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  #1 (permalink)  
Alt 08.10.2009, 07:44
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Standard Hobby oder was? das selbst rösten

hab mal überlegt, wie ich mein rösten bezeichnen würde, ob es ein hobby ist oder ob es hin zur professionalität im heimbereich geht oder wie man es nennen kann.

muss ein hobby in perfektionismus ausarten oder kann ein hobby auch fehler beinhalten?
wenn der 250 gr. röster nicht mehr ausreichend ist und ein kiloröster angestrebt wird, ist das irre?
wo ist schluss beim 20 kiloröster?
brauch ich ne zwangseinweisung wegen meinem "hobby"?


fragen die die welt bewegen oder auch nicht....
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  #2 (permalink)  
Alt 08.10.2009, 07:55
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Standard AW: Hobby oder was? das selbst rösten

Das Rösten hat für mich einige Vorteile (also nicht nur Wahnsinn und ...)
- Ich habe immer FRISCHEN Kaffee !
- Preislich könnte (will) ich mir auf Dauer die teuren Sorten nicht leisten.
- Die Bohnen haben den Röstgrad den ich bevorzuge.
- Die Bestellungen und Lagerung ist ein Klacks gegen gerösteten Kaffee.
- ...

Ob ich einen Kiloröster möchte - glaube nicht.
Mein 0,5kg Röster reicht mir völlig !
Da komm ich mit dem Verbrauch gerade noch nach - alles andere wäre eher negativ.
(wenn man 2-3 Sorten röstet für Bleds wird einem erst wieder der kaffee alt)

Aber eingeliefert gehören alle Selbströster sowieso - die haben die Grenze zur Normalität schon lange überschritten .

Gruß
Jürgen
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Alt 08.10.2009, 08:04
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Standard AW: Hobby oder was? das selbst rösten

Ich denke dass ist einfach Hobby. Solange Leute z Bsp. Hunde frisieren ist Rösten aus Spass an der Freude völlig in Ordnung.

Ich kenn ja das Ergebnis deiner Röstung und den Vorgang und ich denke - wenn man das Geld übrig hat einen Röster zu kaufen - ist das nicht das Schlechteste.

Aber ich glaube ich würde doch von einem 20-Kilo-Röster absehen. Dieses 250-Gramm-Teil (Hottop) war schon beindruckend gut und dabei würde ich bleiben. Ich mach das ja vielleicht bald auch (mal schauen ob sowas auf der Host 2009 rumsteht).
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  #4 (permalink)  
Alt 08.10.2009, 20:57
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Standard AW: Hobby oder was? das selbst rösten

Hobby ? Wikipedia beschreibt es eigentlich recht schön.
"Ein Hobby ist somit im Gegensatz zu Arbeit eine Tätigkeit, der man sich nicht aus Notwendigkeit, sondern freiwillig und aus Interesse, Faszination oder sogar Leidenschaft unterzieht. Die Tätigkeit bringt Vergnügen, Spaß oder Lustgewinn mit sich." (ich hoffe mal das Zitieren ist urheberrechtlich ok).

Egro: Solange das Rösten Dir Vergnügen, Spaß oder Lustgewinn bereitet und es nicht zwingend notwenig ist (Lavazza als Alterntive gilt NICHT als zwingende Notwendigkeit!) oder Du die Röstbohnen verkümmelst, geht das wohl als Hobby durch. Von Röstergröße und Qualität steht da nix

Ich würde Homeroasting hobbyeinstufungstechnisch irgendwo nahe "Kochen" ansiedeln. (Nen Hobbykoch fragt ja auch niemand nach der Pfannengröße).
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  #5 (permalink)  
Alt 09.10.2009, 00:05
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Standard AW: Hobby oder was? das selbst rösten

Hallo Rolf
ich denke, von einer Zwangseinweisung kann man (vorläufig) absehen.
Hobby und Anstreben einer Professionalität wiedersprechen sich nicht. Letzteres kann auch ein Hobby sein.
Der Schritt zum 1Kg-Röster war für mich keine Frage der Menge, sondern der Möglichkeit einer anderen Rösttechnik. Keine Angst, auch davon wird man nicht irre.
Wo Schluss ist, weiß man erst, wenn es vorbei ist. ein 2Kg-Gasröster könnte mich schon reizen.

Also, bleib noch ein wenig bei uns

Michael
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  #6 (permalink)  
Alt 09.10.2009, 00:28
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Standard AW: Hobby oder was? das selbst rösten

Hallo zusammen,
mich hat der Virus "Selbströsten" auch seit etwa 4 Wochen erfasst. Ich finde es einfach nur toll, selbst seinen Blend zusammenzustellen. Anfangs röstete ich mit einem Popcornröster (für 10Eur), der auch schon sehr gute Ergebnisse bracht, allerdings waren alle Sinneswahrnehmungen bei der Beurteilung des Röstgrades während dem Rösten gefragt. Die Röstdauer war mir ein bisschen zu kurz.
Jetzt habe ich einen gebrauchten i-Roast von einem Boardmitglied. Die Ergebnisse sind nun gleichmässiger. Die Blends schmecken mir z. T. besser als die bekannten Barschlampen aus Italien. Fausto ist immer noch eine Qualität für sich!
Fazit nach 4 Wochen Selbströsten. Ist wie kochen (ich koche auch sehr gern), bringt hervorragende, wohlschmeckende Ergebnisse, macht in keiner Weise irre, sondern erhöht das allgemeine Wohlbefinden, wie Hobbies das gemeinhin tun, wenn man sie mit Andacht und Leidenschaft betreibt, sorgt dafür , dass die bekannten Glückshormone ausgeschüttet werden und verlängert so die Lebenszeit. Das ist doch positiv zu sehen.
Trinke trotzdem auch weiter Fausto-Caffé und die bekannten italienischen Barschlampen.
Gruss Lou
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Rancilio Silvia (08, PID), Gaggia CC, Eureka MCI, Demoka 203, Gaggia MDF, I-Roast

