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  1. #1
    AlphaRay ist offline Benutzer
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    Standard Planung 0,5 - 1 kg Trommelröster

    Hallo,

    ich habe die letzten Tage diverse Designs und Materialien durchgesehen und habe folgendes vor.
    Über Korrekturen-/Verbesserungen euerseits wäre ich sehr dankbar!

    Da ich wg. diversen Hobbys nicht jedes Gerät gleich in den Müll haue, habe ich divere Sachen die ich weiter benutzen kann, weshalb es auch in "low-cost" Röster werden soll:

    - 2 Liter Wasserkocher aus Edelstahl als Trommel
    - Kupferblech für die Außenhaut des Rösters, Einfülltrichter, Auffangschale beid er Ausgabe, usw.
    - 2 kW Heißluftpistole (ja gut; diese jetzt extra bestellt - fehlt mir aber schon länger in der Werkstatt
    - starke Getriebemotoren


    Der Grobaufbau des Rösters (Ansicht von oben und der rechten Seite):


    http://s7.directupload.net/file/d/3003/857vxw5s_png.htm

    Zu sehen ist die Trommel auf einer Metallachse. Hinten der Motor, welcher auf dem Bild zumindest üben Riemen mit der Achse verbunden ist - an sich habe ich vor den Motor direkt an der Achse anzuschießen (vor-/nachteile? Eventuelle Probleme?).
    Die Achse wird außen am Gehäuse über Lager aufgehangen. Diese sind bereits in einem Gussgehäuse mit zwei Schraubanschlüssen.

    Der Luftstrom kommt im hinteren Bereich unten rein - Der Anschluß erfolgt über eine für die Heißluftpistole angepasste Öffnung, welche aber auch für z.B. einen Gasbrenner benutzt werden kann (von innen kommt hierfür noch ein Schutzblech zwischen Eingang und Trommel, dass die Bohnen nicht direkt die Flammenhitze abbekommen). Hat zwei Gründe: 1. will ich die Heißluftpistole auch für andere Sachen benutzen bzw. durch eine ander Pistole ersetzen können und 2. falls diese kaputt ist auch mal mit einem Gasbrenner ran gehen.

    Der "Edelstahltopf" des Wasserkochers wird von der Heißspirale befreit und der Boden ausgeschnitten - so, dass drei bis vier Streben von den Seiten nach innen gehen (für die Achsbefestigung). Die Ausschnitte werden mit Kupfergeflecht gefüllt bzw. außen angeschweißt.

    Luftaustritt ist am oberen Teil der trommel, damit die Häutchen direkt herausgezogen werden. Direkt nach dem Ausgang wird ein Metallgitter (ein Teefiltereinsatz aus einem Camping-Wasserkocher) eingesetzt. Da drauf kommt ein Aluminium-Flexrohr, welches nach Außen führt (hierfür kommt eine Bohrung in die Außenwand; Küche wird grad sowieso aufgebaut, weshalb ich gleich neben der Dunstabzugshaube gleich ein zweites, kleineres Loch vorsehe).

    An eine der Seiten im hinteren Bereich kommt noch ein Rundblech (1/3 Lochkreis ausgeschnitten + passendes Loch in der Wand) mit einem Griff dran um eine Kaltluftzufur zu gewährleisten, falls die Temperatur zu schnell ansteigen sollte bzw. um überhaupt die Temperatur zu regeln oder falls eine schnelle Kühlung gewünscht ist.

    Bohnentemperaturmessung über einen 1,5 mm Typ K Sensor, welcher im unteren Bereich der Trommel, direkt über den Mischblechen, angebracht wird. Ausgangstemperatur wird über einen in der Vorderwand eingebauten Ofenthermometer (0-300 Grad) neben dem Luftausgangsrohr gemessen.

    Evtl. noch unterhalb der Trommel eine 1000 Watt Heizspule zum Nachheizen, falls die Temperatur stark abfällt - z.B. bei vorgewärmter Trommel und frisch eingefüllter Bohnen.

