Find ich auch sehr schön das mal zu sehn..
Find ich auch sehr schön das mal zu sehn..
Habe auf die schnelle (12min, 14,1% Einbrand) einen Sidamer geröstet:
Das Bohnenbild ist gerade noch mh-kaaay, beim Geschmack schlägt er den Domonikaner aber um Längen: vollmundig, würzig und mit weicher Säure, wirklich überraschend gut für den uneinheitlichen Röstgrad. Äthiopier halt!
Als Zwischenfazit würde ich sagen, dass man mit dieser Röstmethode gute, wenn auch nicht auf Anhieb überragende Ergebnisse erzielen kann. Den Äthiopier könnte man ohne Probleme einem anspruchsvollen Gast vorsetzen. Pausenlos rühren ist unabdingbar, Kies ist leichter zu handeln als Sand, man muss aber nach dem Rösten penibel kontrollieren, ob man kein Kieselsteinchen in die Mühle schüttet.
Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner!
Ich würde vermuten, dass man eine Menge Energie in den Sand stecken muss, die sich dann unvermeidlich in den Kaffee ergießt. Das könnte zur Folge haben, dass der Temperaturzuwachs im Kaffee weniger beeinflusst werden kann.
???
Deine Vermutung ist sicher nicht ganz verkehrt. Wenn der Sand (bzw. Kies) mal mit Energie aufgeladen ist, treibt er die Röstung kraftvoll vorwärts - insbesondere, wenn man die Gasflamme unvermindert heizen lässt und die exothermen Reaktionen des ersten Crack hinzukommen. Wenn man da nicht vorausschauend handelt, schießt man mit Karacho in den 2. Crack, bevor man „hoooo!“ gerufen hat. Fühlt sich dann etwa an wie ein Supertanker, der Fahrt aufgenommen hat.
Ich mache es momentan für Filterkaffee so, dass ich beim Umschlag von grün/gelb auf Zimt (etwa nach 5-7 Minuten) den Topf von der großen auf die mittlere Flamme ziehe. Ist dann der erste Crack schön am Prasseln (etwa nach 11-12 Minuten), ziehe ich den Topf ganz vom Feuer und rühre nur noch 1-2 Minuten, bis die Bohnenfarbe halbwegs homogen erscheint. Das Ergebnis in der Tasse war auch beim zweiten Afrikaner (aus Ruanda) sehr lecker, und auch der Röstgrad (kontrolliert über den Einbrand) scheint nach dieser Methode recht gut reproduzierbar.
Für die gezielte Modulation einzelner Röstphasen empfehlen sich natürlich andere Röstmaschinen, das ist klar. Auch für reine Espressoröstungen, die (m.E.) eine höhere Zielgenauigkeit als Filterkaffee erfordern, ist diese Methode nicht eben „kinderleicht“. Und besonders in den ersten Minuten, wenn der Sand noch nicht heiß ist (und die Bohnen noch klein), wird einem vom Rühren der Arm immer schwerer. Im zweiten Teil der Röstung gibt sich das aber, und außerdem: Mir macht´s einfach einen Riesenspaß! Ich überlege schon seit längerem, wie ich „from Bean to Cup“ ganz ohne einen Funken Elektrizität auskomme, also weder zum Rösten noch zum Mahlen noch zum Brühen. Dabei geht es mir nicht ausschießlich ums Prinzip, sondern ich möchte natürlich weiterhin leckersten Kaffee genießen. Mit der Kies-im-Topf-Röstmethode, einer guten Handmühle und dem Hario-Filter schließt sich dieser Kreis, was für mich persönlich die Erfüllung eines lange gehegten Downgrade-Traumes bedeutet. Erfreulicherweise muss ich mir die Ergebnisse keineswegs schöntrinken, zumal aus meiner neuen Maschine eh´ jeder Kaffee - höhö, zwinkerzwinker - einfach brillant schmeckt:
Gruß
Georg
Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner!
