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  1. #11
    Alfred ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Triest/ bella Italia

    Cremcaffe ist natürlich brandneu - keine 60 Jahre.

    Und man muss das Specci ja nicht mögen, aber in der Liste der Traditionshäuser würde ich es schon aufnehmen, ungefähr so auf Platz 1 halt - und dass die dort keinen Hausbrandt ausschenken wäre mir neu.

  2. #12
    Walter_ ist offline Moderator
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    Standard AW: Triest/ bella Italia

    Als "echte" Vertreter der Kaffeetradition in Triest wurde die Familie Hausbrandt ja schon erwähnt, heute betreiben sie die Antica Tostatura Triestina", in meinen Augen allemal eine Empfehlung wert...

    Die Espressoqualität der Gastronomie in Triest und Umgebung läßt insgesamt allerdings doch sehr zu wünschen übrig, ich hab's als leise Ironie gesehen, daß der - relativ! - "beste" - Espresso bei unserem letzen Besuch aus einer mit Cialde bestückten Maschine kam...

    Letztes Jahr hatte ich in Triest etwas mehr Glück, da bekam ich einen wirklich guten Espresso von Mauro Bazzara zubereitet, die Rösterei der Bazzara Brüder (Planet Coffee) ist übrigens ebenfalls eine Empfehlung wert...
    fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....

  3. #13
    Alfred ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Triest/ bella Italia

    @ Walter

    Mir ging es nur darum, dass ich das Gefühl habe, dass da jemand versucht manche Firmen in Misskredit zu bringen. Alleine dieses ewig betonen, des Ungarn - die Familie Illy ist eine typische K.u.K Familie, halb Ungar, halb Österreicher (die Mutter), schon Francesco hatte einen Wiener Akzent und besuchte in Wien auch eine Zeitlang das Gymnasium. Und so als Eindringling kann die Familie nicht gesehen werden, wenn die dritte Generation den Bürgermeister der Stadt stellte (samt Wiederwahl - das Maximum, mehr geht nicht in Italien) - noch dazu in der für Triest "falschen" Partei (ist gar nicht so lange her).

    Walter - Dir stimme ich schon zu. Gerade in Triest sind viele kleine Kaffeeausschankstellen in den letzten Jahren verschwunden. Bei den kleinen von Einheimischen lebenden Betrieben eigentlich fast alle, wo keine vernünftige Ausgabe ins Freie möglich ist.

    Bei den von Touristen lebenden Edelcafés wiederum ist sowieso ein gewisser negativer Trend feststellbar - den man teilweise auch in Wien sieht. Hier sind es zwar keine Supervollautomaten wie im Dommayer oder Sacher, aber, wenn man den Kapsel-Illy aus der Francis in einem der besten Hotel-Restaurants der Region-Triest angeboten bekommt, hört sich der Spaß auf.

    Mag die Gastronomie der Region Triest allgemein in den letzten Jahren verloren haben (trotz offener Grenzen), mag man zwei große Traditionskaffeeröster nicht mehr so ganz als Triestiner Betriebe sehen (und der 3.te sich in einem Wandel befinden, der nicht nur Freude aufkommen lässt). - die Stellung als DER Kaffeehafen samt entsprechender Infrastruktur wird Triest dennoch keiner streitig machen wollen.

    Aber vielleicht sehe ich das auch nur zu sehr aus der Brille des Wieners, dessen Familie eine entsprechende k.u.K.-Vergangenheit hat, der sich ohne seinem Liebling Triest Sorgen um seinen Kaffee machen würde, und mit Socken auf die Straße müsste (und ehrlich - mittlerweile ist es nur mehr ein einziges Schuhgeschäft ...).

    PS - fahrt nach Triest nicht in der Touristensaison

  4. #14
    Walter_ ist offline Moderator
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    Standard AW: Triest/ bella Italia

    @Alfred,

    ich denke, man kann nichts gewinnen, wenn man die Konkurrenz schlechtredet. Fakt ist, daß die italienische Kaffeekultur - und nicht nur die italienische - ohne die Familie Illy nicht dort wäre, wo sie heute ist. Der im letzten Jahr verstorbene Dr. Ernesto Illy hat, nicht zuletzt durch seine wissenschaftlich/chemische Betrachtungsweise einer Thematik an die man sich zuvor hauptsächlich empirisch angenähert hat, neue und bahnbrechende Impulse gesetzt. Um das anzuerkennen muß man Illy Kaffee nicht unbedingt mögen.

    Ich finde übrigens nicht, daß die Qualität der Gastronomie in Triest und Umgebung generell verloren hat, im Gegenteil, kulinarisch waren die letzten paar Jahre spannender als alles davor, man kann wirklich - wieder - vorzüglich essen und die Qualität der Weine in der Region ist beachtlich. Lediglich die Qualität der Caffè könnte - oder müßte - besser sein, angesichts der diesbezüglichen Tradition der Stadt...
    fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....

  5. #15
    ComKaff ist offline Erfahrener Benutzer
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    Daumen hoch AW: Triest/ bella Italia

    Hier ein "etwas erweiterter" Bericht meiner Reise nach Triest, die ich auch Dank dieses und anderer Threads aus diesem Forum vorbereiten konnte:

    Berlin-Triest wer weiss was?

    Nochmals herzlichen Dank an alle, die hier ihre Erfahrungen mit anderen teilen.
    in der Mühle: Kolumbien El Mandarino Hacienda La Claudina, Antioquia @ Kaffeemuseum
    Maschinen:
    La Marzocco GB/5 2G, ECM Controvento

    zuh.:
    Hario Dripper, Aeropress @ Hawai Kona @ Mykona
    Mühlen: Mahlkönig K30, Ditting KR804, Mahlkönig Guatemala
    zuhause: Mahlkönig W401
    Röster: Giesen Kaffeeröster W1, W15


  6. #16
    Alfred ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Triest/ bella Italia

    Nach einiger Zeit Pause war ich jetzt wieder mal in "meinem" Triest, und dafür gleich entsprechend länger.
    Espressotechnisch nach vor nicht unbedingt auf dem Niveau, das man sich von Triest eigentlich erwarten würde - hohe Wahrscheinlichkeit erträgliches in die Tasse zu bekommen, auch fast immer anständig zubereitet - die Neuübernahme durch Segafredo hat das Specci vertragen.

    Nach wie vor bekommt man essenstechnisch an nahezu jeder Ecke Waren von vorzüglicher Qualität - kulinarisch bleibt Triest seiner Linie treu. Die absolute Spitzengatronomie ist aber immer noch rar, was aber grad in Triest nicht wirklich stört - die kleinen Buffets sind teils derart toll, dass man eigentlich kein Galadinner braucht. Wie immer hatte ich aber EINES in einem der raren Tempel der Stadt. Diesmal Harry's Grill - großes Fischmenü - wenn man schon im Haus wohnt, sollte man sich das schon gönnen. Laut Guide-Michelin die beste Küche der Stadt - aber trotzdem immer noch keinen Stern (aber knapp). Alles ein wenig zu schnell serviert, und just der Branzino vom Hauptgang deutlich zu lange gegart, dennoch glatt unterbewertet

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