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  1. #1
    dany0 ist offline Benutzer
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    Standard Eigenbau Kaffeeröster

    Hallo allerseits,
    seit 1-2 Monaten lässt mich die Idee nicht mehr los einen Kaffeeröster selbst zu konzipieren und dann mithilfe von ein paar technisch versierten Bekannten zu realisieren.

    Ich hoffe dass ich hier eventuell neben einer Menge Irritation auch ein bisschen Manöverkritik mitnehmen kann.

    Ganz grob gesagt, wird es im Prinzip eine etwas größere Variante des Behmors mit ein bisschen feineren Möglichkeiten der Einstellungen. Sprich ein kleiner Trommelröster der mit etwas mehr Mess- und Steuerelektronik versehen wird.

    Wo ich in der Planung noch hänge ist die Wärmequelle. Nach bisherigen Recherchen habe ich angedacht 2 herkömmliches Heizelemente eines Elektroofens zu verbauen. Zum einen ein 1600 Watt Ringheizelemt+Ventilator (für die aktive Einflussnahme auf Temperaturanstieg) und zum anderen ein herkömmliches Unterhitze Heizelement ( für die Grundwärme, vorheizen usw).

    Ich denke bisher an eine separate Schaltung der Elemente.
    Die Steuerelektronik wollte ich eventuell über ein ATmega2560 bewerkstelligen. Der soll dann mithilfe von 2 Temperatursensoren (2x PT100 installiert im Innenraum und an der Abluft) aktiv die Umluft-Heizung steuern.
    Hinzu kommen noch ein weiterer Ventilator am oberen Gehäuseteil der auch mehrstufig geschaltet wird und für die Abluft verantwortlich ist.
    Wenn ich soweit in der Programmierung komme, möchte ich auch die Abluft per µc schalten. So kann die aktiv ein Hitzestau verhindert werden, und dass nachglühen nach einer Heizphase mit kalter Luft kompensiert werden.

    Wenn man nochmehr abheben will könnte man mit einem Arduino Ethernet-schild sogar die Röstprofile und Temperaturkurven direkt ans W-Lan schicken

    Hält die anwesende Garde der Heimwerker das für realisierbar?

  2. #2
    donfelitsche ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Eigenbau Kaffeeröster

    Eventuell wäre dieser Bausatz eine Alternative

    Bausatz AVR-NET-IO - Bausätze / Module - Bausätze - - Pollin Electronic

    Pollin hat auch noch ein Erweiterungsmodul.

    Viel Erfolg beim basteln.

    Felix

  3. #3
    mr.smith ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigenbau Kaffeeröster

    Mir gefallen die Lösungen mit der heizung unten gar nicht !
    hat für mich keinen wirklichen Vorteil - nur Nachteile.

    Ich würde - gelochte trommel nehmen (4mm), und 2 Heizelemente - seitlich montieren.
    Unten eine Häutchenlade, in die die Häutchen automatisch fallen - so nicht verbrennen, und leicht entsorgt werden können.

    dann erspart man sich den ganzen Aufwand mit raussaugen, ...
    Außerdem ist die Hitzeverteilung besser, da die Bohnen nicht direkt von unten angeheizt werden, und stellenweise an der oberfläche verbrennen.

    Gruß
    Jürgen
    Geändert von mr.smith (15.03.2012 um 09:54 Uhr)

    Quickmill 5000A/5500 - La Pavoni Lusso Professional (INPAVONIVERITAS) - Conti Prestina - LSM 85-16M Praktical Metronic - Rancilio MD50 - Carimali M1 - 3x Sm90 - Röster H1400G -
    u. sonstige Krankheiten



  4. #4
    betateilchen ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigenbau Kaffeeröster

    Zitat Zitat von mr.smith Beitrag anzeigen
    Ich würde - gelochte trommel nehmen
    aus der Waschmaschine

  5. #5
    mr.smith ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigenbau Kaffeeröster

    Wäre keine schlechte Idee - wenn man ab 10kg rösten will

    Ich habe sogar mal eine aus diesen kleinen wäscheschleudern ausgebaut, die massenweise auf dem Sperrmüll landen.
    Eignet sich viel besser, ist mir persönlich aber noch immer zu groß.
    (wäre glaube ich eine 3-5kg Rösttrommel)

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  6. #6
    ElPresso ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigenbau Kaffeeröster

    Zitat Zitat von dany0 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe dass ich hier eventuell neben einer Menge Irritation auch ein bisschen Manöverkritik mitnehmen kann.

    ...

    Hält die anwesende Garde der Heimwerker das für realisierbar?
    Von mir definitiv keine Irritation, sondern der feste Glaube, dass es realisierbar ist. Wünsche Dir ganz viel Glück, dass Du es bis zum Ende motivationstechnisch durchhältst.

