Gruß Ingo
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VA: Solis Master Top ST: Expobar Brewtus III PIDMühle: Ascaso i-Steel + Mahlkönig Vario
Röster: Probenröster Röstbiene "PIKIBO" / Gene CBR-101 Dimmer MOD
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IG EXPOBAR BREWTUS
IG HAMBURGER HEIMRÖSTER
Wie ist denn dann die Gesamtröstdauer bei euch, wenn ihr nach 7,5 bis 9 Minuten im ersten Crack seid? Da ist doch nach 10-12 Minuten schön "der Käs gegessen", oder? Ich will eure Raketenröstung gerne mal ausprobieren - bitte um Anleitung!
Schnelle Röstung ist bei mir gesamt max 16-17 min und langsame ca 20 Min. Der erste Crack ist bei 10-12 min. (schnell) und bei ca.14-15 min. (langsam)
Gruß Felix
BZ 07 @ 10,5 Bar - Mk Vario II - Röstbiene
Nach Beginn der ersten Cracks, weitere 3-4min bis Tdrop (214-222°C)
Aber so schnelle waren bisher mehr experimentiell und nur für den VA.
Gruß Ingo
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Interessant - diese 3 Proberöstungen bei Sweet Maria sind eigentlich allesamt Kurzzeitröstungen - Gesamtzeit von 9,37 bis 11,00
Röstung 2 hätte geschmacklich am besten abgeschnitten - Endzeit 10:07!!! für mich ultrakurz!
Pingo hat bzgl. seines neuen Coffeetool-Rösters geschrieben, er röste jedenfalls nie unter 13 Minuten.
Was nun also?
War das eine so geringe Menge in einem rel großen Röster (Probat?!) dass man so schnell sein konnte?
Wie soll man das z.B auf die Röstbiene umlegen?
Von C1 bis Ende waren es bei Röstung II 2,31 min. Ist das der succus?
Die "ideale" Röstzeit, genau wie die Beurteilung ob eine Röstung lang oder kurz ist, ist *immer* relativ zum verwendeten Röster/Röstverfahren zu sehen! Pauschale Aussagen wie "10 Minuten ist das Beste!" oder "15 Minuten betont diesundjenes" sind einfach nicht Allgemeingültig.
9,5 Minuten in einem Probat-Probenröster als mittellange Röstung könnten tatsächlich eine Röstbienenröstung von 16 Minuten "Entsprechen". Das vielbeschworene Verhätlnis von Konduktion (Wärmeübertragung durch Berührung) und Konvektion (hier Wärmeübertragung durch einen heißen Luftzug) ist ein sehr wichtiger Faktor.
Klar kann der Probat-Probenröster auch eine 16-minütige Röstung hinbekommen - dabei wird der Kaffee aber sowas von gebacken schmecken weil der Konvektionsanteil sehr hoch ist, und die viele Luft nicht nur effizient die Hitze überträgt sondern auch sehr schnell alle Feuchtigkeit aus der Bohne mitnimmt, die dann im weiteren Röstverlauf fehlt.
Klar kann die Röstbiene auch 9-minütige Röstungen - die dann allerdings bitter, aschig, sauer und unterentwickelt gleichzeitig schmecken wird weil die Biene deutlich weniger Wärme per Konvektion überträgt (kein erzwungener Luftstrom in der Trommel) und mehr durch Berührung/Konduktion. Entsprechend ungleichmäßig wäre das Ergebnis - Konduktion überträgt die Wärme erheblich langsamer als Konvektion und sehr "punktuell". Will man die Konduktion erhöhen, braucht man eine wesentlich bessere Durchmischung des Röstguts (haltet mal den Finger in den Luftstrom eines 500 Grad heissen Heissluftföhns - oder auf eine 500 Grad heisse Herdplatte. Natürlich nicht (!), aber ihr versteht hoffentlich was ich meine).
Ich weiß nicht, ob es ein "optimales" Verhältnis der Wärmeübertragungsmethoden gibt - jede Art zu rösten betont gewisse Geschmackskomponenten anders als andere, und nach meiner Erfahrung bleibt konduktionsbetontgerösteter Kaffee (tolles Wort) etwas länger frisch & trinkbar. Stark konvektionsbetontgerösteter Kaffee (z.B. Novoroast) verliert sehr viel schneller an Aromatik (mein subjektives Empfinden).