Nachdem ich vorgestern mal wieder „im Kiesbett“ geröstet habe (einen Monte Cristo Cup of Excellence aus Nicaragua), dachte ich mir, ich könnte ja mal eine Wasserstandsmeldung abgeben:
Vorteile:
- Geldeinsatz nur für den Rohkaffee nötig.
- Vorbereitungszeit minimal: Topf auf den Herd, Kies (oder Sand) und Rohkaffee rein, los geht´s.
- Lernkurve steil: Man sieht und hört die Bohnen perfekt.
- Kaffeeröstungen gelingen mit befriedigender Qualität und schmecken nicht rauchig.
Nachteile:
- 12 bis 15 Minuten flottes Rühren geht ganz schön in Arm und Schultern.
- Die Homogenität eines Trommelrösters kann nicht erreicht werden.
- Für Espressoröstungen ist aber eine gute Homogenität nötig.
- Auch der Geschmack des Kaffees ist nicht High End, es geht Komplexität verloren. Sagen wir mal: Aus sehr gutem Rohkaffee wird guter Röstkaffee.
- Man sollte eine Reservemühle haben, die ab und an auch mal ein Kieselsteinchen abkann.
- Die Nachbereitung ist langwierig, da erst die Röstung per Sieb penibel vom Kies befreit werden muss und dann der Kies mittels Föhn saubergeblasen wird.
Aus den genannten Gründen röste ich meine Espressoblends in der Trommel und den Brühkaffee meistens im Topf. Da sich zu meinem letzten Bericht nicht viel geändert hat, denke ich, es wird auch in Zukunft keine Überraschungen mit dieser Methode geben.
Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner!
Hallo und schönen Tag.
Das Sandexperiment fand ich sehr bemerkenswert, wird sich allerdings wegen Aufwändigkeit nicht besonders verbreiten. Wsch gut geeignet für ein Dschungelcamp.
In diesem Zusammenhang fiel auch der Hinweis auf SCHAMOTT -
ein Schmottrohr (welche Stärke? etwa von einem Kamin?) innen mit Blech und den entsprechenden Schaufeln ausgestattet, könnte doch tolle Dienste leisten - super Wärmespeicher = gute Kontaktwärme und gleichmässige Röstung.
Bzgl. Steuerbarkeit müßte per Test die richtige Dicke gefunden werden -- sprich Vermeidung eines "Supertankers"
Gibt es dazu schon Experimente?
Liebe Grüße!
Geändert von egodoc (14.01.2012 um 14:45 Uhr) Grund: Rechtschreibung
2Kg Kugellagerkugeln anstatt Sand
http://www.ebay.de/itm/2880-Stahlkug...#ht_847wt_1304
Geändert von 'Ingo (14.01.2012 um 15:45 Uhr)
Gruß Ingo
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VA: Solis Master Top ST: Expobar Brewtus III PIDMühle: Ascaso i-Steel + Mahlkönig Vario
Röster: Probenröster Röstbiene "PIKIBO" / Gene CBR-101 Dimmer MOD
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☞Treffen der HH Heimröstertreffen 03/12☜
IG BREWTUS III
IG HAMBURGER HEIMRÖSTER
servus, ich habe einige vorschläge:
1) katzenstreu (weiß aber nicht, ob das gips drin ist)
2) die kleinsten tonkügelchen für hydrokultur
das werd ich auch ausprobieren, das hat charme.
viel erfolg
kristof
ich habe heute mit reis geröstet.
da musste ich natürlich mit recht geringer hitze arbeiten - bin aber gespannt, wie der reiskaffe schmecken wird. ich lass ihn erstmal ne woche ziehen und dann gibts den ultimativen test. das wird ein geschmacksirrsinn nehme ich an....
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Rancilio Silvia V3 (9 bar) / La Pavoni Prof. /Gastroback Advanced Pro / Rossi RR45 / Porlex
entgegen meiner erwartungen war der in reis geröstete kaffe nicht schlecht.
wurde ein angenehm süsser (vermutlich durch den reismehlstaub beinflusst) fruchtiger espresso.
Rancilio Silvia V3 (9 bar) / La Pavoni Prof. /Gastroback Advanced Pro / Rossi RR45 / Porlex
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