    Ich selber bewege mich in Mäuseschrittchen voran (zeitlich bedingt) und bin gerade an meinem zweiten Grill-basierten Röster(der erste war ein sehr rasch zusammengeknallter Prototyp, um zu sehen, ob überhaupt irgendwas geht). Version zwei hat eine wesentlich sauberer aufgebaute Trommel (also weniger Unwucht, weniger hervorstehende Teile, Betankung über die Seitenwände statt die Trommeloberfläche etc.), und es fehlt nur noch eine stabile Befestigung der Achse und des Antriebs. Version drei wird sich vmtl. an die Messtechnik wagen, Version vier dann evtl. an Steuerung. Alles vorausgesetzt, dass der Behmor nicht vorher lieferbar wird.

    Aus der Erfahrung von mir nur ein Tip => versuche, die Sachen in einer Reihenfolge anzugehen, so dass Du so schnell wie möglich tatsächlich Rösten kannst. Also Elektronik so weit wie möglich nach hinten verlegen. Dann hast Du schnell ein Erfolgserlebnis. Prototypischer Aufbau hilft auch, also nicht gleich "perfekt" machen sondern gleich einplanen, dass Du einzelne Teile absichtlich zweimal umsetzt.
    Braun Filtermaschine, BZ10 gedämmt, Compak K-3, Original Mokkakesselchen, Türkische Handmühle, Bodum French Press, AeroPress
    Boardtrichter&-tamper, LM-1er, BZ-2er
    Grill-Röster

  7. #7
    dany0 ist offline Benutzer
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    Standard AW: Eigenbau Kaffeeröster

    Hey,

    Eventuell wäre dieser Bausatz eine Alternative

    Bausatz AVR-NET-IO - Bausätze / Module - Bausätze - - Pollin Electronic

    Pollin hat auch noch ein Erweiterungsmodul.
    Könnte knapp werden was die digitalen Ausgänge angeht, da ich mit den 5V nicht viel anfangen kann muss ich alle Komponenten mit SSRs ansteuern wenn ich mich nicht irre.
    Aber zum andern habe ich gerade angefangen mich intensiver mit der Entwicklungsumgebung von Arduino zu beschäftigen und werde mich da wohl eher an die dort nutzbaren Boards halten
    Noch mehr Theorie-Neuland und ich finde eines Tages nicht mehr nach Hause...

    Mir gefallen die Lösungen mit der heizung unten gar nicht !
    hat für mich keinen wirklichen Vorteil - nur Nachteile.

    Ich würde - gelochte trommel nehmen (4mm), und 2 Heizelemente - seitlich montieren.
    Was die Bezeichnung Unterhitze betrifft, meine ich eher den Aufbau des Heizelements (diese schleifenartige Pfanne) und nicht die Position. Aber ich merke selbst, dass das irreführend erwähnt ist

    Das Problem bei der aktuellen Andordnung, ist Platzmangel. Ich habe eine kleine Besonderheit vor, die ich aber insgesamt recht elegant finde:
    Oben ein Sichtfenster aus Kaminglas und an der Vorder- und Hinterwand eine Schienenführung von herkömmlichen Backofen (Korrekt genannt: Backauszug). Ihr merkt, einige Bauteile möchte ich dem heimischen Backofen abkupfern.

    Die Trommel wird dann in einem "Käfig" hängen welcher nicht oben, nicht unten sondern *trommelwirbel* an einer der beiden Seiten herausgezogen werden kann.
    Der Vorteil wäre, dass die Trommel auf Teleskopschienen hängt und einfach nach unten auf eine Kühlfläche entleert werden kann.
    Nichtsdestotrotz bleibt eigentlich in Summe nur 1 größere Fläche frei für die Umluft Heizung. Es sei denn ich leg das 2. Element vorne um das Sichtfenster herum. Aber ich bin mir wie gesagt auch nicht so richtig sicher wie dringend ich 2 Heizungen benötige. Die Idee fühlte sich halt erstmal nicht verkehrt da sich 1 Element recht träge in der Temperaturkurve bemerkbar macht. Wohingegen ein 1600 W Heizring schon recht zügige Veränderung bewirken dürfte, wenn ein weiteres (schwächeres) Element schon für 190° Basis-Temperatur sorgt.

    Was die Platzierung weiß nicht recht wie ich dass anschaulich erklären kann. Am besten stell ich morgen einfach mal ein Bild von der Konzeptskizze ein. Die muss eh aufpoliert werden, da ich morgen Abend mit meinem Konzept mal in der Dingfabrik vorbeischauen will.
    Die haben viele Maschinen und hoffentlich auch ein bisschen Ahnung, von beidem könnte ich viel gebrauchen

