3rd Wave Röster und Röstungen

Diskutiere 3rd Wave Röster und Röstungen im Bohnen und Kaffee Forum im Bereich Rund um die Bohne; Der Gelana Abaya ist phantastisch. Der kann etwas liegen, meiner ist von Mitte Dezember und perfekt. [ATTACH]

  1. #2261 jazzadelic, 09.01.2019
    jazzadelic

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    Der Gelana Abaya ist phantastisch. Der kann etwas liegen, meiner ist von Mitte Dezember und perfekt.
    IMG_20190109_161651.jpg
     
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  2. #2262 jazzadelic, 09.01.2019
    jazzadelic

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    OK - jetzt müssen wir doch aufräumen.

    Bitte in der Zwischenzeit zurück zum Thema
     
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  3. #2263 orangette, 10.01.2019
    orangette

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    35AE7272-5884-4A78-8EAF-9265B1FBFDAB.jpeg Noch ein paar Worte zu 5Elephant ...
    In meiner Dezemberbox vom Coffeevine war Las Ranititas aus El Salvador.Ein Bourbon der mit „double soaked and washed“ ( was das auch immer für einen Effekt hat ? ) und dem Geschmacksprofil : Lychee , Milchschokolade, grüner Tee .
    Nach meinem eher verhaltenem Urteil über den Buzi war ich noch mehr gespannt diese Bohne zu Brühen.
    @quick-lu Danke schön für den Eindruck vom Square Mile Buzi :)
    Wie der Buzi kommt der las Ranitas auch eher ruhig oder zurückhaltend daher. Aber die Aromen kommen einfach besser durch. Genau das hat mich wohl gestört , das die nicht klar und deutlich zu erschrecken waren.
    @bean shaped Du wirst recht haben ( wie so oft :) ) das Röstteam nicht auf der Höhe ist.
    Diesem Kaffee habe ich gerne getrunken, aber meine nächsten Bestellungen werden wohl auch nicht bei 5E landen .
     
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  4. #2264 bean shaped, 10.01.2019
    bean shaped

    bean shaped Gast

    @orangette du suchst dir aber auch immer komische Dinger aus :D

    zum double soaked:
    "The newest experimental process we are trying is called double soaked. We keep all the mucilage (skip the spinning step), then we ferment the coffees under water overnight, rinse and wash it in clean water, and then we soak it again for another 10 hours. This is a similar process to what they traditionally do in Ethiopia. The whole idea is to take the same cherries and adjust the pulping/fermentation process to see how the flavors come out. So far the results have been great!" (nordicapproach)
    "The cherries are picked by well-educated pickers, selecting only the ripe cherries. In the afternoon the cherries are brought to the wet mill Las Cruces, owned by the Salaverrias family, to be processed. Here they use modern Jotagallo eco-pulpers with mechanical demucilager to remove the skin, pulp and most of the mucilage. The parchment is then soaked over-night and is then finally washed which gives the coffee a longer cell life and more mature character. The parchment is bright and clean with no residual mucilage. The coffee is sun dried on clay patio for 8-12 days and is piled up and covered in plastic during the hours with the strongest sunlight as well as during the night." (Dropcoffee)

    zu Five Elephant:
    Ich hoffe, dass ich damals nicht missverstanden wurde. Ich wollte die Röstkunst von FE nicht anzweifeln. Lediglich wollte ich darauf hinweisen, dass dort ein frisches Röstteam am Werk ist. Das die "Burschen" rösten können, sieht man ja weiterhin an den Ergebnissen von NANO Berlin und -wie gesagt- die Geisha Röstungen. Da ich ansonsten aber auch schon lange keine FE Röstungen hatte, kann ich die weiteren Röstungen nicht beurteilen. Für mich ist die bessere (FE) Lösung in dk bei Patrik Rolf und seinem Team. Und ja, auch er kommt von Five Elephant. Klein ist die Welt. Aber bei April Coffee hat man noch dieses alte "FE Röstgefühl", welches man von Beginn der Elefanten her kennt ;) Im übrigen versendet April Coffee nun ab 2 Bags versandkostenfrei (weltweit). [Anm. man muss sich aber auf ca. 2 Wochen Lieferzeit einstimmen] Das bitte nicht als direkte Werbung zu erachten. Sind nur Erfahrungswerte aus der aktuellen Bestellung :)
     
