Hallo,
vor einiger Zeit hatte ich mal einen Ofenrohr-Röster hier vorgestellt, mit dem sich leicht Kaffeebohnen bis ca. 250g rösten ließen. Das war aber auf die Dauer zu wenig für mich, so dass ich mir einen sehr einfachen aber gut funktionierenden Trommelröster gebaut habe.
Zu diesem Beitrag inspiriert wurde ich durch das ziemlich professionell aussehende Projekt hier.
Hier ein paar Bilder:
Manuell betriebener Trommelröster mit Luft-Heizung. Aus einem Ofenrohr gebaut.
Von vorne. Die Heissluftpistole wird zwischen zwei Holzbretter gespannt. Die Holzbretter haben eine Gummiauflage, damit die Heissluftpistole nicht wegrutscht.
Von hinten. In den hinteren Teil der Trommel sind kleine Löcher gebohrt, um einen Luftstrom durch die Trommel zu gewährleisten.
Von unten. Die Trommel läuft auf "Rädern" aus Unterlegscheiben. Kunststoffräder würden die Temperatur nicht überleben (die meisten jedenfalls). Die Heissluftpistole, die vorne in die Trommel ragt, dient zusätzlich als Stabilisator/Führung für die Rotationsbewegung.
Innenansicht. Innen angeschraubte Schienen durchmischen die Bohnen beim Drehen.
Aussenansicht.
Der Röster (von der Heissluftpistole abgesehen) kostet etwa 25 EUR im Selbstbau aus Baumarktteilen.
Mehr als 500g Monsooned Malabar habe ich bisher nicht in der Trommel ausprobiert. Die 500g röste ich aber seit einiger Zeit jede Woche. Das Röstergebnis ist sehr gut (Foto der Bohnen muss ich nachreichen).
Die Maschine wird von Hand gekurbelt (beim Rösten steht man ja sowieso dabei). Trotz ziemlich lautem Quietschgeräusch kann das erste Knacken gut gehört werden. Falls in den 2ten Crack geröstet werden soll, so kann man das daran erkennen, dass die abgesplitterten Bohnenfragmente hinten aus den Bohrlöchern fliegen. Dann wird's natürlich Zeit zum Abkühlen.
Das Abkühlen geschieht natürlich auch wieder über die Luftpistole (auf Kaltluft-Stellung).


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