Meinen neuesten verrückten Versuch muss ich einfach dokumentieren.
Auf der Suche nach einem Röster mit größeren Röstmengen entwickelte ich beim Betrachten meines Flammkuchenofens einen ziemlichen Hirnfurz:
Man nehme:
Eine große Apothekerdose (hab ich 15 Stück günstig vom Flohmarkt zum Rohkaffee lagern):
Die mit der Drahtbürste entlacken, aufn Drehspiess stecken, Thermometer rein, 1 kg billigen Rohkaffee, Die Steine im Ofen ausm Weg geräumt, Feuer gemacht und schaun mer mal:
Temperatur ging erst mal zu langsam hoch (nach 20 Minuten 180 Grad erreicht...); kein Probenziehen oder Bohnengucken möglich, also nach Gefühl und Geruch abgebrochen. Dafür schon mal nicht schlecht, hab den auch schon in der Karlsbader Kanne probiert und war für die billige Bohne ganz gut trinkbar:
Nach einem weiteren Versuch war klar:
-Probenzieher muss her: passendes Loch für einen Edelstahl-Rohrbogen gemacht, da fallen dann bei jeder Umdrehung ein paar Bohnen rein, als Verschluss dient Alufolienorigami, das sich leicht raus und rein friemeln lässt (davon hab ich kein Bild):
-der Deckel braucht einen Griff, damit man ihn auch mit Grillhandschuhen aufkriegt: den Griff der Apothekerdose von vorn (in der neuen Funktion: seitlich) nach oben (bzw. hinten) versetzt.
Die aus Draht gebastelte Klammer ist wichtig, sonst geht, wenns blöd läuft der Deckel hinten von selber auf und dann passiert das *heul*:
Nächster Versuch mit mehr Feuer, damit die Temperatur schneller steigt, mutig 1 kg teuren Bonga Forest genommen.
War aber zu viel Hitze, somit schwer beherrschbar (rasend schneller Anstieg von 200 auf 300 Grad) und dadurch auch ungleichmässig; aber der Bonga neigt ja zu bunter Röstung *hüstel*:
Nächte Idee: Feuer nur unter dem Steingewölbe, oben bei der Röst"trommel" nur Glut hinschaufeln; Ergebnis:
Jetzt kommen wir dem Ganzen schon näher; den werd ich morgen früh mal probieren!
Viele Grüße
Euer
pipe
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