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  5. #2265 orangette, 10.01.2019
    orangette

    orangette Mitglied
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    @bean shaped .... erstmal Danke schön für die Info über double soaked ! :)
    Man lernt ja nie aus ... :) ;)
    Nein , es geht bei Leibe nicht darum einen Röster schlecht zu machen. Geht ja um Erfahrungsaustausch . Bei mir ist halt so das ich in der letzten Zeit „spannendere“Bohnen in der Tasse hatte... :) ;)
     
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  6. #2266 bean shaped, 10.01.2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.01.2019
    bean shaped

    bean shaped Gast

    Davon kann ich auch ein Lied singen und gebe meine Erfahrungen von nachfolgendem Roast in diesem Zuge weiter. Es handelt sich um:


    Good Karma Coffee – WushWush, Colombia
    *oder besser: die Bohne obsiegte im Kampf gegen den Heimbarista*
    20190110_175941.jpg

    Angaben vom Röster:
    Farm: Monteverde
    Farmer: Gutierrez Falla Familie. Gildardo Gutierrez, Miralba Falla, Johan, Newerley, Katerinne Gutierrez Falla.
    Ort: Herrea; Rioblanco (Provinz). Tolima. Kolumbien.
    Anbauhöhe: 1.800-2.000 müNn
    Lotgröße: 10 hektar. 20.000 Sträucher.
    Lotalter: 4-8 Jahre.
    Varietät: Wush-Wush
    roast: filter roast

    tasting notes: (washed): Peppermint, Lemongrass, bergamot, white Peach, butter-caramel roast sweetness with a mild floral overlay, malic brightness, and mixed melons, lemon tea zest.

    tasting notes: (natural): honey, lavender, jasmine, sweetness, cocoa finish


    Vorabinformation:
    Monteverde ist eine 15 Hektar große Farm, in der die einzigartigen Kaffeesorten um red und yellow Bourbon, Geisha, Wush Wush und Mocca von Gilardo Gutierrez angebaut werden. Die Familie Gutierrez baut seit über 70 Jahren auf Monteverde Kaffee an. Die Liebe zum Detail des Bauernhofs umfasst die Ernte von Kaffeekirschen bei optimaler Reife und die Kontrolle der Gärung für bis zu 36 Stunden, was zu einzigartigen Fruchtmerkmalen im Becher führt. Der Kaffee wird auf Hochbeeten in einem Solartrockner getrocknet, der mit einem durchsichtigen Kunststoffdach ausgestattet ist. Dadurch wird ein Luftstrom ermöglicht, der die niedrigen Temperaturen während des Trocknungsprozesses aufrechterhält. Dies kann bei Natural verarbeiteten Kaffees bis zu 25 Tagen dauern. In Kolumbien gibt es zwei Ernteperioden pro Jahr, die Fliegenernte im April-Juni und die Haupternte im Oktober-Dezember. Monteverde baut auch Avocado und Zitrusfrüchte (Zitronen, Orangen, Mandarinen) für den lokalen Verbrauch an. Neuerdings beschreibt Gilardos Sohn die Familiengeschichte. „Wir sind in der vierten Generation, die vom Kaffee lebt. Die drei Kinder in der Familie sind Profis und wir haben acht Jahre lang exotische Kaffees produziert, nachdem wir vom Erfolg von Farmen wie La Esmeralda in Panama gehört hatten. Wir bauen die mit seltenen Rebsorten bepflanzten Flächen an, und unsere Herausforderung besteht darin, unsere Kunden mit der Verarbeitung von Honig und Natur zu überraschen und die Qualität zu liefern, von der sie träumen. Wir sind seit vielen Jahren biologisch zertifiziert, aber obwohl wir kein aktives Zertifikat besitzen, betreiben wir auf dem Hof immer noch saubere Landwirtschaft. "



