Cabo Verde Fogo
Die Rohbohnen sind recht ansehlich, allerdings habe ich je Roestcharge im Schnitt 2 recht schwarze aussortiert, weil sie nicht so richtig lecker aussahen. Es sind ca 10-15%Perlbohnen neben normalen Bohnen vorhanden und das macht sich beim Roesten nach meinem Eindruck bemerkbar.
Angefangen mit 130 gr bei 3*160 Grad spaeter auf 120 gr reduziert da Anfangs die Resultate etwas bunt waren.
Alle Chargen gingen so bei 5:10 bis 6:00 durch den 1.Crack
Bei 3 Chargen setzte die Regelung des I-Roast bei ca.6:00-6:30 ein,
1 Charge regelte erst bei 8:00, und 1 Charge ueberhaupt nicht. Das deutet auf einen recht ungleichmaessigen Feuchtegehalt und ungleichmaessige Mischung hin.
Dementsprechend streute die Endzeit von 7:40 bis 8:20 um an den 2. Crack ranzufahren.
Die Bohnen fangen an zu Rauchen und der Oelaustritt faengt an.
Beim Abkuehlen wird der Oelaustritt noch staerker und verschwindet dann zum Ende der Kuehlung fast vollstaendig.
Die fertige Roestung riecht relativ schwach aber nussig ausgepraegt.
Ich sag mal das ist eine recht schwierige Bohne, wohl nichts fuer groessere Mengen Roestung, die Qualitaetslage ist so an der Grenze, das kann man noch verbessern. Ich bin auf jeden Fall auf den Geschmack gespannt
1.Update: Ich vergass zu erwaehnen, dass die Chaff-Entwicklung etwas unterdurchschnittlich ist.
In der Vac-Kanne macht der Kaffee einen sehr harmonischen weichen Eindruck und liegt lange auf der Zunge. Der Geruch ist sowohl beim Mahlen als auch aus der Tasse nicht besonders stark ich hatte aber den Eindruck beim Mahlen das etwas gewuerziges mitschwingt, sehr interessant.
Ich aktualisiere noch mal wegen Espresso, 2.Update:
Also ganz so prickelnd wie erwartet ist er nicht, schoene Crema aber relativ viel Saeure, obwohl er ziemlich im 2.Crack war. Ich hab ihn augenblicklich wieder in der Kanne und da gefaellt er mir deutlich besser. Ich werd ihn fuer Espresso noch mal mit Robusta und Indian Monsooned blenden, das muesste passsen.