Zeitraum zwischen 1. und 2. Crack
Liebe Röstgemeinde,
das Thema läßt mir keine Ruhe. Und so richtig schlau bin ich bisher auch nicht geworden. Folgende zwei Situationen:
1.) 2009er Ecuador Vilcabamba (C. Fricke)
Röster vorgeheizt, Anfangstemperatur bei Röstbeginn lag bei ~180°C, ein paar Minuten auftanken lassen (~200-220°C) und ab 6' weiter mit 240°C. Der First Crack kam bereits bei 9'30 und war bei 11'30 beendet, der Second Crack hat sich erst bei 17'30 (!) lautstark angekündigt. Ich habe zwischen den Cracks aber keine "Temperaturfummeleien" gemacht.
Sechs Minuten zwischen den Cracks ist eine verdammt lange Zeit oder nicht? Das hab ich bei Hochlandbohnen so extrem noch nicht gehabt. Habt Ihr eine Erklärung dafür? Das Ergebnis war übrigens als Espresso zu bitter trotz sofortigem Abbruch und externer Kühlung. Zu hohe Anfangstemperatur?
2.) India MM Aspinwall AA (KIZ Berlin)
Röstprofil hab ich grad nich parat. Würd sagen "Standardparameter" (240°C ohne Vorheizen durch bis Ende). Die beiden Cracks sind fast ineinander übergegangen. Ist mir so noch nicht passiert.
Röstung war nur für Cappu zu gebrauchen, da Crema zu bitter aber Monsterkörper. Den Malabar bis in den 2. Crack kann ich als Espresso nicht trinken...
Generell: Wie haltet Ihr es mit dem "Ausdehnen" der Zwischenphase? Ist da tatsächlich was dran, die Phase möglichst zu strecken? Habe hier auch viel widersprüchliches gelesen. C. Fricke zum Beispiel schreibt, dass auch in der exothermen Phase die Temperatur nicht einbrechen soll/darf. Kann man es durch ein anderes Profil vl. schon in der Anfangsphase beeinflussen?
Mir geht es im übrigen keinesfalls um ein Rezept. Ich probiere viel aus und protokolliere recht detailliert.
Würde mich über Antworten freuen.
Gruß,
Jense
La Nuova Era Cuadra, Demoka 203, Innova I-1, Gene CBR-101
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