    Geschmack:
    Tja, bei dieser Röstung erhält man eine Rarität, die man auch schon bei der ersten Erfassung in der Tasse spürt. Der Wush Wush ist eine besondere Varietät, die als „gesha-like" beschrieben wird und wie Gesha Varietät –ebenfalls eine äthiopische Sorte- nunmehr in einigen Teilen der Welt, in denen sie neu kultiviert wurde, ein neues Geschmacksbild schafft. Mehr Ethiopia oder mehr Colombia? Das ist hier die Frage. Und die Antwort geht für mich deutlich Richtung typisches Colombia-Coffee-Taste Feeling. Ehrlich gesagt hätte ich mir mehr Schwung in Richtung eines Ethiopias gewünscht. Und wenn, dann gibt es eher Ähnlichkeiten zu einem klassischen Sidamo.

    Bei der Röstung von Good Karma wird diese Besonderheit in den beiden Aufbereitungsmethoden natural und washed angeboten und als Set verschickt. Beide bringen ihr eigenes Bildnis der Geschmacksknospen zum Erliegen. Hierzu berichte ich wie folgt:

    Der „washed" weist klare Noten von Pfirsich, Orange und Guave auf, wobei der Pfirsich schon sehr überzeugend auf der Zunge zeigt. Die Guave ist in Verbindung mit der Bergamotte für ein saftiges Gefüge bei der Verkostung zuständig. Ergänzt wird dieser Eindruck durch Zulauf von Trauben und einer süßen Kirsche. Der Kaffee bietet hier jedoch noch mehr, denn die schichtige Erfassung weist durchweg Überlagerungen mit den floralen Elementen auf. Und diese sind umfänglich festzustellen; ihr trefft auf eine Kombination aus Jasmin, Nelke, Rosenblüten und Zitronengras. Die Süße ist angenehm sanft durch einen hellen Honig untermalt und das Finish weist Kakaoanteile mit einer leichten Karamellnote auf.

    Obwohl sich der „washed" einen ersten Eindruck verschafft hat, findet der „natural" irgendwie seine eigene Spielwiese, in der er zu überzeugen weiß. Sein funky Auftreten mit typischer Darstellung und in der Unterstruktur ergänzend durch Milchsäuren angereicherte Töne, lassen die Erfassung spannend wirken. Vom Geschmackserlebnis auch anders als sein washed Pendant. Hier dominieren auf Fruchtebene eher Noten um Pflaume, rote Beeren und Mandarine; mit leicht gegorenen Ansätzen. Florale Unterstützung finden diese in Lavendel und Jasmin. Die Süße ist kräftiger und mit einem dunklen Honig bestimmt. Das Finish dann aber sehr souverän mit einer klaren Marzipannote, die mit Rosinen gespickt ist. Die Gesamterfassung erscheint durch die Feststellung der Nuancen weinartig in der Aufnahme; teilweise mit einem Nachgeschmack von Rum.

    Fazit:
    Dies kann ein einzigartiges Kaffeeerlebnis einer wirklich interessanten Varietät werden. Aber die Röstung lädt zu einer langsamen und nachdenklichen Herangehensweise ein und ist mit Vorsicht zu genießen. Man wird es schwer haben, die feineren Noten zu finden, die er zu bieten hat. Trotz der oben stehenden Geschmackseindrücke habe ich mich bei der richtigen Auswahl des Brühequipments und der eigentlichen Parameter schwer getan. Insgesamt brauchte ich die doppelte Menge an Bohnen, um eine Erfassung halbwegs hinzubekommen. Ich bin lediglich ehrlich, wenn ich sage, dass mich die Bohne gequält hat. Wir haben absolut nicht harmoniert und ich war mit kaum einem Ergebnis zufrieden. Am besten lief dann wohl noch der Cupping Mode und die Ergebnisse in der AP.

    Aber nehmt diese Bohne als Herausforderung. Nehmt sie und testet sie in vielen Methoden. Eine direkte Empfehlung kann ich persönlich hier aber nicht abgeben. Meine brew-advices sind diesmal für die Tonne. Zu wandelbar erscheint mir die Darstellung der Erfassung.
    ABER: es bleibt weiterhin eine Rarität, die man schmeckt und auf der Zunge spürt.

