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  1. #1
    gvegidy ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Projekt: Röstlogger selbstgebaut

    Hallo,

    ich wollte mal das Selbströsten ausprobieren und hab mir dafür schon vor ner Weile ne Röstbiene bestellt, sollte diese Woche ankommen. Wie schon im Röstbiene-Thread diskutiert hat die Röstbiene 2 K-Type Thermoelemente und man muß da sein eigenes passendes Thermometer oder Datenlogger anschließen.

    Nach etwas Recherche bin ich zu dem Schluss gekommen, daß die verfügbaren Datenlogger (z.B. der von Conrad) mir nicht gefallen und zu teuer sind.

    So fehlen mir im Protokoll:
    - Start der Röstung (versus Vorheizen)
    - Crack momentan zu hören ja/nein

    Und auf der Anzeige:
    - Zeit seit die Bohnen reingekommen sind
    - Zeit seit Beginn des letzten Cracks
    - Solltemperatur (z.B. von letzer Röstung gespeichert oder als Profil vorgegeben)

    Natürlich kann man das alles mit ner Stoppuhr und nem Zettel von Hand protokollieren und dann nachher ins Röstprotokoll übernehmen. Das finde ich aber nicht sonderlich elegant. Außerdem funktioniert die Software von dem Conrad-Logger nur unter Windows und nicht unter Linux. Da muß ich also erst die VM für booten und dann den USB-Anschluss durchschleifen. Geht zwar, nervt aber.

    Dann habe ich den MAX6675-Chip gefunden, der einem die ganze Arbeit mit den Thermoelementen abnimmt und die Temperatur in Grad über SPI ausgibt. Das mit einem Mikrocontroller auszuwerten ist dann nicht mehr so schwer. Die ganze Software-Bausteine um die Daten auszulesen, auf nem LCD-Display anzuzeigen und in einem Flashbaustein zu speichern sind in Ethersex schon vorhanden und müssen quasi nur noch intelligent verknüpft werden.

    So reifte der Entschluss, einen Röstlogger selbst zu bauen. Bevor ich jetzt nen Thread "Espressotrinkende Elektronikfreaks" aufmache , wollte ich Euch hier vorstellen was ich bisher gemacht habe.

    Beim Design habe ich schon vorgesehen, später mal einen Poti oder 2 Lichtschranken auszuwerten. Darüber möchte ich zusätzlich noch den aktuellen Stand des Gasreglers von meinem Lincar-Kochfeld mitprotokollieren. Das ist auch noch nicht da, mal schauen wie ich das mechanisch am besten angehe.

    Und wenn ich die ganzen Daten mal in meinem Mikrocontroller verfügbar habe, kann ich später vielleicht noch nen Steppermotor oder Servo vorne an den Gasregler klemmen und bekomme damit meine Profilbiene. Mal sehen, das ist noch Zukunftsmusik.

    Jetzt erst mal den Röstlogger bauen. Ich hab jetzt den Schaltplan fertig und die Bauteile bestellt. Im folgenden Post zeige ich den Schaltplan. Das Boardlayout kommt dann als nächstes - aber erst mal warten bis das Gehäuse da ist. Denn da ist mir die Zeichnung des Herstellers nicht ganz klar. Nicht das die Platine nachher nicht reinpasst...

    Gruß,

    Gerd
    La Cimbali M30 Bistro + Mazzer Super Jolly, Röstbiene
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  2. #2
    gvegidy ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Projekt: Röstlogger selbstgebaut

    Hier der Hauptteil der Schaltung:



    Atmega644-Microcontroller, Display (20x4 Zeichen), Atmel Dataflash zum Speichern der Daten, die 2 Max6675 zum Auslesen der Temperaturen und nen FTDI zum Anschluß an den PC und zum Programmieren des Atmegas.

    Der 74LS244 wandelt zwischen 3.3V und 5V weil die Eingänge der MAX6675 nicht 5V-Tolerant sind. Außerdem schalte ich damit noch die Programmierung des Atmegas über den FTDI frei - ansonsten könnte mir der FTDI das SPI durcheinanderbringen.
    Geändert von gvegidy (14.12.2010 um 22:51 Uhr) Grund: picr skaliert Bilder bis zur Unleserlichkeit...
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  3. #3
    gvegidy ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Projekt: Röstlogger selbstgebaut

    Hier das Power-Modul:



    Der LT1302-Stepup-Wandler macht mir aus 2 NiMH-Mignonzellen 5V. Die Spannung ist zwar voller Ripple, das stört den Atmega aber nicht groß.

    Leider kann ich keine Polyfuse vor den Stepup hängen: die hat einen zu großen Wiederstand und damit werden dann die 2V Minimum des Stepups unterschritten. Daher leider nur dahinter.

    Der LT1761 ist ein LDO-Wandler der mir die 3.3V für das Flash und den Pegelwandler macht.

    Das ganze kommt auf ein Extra-Platinchen und wird auf die echte Platine draufgesteckt.
    Geändert von gvegidy (14.12.2010 um 22:53 Uhr) Grund: picr skaliert Bilder bis zur Unleserlichkeit...
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  4. #4
    gvegidy ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Projekt: Röstlogger selbstgebaut

    Und hier der letzte Teil:



    Ein paar Anschlüsse und ein zweiter LDO-Wandler. Der ist nur für die beiden MAX6675 gedacht. Damit bekommen die eine ziemlich saubere Spannung.

