging wirklich klasse, trotz des Lüfters waren beide Cracks sehr deutlich zu hören. Nach 15 Minuten habe ich (also nicht ich, sondern die Bohnen) einen Röstgad von ca. Light French erreicht, wobei das Bohnenbild wirklich sehr gleichmäßig ist. Ich bin begeistert, das Ofenrohr als Hülle scheint für eine noch bessere Temperaturverteilung zu sorgen.
Hier nochmal ein Bild des nun fertigen Rösters TS:
Viele Grüße
Klaus
Bezzera BZ09 & Gastroback Mühle advanced pro, Gaggia Evolution & Graef CM80, FE-AR La Peppina, diverse Handmühlen, µC-Elektrogrill-Röster
Moin,
es gibt wieder was zu berichten, deshalb hole ich diesen schönen Thread noch mal aus der Versenkung. Meine Vital-Gill-Ära neigt sich nach knapp 2 Jahren dem Ende – dat Dingen wird immer klappriger, so dass die letzten Röstungen nur noch ärgerlich verliefen. Immer, wenn die Kiste am Rödeln und knallheiß war, löste sich irgendein Schräubchen oder so und ich musste im laufenden Betrieb eine Blitz-Pfusch-Improvisations-Reparatur zaubern, um das Ergebnis zu retten. Nicht schön.
Wie gut, dass ich in den Beiträgen hier die Inspiration für einen “afrikanischen“ Röster fand, der den Winter über eingemottet wurde und jetzt wieder zum Zuge kommt. Weil ich wissen will, was die Böhnchen so mitmachen, und um etwas mehr Qualität und Kontinuität in die Röstungen zu bringen, habe ich zwei Finger breit über die Rösttrommel einen Temperaturfühler gehängt. Dieser wird von der aufsteigenden Hitze ganz gut umströmt und sagt mir (hoffentlich!), wann ich die Herdflamme wie regeln muss.
Der erste Test heute verlief solala. Ich hielt die Ablufttemperatur so einigermaßen zwischen 155 und 160 Grad, dennoch klopfte der erste Crack bereits bei achteinhalb Minuten klar vernehmbar an, so dass ich die Bohnen bei 10:50 herausnahm. Der Einbrand betrug nur 13,1%, und die Farbenverteilung war bei näherem Hinsehen bedauerlich bunt. Einzelne von noch-caramel bis fast-schwarz, und auch die normal gebräunten Bohnen zeigten nicht selten hässliche Brandflecken. Verlesen hatte da keinen Sinn. Kurz nach der Röstung gab ich mich dennoch einer Verkostung hin, und die war erstaunlicherweise nicht mal übel. Der Kaffee ist aufgrund der extremen Frische noch etwas adstringierend, und er schmeckt und riecht natürlich nach fast nichts außer Röstung. Aber immerhin ist er weder sauer noch bitter. Es ist ein Brasil Yellow Bourbon, der im optimalen Fall (wie so viele Brasilianer) bisher aus dem Vital-Grill etwas schokoladig und etwas langweilig schmeckte, super Grundlage für einen italienischen Espresso. Wenn Karl-Heinz ihn auf seinem Profi-Equipment röstete, gelang er ähnlich, aber etwas interessanter, so dass man ihn auch Single genießen konnte.
Also auf zu Test Nummer zwei. Hier hielt ich die Abluft 4 Minuten lang auf 120 Grad, dann 6 auf 130, 4 auf 140, 3 auf 150 und die restlichen knapp 2 bis zum Ende bei 19:10 auf 160 Grad. Gelb- Zimt- und Crackphase kamen diesmal eher zu gewohnten Zeiten und das Bohnenbild ist deutlich homogener, wenn auch nicht optimal. Der Einbrand liegt mit 13,7% kaum höher als beim ersten Versuch. Erklären kann ich mir das nicht. Wenn man nach beginn des ersten Crack die Röstung mit steigender Temperatur noch 3 Minuten laufen lässt, kommt man farblich natürlich etwa bei fc raus. Aber fc und nur 13,7% Einbrand? Ich bin sehr gespannt, wie die beiden Versuche morgen schmecken, und halte euch auf dem Laufenden.
Georg
Nachtrag: Die Verkostung am folgenden Morgen ergab, dass der kurz geröstete Kaffee ganz ordentlich geworden ist. Der lang geröstete riecht und schmeckt nach fast nix.
Geändert von bohnenschorsch (25.03.2010 um 09:50 Uhr)
Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner!
@bohnenschorsch:
ich hab zwar (noch) nicht geröstet, bin aber halbwegs erfahrener Outdoor-Kocher.
Daher auch die Idee:
Ich denke, du könntest die Luftströmung / Temperatur über der Gasflamme stabiler halten, wenn die Röstkugel auch ein einem Ofenrohr oder sonst was kaminähnlichem wäre. Wahrscheinlich solltest Du zwischen Kaminunterkante und Ofenplatte etwas Platz lassen, damit hier Luft einströmen kann, dann von der Gasflamme erhitzt wird und zu den Böhnchen kommt.
Als Nebeneffekt sollten sich auch die Häutchen weniger in der Küche verteilen.
Jürgen
ST: BZ07 und Quamar M80E
VA: Jura E70
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