    Ungeachtet meiner Probleme beim Brühen, handelt es sich um ein interessantes Set von Good Karma Coffee und eine neue Erfahrung, die man hier erleben kann. Dafür finde ich das P/L für so eine Rarität einfach gut, um sie zu untergraben. Kein Ponyhof, harte Arbeit an den Parametern und eine spannende Auswertung erwartet euch. Am besten mit einem Kollegen/Freund gemeinsam testen und die Ergebnisse vergleichen. Ideal für Liebhaber, Sammler und vor allem für Experimentierfreudige.
    Persönlich hat mir der „natural" besser gefallen..mein absolutes Highlight hier das Finish ;*

    Da die Tests mich enger gebunden haben als sonst, gibt es erstmal keine Bilder *sry*

    Und ob ich resigniere oder gar traurig bin?! Nein, nicht wirklich. Aber auch solche Erfahrungen sollten geteilt werden. Solche Erfahrungen gehören dazu und man kann nur lernen. Vielleicht hat ja jmd von euch bessere Erfahrungen gesammelt und kann diese teilen?
    Ich habe mir nun auch ein zweites Set bestellt und gehe die Sache nochmal neu an und vielleicht wird am Ende der Homebrewer lachen!? We will see..
     

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  7. flusier

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    Ganz frisch in der Mühle: Leuchtfeuer Funkelfeuer :cool:

    Nachdem mich die Möwe (Kenianer) nicht vollends überzeugt hat, finde ich den Äthopier umso besser! 17,5g im Doppelsieb als erster Verauch in der Xenia mit Endlosbezug...die ersten 20 Sekunden kam kein Tropfen, bei einer knappen Minute war die Tasse mit ca. 35g gefüllt - und ich war überrascht, wie lecker das Ergebnis geworden ist! Kein bisschen bitter und ein wunderbarer Nachgeschmack!

    1E4B3A0B-AFFB-4F4C-BC61-2F199402B320.jpeg
     
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  8. #2268 Geschmackssinn, 11.01.2019
    Geschmackssinn

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    @bean shaped
    vielleicht konntest du ja auch die Mühle nicht still halten und hast die Tüten bereits vor der Trinkreife vernichtet? (also in der für dich nicht unüblichen Zeit von 6-15Tage nach Röstung?)

    evtl. tut dem Böhnchen ja noch etwas Lagerruhe gut. ;)
     
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  9. #2269 bean shaped, 11.01.2019
    bean shaped

    bean shaped Gast

    Lagerruhe kann nie schaden. Das 2. Set (gleiches Röstdatum) ist über 5 Wochen alt. Vom Ergebnis habe ich aber keine signifikanten Unterschiede festgestellt. Ganz im Gegenteil. Meine obigen Ausführungen haben sich erneut bestätigt. Wahrscheinlich muss er so schmecken ;) ABER man muss auch wissen, wann Schluss ist. Ich habe das Set heute an einen sehr fähigen und erfahrenen Brewer geschickt (keine Namen über Funk, es sei denn er outet sich hier selbst). Und nun bin ich gespannt, was dieser zu den Röstungen sagt.
     
  10. #2270 bean shaped, 12.01.2019
    bean shaped

    bean shaped Gast

    April Coffee Roasters (dk) – Mokonisa, Ethiopia
    20190111_183306.jpg

    *typischer Loring Style

    Angaben vom Röster:
    Location: Guji
    Process Station: Mokonisa
    Producer: Several Smallholders
    Varietal: Native Heirloom
    Growing Altitude: 21-2300 masl
    Processing Method: Honey
    Harvest: January - February 2018
    Product: Filter and Milk Espresso
    Roast: Filter (Filter and Milk Espresso)

    Flavour Notes: Peach, Floral Honey and Jasmine


    Conclusion:
    Tja, wie schön hat es Patrik Rolf formuliert: „Wir lieben äthiopischen Kaffee wegen seiner lebendigen, floralen Qualität und den unverwechselbaren Zitrusaromen.“ Und da kann ich mich nur anschließen..
    Und in der April Coffee Ära ist diese Bohne auch etwas Besonderes, denn es ist der erste Ethiopia, der in der „honey“ Aufbereitung nun durch das Röst-Team von April Coffee Roasters bereitet wurde.