Während/nach dem 1. Crack verändert sich das ein wenig - die Reaktion wird Exotherm, die Bohnen fangen für ein Weilchen an selber Hitze zu erzeugen, das beeinflusst natürlich alle Reaktionen die da in der Bohne stattfinden. Ich glaube, Aussagen die Röstzeiten nach dem 1. Crack betreffen sind etwas vergleichbarer zwischen den Röstmethoden als Gesamtröstzeiten ("Röstentwicklung/roast development 3 Minuten" ist hilfreicher als "Röstdauer 15 Minuten")
Ich bin kein Physiker, aber Walter kann da bestimmt (hoffentlich!) das Eine oder Andere noch dazu sagen!
Und korrigiert mich bitte, wenn ich hier komplett auf dem Holzweg bin. Aber im Prinzip - ganz grob und stümperhaft geschätzt und nur zum Teil auf eigener Erfahrung basierend - "ideale" Röstzeiten für mittelhelle Röstungen:
Probat Probenröster 8-12 (große Röster etwas länger)
Quest 9-15
Huky ??
Röstbiene 15-22
Behmor > 20?
Coffee-Tech 18-25
Was meint ihr?
Gruss,
Lukas
@lukask
gute ideen.
beim steuern des verhältnisses konvektion/konduktion vermittels lüfterklappe und luftstrom bin ich nach wie vor unschlüssig.
von der temp her führt öffnen und luftzug jedenfalls zu schnell steigenden temps, auch bei runterregeln der flamme, solange die bohne noch viel feuchtigkeit hat. also kurz vor und während crack 1.
nach meinem empfinden auch zu zu schnellem wasserverlust der bohne.
ich muss beim nächsten mal rösten ausprobieren, wie sich der einbrand bei sonst annähernd identischen röstkurven verhält, je nach luftzug.
bei den letzten röstungen hatte ich einbrand von knapp 20%, ohne cr2 erreicht zu haben.
evtl. wg. offener klappe + starkem luftzug.
du hast recht, einigermaßen vergleichbar ist die zeit zwischen beginn cr1 und beginn cr2.
was sich in dieser zeit in der bohne abspielt, dürfte geschmacklich den größten unterschied ausmachen, wenn man nur trinkbare röstungen vergleicht.
in meinem fall (huky) ist schon eine geringe veränderung der füllmenge ein parameter, der röstkurven massiv beeinflusst.
ergo: vergleiche sind schwierig.
aber will man sie, liegt der huky bei sinnvoller befüllung (250-350 gr) irgendwo zwischen 10 und 15 min.
schönen sonntag
Was mich ja etwas irritiert, ist die Tatsache, dass von kurzen Röstzeiten die Rede ist, und dann etwa 10 min geröstet wird. Ich dachte kurze Röstzeiten rechnen sich nach Sekunden, so bei 150 sec.
Sicher ist, dass Röstzeiten auch vom verwendeten Gerät abhängen, schon weil der Bohne unterschiedlich viel Energie je Zeiteinheit zur Verfügung gestellt wird. Wenn man die Frage weiter spinnt, müsste eigentlich die nächste Frage - ausgehend von lukask - lauten, lassen sich "identisch" schmeckende Kaffees mit unterschiedlichen Röstzeiten (auf den verschiedenen Röstern) produzieren.
Wenn ja, wie geht das? und wenn nein, gibt es dann für einen speziellen Kaffee ein "optimales" Röstgerät?
Ich habe ja keine "normale" Röstbiene mehr, da ich recht früh versucht und nun umgesetzt habe, gezielt eine Menge Luft durch die Trommel zu ziehen.
Man sieht das sehr schön am Temperatursprung wenn die Klappe geöffnet wird und die Trommelinnentemperatur 15-20K nach oben springt.
Insofern können meine Angaben nicht auf die Röstbiene ab Werk umgesetzt werden.
Allerdings habe ich auch im Werkssetup, nie die erwähnten Röstzeiten erreicht, bei 15min war Schluß und da schmeckt nichts wirklich aschig.
Mit Luftführung liege ich weiterhin zwischen 11 und 15min und Röstentwicklungszeiten zwischen 2-4min. Die meisten liegen meine ich bei 2-3,5min
Die bitteren Noten die ohne Konvektion teilweise entstanden sind weg
Gruß Ingo
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Was mich ja etwas irritiert, ist die Tatsache, dass von kurzen Röstzeiten die Rede ist, und dann etwa 10 min geröstet wird. Ich dachte kurze Röstzeiten rechnen sich nach Sekunden, so bei 150 sec.
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ich kann mich täuschen, aber die von dir angesprochenen röstzeiten beziehen sich auf industrielle riesenröstanlagen mit heißluft.
diese zeiten sind mit einem heimröster mit kleiner rösttrommel nicht zu erreichen.
gruß
kri
Geändert von kri (18.11.2012 um 11:42 Uhr) Grund: nachtrag
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