Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

Diskutiere Adoro Minibar, Revision und Beschreibung im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo, wegen eines Anfalls an akuter Schrauberitis, und da ich immer noch keine bezahlbare Handhebel-Bastelmaschine auftreiben konnte, habe ich...

  1. #1 manzenberg, 23.03.2011
    Zuletzt bearbeitet: 23.03.2011
    manzenberg

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    Hallo,
    wegen eines Anfalls an akuter Schrauberitis, und da ich immer noch keine bezahlbare Handhebel-Bastelmaschine auftreiben konnte, habe ich mir aus purer Verzweiflung eine Pad Maschine geangelt.
    [​IMG]


    Schon wieder eine Gastro-Pumpe zerlegen reizt momentan wenig, da sind mir die verschiedenen Fabrikate zu ähnlich und eine Marzocco zum Basteln gibt es ja auch nicht an jeder Straßenecke.

    Deshalb ein Bericht über eine E.S.E Pad Maschine Namens Adoro Minibar.

    Historie im Schnelldurchgang aus dem Internet:
    Hersteller CMA, baugleich gefertigt als Astoria Prima und WEGA Starlet.
    Der Begriff ALWA Higtech Milano taucht in dem Zusammenhang auch auf, lässt sich aber auf die Schnelle nicht weiter verfolgen ( Konstruktion oder Vertrieb ??)
    Am Ende landete das alles dann irgendwie irgendwann bei Adoro ( Marketing Vertrieb ??)
    caff adoro-Home
    Inzwischen vertreiben die nur noch E.S.E Pads , keine Maschinen mehr, aber angeblich noch Ersatzteilversorgung.

    Ersatzteilversorgung auch nach telefonischer Auskunft über Espressoxxl möglich, da gibt es auch unter dem Suchbegriff WEGA Starlet Konstruktionszeichnungen.

    Irgendwann hat die Maschine dann als Todesurteil ein vernichtendes Urteil der Stiftung Warentest eingefangen.
    1. Stimmt, viel zu teuer (700-900 Euro) bei einer Padkonkurrenz die Ihre Plastikmaschinchen kräftig bezuschusst, die Kohle wird ja mit den Pads gemacht.
    2. Kurzschluss gefährdet. Das kann ich nicht nachvollziehen. CMA typisch ausgezeichnet gefertigt.
    3. Angeblich Blei im Espresso. Kann ich auch nicht nachvollziehen. Silikon Schlauch, Ulka Pumpe, PE Hochdruckschlauch, Kleiner Kessel und Heizung Edelstahl, Parker Magnetventil, verchromte Messingbrühgruppe und Siebe. Das ist alles so, wie ich das von vielen anderen Maschinen ohne Blei auch kenne. Wo soll da das Blei her kommen ? Ich hoffe die Warentester kriegen nie eine frisch renovierte Gastro mit Ihrem kiloweisem Kupfer und Messing sowie unzähligen Lötverbindungen in die Finger.

    Nach so viel zum Lesen ein paar Bilder zum Schauen:
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    [​IMG]
    [​IMG]

    Wegen der Konstruktion und des Designs fand ich die Minibar schon immer interessant, vor allem nach der Überarbeitung seitens Adoro (Kräftiges Blau oder Rot oder schickes Chrom als Gehäusefarbe).
    Obwohl die erste Assoziation immer der High Tech Spucknapf am Behandlung-Stuhles meines Zahnarztes war.
    Nachdem diese Maschine inzwischen bei Ebay für ca. 40€ fast nichts mehr kostet, lohnt sich ein persönlicher Test. Wenn ich nicht die vorherige Auktion einer Wega Starlet versäumt hätte. wären sogar ca. 15 € genug gewesen.

    Die Maschine gibt ziemlich unüblich den Espresso nach oben ab.
    Der beeindruckende Klemm Mechanismus oben für das Einklemmen der Papier Pads ist vertrauenerweckend aus massivem Metall und lässt sich gut bedienen.
    [​IMG]

    Das Gehäuse ist nicht wie gewohnt aus Plastik, sondern aus massivem Alu Druckguss. Das ist auch notwendig, weil die ganze Technik nur an diesem Gehäuse angeschraubt ist, ohne die sonst üblichen filigranen Blechprofilkonstruktionen. Generell ist an der Maschine nichts geklipst, geklebt oder was man momentan als kostenreduzierende Konstruktionsmethoden so alles findet. Alles ist altväterlich geschraubt und deswegen leicht zerlegbar. Die meisten Komponenten sind Standartbauteile (Ulca Pumpen, Parker Magnetventil, Silikon Schläuche, Expansionsventil , Schalter usw.

    Für Ebay untypisch, war die Maschine in einem gutem Zustand, obwohl als Bastlerobjekt beschrieben. Ich musste zur Inbetriebnahme kein einziges Ersatzteil nachkaufen.
    Gefehlt hat eine Befestigungsschraube für den Klemmmechanismus. Die war ganz leicht aus einer Schlossschraube nachzubauen.

