Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 30
  1. #1
    Barista ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    09.12.2001
    Ort
    Heidelberg
    Beiträge
    3.766

    Standard

    Läuft sich die Kaffeewelle bereits tot oder ist es nur der Verdrängungswettberwerb der großen Ketten.
    Ich bin mal gespannt, ob sich bei uns die goßen Ketten durchsetzen werden?

    Starbucks-Revolution frisst ihre Kinder - Spiegel online


    Barista



    Edited By Barista on Aug. 12 2002 at 19:54

  2. #2
    Stefan ist offline Moderator
    Registriert seit
    05.11.2001
    Ort
    MK
    Beiträge
    7.268

    Standard

    Eher letzteres würde ich sagen. Es reicht halt nicht aus, das Konzept vom Konkurrenten zu kopieren - dann geht man lieber gleich zum 'Original'. Bei der Menge an Filialen auf relativ engem Raum würde ich allerdings auch auf eine gewisse Marktsättigung tippen. England ist halt kein typisches Land der Kaffeetrinker, das sieht man auch an den Statistiken zum Pro-Kopf-Verbrauch pro Jahr. Der ist in England seit drei Jahren ziemlich konstant bei etwa 2,3kg Rohkaffee pro Jahr. In Deutschland werden im Vergleich dazu 6,7kg konsumiert. In der Statistik stehen sich da Platz 19 und 6 gegenüber...
    Die USA bringen es übrigens auf 4,1kg. (Werte jeweils für das Jahr 2001)

  3. #3
    K.R.ausDO ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    04.05.2002
    Ort
    Dortmund
    Beiträge
    1.178

    Standard

    6,7 Kilo?

    Pro Monat, oder?
    Grüße Klaus und seine Livia

  4. #4
    Stefan ist offline Moderator
    Registriert seit
    05.11.2001
    Ort
    MK
    Beiträge
    7.268

    Standard

    Klaus...sollten wir jetzt vermuten, dass Kaffeegenuss kurzsichtig macht...? In meinem Text steht eindeutig etwas vom JAHRESverbrauch...

  5. #5
    K.R.ausDO ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    04.05.2002
    Ort
    Dortmund
    Beiträge
    1.178

    Standard

    Klar doch, Stefan!

    Aber das hast Du doch nur bei den Teetrinken hingeschrieben ...
    Grüße Klaus und seine Livia

  6. #6
    Stefan ist offline Moderator
    Registriert seit
    05.11.2001
    Ort
    MK
    Beiträge
    7.268

    Standard

    Tzeztetze...
    Klaus...das macht 10 Jahre Fencheltee. Kalt natürlich!

  7. #7
    67-1017432760 Gast

    Standard

    Hallo,

    "Starbucks Revolution frißt ihre Kinder" ist sicher ein sehr plakativer Titel. Die Frage "Läuft sich die Kaffeewelle bereits tot oder ist es nur der Verdrängungswettbewerb der großen Ketten." drängt sich irgendwo auf.

    Aber ist die Tatsache, dass dies heute so veröffentlicht wird, vielleicht ein Indikator, dass die Coffee Shop Welle in ist? Warum diese Frage? Im Jahre 2000 wurde die Coffee Shop Kette Aroma - vergleichsweise klein mit 26 (?) Outlets von McDonald - nein auf Kaffeekultru möchte ich hier nicht kommen - erworben, und wurde zwischenzeitlich wieder an Café Nero verkauft, für nur 45% des ursprünglichen Kaufpreises.

    1998 erwarb Starbucks selbst die Seattle Coffee Company, die damals 4 Jahre alt war.

    Beides wurde in unseren Medien nicht nennenswert behandelt. Aber heute ist Starbucks auch auf dem deutschen Markt und mit dem Wort Starbucks im Titel wird der englische Markt auch für uns interessant.

    Unstrittig ist der englische Kaffeeverbrauch auf einem ganz anderen Niveau als bei uns, aber eine deutsche Coffee Shop Kette (Tchibo rechne ich mal nicht als solche) mit annähernd vielen Filialen hat sich in Deutschland nicht etabliert und selbst die Zahl von 150 die Starbucks in Deutschland anstrebt, liegt unter dem englischen Ist.