    Das Ergebnis ist ein beeindruckender Kaffee, der sehr typische Strukturen der Ethiopia Vertreter hervorzaubert. Der Mokonisa besitzt eine dynamische Geschmacksstruktur, die die komplexen und geschichteten Nuancen wunderbar offeriert. Dabei kommen die funky elements dennoch klar zum Ausdruck. Man erhält so eine gute Anzahl Steinobst, florale Elemente, eine teeähnliche Struktur und eine mundfüllende/leicht spitze Säure, die den Gesamteindruck vollkommen macht. Eine gute Balance schafft demnach Raum und Zeit für die Darstellung der Dominanzen um Pfirsich, eine kleine Mango, Jasmin, violetten Blüten und Papaya. Die Süße ist hier stark angehoben und bietet Anleihen eines dunklen Honigs. Der Körper ist leicht bis mittelkräftig und schafft durch die Mundfülle ein angenehmes und ansteigendes seidiges Mundgefühl. Die Teestruktur erinnert an einen Earl Grey Tee und bietet die angenehme Zitronenstütze. Und auch wenn ich hier nun nicht mit den vielen Nuancen um sich geworfen wird, so bietet der Kaffee eine tolle Balance und ein sehr gutes ausgereiftes Erscheinungsbild. Schon funky, aber dennoch klar und sauber strukturiert, befriedigt er die Sinne auf allen Ebenen der Genugtuung. Wer sich gerne einen Ethiopia genehmigt und dessen Aufbau zu würdigen weiß, wird diesen Kaffee –wie ich- lieben. Angenehm leicht in der Aufbereitung und mit einem wechselnden Klangbild bei Abfall der Temperatur. Klasse und definitiv eine Empfehlung wert.

    brew-advices:

    und heute verschone ich euch mal mit meinen Ideen/Anwendungen und poste lieber die favorisierte Methode von Patrik Rolf und Co. Ein Rezept, was wirklich gut passt..

    Use a 1:15 brew ratio using the V60 brewer from Hario, aiming for a TDS of 1,35 or slightly higher for a clean and transparent yet rich brew. When working with this coffee, we recommend experimenting with a coarser grind than you may usually use rather than a traditionally finer filter grind setting. We begin our brews with a blooming process, which indicates saturating your dry grounds with brew water, in this case roughly twice the volume of the dry dose. For this coffee, we are not agitating the grinds but resting the bloom for 40 seconds from the initial pour. After the bloom stage of the brew is complete (40s), begin to pour once again whilst agitating the coffee grinds, pouring in clockwise circular motion and creating turbulence within the brewer. This will help to increase the strength of your brew and this method pairs well with the coarser grind setting mentioned earlier. Pour in intervals, with a maximum of 6 pulses per recipe. Calculate the appropriate amount of brew water for each pulse pour for the size of your brew, and maintain consistently timed pours and intervals. For example, a recipe with a 20g dry dose and 300g of brew water would require pours of 50g of brew water per pulse pour, with an appropriate pulse pour interval of 30 seconds (Bloom, 0:40, 1:10, 1:40, 2:10, 2:40).
    Brew with a water temperature at 92C degrees and attempt to find a water with a total hardness of around 80 ppm. This should equate to a deliciously juicy and clean cup of coffee, with vibrant acidity as well as a rich sweetness and silken body.
     

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  11. clucle

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    Falls mal jemand in Mailand sein sollte, kann ich folgendes nur empfehlen:
     

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  12. #2272 Francois1, 12.01.2019
    Francois1

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    @ alle die den JB Yirgacheffe Gelana Abaya natural als Espresso / Americano beziehen

    Ich bin nicht zufrieden mit dem Geschmack. Der Körper ist irgendwo nichtssagend,keine Süße / Aromen und auch zu Beginn nicht wirklich interessant. Vermute das ich ihn einfach anders beziehen muss wenn hier sonst jeder begeistert ist. Die Packung ist vom 13.12 und auch bald leer. Alter sollte also passen.