    Der Kreislauf Milchschäumen hat sofort problemlos funktioniert.
    Der Kreislauf Kaffeebezug hat gestreikt.

    Wegen der jammernden Ulca EP5 hab ich diese Pumpe als erstes untersucht. Das war zwar durchaus interessant, brachte aber keinen Erfolg. Die Pumpe ist leicht zu zerlegen, Diode war ok, keine Verkalkung vorhanden.

    Als nächstes hab ich das Parker 3 Wegeventil zerlegt. Das war jetzt weniger interessant, weil ich das schon aus meiner Gastro Maschine kenne. Aber dann war das auch schon mal perfekt gereinigt. Wenigsten konnte ich erkenne, das am Zulauf dieses Ventils nichts ankommt.

    Deswegen musst ich dann den kleinen Edelstahlkessel (eher eine Dose) mit der Heizung abschrauben. Da war dann auch die Fehlerquelle: Deutlich Kalk, aber wenig als Kruste sondern eher als Gries, und die Verstopfung bei eine Kupferschraube oben, am Ausgang aus der Heizung, mit total zugekalktem Düsenloch .

    Also die Düsenschraube ins Zitronensäurebad und den Kalkgries ausgespült. Die Heizungsdose und die Heizungswendel sind aus Edelstahl. Die Abdichtung dieser Dose an das Maschinengehäuse erfolgt mittels eines in eine Nut eingelegten Gummiringes.
    Die Befestigung mit 4 Schrauben so tief im Gehäuse ist etwas dröselig, mittels geeignetem Werkzeug aber schon machbar.

    [​IMG]
    Alles Edelstahl, Wasserschublade raus, Deckel abschrauben und mit Stirnlampe ab zur Höhlenforschung



    [​IMG]
    Gutes Werkzeug um bis ganz nach hinten zu gelangen

    Beschreibung der Maschinetechnik:
    Die Maschine ist ein Zweikreiser. Aber besser wäre die Bezeichnung Dual Boiler. Es liegen zwei vollständig getrennte Kreise vor:
    1. Der Kreislauf Milchschäumen mit eigener Pumpe Ulca Typ 4, eigene Heizung Typ Thermoblock, nicht gepulst, eigenes Magnetventil. Wo genau dieses Magnetventil eingebaut ist, kann ich nicht näher beschreiben genauso wie der gesamte Teilbereich des Thermoblockes. Da dieser Maschinenteil funktioniert, habe ich da nicht weiter zerlegt.

    2. Der Kreislauf Kaffeebrühen mit eigener Ulka EP5 und Expansionsventil, eigene Heizung Typ Edelstahldose, eigenes Magnetventil Parker.


    Die Bedienung ist DAU geeignet:
    Maschine anschalten mittels des unteren Schalters. Die Maschine heizt dann vor. Die LED vor dem jeweiligen Schalter darüber zeigt an ob das Heizen gerade in Betrieb ist.
    Vorheizdauer Milchschäumen geht schnell, so ca. 2 Minuten. Das Vorheizen Kaffebrühen dauert etwas länger, aber 5 Minuten dürften reichen.
    Schalter Brühen dann manuell An Aus für die gewünschte Espressomenge.
    Darüber ist der Schalter Milchschäumen.
    Da getrennte Kreise vorliegen muss nicht mühsam hochgeheizt werden, Michschäumen geht immer sofort, natürlich nicht literweise, aber portionsweise geht es erstaunlich gut. Da hier ja eine DAU Maschine vorliegt gibt es dafür natürlich einen Capuccinatore. Erstaunlich für einen Lanzen Schäumer wird damit ein fast Latte Art fähiger Milchschaum erzeugt. Ich bin verblüfft !
    Also das Ergebnis ist Welten besser als an meiner brühdruckreduzierten Pavoni und durchaus vergleichbar mit dem Gastrobomber.
    Störend ist dann nur die etwas umständliche Putz Prozedur mittels Ansaugen Reinigungswasser mit Spülmittel und Nachspülen mit klarem Wasser.
    Es liegen 2 Siebe bei, die oben in den Pad Träger eingespannt werden. Da der einzige Unterschied in der Anzahl und Größe der eingestanzten Löcher zu finden ist, dürfte damit die einzige kleine Möglichkeit zur Beeinflussung der Durchlaufzeit machbar sein . (Mahlgrad und Tampern gibt es ja nicht)

    E.S.E Pads:
    1. Erstes Problem, in jedem Tante Emma Laden gibt es Pads der jeweiligen Marken gebunden Fabrikate selbst in Hintertupfing. Aber nirgends gibt es E.S.E Pads außer zum Bestellen im Internet, und selbstverständlich natürlich in München oder Berlin Kreuzberg an jeder Ecke . Wenn ich hier auf dem flachen Land den Begriff „ESE“ anspreche, schauen mich die Leute an wie wenn ich über Rinderwahnsinn (BSE) spreche, oder den selber habe. Keines der Nespresso verseuchten Fachgeschäfte bietet auch für ESE geeignete Maschinen an, oder hat den Begriff schon mal gehört.