    Eher würde Stefans Argument der Marktsättigung folgen. Wenn, was ich in Brighton und London - dort mehrfach - erlebt habe, sich an einem zentralen Punkt vier und mehr Coffee Shops befinden stellt sich die Frage, wielange das gut geht. Diese Frage hat vielleicht nicht einmal mit dem Pro Kopf Verbrauch zu tun, da der außer Haus Konsum in Deutschland und England, vielleicht garnicht so weit auseinanderliegt, und damit der Unterschied für die Coffee Shops nicht so dramatisch ist.

    In Deutschland gibt es wenige Orte, wo die Dichte an Coffee Shops mit England vergleichbar wäre. Meines Wissens wird die "Hanover Street" (Nähe Oxford Circus) und die Kings Road immer wieder als Beispiele erwähnt. In Berlin zeichnet sich in der Friedrichstr. eine ähnliche Entwicklung ab - 2 Starbucks, 2 Einstein, 1 Oribean(Ladenröster), 1 Balzac Coffee und wenn man in der Passage E33 mit einer Dependance in der Leipziger Str. schräg gegenüber dann noch ein Wiener´s. Da ist sicher die Frage, wann eine Marktsättigung erreicht ist und wer wann die Waffen streckt.

    Man geht lieber gleich zum 'Original', rechtfertigt vielleicht nicht die schlechte Geschäftsentwicklung bei Coffee Republic. Expansion (im Juni 2001) waren es nach einer Allegra Studie "nur" 82 Filialen - im Vergleich zu den genannten 107, hat seinen Preis. Die Marktpositionierung von Coffee Republic war schon seit einiger Zeit mit Fragezeichen versehen und was sich auch auf dem deutschen Markt immer mehr durchsetzt, Coffee Shops sind in, aber Geldverdienen ist nicht automatisch mit der Eröffnung eines Shops verbunden. In Berlin erlebten wir das am "Employe Buy Out" einer Chicago Coffee Shop Filiale.

    Gruß Claudia



    Edited By Claudia on Aug. 13 2002 at 18:11

  8. #8
    Maddi ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    27.03.2002
    Ort
    Luedenscheid / NRW
    Beiträge
    617

    Standard

    Hallo zusammen,

    um Mißverständnisse zu vermeiden....ich habe mir die Statistik mit dem Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr neugierdehalber auch mal angesehen. Errechnet wird sie aus dem Absatz an Kaffee im Jahr im betreffenden Land, unabhängig vom Absatzweg (also an Endverbraucher, Cafés etc.).

    Ansonsten wäre die Statistik ja unbrauchbar, da man die Werte nicht vergleichen könnte.


    Gruß
    Maddi
    klein, manchmal verrückt aber stets gut gelaunt!

  9. #9
    ThomasHH Gast

    Standard

    Original aus der Morgenpost kopiert:

    Einstein Coffee-Shops sind zahlungsunfähig

    Zwei Jahre lang schossen die Coffee-Shops der Kette «Einstein Kaffee» wie Pilze aus dem Boden. Von September 1999 bis Oktober 2001 eröffneten neun Läden. Jetzt musste die AG Insolvenz anmelden. Aber die Gespräche mit einem Investor laufen.

    Von Nicole Dolif

    Der Laden brummt. Die junge Frau hinterm Tresen des Einstein Coffee-Shops am Gendarmenmarkt kann gar nicht schnell genug die Milch aufschäumen und den Espresso bereiten. Und dennoch: Auch diesem Laden droht möglicherweise das Aus.

    «Wir sind einfach zu schnell gewachsen», sagt Sonia Lanäus, Geschäftsführerin der «Einstein-Kaffee-AG». «Deshalb mussten wir Freitag früh Insolvenz anmelden.» Eine Fehlkalkulation. Die Umsätze der Läden konnten die gewaltige Expansion einfach nicht finanzieren.