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  #7 (permalink)  
Alt 09.10.2009, 04:06
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Standard AW: Hobby oder was? das selbst rösten

es ist gut die antworten zu lesen, somit weiß ich, ich bin immer noch im grünem bereich...

by the way, auch ich trinke von zeit zu zeit noch meine hausmarke.. MoKambo grand'espresso... irgendwann hab ich den aber mit meinen röstungen auch so drauf.
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  #8 (permalink)  
Alt 09.10.2009, 06:45
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Standard AW: Hobby oder was? das selbst rösten

Ich denke eigentlich, bei einem Hobby ist soweit alles Erlaubt, es darf einem nur nicht (finanziell) den Boden unter den Füßen wegziehen. Da kann dann doch jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten machen was er will, solange es ihm Freude bereitet. Ob das dann irgendwann in Richtung Irrsinn oder Professionalität abdriftet ist dabei zweitranig. Nicht wenige gute Erfindugen sind aus einem Hobby entstanden, welches einfach "professionell" bzw. mit entsprechender Hingabe gelebt wurde. Natürlich ist es oft schwierig, einem Außenstehenden den Sinn und Zweck zu erklären. Aber auch darauf kommt es nicht an, es ist etwas, was man für sich selbst macht. Vor einiger Zeit hatte ich mir z.B. extra eine LGB-Eisenbahn gekauft, um sie von der Espressomaschine bis zum Esstisch fahren zu lassen. Habe mich gefühlt wie in Kinderzeiten. Hat sich dann nur als unpraktisch erwiesen, weil man in der Wohnung dauernd auf die Schienen getreten ist. Jetzt liegt sie seit Ewigkeiten im Karton rum. War das Rational? Niemals. Hat es Spaß gemacht? Wie irre!
Derzeit habe ich bereits locker 300,- EUR in eine Popcornmaschine investiert, um daraus einen PC-gesteuerten Röster zu basteln. Für den Preis könnte ich mir auch direkt ein gutes handelsübliches Gerät kaufen. Aber auch hier frage ich nicht nach der Rationalität, es kommt einfach auf den Spaß an der Sache an. Baue demnächst auch einen zweiten, verbesserten Röster auf, nachdem hier wieder einige gute Ideen gepostet wurden.
Und wenn dann einer sagt, er stellt sich eine ganze Kleinrösterei in die Garage? Herrje, was soll es? In zwei Jahren wird ein heutiges Lästermaul vielleicht Glücklich sein, wenn er von ihm einmal (professionell!) frisch gerösteten Kaffee bekommen kann.

Viele Grüße

Klaus
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Bezzera BZ09 & Gastroback Mühle advanced pro, Gaggia Evolution & Graef CM80, FE-AR La Peppina, diverse Handmühlen, µC-Elektrogrill-Röster
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  #9 (permalink)  
Alt 09.10.2009, 07:51
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Standard AW: Hobby oder was? das selbst rösten

Zitat:
es ist gut die antworten zu lesen, somit weiß ich, ich bin immer noch im grünem bereich...
Na ja - im großen Narrenturm der leiseste zu sein - ist nicht der grüne Bereich !

Gruß
Jürgen
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  #10 (permalink)  
Alt 09.10.2009, 08:12
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Standard AW: Hobby oder was? das selbst rösten

Es gibt Leute die brauen zuhause Bier, andere stellen sich gemauerte Pizza-Holzöfen in den Garten und wieder andere investieren Gelder, für die man sich eine Eigentumswohnung kaufen könnte, in eine Modelleisenbahn.
Ich finde das Espresso-Hobby immer noch relativ günstig. Zunächst mag es zwar verrückt erscheinen, für eine Kaffeemaschine 4000 Euro (z.B. die GS/3) auszugeben. wenn ich die Kosten aber mit anderen Hobbys vergleiche, ist das immer noch bescheiden. Für zwei Wochen Ski-Spaß kann man sich locker eine gehobene Espresso-Ausstattung kaufen und für den Preis einer GS/3 bekommt man wohl nicht einmal eine gebrauchte Harley. Beim Motorad oder Skifahren würde aber keiner fragen, ob man verrückt ist, da man soviel in ein Hobby investiert.

Mir gefällt bei meiner Kaffeeleidenschaft, dass ich mir den Spaß immer wieder gönnen kann. Jedes Wochenende, wenn ich morgens Zeit und Ruhe habe, genieße ich die selbstgemachten Cappus. Im Gegensatz zu anderen teuren Anschaffungen, hat sich diese Freude bisher nicht abgenutzt. Wie oft hat man schon Geld für etwas ausgegeben und nach einer kurzen Zeit des "Spielens" mit der neuerworbenen Sache war das Interesse auch schon wieder vorbei. Das ist mir mit meiner Espressomaschine nicht passiert.
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