    2 Zweites Problem, ohweh, ohweh der Preis, der Preis.
    Für ausgezeichnete Kaffee vom Kleinröster zahle ich eine Kilopreis von max. 20€. Ein Kilo E.S.E kostet das Doppelte <= 40€. Ich zahl also den doppelten Preis damit ich einen vor langer Zeit gemahlenen Kaffee mühsam aus Alu dröhseln darf. Herr Vincent, der schon die Krise kriegt wenn ein paar Krümel in der Mühle für Minuten altern, wird sich mit Grausen abwenden. Minimiert wird der hohe Portionspreis nur durch die Tatsache meiner üblichen 10g Einwaage ins Sieb. (Mühlen Kaffee ca. 100 Portionen/1kg. Pad Kaffee ca. 150 Portionen /1kg)

    3. Drittes Problem, jemineh, jemineh der Geschmack, der Geschmack.
    Nachdem ich endlich ein kg Pads von Fausto besorgt hatte der erste Geschmackstest:
    Also der Kaffee ist nicht bitter oder sauer. Aber mehr auch nicht. Leichte Crema lässt sich erahnen wie eben von altem Kaffee zu erwarten. Keine Explosion der Geschmacksknospen wie dank frischer Röstung und frischem Mahlen selbst die kleine Pavoni liefert, wenn sie gerade nicht zickt. Enttäuschend, aber für den Nachmittags Schümli wird es schon ausreichen.
    Leider zu viel Text Teil 2 wird nachgeliefert.
     
  2. #2 manzenberg, 23.03.2011
    manzenberg

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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    der Rest:
    [​IMG]
    die Nachbauschraube



    Fazit
    Nette Espresso Maschine, originelle Konstruktion, nettes Design.
    Wie bei CMA gewohnt hochwertige Einzelkomponenten in vernünftiger Ausfertigung verbaut.

    Schade so viel Aufwand für eine ausschließliche Nutzung als E.SE. Maschine. Mit den verbauten Komponenten hätte man doch durchaus eine vernünftige Siebträger bauen können.

    Als Strandgut aus der Bucht durchaus billiger als diverse Nesspresso Plastikteilchen. Deswegen wird sie für den schnellen Zwischendurch Kaffee als dritte Maschine ihr Gnadenbrot fristen. Dann gibt es eben Mischkalkulation : Massenkaffee aus der Mühle (ca. 20 cent), schneller Espresso mit Expressozuschlag mittels Pad (ca. 30 cent).
    Kurze Aufheizzeit, mühlenlose mühelose Kaffee Zubereitung, unproblematisches Sortenwechseln , und ein unschlagbarer Neugierigkeits-Faktor bei allen Besuchern.


    „Jetzt lass mal die große Maschine aus, und zeig mir doch mal wie der Espresso aus deiner kleinen blauen Zahnarzt Spucknapf Maschine schmeckt“

    Grüße Karl

    Fragen:
    Da keine Erfahrung mit Thermoblock vorliegt: Ist das eher aus Alu und Weingeist zum Entkalken sinnvoller als Zitronensäure ?
    Zwar nicht unbedingt lebenswichtig, aber hat jemand eine Bedienungsanleitung und könnte mir eine Kopie zukommen lassen ?
     
  3. ALWA

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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Danke für den ausführlichen Bericht. Ein paar Bilder vom inneren Aufbau hätte ich mir noch gewünscht.
    Mir fiel die Maschine auch schon auf, wird ja öfter in der Bucht angeboten. Was mir allerdings auch sofort auffiel und auch zu denken gab, war der konstruktive Aufbau des Oberteils, als der kopfstehenden Brühgruppe. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass die Konstruktion auf eine vernünftige Temperatur zu bringen ist mit der Folge, dass die Temperatur im Kopf möglicherweise zu sehr abfällt. Wie sind da Deine Erfahrungen?

    Und mit ESE-Pads ist es wie mit Bohnen: man muss schon etwas suchen, um "seine" PADs zu finden. Dennoch ist es grundsätzlich durchaus möglich, mit einer ESE-Pad-Maschine leckeren Espresso zu erzeugen.
     
  4. #4 manzenberg, 23.03.2011
    manzenberg

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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Hallo,
    leider war meine Frau wärend des Rumschraubens gerade mit der Digicam im Urlaub. Beim nächsten Schraubanfall mach ich dann schon Bilder. Aber sehr informativ ist die Innenansicht nicht. Eben die Standart Ulkas, Silkonschläuche und viele Kabel die einem beim Schrauben immer im Wege sind. Wegen des eher becherförmigen Gehäuses und der einzigen Zugangsmöglichkeit von unten ist alles etwas eng und unhandlich.

