Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    vigia ist offline Benutzer
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    Standard Empfehlungen Kuba

    Hallo,

    auch wenn es etwas kurzfristig ist...
    Hat hier jemand kaffeemäßige Empfehlungen für Kuba? Speziell Havanna, Santiago, Baracoa, Cayo Coco oder Guardalavaca (ja - Strand muss auch mal sein. ).

    Ansonsten vielleicht auch Kommentare zu den kubanischen Kaffeesorten? Auf eigene Erinnerungen kann ich mich nicht verlassen - letztes Mal war meine Zunge noch nicht erleuchtet.

    Gruß
    Markus
    Graef CM 80, Gaggia CC, blauer Lappen.

  2. #2
    Schnüffelstück ist offline Erfahrener Benutzer
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    2.540

    Standard AW: Empfehlungen Kuba

    Ist schon ein gutes Jahr her - ich hoffe mal, Du hattest mehr Glück als ich.

    Wenn man in Kuba unterwegs ist, bekommt man leider den Eindruck als würden hier nicht Kaffeebohnen wachsen sondern Alubriketts mit gemahlenem Kaffee. Geröstete Bohnen ungemahlen gibts seltener als in Deutschland ungeröstete Rohbohnen, selbst auf der Kaffeeplantage habe ich keine Rohbohnen bekommen sondern lediglich Bohnen die dunkler geröstet war als Hochofenschlacke. In fast jeder Bar stehen relativ amtliche Maschinen (oft Zweigruppige, da auch normaler Kaffee damit gemacht wird), oft aus Italien oder Spanien. Aber es kommt ausschließlich gemahlener Kaffee rein, der mit dem Löffel nach gut Glück reingemurkst wird. Wenn es doch mal ein Esslöfel zuviel war und kein Tropfen durchgeht - kein Problem, einfach den ST raus, oben 1cm Kaffee abgekratzt und schon passt die Durchlaufzeit. Zumindest in das Zeitfenster zwischen 2 und 40 sec.

    Ganz, ganz selten, stehen Mühlen neben der Maschine. Seltsamerweise hört man diese Mühlen nie in Aktion - kein Wunder, es wird einfach gemahlener Kaffee in den Dosierer gekippt. Dieser wird natürlich nicht als Dosierer verwendet sondern bestenfalls als Löffelersatz, es werden zwischen 1 und 10 Portionen reingeklickert.

    Der Kaffee heißt "Expreso", hat aber keine Ähnlichkeit mit Espresso. Es ist normaler Kaffee. Meist sinnvolle Stärke, Geschmack auf dem Level von Filterkaffee. Der Preis ist irrwitzig hoch, ich habe teilweise EUR 2 für ne Tasse Kaffee gezahlt - was gemessen an einer kleinen Pizza für 20 ct, einer Portion Essen für 1,50 EUR oder einer Flasche Rum 0,7 in der Bar für EUR 3 aberwitzig hoch ist.

    Insgesamt bekommt man wohl sinnvollen kubanischen Kaffee nur außerhalb Kubas.
    Lelit PL60 plus T & BNZ MD74 - Rancilio Silvia 1.0 mit Auber-PID & Anfim Best - Quijote Plying Pingo @ 93° - rosa Lappen - blau-weißes Trockentuch mit Humiditätsabsorptionstuning

    --------------------------------------------------------------------------
    Die Aufheizdauer als Kaufkriterium einer Siebträgermaschine ist genauso sinnvoll wie die Schuhgröße des Maklers als Entscheidungskriterium beim Hauskauf.

  3. #3
    gebi_de ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Empfehlungen Kuba

    Sind Ende 2005 mit dem Mietwagen durch Kuba gefahren. Sehr abenteuerlich, da Strassenschilder - wenn vorhanden - oftmals nicht stimmten und das Kartenmaterial eher schlecht war. Da ich Spanisch spreche wurde uns aber meist sehr nett geholfen. War auf jeden Fall was anderes als 2 Wochen AI in Varadero...

    Bademäßig fand ich Playa Santa Lucia noch sehr nett (auch wir wollten zumindest etwas Strand). Guardalavaca haben wir auch gesehen. Hotels waren eher hässlich aber der Strand in der Umgebung sehr schön (insbesondere die wenigen, auch für Kubaner zugänglichen Abschnitte). Ich empfehle ansonsten auf jeden Fall auch gen Norden zu fahren ins Tal von Vinales. Naturmäßig war es wunderschön dort. Die Mogotes (Kalkfelsen) sind toll.

    Sonst ist Kuba recht teuer für Touristen und man muss damit leben können, ziemlich abgezockt zu werden. Allerdings kann man die Leute verstehen und auch wenn es alles schlimme Klischees sind, die Oldtimer sind schon toll. Zum geldabheben auf jeden Fall auch Kreditkarte mit Geheimnummer mitnehmen. Mit EC Karte haben wir damals jedesmal abenteuerlich 12 % Gebühren bezahlt an Fidel! Angeblich wäre es mit Kreditkarte und Geheimnummer billiger gewesen.

    Kaffemäßig kann ich bestätigen, dass oftmals sehr schöne Maschinen herumstanden, mit denen aber eher normaler Kaffee zubereitet wird ("Cubita", Habe damals 2 Tassen mitgenommen). Ich würde mich in Kuba eher dem Rum widmen. Der ist dort anscheinend so billig, dass in Cocktails mehr davon drin ist als Cola oder Soda...

    Viel Spaß in jedem Fall! Ist ein verrückter Ort und auch wenn der Urlaub damals nicht klassische Erholung bot (Hurrican Wilma war zeitgleich vor Ort...) war es eine colle Erfahrung. Zum Übernachten würde ich übrigens mal Casas Particulares checken, also offiziell zugelassene Privatunterkünfte. Das hatten wir in Havanna in einer tollen alten Kolonialvilla und in Trinidad (Trinidad ist sehr schön aber auch sehr klein. 1 Tag reicht nach meiner Einschätzung aus).

    gebi_de
    Rancilio Silvia (Version 2005) mit Demoka M-203; tidakas formidabler Boardtamper und -trichter mit LM1er;
    Hario Mini Mill Slim und Miss Combi Duo und/oder Aeropress (für unterwegs und den Pott am Morgen);
    und immer zuerst: www.kaffeewiki.de lesen und Mühle kaufen!

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