Hallo liebe Röster,
ich muss jetzt doch noch Mal hier nachfragen, nachdem ich mehr als ein Kilo erfolglos durch meinen Popcornröster gejagt habe. Ich habe nach ein paar Monaten Pause wieder mit dem Rösten angefangen und stehen nun vor einem Problem. Ich bekomme selbst bei feinstem Mahlgrad kaum einen anständigen Bezug mehr hin, weil das Wasser nur so durchrauscht, häufig schon beim Vorbrühen (also bei 1 Bar).
Meine Feststellungen:
- Früher konnte ich problemlos auf 250°C hochheizen, jetzt sind schon 220° nur bei Dauerbetrieb zu erreichen (ich schalte meinen Röster immer wieder an und aus, um die Temperaturen zu erreichen und zu halten). An der Popcornmaschine liegt es aber vermutlich nicht, da ich mit einem baugleichen Gerät genau dasselbe Problem habe.
- Ich habe ein neues Thermometer, aber das zeigt tendenziell etwas höher an. Abgesehen davon gehe ich auch viel nach Farbe, Geruch und vor allem den Knacks.
- Ich habe auch schon viel mit den Röstprofilen herumgespielt, die Bohnenmenge verändert und wesentlich kürzer und schneller geröstet, aber der Kaffee läuft genauso schnell durch.
- Ich habe vor allem den Longberry von Röst.art verwendet, den ich vorher sehr gut im Griff hatte. Ist jetzt vermutlich eine neue Ernte, aber solche Unterschiede?
- Ich habe meine Pavoni auseinandergeschraubt, entkalkt und ein paar Dichtungen getauscht. Jetzt verwende ich gefiltertes Wasser. Unser geröstet gekaufte Stammkaffee schmeckt besser und klarer als je zuvor und macht keine Probleme beim Bezug.
- Ich röste zwar drinnen aber bei offenem Fenster. Der Sommer war heiß, der Winter war kalt. Kann das Wetter einen so großen Einfluss haben?
- Ich bin etwas aggressiver mit dem Wasserspritzkühlen der Bohnen. Ich verspreche mir, dass etwas Wasser an den Bohnen bleibt und hineinzieht, damit die Bohnen insgesamt feuchter sind und einen weniger hohen Mahlgrad brauchen.
Wie gesagt: Der Kaffee flutscht meist nur so durch (beim Longberry stärker als beim Sigri und Malabar). Ich habe meine Heidelberg schon so stark gespannt, dass sie kaum noch zu drehen war, aber das Ergebnis war dasselbe. Ich habe auch gezielt einen gröberen Mahlgrad genommen, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es auch ein "zu fein" gibt, aber auch das hat nichts genützt. Ich bin praktisch am Ende mit meinen Ideen. Das Selstamste scheint mir zu sein, dass die Röster nicht mehr richtig aus dem Quark kommen, als ob eine Spirale durchgebrannt wäre. Theoretisch könnte das bedeuten, dass ich die Bohnen zu sehr austrockne. Aber da auch der neue Röster dieselben Temperaturprobleme hat, halte ich es für unwahrscheinlich, dass das Gerät kaputt ist.
Hat jemand noch einen Tipp oder eine Idee?
Seinen Kaffee vermissend:
Jan


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