    Erst dachte ich ein Spannungsregler für 3,3V reicht. Ich hab dann aber gesehen, daß der Flashbaustein zwischen nen paar uA und 10 mA ziehen kann. Das hab ich dann mal simuliert und gesehen, daß die Schwankungen doch recht groß werden (die MAX6675 ziehen jeder nur max 1.5 mA). Daher hab ich denen nen extra LDO-Regler spendiert.
    Geändert von gvegidy (14.12.2010 um 22:54 Uhr) Grund: picr skaliert Bilder bis zur Unleserlichkeit...
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  5. #5
    faustino ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Projekt: Röstlogger selbstgebaut

    > Atmega644-Microcontroller, Display (20x4 Zeichen), Atmel Dataflash zum Speichern der Daten, die 2 Max6675 zum Auslesen der Temperaturen und nen FTDI zum Anschluß an den PC und zum Programmieren des Atmegas.

    Hört sich exakt so an, wie meine ehemaligen faustino 1-Module: ein ATmega644, ein Display(-anschluss), zwei MAX6675, USB-Schnittstelle mit FTDI-Chip und zum Loggen ohne PC gibt es ein I2C-EEPROM. Das PCB müsste für so ein Projekt nur zum Teil bestückt werden, vieles wäre unnötig. Das würde die Bestückung günstiger machen. Das Layout ist fertig, ich habe sogar noch Platinen übrig. Wenn Dein Projekt an der Hardwareentwicklung scheitern sollte, könnte ich einspringen:

    Bausätze mit PCB und den absolut notwendigen Bauteilen würden vermutlich maximal 50 EUR kosten (ohne die teuren MAX6675, die man als Muster gratis von Maxim erhält, sonst +7EUR/Stk). Beispielfirmware zum Auslesen des MAX6675, zum Beschreiben des I2C-EEPROM und für Displayausgaben wäre dabei.

  6. #6
    500
    500 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Projekt: Röstlogger selbstgebaut

    genial...sowas will ich auch haben !!!!!! was kostet der Spaß denn???



  7. #7
    gvegidy ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Projekt: Röstlogger selbstgebaut

    Zitat Zitat von faustino Beitrag anzeigen
    Das Layout ist fertig, ich habe sogar noch Platinen übrig. Wenn Dein Projekt an der Hardwareentwicklung scheitern sollte, könnte ich einspringen:
    Danke für das Angebot. Ich glaube aber nicht daß es an der Hardware scheitern wird. Außer mit dem Max6675 und dem Stepup-Regler hab ich schon Projekte gemacht und kenn die Teile daher. Und wenn ich im Layout irgendeinen ganz dicken Hund drinhaben sollte den ich nicht mit Cutter und Drahtbrücken wieder hinbekomme, lasse ich halt nochmal eine Platine machen. Kostet ja nicht die Welt. Außerdem macht es mir Spaß sowas selbst zu entwickeln (und dann natürlich auch fertig zu bekommen).

    Zitat Zitat von 500 Beitrag anzeigen
    genial...sowas will ich auch haben !!!!!! was kostet der Spaß denn???
    Die Platine machen zu lassen sind so 40 EUR rum, die Bauteile so um die 50. Aber vieles hab ich noch hier in der Bastelkiste und daher nicht mitgerechnet.

    Aber nicht das da jemand jetzt auf Gedanken kommt: ich hab nicht vor daß Teil zu verkaufen. Nicht wegen dem Know-How oder der Zeit die ich da reingesteckt habe, sondern weil das für mich Hobby ist und ich auf die ganze Bürokratie wie Gewerbe, WEEE, Gewährleistung, Support,... keine Lust habe.

    Ich stelle meine Pläne und die Software aber gerne für alle als Open-Source zur Verfügung. Wenn das Teil fertig ist und jemand etwas Erfahrung mit Mikrocontrollern und SMD-Löten mitbringt, helfe ich gerne das Teil nachzubauen.

    Gruß,

    Gerd
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  8. #8
    Kakaobär ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Projekt: Röstlogger selbstgebaut

    Ich auch, ich auch!! Sofern das ein Bausatz würde, den man nur selbst zusammenlöten muß, bin ich dabei. Neben dem reinen Logging und der Regelung des Gasdrucks, wäre auch eine Steuerung des Luftstromes von Interesse, da man dann seinen Röster zum "Vollautomaten" umbauen könnte. Also weiter viel Schaffenskraft und meine Aufmerksamkeit sei Euch gewiß. Leider kann ich inhaltlich nicht so viel beitragen . Gut Crack!
    ELEKTRA A3 mit Handmühle (Naxos-Basalt, in Magnesit-Salz-Bindung), MAZZER Mini E/A, HeatGun, Aeropress, 800n

  9. #9
    'Ingo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Projekt: Röstlogger selbstgebaut

    ...haben will
    Gruß Ingo
    --
    VA: Solis Master Top ST: Expobar Brewtus III PIDMühle: Ascaso i-Steel + Mahlkönig Vario
    Röster: Probenröster Röstbiene "PIKIBO" / Gene CBR-101 Dimmer MOD
    --

    Treffen der HH Heimröstertreffen 03/12
    IG BREWTUS III
    IG HAMBURGER HEIMRÖSTER

  10. #10
    nobbi-4711 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Projekt: Röstlogger selbstgebaut

    So was such ich latent auch, Logging (gut, grade nen K202 gekauft) über Laptop und Steuerung des Brenners über 0-10V Signal. Wer sich mit sowas auskennt, kann ja mal ne pn schicken

    Greetings \\//

    Marcus
    Seit Jahren die erste Dallacorte Mini EX4 -> also Vorsicht, subjektiv

    Gehabt und wieder los: Marzocco GS3, PID-Silvia, Carimali UNO E, Bezzera 99 (brühdruckgetunt), Hebelchen-Pavoni

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