Aillio Bullet, Profile und Roastime Diskussionen

Diskutiere Aillio Bullet, Profile und Roastime Diskussionen im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Da es scheinbar ein Wunsch ist, über Profile und Bullet-Spezifische Eigenschaften zu diskuiteren, habe ich diesen Topic eröffnet. Sinn is es hier...

  1. #1 Tokajilover, 03.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 03.06.2020
    Tokajilover

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    Da es scheinbar ein Wunsch ist, über Profile und Bullet-Spezifische Eigenschaften zu diskuiteren, habe ich diesen Topic eröffnet.
    Sinn is es hier Roastime Profile zu teilen, zu diskutieren, Röst-Ziele und Röst-Eingriffe zu besprechen.

    Bedenkt bitte: Jeder Röster ist anders - P5 ist ungleich P5 bei einem anderen Bullet, F4 ist ungleich F4 bei einer anderen Bullet (auch wenn die Drehzahlen identisch wären - ist die Luftmasse ungleich!).

    Mit diesem Mindsetting kann es also nicht um Profilaustausch (dazu hat Aillio eine Profilsharingplattform) sondern es sollte hier um den Gedankenaustausch während den Röstungen bei der Nutztung der Bullet gehen.

    Hier nun ein Video von mir, dass ich gerade auf Youtube hochgeladen habe

     
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  2. #2 zauberflo, 03.06.2020
    zauberflo

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    Hallo! Super Idee! Mir ist bei deiner Röstung nicht klar, warum du am Schluss negative RoR anpeilst - eigentlich wäre das doch klassisches "backen". Ich versuche das immer zu vermeiden, habe aber auch erst 10 Röstungen mit dem Bullet gemacht. Ich mache immer 800 g Röstungen und komme momentan mit 280 Grad Charge Temperatur gut klar. Alle meine Röstungen sind laut Tonino light oder gar cinamon (107-121).
    ROAST WORLD
     
  3. Denis

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    Vielen Dank für die Zeit, die Sie sich für die Videos genommen haben und die wirklich gut erklärt wurden.

    Ich würde gerne eines Tages einige Ihrer Röstungen probieren.
     
  4. #4 Tokajilover, 03.06.2020
    Tokajilover

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    ich peile sie nicht an - sie wird so angezeigt
    in dem moment, wo ich der bullet die neigung normalisiere steigt ror an (das sind messfehler)

    ich schaue aber die energie zufur so gering und die luftabfuhr so hoch zu halten, dass die bohnen sich noch gut entwickeln (developing%) können.

    ok. ich mache fast immer 667g (da ich immer rohbohnen in 2kg/schritten kaufe und diese :3 teile)

    nach aillio ist ab 750g - 275° - 310°C empfohlen

    bei meinen 667g gehe ich meist auf 260-270° je nach aussentemperaturen und je nach durchwärmungsgrad

    bei höheren temperaturen sehe ich öfter "tipping" - dunklere bohnenenden

    über 110 tonino macht mir, bei meinen, 1:2 espressi aus säurigen äthiopiern keinen trinkspass mehr (filter kann ich nicht ausstehen - dann lieber kamille))

    Danke. Ich hab immer nur einen oder (selten) zwei Kaffees geröstet hier.
    Aber wenn du mal in der Zentralschweiz bist, wer weiss.
     
  5. #5 KeinGewerbe, 03.06.2020
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    Richtig gut, sehr schönes Video, danke dafür!
    Ich kenne mich mit dem Aillio nicht aus. Er scheint für den Heimbereich aber wirklich toll zu sein!

    Mit ging es vorrangig um das "Aufbocken". Dazu habe ich Fragen bzw. Anmerkungen.

    1. Warum überhaupt?
    Du hast ja schon gesagt,
    Ist das dann deiner Meinung nach ein Konstruktionsfehler beim Aillio? Für den zügigen Auswurf der Bohnen bei Röstende sollten jedenfalls die Schaufeln sorgen. Genau wie für eine optimale Verteilung der Bohnen während der Röstung.

    2. Wenn das der einzige Grund ist, könntest du dann den Aillio nicht erst genau beim drop der Bohnen wieder auf Normalniveau stellen? Oder ihn sogar dauerhaft aufgebockt lassen, falls die Bohnen trotzdem schnell die Rösttrommel verlassen?

    3. Nochmal zu der konkreten Beeinflussung des Aufbockens, bzw. des wieder Herunterstellens des Rösters. Auch wenn dieser move offensichtlich einen Effekt auf die gemessenen absoluten Temperaturen hat, dürfte das den Verlauf der ror vom Zeitpunkt des Füllens bis eben zu diesem nicht beeinflussen.
    Und in dieser Phase könntest du im Sinne von Raos "steadily declining ror" auf jeden Fall optimieren. Ich denke, dass z.B. die Erhöhung der Heizleistung auf P9 (um Minute 5 herum - Ich bin nicht sicher, ob ich die Legende richtig lese) an dieser Stelle nicht optimal war.
    Dazu auch nochmal ein screengrab von deinem Profil und einem von @zauberflo
    Zauberflo startet mit einer ror von >20 und trifft den FC mit ≈ 10
    Du startest mit ≈15 und triffst den FC mit ≈15

    Kann man die Brennerleistung beim Aillio nur in 10 Stufen regeln?
     