    Wie bezieht ihr ihn denn bez. B/R, Temp, Zeit, Druckprofil, PI? Menge ist bei mir immer 18gr für doppelten. Temperatur bin ich etwas hoch ca. 97° da er mir zu säuerlich war. Bin gerade am überlegen was ich als nächstes bestelle und würde gerne diesem Espresso nochmal eine Chance geben wenn zumindest mal ein Bezug passt.
     
  13. #2273 Geschmackssinn, 12.01.2019
    Geschmackssinn

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    ich weis leider nicht mehr die Parameter ausm Kopf (~3/4Jahr her), aber ich Schätze:
    - BR: 1:2-1:3
    - Temperatur: 92-94°C
    - Brühzeit eher über 30Sek.
    - womöglich im Prazisionssieb, nicht im Standard

    hast du denn die Filter Röstung oder die Espresso Röstungen?
    Ich fand die Espresso Röstung eher langweiliger und nicht so vielseitig einsetzbar.

    PS: kannst natürlich mal die SuFu bemühen und gucken ob ich letztes Jahr Parameter mit bei der Rezension hatte. ;)
     
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  14. #2274 Denis, 12.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 12.01.2019
    Denis

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    In december I had a mamoth shot out of it.

    18 g in/ 40g out @ 92 gr C
    35 sec Preinfusion + 30 sec brew with low ramp to 9 bar then drop to 6bar.

    If you cannot do this, then do this:

    take biggest basket you have (22-24 g). Grind fine, put 16-17 g inside. Start machine, do long preinfusion then pull shot.

    If not, another posibility but this doesnt work good, start pump, when you see first drops, turn off pump. Let it for 20 sec then turn on pump to more than 1:2 ratio. Temperature should be 92-93 gr C (extraction temp).

    From my order at JB I still have the bag 1 kg left to sit. I did only 1 coffee (20g) out of it and it is not ready.
     
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  15. #2275 Francois1, 12.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 12.01.2019
    Francois1

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    @Denis
    Ich sollte den Bezug so nachbauen können. Danke.
    Wird gleich heute nachmittag getestet.
     
  16. #2276 st. k.aus, 12.01.2019
    st. k.aus

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    ab 2 wochen nach röstung am besten
    97°C sind zuviel
    94-95°C
    20 sek. PI mit unter 3 bar (ansteigend)
    dann auf 6bar und nach max. 40 sek auf 8 bar und langsam runter auf 4 bar
    21g in - 35g out
    nur süß, extrem floral, angenehme säure & null bitter

    ein Denis-shot leider ohne SSP-scheiben ...;)
     
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  17. #2277 bean shaped, 13.01.2019
    bean shaped

    bean shaped Gast

    Hot Roasted Love- NICARAGUA JESUS MOUNTAIN
    20190112_070707.jpg 20190112_093351.jpg

    Angaben vom Röster:

    Herkunft: Nicaragua, Jalapa, Nueva Segovia
    Kaffeesorte: 100% Arabica, Varietäten: Ethiosar F1, Microlot „Don David“
    Aufbereitung: handpicked, washed, 13 days drying on raised beds
    Anbauhöhe: ca. 1300m
    Kaffeefarm: Cerro de Jesús, Peralta Family
    Roast: Filter (light-medium)

    flavor notes: Floral-fruity and juicy with notes of lemon tea, jasmine, coffee blossom

    Conclusion:

    Dieser Microlot erinnert von den angegebenen Noten des Rösters ein wenig an einen leichten Ethiopia. Aber lasst euch davon nicht täuschen. Die Bohnen liefern ein tiefes und reichhaltiges Aroma. Ihr könnt hier Grapefruit, Kirschen und Bergamotte wahrnehmen. Verblüffen wird er jedoch weniger wegen durch den Fruchtpart sondern mehr durch seine floralen Elemente, die eure Zunge deuten lernt. Hier treffen nämlich feine Aromen von Jasmin und Hibiskus auf etwas bestimmende Noten von Muskatnuss und Gewürznelke. Gegebenenfalls könnte man in dieser Nuancenfindung noch leichte Tomatennoten –mit Unterton- mit erfassen. Dabei wirkt das Ergebnis aber schön ausbalanciert und die Struktur erinnert an eine Mischung aus grünem Tee und einem Zitronentee. Der Körper ist hierbei recht voll –fast sirupartig- und sorgt für ein smoothes Kaffeeerlebnis, welches durch die Fruchtwahrnehmung auch ein leicht saftiges Bildnis erhält. Zum Ende hin verstärkt sich ein wenig der Kakaogeschmack, der beim Abkühlen dominanter wird. Ein Kaffee, der in der Tasse einen sehr interessanten Ton erzeugt, der nicht von allen Brühern geschätzt werden dürfte, aber eine gewisse Klasse/Reife besitzt, die darüber erhaben erscheint. Wer nun neugierig geworden ist, oder im vornherein diese Nuancen gerne genießt, darf und sollte zugreifen. Rösttechnisch ist hier m.E. alles rausgeholt worden. Ich mag diese Röstung sehr, da sie sich von den typischen fruchtbetonten Röstungen abhebt und mal einen anderen Gaumesschmaus liefert.

    Fazit:
    Ein guter und interessanter Roast. In der Wahrnehmung halt etwas anders als erwartet, aber lecker. Angenehme helle Röstung und wirklich zauberhafte florale und herbale Noten. Ich bin eigentlich nicht so der Fan von zuvielen Kräuterpositionen, aber hier passen sie sehr gut! Und bei dem Preis von lediglich 8,00 € ein gutes Schmankerl für Zwischendurch. Von mir gibt es eine Kaufempfehlung und ein Kompliment an @saschak und sein Team.
    20190108_163612.jpg 20190112_093307.jpg

    brew-advices:
    Hario V60-01: 15g mit einer b-r von 1:16 (4 Pours) und einer Durchlaufzeit von 2:55 min, 21 Klicks bei der NB, 93 Grad

    AP: 16g Kaffee, 220ml Wasser, Temperatur 80°, bis 120ml aufgießen und dann gently stir (cross) auf 220ml aufgießen. Bis 1:10 ziehen lassen dann langsam 25s durchdrücken, Mahlgrad 21 Klicks bei der NB.

    Chemex (3-Cup): 24g Kaffee, 350ml Wasser, Wassertemperatur 91°, Durchlaufzeit 3:20min (inkl. Bloom).
     

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  18. #2278 Denis, 13.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 13.01.2019
    Denis

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    Can i post this here? since is not a espresso traditional shot it is more a brew shot.;)

    When you have a good coffee then you can whatever you want with it without getting bad flavours.

    Leuchtfeuer Mowe (Kenia).

    Time sections:
    S1- 0-12 sec= preinfusion
    S2- 12-22 sec= ramp from 0 to 6 bar
    S3- 22 sec - 42 sec= bloom at 6 bar - pump off no more water income-
    S4- 42 sec- 67 sec - pull at 9 bar
    S5- 67 sec- 75 sec- drop at 6 bar.

    I would grind just a tiny bit coarser next time, for more clarity. The coffee is to sweet, has no bitter. I would love more acidity and some clarity.

    Dose 18 g in, 37 g out in 75 sec at 92 C. Not traditional grind, with traditional grind you cannot do this.

     
    st. k.aus gefällt das.
  19. j4y_z

    j4y_z Mitglied

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    Well, it might not exactly be espresso, but it's certainly not filter/brew coffee as it involves pressure of up to 9 bar, which is espresso pressure and not achievable by any device labeled as brew coffee maker. So, in my opinion it's more suited to the espresso thread.
     
  20. Denis

    Denis Mitglied

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    But the espresso people don't accept my metods. I only use Filter coffee. This cannot be done with a normal grinder (eg: mazzer kony, robur, major. mythos one, sette, ceado).
     
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3rd Wave Röster und Röstungen

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