    Von mir definitiv keine Irritation, sondern der feste Glaube, dass es realisierbar ist. Wünsche Dir ganz viel Glück, dass Du es bis zum Ende motivationstechnisch durchhältst.
    [...]
    Aus der Erfahrung von mir nur ein Tip => versuche, die Sachen in einer Reihenfolge anzugehen, so dass Du so schnell wie möglich tatsächlich Rösten kannst. Also Elektronik so weit wie möglich nach hinten verlegen. [...]
    Danke, ich glaube bei der aktuellen Klippe zwischen Kompetenz und Vorhaben brauch es fast schon Gebete, aber allein der Glaube hilft
    Das Problem in der Reihenfolge liegt zum Teil in den Materialkosten.
    Den µc hab ich schon hier rumliegen und brauche da eh noch 3-4 Monate bei dem aktuellen Lerntempo bis zum Einsatzfähigen Code denke ich.
    Ich will halt keinen Scheiß verbauen, daher habe ich die aktuelle Teileliste komplett nach den Kriterien hitzebeständig und langlebig ausgelegt.
    Das macht es nur halt zu teilen so teuer, dass ich mir allein die Gehäuseteile nur nach und nach Leisten kann
    Nur um ein Beispiel zu nennen, die Welle der Trommel wird vorraussichtlich inSkf-Flanschlagern eingelassen.
    Das wird wohl mehr als n Hottop kosten, wenns fertig ist. Aber wenn meine Pläne aufgehen, wirds auch ein besseres Gerät
    Na ja genug gesponnen, morgen gibts ne Skizze dann versteht man meine Hirngespinste wohl auch ein wenig besser.

  8. #8
    Heinzelmann ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Eigenbau Kaffeeröster

    Hab ich das nun falsch verstanden oder hast du keinen Temperaturfühler für die Bohnenmasse vorgesehen? Genau aus diesem Grund hab ich den Vital-Grill schnell entsorgt und bastel zzT auch an einem eigenbau. Ohne Bohnenmassentemp. lässt sich einfach keine vernünftige Temperaturkurve messen und auch nicht "nachfahren", stichwort reproduzierbarkeit.
    Ansonsten würde ich dir noch empfehlen-> keep it simple. Klingt als würdest du dich sehr ins Detail verstricken bzw. alles auf einmal zu wollen und nur das beste. Wie schon geschrieben wurde, versuch erstmal grob das ding zum laufen zu bekommen und mach dann Verbesserungen, d.h. learning by doing..
    Am bsp. Lager: Wieso gleich teure Speziallager? Das einzige was bei Standard-Lagern nicht für hohe Temp ausgelegt ist, ist das Schmiermittel (und teils Lagerluft)! D.h. Billigste Standardlager rein, evtl. mit erhöhtem Lagerspiel, das Fett verbrennt beim ersten hochheizen, oder selber auswaschen. Bei den Drehzahlen wirst du die Dinger in der kompletten Lebensdauer nicht einmal wechseln müssen, wetten werden angenommen

    Soviel von meiner Seite.. Hab übrigens auch auf einen Arduino (Nano) gesetzt, welchen ich nun zum laufen gebracht habe, zusammen mit Display/Schalter-Shield und Relaiskarten, als nächstes kommt die Thermoelement-Anbindung.. Würde mich auch über Software-Tausch freuen..Sollte doch möglich sein eine Art Arduino-Universal-Software hinzubekommen (wie bei den US-Kollegen nur ohne dem TC-Shield, dh mit beliebiger Hardware)

  9. #9
    dany0 ist offline Benutzer
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    Standard AW: Eigenbau Kaffeeröster

    Hallo Heinzelmann,
    ja ich habe auch das Gefühl mich da zum Teil zu übernehmen.
    Sowohl in Punkto Realisierbarkeit als auch was die Kosten der Teile betrifft.
    Was die Software angeht, hoffe ich in der kommenden Woche ein Stückchen weiter zu kommen, da ich Urlaub habe. Möchte mich da ein wenig mit einem Kollegen dran setzen, der C++ beherrscht.
    Da scheint es viele Gemeinsamkeiten zu Arduino zu geben.
    Was die Messung in der Bohnenmasse angeht habe ich allerdings den Dreh noch nicht raus, da ich eigentlich eine geschlossene Trommel konzipieren will.
    Und dann kommt eigentlich nur noch eine Hohlwelle in Frage. Hierbei müsste aber immer noch irgendwie verhindert werden, dass sich das Kabel mitdreht.
    denke da an ein Röhrchen, welches in der Hohlwelle sitzt.

    Mein nächster Schritt sieht vor erst mal auf Schrottplätzen nach alten Öfen zu schauen. Denn die Kilo preise von Edelstahl haben mich vorerst davon abgebracht, selber ein Gehäuse schweißen zu wollen!

  10. #10
    Hascco ist offline Benutzer
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    Standard AW: Eigenbau Kaffeeröster

    Für welchen Zweck bzw. welche Meschen-resp. Kundenmasrn ist denn der Röster gedacht? Von Projekt und Größe klingt es sehr nach einem professionellen 5kg-Röster. Damit wird man aber als Familienröster sicher nicht glücklich. Ist die Espressobar schon gebaut? Persönliche Erfahrungen und Genehmigungen sind vorhanden oder geplant? Oder sollt es doch besser etwas Kleineres werden?

    Gruß

    Hartmut

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