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  1. #1
    cafesolo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Röstprofilanalyse.....

    Hallo Röstgemeinde,

    habe mich mal wieder mit der Röstbiene an einigen Rohkaffee's versucht.

    Ist es möglich einfach anhand eines gezeigten Röstprofiles auf die Qualität einer Röstung zu schließen ?
    Natürlich vorausgesetzt, dass der Rohkaffee in Ordnung u. frisch ist.

    Ich stelle hier mal zwei Röstprofile ein u. ihr könnt ja mal was dazu schreiben wenn ihr Lust habt.
    Würde mich mal interessieren was ihr so dazu schreibt. Schreibt ruhig alles was euch so auffällt.

    Die Rohkaffee's müssten bei vielen bekannt sein.

    Gruß Uwe







    Black App (60% Brasil Bob-O-Link, 20% Ecuador Valle de intag, 20% Guatemala Atitlan) Preblend
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  2. #2
    cafesolo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Röstprofilanalyse.....

    Anlass der Röstbildanalyse war, dass die Kaffee's wieder durch die Bank weg furchtbar bitter schmecken. Da ich meine beim Rösten alles gegeben zu haben, bin ich lngsam mit meinem Latein am Ende. Denke Anfangstemp/Einstiegstemp. ist in Ordnung. Anstieg der Röstkurve, etwas vor dem ersten Crack weit runter mit dem Gas um dann kurz vor dem ersten wieder richtig Gas geben, damit die Bohnen sich aus eigener Kraft ohne weitere zugegebene Energie entwickeln können. Ebenfalls sind die Häutchen ohne zu verbrennen recht schnell aus der Rösttrommel rausgekommen. Auch der Röstrauch wurde relativ schnell durch frühzeitiges öffnen der Luftklappe entfernt. Nach dem ersten Crack habe ich dann die Temp. nur noch langsam ansteigen lassen.

    Vielleicht jetzt jemand eine Idee oder einen Tipp zum Röstprofil ?

    Gruß Uwe
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  3. #3
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Röstprofilanalyse.....

    Ich starte lieber um 150 Grad und schleppe die Bohnen vorsichtig so bei etwa 7:30 in den Wechsel Grün/Gelb, vor 9 Minuten sollen sie dann zimtfarben sein und zwischen 10 und 11 Minuten der Umschlag auf eine helle Kaffeefarbe kommen. Erster Crack idealerweise zwischen 12:00 und 12:30, Röstabbruch meist 2:40 bis 3:20 später. Beim Röstabbruch orientiere ich mich am liebsten am Rauch: Sobald der erste Crack durch ist, schaue ich genau in die Abluft - wenn es anfängt zu rauchen röste ich noch maximal 30-40 Sekunden weiter. Außer der Einfülltemperatur achte ich wenig auf die Temperaturen und viel mehr auf die Farbwechsel. Die kommen bei Deinen Diagrammen für meinen Geschmack zu früh. Die kalten, grünen Bohnen können m.E. mit Temperaturen um 220 Grad nichts anfangen, damit versengt man sie nur. Ich weiß dass pingo seine Röstungen auch recht heiß startet (und sie schmecken bei ihm nicht bitter oder rauchig), aber ich habe damit keine guten Erfahrungen. Ich zeichne aber keine Diagramme auf. Die Lüftung würde ich nie zumachen.
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  4. #4
    nacktKULTUR ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Röstprofilanalyse.....

    Zitat Zitat von bohnenschorsch Beitrag anzeigen
    Ich starte lieber um 150 Grad und schleppe die Bohnen vorsichtig so bei etwa 7:30 in den Wechsel Grün/Gelb, vor 9 Minuten sollen sie dann zimtfarben sein und zwischen 10 und 11 Minuten der Umschlag auf eine helle Kaffeefarbe kommen. Erster Crack idealerweise zwischen 12:00 und 12:30, Röstabbruch meist 2:40 bis 3:20 später.
    Interessant - bei mir sieht's ganz ähnlich aus. Ich starte allerdings bei 150°C Ablufttemp. der leeren Trommel, und warte, bis die Abluft der Charge 200°C hat. Dann notiere ich die Zeit und belasse die Bohnen je nach Sorte 5 bis 6 Minuten bei dieser Temperatur. Erst dann wird die Temperatur auf 230 oder 235°C erhöht - auch hier wieder abhängig von der Bohnenart. Diese Temperatur behalte ich bis zum Abbruch bei.

    Zitat Zitat von bohnenschorsch Beitrag anzeigen
    Die kalten, grünen Bohnen können m.E. mit Temperaturen um 220 Grad nichts anfangen, damit versengt man sie nur.
    Das ist exakt der Punkt. Dies ist auch meine Erfahrung. Einzige Alternative zum oben beschriebenen 200°C-Verfahren: 2-Phasenmethode nach Fricke. Wie auch immer, mit den genannten Verfahren hatte ich nie bittere Bohnen.

    nK

  5. #5
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Röstprofilanalyse.....

    Mir ist noch etwas zur Füllmenge eingefallen: Die Biene hat m.W. eine 2-Liter-Trommel. Diese kann man zwar mit 350g Rohkaffee befüllen, aber evtl. muss man bei dieser Menge zu stark heizen, so dass der Effekt des "Versengens" noch stärker zum Tragen kommt. Ich würde testweise mal eine 200g-Charge nehmen und deutlich langsamer als in den Diagrammen hochjagen, damit sollte es schon besser sein.
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  6. #6
    pingo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Röstprofilanalyse.....

    ich lasse den Schieber bei meinen Röstungen an der Biene durchgängig komplett auf.