    Beheizung der Brühgruppe: Die kleine Edelstahldose der Heizung ist direkt unter der Brühgruppe montiert und beheizt die Brühgruppe deswegen direkt von unten. Das ist schon zufriedenstellend gelöst.

    Natürlich werde ich andere Pads versuchen, aber systembedingt bin ich da eher skeptisch.
    Karl
     
  5. #5 fusselino, 23.03.2011
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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Na Herzlichen Glückwunsch,

    so eine war meine erste Maschine zuhause um Espresso zu brauen.

    Ich hatte Sie seinerzeit ca. 15 Jahre her, beim sehr verschrieenen Laden
    in Hannover gegüb. der Markthalle gekauft.
    Der Kaffee war nicht mal schlecht daraus, habe glaube ich immer
    ein paar "Leerbezüge" vorher gemacht.

    Aber jetzt kommts, die Auswahl an verschiedenen Pads, beim damaligen
    Händller meines Vertrauens war wirklich gut.
    Illy hatte sehr leckere, die passten genau. Desweiteren sehr viele Exoten (Guaraffe & Co)
    meist einzeln verpackt.
    Klar billig war der Spass nicht, so richtig gut auch nicht, aber ich denke trotzdem
    nen Tucken besser als Nespr. allemal.

    Wenn du mal nach Hannover kommst (kann das deinem Profil n. entnehmen) schau
    bei Ihm rein, vielleicht hat der sowas noch.

    Sorry grad gesehen Makr....... wird wohl nix mit reinschauen

    Gruss Richard
     
  6. #6 manzenberg, 25.03.2011
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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Hallo,
    da ich die Maschine kurz aufgeschraubt habe, um zu Schauen ob alles dicht verschraubt ist, jetzt Bilder von Innen:
    [​IMG]
    Links die Ulca EP5 des Brühkreislaufes. Rechts der weisse Hochdruckschlauch zum Kesselchen und das Expansionsventil mit der Rückführung in die Zuleitung.

    [​IMG]
    Weiter hinten die Ulca Typ 4 des Kreises Milchschaum. Dahinter versteckt, das Brikett des Thermoblockes.




    [​IMG]
    Ganz oben und damit im Gehäuse ganz hinten und damit fast nicht zu erreichen:
    Der Kessel besser die Edelstahldose.Direkt unter der Brühgruppe verschraubt. Rechts daneben das Parker Dreiwegeventil.

    Karl
     
  7. #7 manzenberg, 01.04.2011
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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Hallo,
    beeindruckend so ein Karton KG Pads
    1 Bild schachtel
    [​IMG]

    Dürfte in etwa das dreifache Volumen einer Packung Bohnen sein


    Letzter Stand Protokoll aus der Abteilung ESE-Forschung:

    Ich weiß als Siebträger Fan, der im Normalfall seinen Espresso Ristretto artig tropfenweise aus so ca. 10-12 Gramm quetscht und seine
    Geschmacksnerven mit dieser öligen Essenz betäubt, bin ich extrem intolerant gegen andere Darreichungsformen von Kaffee.

    Deshalb habe ich solange weitergeforscht bis meine anfängliche Skepsis gegen die ESE Pads deutlich geschmolzen ist.

    Zuerst habe ich mich um die Basics gekümmert.

    1. Temperatur. Quick and Dirty einfach mit Thermometer am Auslauf gemessen. Ca. 90-93 °, nicht schnell abfallend mindestens für >= 50 ml. Eine Flush zum Hochheizen der Brühgruppe unterstützt das deutlich.

    2. Druck. Bei meiner Revision habe ich natürlich das Expansionsventil vom Kalk gereinigt, aber beim Zusammenschrauben übersehen das ein regelbares Expansionsventil vorliegt. Nach bester Gastroschrauber Mentalität wurde natürlich beim Zusammenschrauben bis zum Anschlag festgeknallt. Könnte ja irgendwas undicht sein sonst.
    Deswegen habe ich meine ersten Brühversuche mit Höchstdruck verfertigt. Wenigstens weiß ich jetzt die Pumpe schafft noch locker >= 16 Bar und dabei ist auch alles schön dicht. Also mit 14er Schraubenschlüssel auf ca. 9,5 Bar runter geregelt. Da beim Standartdruck immer noch keine zufriedenstellende Brühdauer erreichbar war, bin ich dann zum Warmduscher Brühdruck Reduzierer geworden und komme mit knapp unter 8 Bar zu den gewünschten 20 sec.

