Ein ganz großes Thema im Zeitalter der Kaffeespezialitäten: Die Kreativität bei Kreationen aus Kaffee, Milch und Flavours kennt keine Grenzen - und der To-go-Trend schlägt sich in Form von kleinen, kompakten Kaffeemaschinen nieder. "Es geht darum, die Vielfalt der Kaffeekreationen auf einfache und schnelle Weise vollautomatisch herzustellen. Der saubere Schichtaufbau eines Latte Macchiato ist heute für Vollautomatenhersteller keine Kunst mehr", erklärt Katja Radünz für Franke bremer. Sei es die Ausgabe von Kalt- und Warmgetränken, die Kombination von Instant-Flavour oder Milchpulver mit frisch gebrühtem Espresso - die Anforderungen der Anwender sind nicht weniger vielfältig als die Spielarten der Kaffeespezialitäten.
Aber: "Neben dem Spezialitätenboom ist das Qualitätsbewusstsein auch für Filterkaffee wieder im Kommen. Kaffee ist eben ein Genussprodukt - und die professionelle Mengenbrühung in der Gastronomie und Hotellerie ein wichtiges Thema, vor allem in der Gemeinschaftsverpflegung, im Frühstücksgeschäft und natürlich bei Events", hat Hendrik Schütze vom Melitta SystemService beobachtet.
Das tut dem nach wie vor stark ausgeprägten Spezialitäten-Trend keinen Abbruch - den Leif Fredrik Nilsson von Coffema unbedingt "in Kombination mit einer traditionellen Barista-Zubereitung über klassische Siebträger-Espressomaschinen" sieht. Was vorne in 'handmade-Optik' entsteht, wird im Hintergrund zunehmend von technischen Raffinessen flankiert. Das beinhaltet die Anbindung an Kassensysteme und Schankanlagen sowie eine intelligente Maschinen-Software, die die Steuerung der Anbindungen übernimmt. Diese (für Vollautomaten selbstverständliche) Vernetzung ist immer öfter auch Grundvoraussetzung für Siebträger-Espressomaschinen und wird gerade in der Systemgastronomie gefordert. "Der Kunde möchte auf ihn zugeschnittene spezifische Lösungen, die ihm Individualität und Allround-Stärke gleichzeitig bieten", hat Radünz festgestellt. Modular aufgebaute bzw. auf Kundenwunsch zusammengestellte Systeme als Alternative zu einem fest gefügten Leistungsspektrum also.
Außerdem von immenser Bedeutung: die Verlässlichkeit des Gerätes in punkto Reinigung und Hygiene. Automatische Reinigungs- und Spülprogramme sind nicht nur komfortabel, sondern auch praktisch, weil zeitsparend. Dazu gehört auch ein reaktionsschnelles Kundendienst- und Servicenetz vor Ort. "Hier entwickelt sich das Bewusstsein für Ferndiagnose-Einrichtungen, die über eine PC-Schnittstelle Maschinendaten wie Zählerstände, Geräteinformationen oder System- und Störungsmeldungen automatisch übertragen", so Radünz.
Die Telemetrie bzw. Fernmesstechnik wird in den nächsten Jahren die Ferndiagnose und -reparatur gewaltig forcieren. "Fehler können im Idealfall auf diese Weise schon behoben werden, bevor der Anwender überhaupt eine Störung registriert", so Nilsson.
Die Kaffeemaschinen von heute beinhalten wesentlich mehr Funktionen als noch vor fünf Jahren. Die Produktvielfalt mit Frische- oder Pulvermilch, diverse Programmierungen, Aufschäumhilfen oder automatische Reinigungsprogramme sind einige große Entwicklungsschritte der letzten Zeit. Sie werden auch künftig noch im Fokus der Weiterentwicklung liegen, ebenso wie das Thema Produktdesign.
Weitere Entwicklungsfelder?"Auf Grund des hohen Hygienewertes im Umgang mit Milch wird ein Ausbau des Milchpulver-Einsatzes und dessen Qualität für den Aufschäumprozess stattfinden", ist Radünz überzeugt. Die Kombination von Instant, Flavours und Frischeprodukten sei ebenfalls ein zukunftsträchtiger Aspekt für eine Erweiterung der Mixgetränke-Palette. Und: Auch die Entwicklung professioneller Lösungen für Ice-Drinks ist ein Thema. Außerdem macht der allgegenwärtige Low fat-Trend nicht vor Kaffee(spezialitäten) halt - und führt zu technischen Innovationen wie der parallelen Verarbeitung von verschiedenen Frischmilchsorten.
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