Nachdem ich bei einem Auslandsaufenthalt gesehen habe, wie Nüsse und Popcorn in grossen Woks auf Gasflamme mithilfe von Sand geröstet wurden, musste ich das natürlich zuhause mit Kaffee probieren. Also bei Nacht und Nebel in den hofeigenen Sandkasten geschlichen, schnell die Jackentaschen vollgeschippt und die Beute nach oben gebracht. Gewaschen, getrocknet, Topf, Holzlöffel, Handschuhe und Thermometer bereitgelegt und los!
Bei etwa 190 Grad die Bohnen in den heißen Sand gefüllt:
Vor lauter Temperaturmessen und fotografieren gleich die ersten Dinger versengt:
Unter hektischem Rühr-Schaufeln die Farbe homogenisiert:
Beim Crack qualmt´s ordentlich:
Na ja, zu lange geröstet, zu wenig gerührt:
Dennoch kann man die Röstung trinken, leider bleiben die Bohnen aber wegen des austretenden Öls leicht sandig, weshalb ich sie nur in meine Billig-Mühle einfülle und als Schümli durch die Maschine jage. Prinzipiell denke ich auch nach diesem ersten Versuch, dass der Sand die Wärme gut verteilt und speichert und daher das Rösten erleichtert.
Von Karl-Heinz habe ich gehört, dass sie beim Ed+Fred Nussdepot auch so rösten.
Viel Spass beim Nachmachen. Ich werde es gelegentlich sicher auch wieder probieren. Diese ganzen „back-to-the-roots“-Rösttechniken, für die man keine Knete und keine Elektrizität braucht, faszinieren mich sehr.


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