    Siebträgermanometer geht dabei nur mit etwas Hilfskonstruktion.
    2 Bild Manometer
    [​IMG]


    Tampern:
    Geht ja eigentlich systembedingt nicht, geht aber trotzdem. Einfach das Pad in die vorhandenen zweite Siebträgerdusche einlegen und fest Tampern. Von beiden Seiten und dann die höhere Seite nach oben einlegen. Dann drückt der Wasserdruck das Pad formgleich an das Sieb. Nicht vergessen, ist ja alles umgekehrt. Wasser kommt von unten und wandert nach oben durch das Pad.

    3 Bild Tampern eins
    [​IMG]
    PI:
    Kurzes Einschalten der Pumpe bis der erste Tropfen erscheint und der Kaffee quellen kann. Falsche PI heißt das glaube ich hier im KN.
    Funktioniert bestens und hilft beim Verlängern der Brühzeit. Wegen der Papierumhüllung gibt es kein Channeling. Da oben in der Schaltleiste noch Platz wäre, und das Symbol für PI schon eingeprägt ist muss ich mal die Suchfunktion „PI und Tank“ bemühen. Da schwebt mir irgendwas vor mit einer kleinen Schaltung die die Vibrationspumpe mit verminderter Leistung auf ca. 2-3 Bar bringt.


    Abteilung obskures:

    Mein Eigenbau Versuch ESE Pad mittels Nähmaschine und altes Teesieb schaut zwar durchaus beindruckend aus, funktioniert aber nicht. Wahrscheinlich channeling über die dicke Textilumhüllung oder falsches Woodoo.
    4 Bild Eigenbaupad

    [​IMG]


    Wegen der frei obenliegenden Brühgruppe habe ich eine Möglichkeit gefunden auch die eigentlich viel zu großen Softpads zu verwenden. Einfach das Softpad etwas anfeuchten und die Randbereiche nach unten knüllen . Dann passt das gut in die eigentlich zu kleine Brühgruppe. Das Volumen mit 7 Gramm stimmt ja überein. Da diese Softpads selber gebastelt werden können, werde ich mittels „Mr. Pad from ebay“ einen neuen Versuch starten wegen: „ESE aus frisch gemahlenem Kaffee“

    5 Bild Softpad
    [​IMG]


    Nachdem ich mir ein zusätzliches Testpaket ESE Pads besorgt habe, läuft eigentlich zur Zeit nur noch die kleine blaue Maschine. Die große Gastro oder die kleine Pavoni Zicke stehen beleidigt in der Ecke.

    Das Handling ist einfach verlockend, vor allem beim schnellen Ausprobieren verschiedener Sorten .

    Wenn HALT der Preis der Preis der Pads nicht wäre. Mit Testpackungen aus verschiedenen Sorten kommt man schon schnell auf eine KG Preis von 60 € und unter 40 € geht gar nichts.

    Karl
     
  8. #8 fusselino, 01.04.2011
    fusselino

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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    PI?

    da fällt mir eins dazu ein.
    Du hast doch 2 Pumpen in der Maschine. Wenn du die
    kleine Ulka als PI Pumpe parallel zur Grossen verschlauchst, den
    freien Schalter auf die kleine Pumpe, dann erst kleine einschalten
    nach PI-Zeit Große hinzu,dann kleine aus usw. Wenn du einen Schalter
    mit 2 Schaltstellungen hast ist es nat. einfacher. Ich denke das du
    auch sonst nichts dazu benötigst, da die Ulkas von Haus aus schon wie ein
    Rückschlagventil funktionieren.

    Nur mal so als Anregung.

    Gruss Richard
     
  9. brüh

    brüh Gast

    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    hallo manzenberg.
    da sie sich mit der adoro gut auskennen, bitte ich sie um technischen rat.
    die maschine zieht kein wasser in die brühgruppe für den kaffee, dampf ist in ordnung. die pumpe knattert, keine kalkablagerungen in den schläuchen.
    was ist zu tun?
    beste grüsse und gut brüh.
    brüh
     
  10. #10 manzenberg, 13.05.2011
    manzenberg

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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Hallo,
    schön, noch ein Liebhaber dieses ESE Oldies.
    Vermutlich ähnliche Schadensursache wie weiter oben beschrieben. Zugekalkte Düse in der Heizung. Einfach den Leitungsweg systematisch absuchen: Pumpe >Magnetventil> Heizung.
    Viel Erfolg.
    Karl
     