    Mit unserem demnächst eintreffenden Coffeetool Profilentwicklungsröster werden wir die Neuentwicklung und Überprüfung aller unserer Röstprofile protokollieren. Daraus wird auch für andere viel ersichtlich werden und wir werden vieles neu lernen.
    Kaffee: ja
    Mühle: VTA 6S, Tanzania, K30 und noch ein paar andere
    Maschine: 2 Coffeetool Röster (klein und groß), 1 Toper, 1 Röstbiene, GS3, Domobar Super, Wasserkocher (Bosch? Siemens?)

  7. #7
    mkraft59 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Röstprofilanalyse.....

    Zitat Zitat von bohnenschorsch Beitrag anzeigen
    Mir ist noch etwas zur Füllmenge eingefallen: Die Biene hat m.W. eine 2-Liter-Trommel. Diese kann man zwar mit 350g Rohkaffee befüllen, aber evtl. muss man bei dieser Menge zu stark heizen, so dass der Effekt des "Versengens" noch stärker zum Tragen kommt. Ich würde testweise mal eine 200g-Charge nehmen und deutlich langsamer als in den Diagrammen hochjagen, damit sollte es schon besser sein.
    Das kann ich so nicht bestätigen. Ich hatte noch nie bittere Bohnen und röste alles mögliche (Caffeé natürlich...). Die besten Erfahrungen habe ich mit 375-400gr Bohnen in der Biene gemacht.
    MK
    Gruscht im Keller ond in dr Wohnung...
    http://www.bilder-gallery.eu

  8. #8
    cafesolo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Röstprofilanalyse.....

    Hallo,

    @bohnenschorsch: Vielleicht magst du mit den Farbwechsel recht haben. Deshalb sind meine Bohnen auch z.B im Stadium CR+/FC viel dunkler als vergleichbare Röstungen von Profiröstern. Ich werde Deine Anregungen mal berücksichtigen. Hoffe sie backen dann nicht vor sich hin.

    Füllmenge 200gr........., dann wäre ich ja unter der Füllmenge meines Gene

    @mkraft59: Da ich den Röstbienenthread von Anfang gelesen habe, bin ich auch mit der Füllmenge schon bei 400gr. gewesen. Da macht scheinbar jeder andere Erfahrungen.

    @pingo: Denke auch das der Schieber (bei mir ist es eine Klappe) der Röstbiene fast von Anfang an auf 100% Öffnung stehen kann. Ich habe die Biene ja um die Beinchen bis zum Gehäuse verkleidet und nur noch im vorderen Bereich eine Öffnung, so dass ich evtl. das Gas falls es Aus geht neu zünden kann u. damit hier die Luft angezogen wird, die jetzt nur noch durch die hintere Öffnung der Rösttrommel eintreten kann und mir schneller durch die Luftklappe den Rauch heraus bläst.


    Ich werde weiter testen, wobei mir immer die guten Bohnen von pingo und Claus Fricke weh tun, wenn ich sie wieder versaue.

    Gruß Uwe
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  9. #9
    cafesolo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Röstprofilanalyse.....

    [QUOTE=bohnenschorsch;745872]...... Die kalten, grünen Bohnen können m.E. mit Temperaturen um 220 Grad nichts anfangen, .......QUOTE]

    Hi bohnenschorsch,

    das Diagramm täuscht vielleicht etwas. Nachdem die Trommeltemperatur (Messfühler für BT) z.B schon einige Minuten bei 200°C oder 210°C steht u. die Trommel Temperaturstabil ist, muss ich um die Bohnen einzufüllen die Luftklappe öffnen. Dadurch schnellt die BT-Temperatur und die Ablufttemperatur nach oben. Das ist aber auch der Zeitpunkt an dem ich die Software starte u. das Programm aufzeichnet. Dann ist z.B die wirklich Temperatur nur z.B 209°C statt der angezeigten 220°C. Aber vielleicht ist es trotzdem noch zu hoch...?

    @pingo: Coffeetool Profilentwicklungsröster klingt sehr gut, ich glaube spätestens dann muss ich Euch mal besuchen!

    Gruß Uwe
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  10. #10
    flix ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Röstprofilanalyse.....

    Interessant, wie die anderen "Bieneros" so rösten. In der Regel heize ich die Biene bis ca.200 C hoch, da sonst der TP bei unter ca 60 C ist, denn bei 60C ist er ja schon bei 200 C Einfülltemperatur. In der Regel drehe ich direkt nach dem Einfüllen das Gas deutlich runter und warte, bis die Temperatur konstant steigt, was bei ca. 70 C der Fall ist. Den Schieber lasse ich fast immer offen. In letzter Zeit höre ich den FC sehr schlecht bis gar nicht. Er kommt meisten so nach 12 min. ist das bei euch aus so oder röste ich zu langsam?
    Mein Eindruck ist auch, dass die Bohnen erst sehr spät (Mind. FC nach 17 min.) aufgehen, wenn überhaupt und doch recht lange schrumpelig bleiben. Vieleicht bin ich ja auch zu vorsichtig mit der Hitze aber das optimale Zeitfenster zum Rausholen ist für mich sonst einfach zu kurz...

    Gruß Felix


    BZ 07 @ 10,5 Bar - Mk Vario II - Röstbiene

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