    Meterialien:
    Achse aus Kupfer (vorhanden; alte Heizungsrohre in 12 mm) oder Edelstahl (10x1 oder 12x2)
    Vorder- und Rückwand aus 1,5 - 3 mm Edelstahl, da Kupfer zu weich ist (bzgl. der Lagerbefestigung für die Achse).
    Seiten, oben und unten aus Kupferblech. Grundgerüst aus 15 bis 20 mm Viereck-Rohren aus Aluminium, an welche die Edelsthalplatten und das Kupferblech geschraubt werden.
    Über der Bohnenausgabe - also möglichst genau in der MItte der Trommel - wird eine Hälfe einer kleinen Glas-Auflaufform als Bullauge eingebracht (ca. 10 cm im Durchmesser).
    Ausgabefach aus Kupferblech. Ausgabefachboden aus Edelstahl (bereits vorhanden; ca. 20 cm Durchmesser), in welches mehrere Löchter hinein kommen. Drunter wird ein Ganzmetall-Lüfter mit Drehzahlregelung zur kontrollierten Abkühlung eingebaut.



    Was halten die Röster-Bastelprofis von den Ideen bzw. was habe ich vergessen oder falsch eingeschätzt?

    Gruß
    Paul

  2. #2
    mr.smith ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Planung 0,5 - 1 kg Trommelröster

    Wie bekommst du die Bohnen rein bzw. raus (kann ich auch überlesen haben)

    Bohnen rein:
    Müsste an der Vorderseite eine öffnung oben sein.
    (ich sehe eine auf dem "Plan " - dafür vorgesehen ?)

    Bohnen raus:
    Müsste an der Vorderseite eine klappe unten sein und Mischer in der Trommel die nach vorne transportieren.
    Oder Kippmechanismus für den ganzen Röster - mit Klappe.

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  3. #3
    AlphaRay ist offline Benutzer
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    Standard AW: Planung 0,5 - 1 kg Trommelröster

    Genau..die habe ich da noch nicht eingezeichnet. Das Einfullen mittels eines kleinen Kupfertrichters in der oberen Mitte der Trommel - direkt neben dem Luftauslass. Der trichter bekommt einen Hebel it dem man die Bohnen rein fallen und wieder schließen lässt. Der Auswurf Ca. 1/3 der unteren trommelhöhe (entsprechend rund geschnitten). Wenn hier soweit alles ok ist werde ich mich an eine genaue CAD Planung machen...dann gibts detailierte 3D Ansichten von innen und außen t

  4. #4
    ElPresso ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Planung 0,5 - 1 kg Trommelröster

    Zitat Zitat von AlphaRay Beitrag anzeigen
    Über Korrekturen-/Verbesserungen euerseits wäre ich sehr dankbar!
    Naja, Anmerkungen zumindest; da gibt es wenig "richtig" oder "falsch", denke ich. Es funktioniert halt oder nicht. Der Einfachheit halber ohne Quote...

    (Zahm)riemenantrieb hat sich bei mir bewährt und war konstruktiv recht einfach zu lösen. Ich habe diverse Iterationen hinter mir; zuerst hatte ich als Prototyp ein dünnes (1-2mm?) Blech zur Montage des Motors verwendet, das war definitiv nicht ausreichend (wurde durch das Drehmoment verbogen, der Riemen rutschte). Heute ist bei mir der Motor an einer 11mm dicken Alu-Wand verschraubt, jetzt hält's. (Möglicherweise Overkill, aber das war halt gerade da).

    Aber Du schreibst ja eh vom Gussgehäuse, dann passt das wohl.

    Bei mir rotiert die Trommel horizontal über langen Heizstäben, ich kann Dir also nicht mit Erfahrung zu dem Heißluft-Pusten dienen. Rein gefühlsmässig hätte ich aber vmtl. eher versucht, die Pistole von aussen mittig auf die Trommel zu richten (möglichst großflächig), um das Gehäuse zu erhitzen, nicht direkt heiße Luft hineinzupusten. Dann würdest Du Dir auch ersparen, den Boden ausschneiden zu müssen, sondern musst nur ein Loch in die Mitte bohren. Ist natürlich eine größere Änderung zu Deinem Plan...