  11. #11 manzenberg, 09.08.2011
    Zuletzt bearbeitet: 09.08.2011
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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Hallo,
    nach mehreren Monaten problemlosen Betriebes hat mir die ESE Padmaschine kürzlich wieder Kummer bereitet.
    Erneut hat der Brühkreislauf die Brühwasserausgabe verweigert. Also erneut die Hochdruckleitung beim Expansionsventil abgeschraubt: Pumpe liefert anstandslos.
    Erneut das Magnetventil abgeschraubt und mit Luftpumpe am Hochdruckschlauch die Durchgängigkeit des Wasserweges bis zum Eingang Magnetventil gecheckt: Auch da keine Blockade zu finden.
    Also bleibt als Fehlerursache nur das Magnetventil übrig: Magnetventilspule Wiederstand unendlich, also durchgebrannt. Oft ist ein defekte Magnetspule schon äußerlich an Dellen oder Beulen sofort zu erkennen, aber eine defekte Spule kann auch neu “ wie aus den Ei gepellt“ daherkommen.
    Bild 1 zwei Magnetspulen

    [​IMG]
    Links eine Spule mit leichten Beulen, rechts die Spule schaut aus wie neu

    Die verbaute Parker KP07 (7 Watt) wurde durch eine KP09 (9Watt) ausgetauscht und jetzt gibt es wieder was zum Brühen.
    Bei der erneuten Reanimierung wurde die Maschine vollständiger zerlegt als letztes Mal.
    Diesmal habe ich mir auch den Dampfkreislauf genauer angeschaut.
    Einfach die verchromte Dampfdüse abschrauben, Gummiringe abziehen und dann die Schraube und Beilagscheibe der Messingdüse wegschrauben. Dann kann man die gesamte Einheit Dampf nach unten rausziehen, die besteht aus:
    Düse oben, Thermoblock Alu mit Thermoschalter seitlich, Vibrationspumpe mit Ansaugschlauch unten. Leider habe ich das photografieren vor dem Einbau vergessen.
    Weiterhin hab ich diesmal versucht den gesamten Brühkopf vom Korpus abzubauen.
    Bild 2 Bruehgruppe
    [​IMG]
    Links der abgeschraubte Klemmhebel, darunter die Abdeckung

    Bild 3 Abdeckung
    [​IMG]
    Abdeckung, darüber die Schrauben die vorher rausmüssen

    Nicht so einfach zuerst die 2 Schrauben vorne am Klemmmechanismus raus und gleichzeitig die Achse der Klemmung hinten raus. Anschließend vorsichtig mit Schraubenzieher die schwarze Abdeckung von ihrer Silikonverklebung lösen. Dadurch kommt man endlich an die vier Schrauben mit denen die Brühgruppe am Korpus verschraubt ist. Nach erfolgreicher Operation kann man die Brühgruppe nach oben rausziehen (Hochdruckschlauch ist ja schon abgeschraubt, diverse Kabelchen an diversen Kabelschuhen auch abziehen).
    Die Befestigung der Brühgruppendichtung ist mir immer noch schleierhaft. Aber zumindest bei espressoxxl gäbe es eh keinen Ersatz. Eventuell schraube ich nächstes mal die Heizdose
    ab und schau ob es von unten noch eine Verschraubung gibt.
    Bild 4 Schrauben
    [​IMG]
    Brühkopfschrauben, rechts der Messingknubbel ist die Düse des Dampfkreislaufes

    Die Abdichtung der Brüheinheit mit Gummidichtung war sorgsam mit Silikon ausgeführt. Beim Wiedereinbau habe ich die Gummidichtung oben und unten nur mit Silikonfett versehen, um die Kapilarwirkung der Spalten zu verhindern. Damit erneute Revisionen von oben in Zukunft leichter ausgeführt werden können habe ich das Silikon weggelassen, das Abpfriemeln des Silikon vor allem von der Gummidichtung möchte ich mir in Zukunft ersparen.
    Das abwertende Sicherheitskriterium der Stiftung Warentest kann ich inzwischen ansatzweise nachvollziehen: Wenn der Klemmmechanismus nicht eingerastet ist läuft von oben aus der Brühgruppe das Wasser munter über den ganzen Maschinenkorpus runter. Bei der Brühgruppe oben gelangt nichts in das Maschineninnere, das ist bombensicher mit Silikon abgedichtet, aber unten ist die Schalterleiste nur eingeclipst, und da könnte das Wasser theoretisch an den Steckerkontakte der Schalter einen Kurzschluss verursachen. Lösung wäre nur möglich gewesen mittels eines Mikroschalter, der erst die Brühwasserversorgung freigibt, wenn der Klemmmechanismus eingerastet wäre.
    Die ESE Padmaschine betreibe ich in Konkurrenz mit der Pavoni im Wochenendhaus. Natürlich ist der Espresso aus der Pavoni Welten besser, aber auch Welten umständlicher. Also wenn ich alleine für mich Kaffee koche => Pavon.
    Bei Besuch und Bedarf für mehr als 2 Tassen kommt die Pad Maschine zum Einsatz.
    Trotz des großen Aufwandes mittels einzeln eingeschweißter Pads, der Kaffee altert natürlich auch in den „Privattütchen“ merklich.
    Aber der ESE-Pad Kaffee ist immer noch Welten besser, als das was so als Wirtshaus Standart angeboten wird. Den Gästen schmeckt oft der Pad Kaffee besser, weil er nicht so intensiv wuchtig schmeckt wie das, was die Pavoni aus den frischen Bohnen der Kleinröster rausquetscht.
    Gruesse Karl
     
  12. #12 Fraenky, 09.10.2011
    Fraenky

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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Hallo,

    ich bin gerade auch bei der Revision einer meiner ADORO´s.

