Den Rohkaffee hab ich bei Roger Wittwer (Kaffeeschmiede, Langnau, Schweiz) gekauft. Mit dieser Sorte hat die Schweizer Barista-Meisterin Anna Käppeli an der diesjährigen Barista-Weltmeisterschaft teilgenommen. Entsprechend gespannt war ich auf die Bohnen.
Wie immer hab ich mit P4 A (25:30) geröstet. Nach 18:30 begann der 1st Crack und nach 22:45 der 2nd Crack, bei dessen Beginn ich das Cooling eingeleitet habe. Hab wieder begonnen mit offener Türe zu kühlen, da ich eher FC als FC+ anstrebe.
Aromen (88 Pkt.)
Eigentlich ist das ein aromatischer Kaffee und doch sind die flüchtigen Stoffe nur schwer zu beschreiben. Am ehesten kommen mir Cranberry und Birnendicksaft in den Sinn. Die Aromen werden wahrscheinlich durch die ausgeprägten Fruchtsäuren überdeckt.
Körper (93 Pkt.)
Hier findet gegenüber den diffusen flüchtigen Aromen ein Steigerung statt. Der Kaffee hat ziemlich Körper, der von Rohrzucker- und waldigen (Pilze) Noten begleitet wird.
Fruchtsäure (95 Pkt.)
Sie fruchtigen Säuren sind sehr ausgeprägt, was die Stärke des Kaffees ist. Es handelt sich hier um schwere Noten und erinnern an gelagerten Rotwein und Feigen.
Abgang (90 Pkt.)
Der Abgang gestaltet sich eher unspektakulär. Im Abgang finden sich die Röstaromen, welche von erdigen (Soja) und süsslichen Noten (Datteln) begleitet werden.
Vorliebe (96 Pkt.)
Insgesamt hat der Kaffee stark ausgeprägte erdige, fruchtige und etwas süsse Noten. Die fruchtigen Noten des Kaffees gefallen mir dabei sehr gut, sind jedoch etwas gewöhnungsbedürftig.
Gesamturteil (92 Pkt.)
Die Röstung schmeckt noch etwas verschlossen und ich werde den Kaffee in ein paar Tagen nochmals zu Gemüte führen. Als Single würde ich ihn nicht verwenden. Als Bestandteil eines Blends kann ich ihn mir sehr gut vorstellen und müsste imho mit leichteren Sorten gemischt werden.
-> [Behmor][Röstungen] Sammelthread


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