    Wenn Du nicht speziell auf Schweissen stehst: ich habe richtig gute Erfahrung mit Blindnieten gemacht, denen schadet die Temperatur offensichtlich nicht.

    Der Teefiltereinsatz wird ziemlich schnell mit den Häutchen verstopfen und dann geht nichts mehr durch. 500g haben schon *richtig* viel Haut..., 1kg umsomehr.

    ... zusätzliche Belüftungsklappe, Bullauge, Temperaturmessung... da hast Du Dir ja einiges vorgenommen. Mein Tip an dieser Stelle wäre, es langsam anzugehen, und von vorneherein Etappen zu planen, die in sich abgeschlossen bereits funktionieren. Also Stufe Nummer 1: die absolute Minimallösung, die gerade mal Bohnen röstet, ohne irgendwas anderes. Es sei denn, Du bist mit stählerner Disziplin ausgestattet.

    Profi bin ich allerdings nicht, meine Erfahrungswerte stehen in der Signatur.
    Braun Filtermaschine, BZ10 gedämmt, Compak K-3, Original Mokkakesselchen, Türkische Handmühle, Bodum French Press, AeroPress
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  5. #5
    mr.smith ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Planung 0,5 - 1 kg Trommelröster

    Bei dem ganzen Aufwand den du betreibst - würde ich gleich über Gas gehen !
    Einfach einen gasgrill mit 2 Stäben kaufen und das ganze draufsetzen.
    Ist auch nicht wirklich mehr Aufwand aber Profesioneller und besser zu steuern.
    (so hab ich meinen geplant - der noch immer in der Fertigung steckt )

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  6. #6
    AlphaRay ist offline Benutzer
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    Zitat Zitat von ElPresso Beitrag anzeigen
    (Zahm)riemenantrieb hat sich bei mir bewährt und war konstruktiv recht einfach zu lösen. Ich habe diverse Iterationen hinter mir; zuerst hatte ich als Prototyp ein dünnes (1-2mm?) Blech zur Montage des Motors verwendet, das war definitiv nicht ausreichend (wurde durch das Drehmoment verbogen, der Riemen rutschte). Heute ist bei mir der Motor an einer 11mm dicken Alu-Wand verschraubt, jetzt hält's. (Möglicherweise Overkill, aber das war halt gerade da).

    Aber Du schreibst ja eh vom Gussgehäuse, dann passt das wohl.
    [...]Rein gefühlsmässig hätte ich aber vmtl. eher versucht, die Pistole von aussen mittig auf die Trommel zu richten (möglichst großflächig), um das Gehäuse zu erhitzen, nicht direkt heiße Luft hineinzupusten[...]
    Wenn Du nicht speziell auf Schweissen stehst: ich habe richtig gute Erfahrung mit Blindnieten gemacht, denen schadet die Temperatur offensichtlich nicht.

    Der Teefiltereinsatz wird ziemlich schnell mit den Häutchen verstopfen und dann geht nichts mehr durch. 500g haben schon *richtig* viel Haut..., 1kg umsomehr.
    [...]
    Gegen Riemenantrieb hätte ich nichts - weiß nur nicht inwieweit man so eine Führungsrolle mit 10 - 12 mm Innendurchmesser bekommt bzw. wie teuer das dann wird inkl Riemen usw.. Hättest du evtl. eine Bezugsquelle für mich?
    Das ganze soll - entsprechend isoliert - auf eine Holzplatte drauf (Buche-Leimholz z.B.), welche hinten und vorne etwas raus guckt. Vorne kommt Teil der Auffangschale vom Auswurf drauf und hinten der Motor befestigt. Drehmomentmäßig sehe ich bei dem aktuellen gar kein Problem. Er ist stark, dreht sich aber relativ langsam (ich glaube es waren ca. 1 - 2 Umdrehungen pro Sekunde). Mit Riemen und Umsetzung kann man da natürlich auch alles besser zum Trommeldurchmesser anpassen. Ich habe mir auch schon bzgl. der Drehgeschwindigkeit Gedanken gemacht und denke dass eine möglichst schnelle Bewegung + kurze Umwälzbleche vorteilhaft wären, damit die Bohnen möglichst viel in der Luft sind und möglichst wenig Kontakt zur Metall haben wg. gleichmäßigerär Rösung. Oder?