    Folgende Situation :

    Der Chrom auf der Innenseite des Brühkopfes löst sich stellenweise vom Trägermaterial (Messing, Rotguss o.ä) ab.

    Frage :

    Sind gesundheitliche Bedenken bekannt im Hinblick auf die abgelösten Metallteilchen ?

    Könnten daher die Bleibeimengungen lt. des besagten "Warentestes" kommen ?

    Wäre ein Komplettablösung des Innenbereiches sinnvoll / evtl. durch ausschleifen ?
    ---

    Übrigens habe ich gerade festgestellt, daß bei meiner E-Trägermaschine auch die mAgnetspule defekt ist. Scheint alos öfters vorzukommen.
    Die spule erzeugt keine Magentfeld, wenn man Spannung anlegt.
    Der gemessene Widerstand an einer "gesunden Spule" beträgt ca. 900 Ohm bei der defekten Spule : keine Anzeige.

    ---
    Ansonsten läuft bei mir die bereits überholte Adoro täglich und zuverlässig.



    Viele Grüsse

    Fraenky
     
  13. #13 manzenberg, 09.10.2011
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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Hallo Fraenky,
    wow, 3 Minibars, noch dazu schickes Chrom oder Silber.

    Chromablösungen finde ich bei all meinen Espressomaschinen.
    Natürlich könnte daher das Blei der Stiftung Warentest stammen. Aber es gibt auch Messinglegierungen die Blei enthalten. Who knows ?
    Lockeres Chrom würde ich entfernen. Aber direkt massiv abschleifen ? Wer weiß welche Geister man damit wachruft.

    Von den gelegenlichen "Bremsscheibenwechseln" abgesehen, verrichtet die Minibar ordenlich ihren Dienst. Die Pavoni. die sie ersetzt, verstaubt inzwischen.
    Frage am Schluß: Hast du die Befestigung der unteren Brühkopfdichtung bei deinen diversen Revisionen gefunden, die suche ich noch immer.
    Karl
     
  14. #14 Fraenky, 09.10.2011
    Fraenky

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    Hallo,

    das ging ja schnell, ja werde ich wohl so machen. Alles lose entfernen - Rest dranlasssen.

    Ich weiß nicht so genau aber ich habe irgendwie den Verdacht, das ungeeignetes Kalklösemittel dem Chrom innen zusetzt. Da alle Adoros aus 2ter Hand waren - kann ich das nicht mehr nachvollziehen.

    Ich benutzte die Antikalktabletten von meinem Vollautomat die ich im Großhandel erworben habe. Mittlerweile bin ich aber fast schneller, wenn ich das Ding ganz verlege und von Innen reinige.

    Die unter Brühgruppendichtung ( D au = 54 mm, D in = 43 mm, H= 8 mm) habe ich bereits gewechselt. Meines Erachtens ist die nur reingesteckt. Da hilft nur eine spitzes kleines Messer und etwas Vorsicht am Metall. Falls du die Dichtung sowieso opferst -> Schraube reindrehen und ziehen.

    Achtung die Dichtung kann man nicht umdrehen, unten hat sie ein kleine Sicke rundum. Die E-Dichtungen hatte ich von Adoretto besorgt.

    Ich glaube die Brühgruppe kann man nicht weiter zerlegen, ich hatte die Maschine schon komplett auseinander und mir den Brühkopf genau angeschaut, er ist massiv. Die erforderliche Wasserführung darin ist mittels Sackbohrungen in versch. Winkeln gelöst. Hierzu siehe die beiden Madenschauben auf der Rückseite der Brühgruppe. ( Höhe Hebelscharnierunterseite)

    Leider ist mir nicht ganz klar, wie man hier Bilder einstellt. Aber ich habe alles per Foto dokumentiert. Und ich habe ja auch eine komplett zerlegte Adoro griffbereit. Die gesamte Leitungsführung habe ich vorsorglich auch mal dokumentiert. Also wenn du mal nicht weißt welches Kabel wohin - denke aber Du bist Profi-Schrauber !

    Schönen Gruss

    Fraenky
     
  15. #15 manzenberg, 09.10.2011
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    Hallo,
    nur gesteckt, gut. Dann muss ich mal massiv mit Schraubenzieher und Messer anrücken. Hab ich mich jetzt nicht getraut, da meine Dichtung noch ganz gut aussieht, und ich auch noch keine verlässige Quelle für eine Ersatzdichtung hatte, espressoxxl hatte bereits abgewunken.