    Nicht betroffen von der Insolvenz sind die beiden Kaffeehäuser vom Einstein an der Kurfürstenstraße und Unter den Linden, weil sie innerhalb der Firma eine eigene unternehmerische Einheit bilden. Aber dafür alle neun Coffee-Shops: zwei am Kurfürstendamm, zwei an der Friedrichstraße, einer am Savignyplatz, am Gendarmenmarkt, am Hackeschen Markt, am Tauentzien und an der Schlossstraße in Steglitz.

    Viele der etwa 80 Mitarbeiter der Filialen sind geschockt. «Diese Nachricht hat mir echt den Tag versaut», sagt einer der studentischen Aushilfskräfte. «Mir hat die Arbeit immer Spaß gemacht. Ein prima Nebenjob in einem netten Team. Hoffentlich werden wir nicht alle entlassen.» Eine andere Mitarbeiterin hat die drohende Pleite bereits kommen sehen. «Ich arbeite hier seit eineinhalb Jahren», sagt sie, «am Anfang war für alles genug Geld da. Doch schon seit ein paar Monaten ist mir aufgefallen, wie sehr gespart wird. Manchmal kamen sogar die Lieferungen nicht mehr rechtzeitig. Das musste einfach schief gehen.»

    Die Konkurrenz im Kaffee-Geschäft ist hart. Allein in Mitte gibt es rund 25 Coffee-Shops - darunter auch die amerikanische Riesenkette Starbucks. Und jeden Monat kommen neue Läden dazu. Sie haben alle ein ähnliches Konzept: Trendläden mit Bagels, Muffins und verschiedenen Kaffee-Spezialitäten zum Mitnehmen oder sofortigem Verzehr.

    Genau so wollten auch die Einstein Coffee-Shops Kunden anlocken. Und laut Geschäftsführung sieht es trotz Insolvenz für das Unternehmen gar nicht so schlecht aus. «Die Konkurrenz war kein Problem für uns», sagt Lanäus. «Wir verhandeln bereits mit Investoren über eine Auffanglösung. Unsere Umsätze sind gut, das Konzept funktioniert. Und mit den meisten unserer Mitarbeiter haben wir auch schon gesprochen. Sie bekommen natürlich alle ihren Lohn weiter.»

    In den kommenden sechs Wochen werden die Gespräche mit einem Investor, dessen Namen die Geschäftsführerin Lanäus noch nicht verraten will, geführt. Ein wichtiges Ziel sei dabei auch, möglichst alle Arbeitsplätze zu erhalten. Doch bis es soweit ist, läuft der Betrieb in allen Shops ganz normal weiter. «Immerhin», sagt ein Mitarbeiter resigniert, während er einen großen Latte Macchiato zubereitet, «dann muss man sich wenigstens nicht sofort einen neuen Job suchen.»

  10. #10
    67-1017432760 Gast

    Standard

    "Einstein Coffee-Shops sind zahlungsunfähig" - Das Ende des Booms?

    Zitat " Die Konkurrenz im Kaffee-Geschäft ist hart. Allein in Mitte gibt es rund 25 Coffee-Shops - darunter auch die amerikanische Riesenkette Starbucks. " Zitatende

    Auch wenn diese Aussage wahrscheinlich eher von dem Redakteur/in, als von Einstein kommt, muss man doch feststellen, dass Einstein (ebenso wie Starbucks) hier mit je 4 Shops beteiligt ist. Die Idee von Einstein war sicher den Markt schnell mit eigenen Outlets zu pflastern. In einer anderen Mitteilung wurde auch über hohe Mieten (die Zeit als die Mobilfunk Firmen jeden Preis bezahlten) geklagt. Dass man die Erwartung hatte, die Shops bezahlen die Expansion, mag die Fehleinschätzung sein.

    Aber gestern konnte ich beobachten, dass in der Friedrichstr. sowohl Einstein als auch diagonal an der gleichen Kreuzung der neueste Starbucks ordentlich besucht waren. An der Nachfrage alleine kann die Insolvenz nicht liegen.

    Interessant wird sicher die Frage, wer bei Einstein einsteigt, daran kann man vielleicht ablesen wer für die Coffee Shops eine positive Zukunft sieht.

    Gruß Claudia

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Google Suche
Reklame

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36