    Die Pistole soll ja das Gehäuse + Gehäuseluft erhitzen, weshalb ich es ja quer zur Trommel und weit unten platziert habe. Die Luft kommt dann indirekt in die Trommel mit den Bohnen (durch die Kupfergitter) und führt - hoffentlich wie geplant - die Häutchen durch den Überdruck aus dem Gehäuse über den Luftausgang.


    @mr.smith: einen Gaskocher wie der bei Röstbiene benutzt wird habe ich + ich werde demnächst in der Küche vier Gaskochfelder haben. Das Problem dabei ist, dass ich das ganze nicht elektronisch steuern kann Ich bin Programmierer und möchte natürlich das ganze z.T. auch Computergesteuert regeln - wie z.B. das einhalten der Temperatur bzw. den Temperaturanstieg von x Grad in x Min usw.. bzw. automatisches Zuschalten einer Zusatzheizung wenn nach dem Befüllen die Temperatur schnell fällt. Daneben natürlich die Aufzeichnung der Rösttemperatur + Menge je Bohnensorte
    Mit Gas wird das ganze sehr schwer bzw. unmöglich...wäre wirklich nur als Notlösung (via Handgasbrenner statt der Heißluftpistole).


    Das mit dem Gehäuse hast du falsch verstanden: das Grundgerüst (alle Seiten des Quaders) soll aus 15 - 20 mm Viereck-Alurohren gebaut werden (geschraubt). An dieses Gerüst kommen Vorne und Hinten die Edelstahlplatten dran und die restlichen Seiten werden mit Kupferblech ausgekleidet.
    Damit das ganze dicht wird, wollte ich noch mal über alle Kanten L-Alubleche anbringen. Alles soll via Vorbohren + Blechschrauben befestigt werden, damit ich 1. auch mal etwas austauschen kann und 2. immer wieder an das Innere komme um z.B. eventuelle Häutchen entfernen zu können oder eventuelle Nachbesserungen durch zu führen (andere Trommel, Achsentausch, Zusatzheizung usw).

    Danke für den Tipp..als ich die Hand voll Bohnen in de Pfanne geröstet hab sah das nach nicht soo vielen Häutchen aus...aber bei so nem halben Kilo und mehr dürften da wirklich mehr anfallen

    Ich sehe mal zu dass ich heute Abend nach der Arbeit eine grobe Version in 3D erstelle um euch den Aufbaut etwas besser erkären zu können

  7. #7
    mr.smith ist offline Erfahrener Benutzer
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    Er ist stark, dreht sich aber relativ langsam (ich glaube es waren ca. 1 - 2 Umdrehungen pro Sekunde).
    0,45 bis 1U in der sekunde ist genug !

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  8. #8
    AlphaRay ist offline Benutzer
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    Zitat Zitat von mr.smith Beitrag anzeigen
    0,45 bis 1U in der sekunde ist genug !
    Gut.. Müsste ich mal messen...die Geschwindigkeit hat der halt bei 12 V. Bei 9 oder 7 müsste man den entsprechend langsamer kriegen.
    Hängt die Geschwindigkeit nicht vom Außendurchmesser der Trommel ab? Eine Trommel mit 30 cm Umfang und 1 U/Sek hat doch die gleiche Außengeschwindigkeit wie eine 60 cm Trommel bei 0,5 U/Sek..?

  9. #9
    baumkaffee ist offline Erfahrener Benutzer
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    vielleicht hab ich etwas überlesen, aber 2 Liter Trommel für 1kg Rösten geht definitiv nicht. Für 1kg braucht man etwa 9Liter Trommelvolumen.

  10. #10
    baumkaffee ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Planung 0,5 - 1 kg Trommelröster

    zur Trommelgeschwindigkeit. Bei ca 30cm Trommeldurchmesser sind ca 42 U/min ein guter Wert.

    In die Trommel müssen Mischerschaufeln. Einfach drehender Kochtopf bringt keine guten Ergebnisse und die Bohnen müssen ja auch "rausgeschaufelt" werden am Schluss

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