    Bilder einstellen wird hier erklärt:
    http://www.kaffee-netz.de/reparatur-und-wartung/9635-bilderupload.html
    etwas umständlich zu handhaben aber funktioniert dann doch ganz gut
    Karl
     
  16. #16 Fraenky, 09.10.2011
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    Danke für den Tip,


    also der Kopf ohne Dichtung sieht so aus :


    [​IMG]

    und die Dichtung neu mit Sicke ( Sicke ist unten) :

    [​IMG]

    hatte ich vor 2 Jahren noch bei Adoretto bekommen, kann morgen im Büro mal nach Adresse schauen, da habe ich glaub ich auch noch ne Bedieungsanleitung, falls Du daran noch Interesse hast ?

    Gruss

    F.
     
  17. #17 manzenberg, 09.10.2011
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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Hallo,
    na klappt doch ausgezeichnet mit den Fotos.
    Falls du in deinem Büro auch einen Scanner hättest, würden mich eine Kopie der Bedienungsanleitung natürlich interessieren.
    Kannst du eigentlich unterschiedliche Ausführungen zwischen der Adoro und den früheren CMA´s feststellen ?
    Karl
     
  18. #18 Fraenky, 09.10.2011
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    Hallo

    So .. , was die Historie angeht ist es bei den Adoros glaube ich doch etwas komplexer.

    Wie Du schon erwähnt hast, sind versch. Hersteller bzw. Vertreiber vorhanden.

    Bei meinen Maschinen sieht es aus wie folgt :


    Beschriftung Label : ADORO = Hersteller C.M.A
    [​IMG]

    Beschriftung / Label : minibar a d´oro = Hersteller ALMA
    [​IMG]



    Unterschiede ?

    Also im Inneren konnte ich keinerlei Unterschied erkennen.
    Äußerlich jedoch ein paar Details :


    Abtropfschale und VA-Blech

    [​IMG]
    -
    [​IMG]


    Die Form hat sich also etwas geändert, sollte man bei der Ersatzteilbestellung gerücksichtigen. Wenn die alte Kunststoffschale defekt ist, braucht man auch ein neues Abdeckblech.

    Beim älteren Modell rastet die Abtrofschale nicht ein, sondern liegt nur auf. Was eine etwas wackligere Sache ist. Der Metall-Grundkörper ist jedoch gleich d.h. neuere Schalen passen auch auf älterem Modell.

    Desweiteren ist bei dem älteren Modell das Auslaufrohr ca. 20 mm länger, dh. es gehen nur ziemlich flache Tassen drunter. Dafür spritzt es etwas weniger.


    Gruss

    Frank
     
  19. #19 Fraenky, 10.10.2011
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    Ersatzteile

    Also ich habe nachgeschaut, die Ersatzteile inkl. Gruppendichtung kamen von Adornetto in 73230 Kirchheim. Ist damals alles per Fax gelaufen. D.h. angerufen, die haben 3 Explosionszeichnungen geschickt, ich habe eingekringelt was ich brauche und habe es dann geschickt bekommen. Völlig problemlos.

    Artikelnummern :

    Gruppendichtung 12653001 ca. 5 euro damals

    Dichtung von Siebschale im "Deckel" (also Auslauf) = 12655
    (dieser Dichtring ist sehr dünn, und man klemmt ihn öfters beim
    Einlegen der Siebschale nach Reinigung. Muss man gut fetten vorher.)

    Habe mir damals gleich 5 Stk bestellt. je ca. 0,50 Eur


    Nach kurzer Recherche habe ich nun festgestellt, das die von Adornetto benutzten Art.nr. und auch die Explosionszeichnungen exakt zu den WEGA STARLET Nummern passen, die hier schon mal in einem anderen Beitrag gepostet wurden.

    Die Bedienungsanleitung habe ich auf die Schnelle nicht finden können, aber erinnere mich ziemlich genau, daß ich eine hatte. Dort war z.B beschrieben wie man den oberen Siebträgereinsatz wechselt. Es gibt ja davon 2 verschiedene, jeweils mit eingestanzter 1 oder 2.
    Sobald ich das Ding in die Finger bekomme werde ich es mal scannen um es der Nachwelt zu erhalten.

    Gruss F.
     
  20. #20 manzenberg, 11.10.2011
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    AW: Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

    Hallo,
    Danke super Service.
    Werde mal probeweise die Dichtung bestellen und damit testen ob noch Support besteht.
    Die Bedienungsanleitung wäre nicht lebenswichtig, eben nur wegen Denkmalpflege:lol:
    Na langsam kommt eine hilfreiche Informationsseite über die alte Adoro zusammen.
    Vielen Dank Karl
     
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Adoro Minibar, Revision und Beschreibung

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