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  6. #6 Tokajilover, 03.06.2020
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    nein - kein fehler - es ist konzeptbedingt.
    konzeptbedingt ist die bullet, die einzige wahl für meinen gebrauch (my needs) - weshalb ich die bullet bestellt habe bevor sie erhältlich war (presale).

    - rauch minimieren also kein gas, kein holz etc.
    - 1kg können und transportierbar (für mich heisst das keine 25kg)

    ich kenne induktion und nutzte es professionell seit ca. 1997 - es war mir sofort klar wie einzigartig das ist.

    nein - das beisst sich. entweder es sorg für eine optimale verteilung oder für schnellen auswurf - oder zwitter (dh. es kann beides nicht gut) für was sich alle hersteller entscheiden.
    nur dass bei der aillio das masse-bohnenverhältniss kleiner ist 1:15.4kg als zb ein normaler 1kg-gasröster (giessen) 1:150kg
    2. wird bei gas, die wärme erzeugt und geht dann zur und um die trommel herum und die heisse luft/gase durch die trommel durch.
    bei der bullet wird die wärme im material der trommel erzeugt (mittig bis ca 3/4cm von den rändern) aussen ist "kalte" luft (also luft, die von der trommel erwärmt wird und innen genau so)

    gas rösten kannst mit induktionsrösten nicht paralellisieren.

    Niveauregelung - ich geh schnell messen (mit iphone!) - das iphon kann das nicht messen (Tisch 0° - aillio aussen 0° trommel weiss ich nicht - wenn vorne angehoben -1° schätzung -1.5°)

    Zudem wird bei der aillio vorne bei der frontplatte, von untern luft angesogen - diese ist kalt - (oft sieht man dort chaff rauspurzeln - je nach fanspeed - der dann den chaff nach oben in den kanal ziehen kann/tut)


    von dem satz (rate ich dir) dich zu entfernen.

    temperaturen messen ist ein handwerk und unterliegt handwerks-vatiationen (um einen raum mit menschen mit einer temperturaussage zu "messen" - wirdst 10 messprofis haben die 10 untersch. temp. angeben)

    die messgenauigkeit des pt100 oder des ibts ist das geringste problem beim real-messen

    nun - optimieren des bohnen-temperaturverlaufs oder optimieren einer aus messvariationsproblemen gezeichneten kurve? - das musst wirklich überdenken/nachdenken

    alles andere das du dann vorschlägst beantworte ich erst danach - wäre sonnst sinnfrei
     
  7. #7 Tokajilover, 03.06.2020
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    btw. Flo's kurve ist viel rao-schöner - no questions there
     
  8. #8 zauberflo, 03.06.2020
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    Eben genau dazu ist dieser Thread ja super! Rao Kurven sind ja nur eine Leitlinie. Ich würde beispielsweise mit dem Bullet perfektete RoR Kurven hinbekommen, wenn ich die Trommeldrehzahl verändere (im Zuge der Röstung verringere) - das wäre dann aber, wie Tokajilover ja erklärt hat, lediglich eine Modifikation der Messwerte des Bean Sensors (wird anderst von den bohnen umspült).
    Ich hoffe hier posten noch einige Bullet Röster mit ihrer Herangehensweise - das hilft enorm die Röstvorgänge zu verstehen. Die Facebook Gruppe ist da schon gut, aber hier im Kaffee Netz wäre das schon auch eine Bereicherung.
    Beste Grüße!
     
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  9. #9 Yoku-San, 03.06.2020
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    Ich hab zwar (noch) keinen Bullet aber mich interessiert die Thematik sehr. Meiner Meinung nach, macht es schon Sinn, seine Röstungen nach den Profilen zu Tunen. Und wenn jemand mit soviel Erfahrung wie Scott Rao sagt, dass die Ror Kurve im Laufe der Röstungen permanent abfallen soll, dann versuche ich das zu befolgen. Und ich versuche meinen Röster so mit Artisan o.ä. zu tracken und zu regulieren, dass ich diese Vorgaben hinbekommen kann.

    Natürlich gibt es vielleicht auch andere Methoden, um tolle Röstungen hinzubekommen. Einige Röster (inklusive dem bei mir um die Ecke in Köln) sagen, man bräuchte solche technischen Hilfen nicht, das lernt man einfach so mit der Zeit. Aber ich hab ehrlich gesagt keine Lust dazu, im Heuhaufen die trinkbare Nadel zu finden und auf dem Weg Kiloweise Schrott zu produzieren. Mag für einen erfahrenen Röster vielleicht blöd klingen. Aber ich mache das eben (noch) nicht berufstätig.
     
  10. #10 KeinGewerbe, 03.06.2020
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    Aiaiai, das hatte ich auch noch nicht. Das System hat mir gesagt, dass meine Antwort zu lang sei. Sollte mir das zu denken geben…o_O

    Naja, hier Teil 1:

    Diese Meinung teile ich überhaupt nicht! Auch wenn es sicherlich Röster gibt, die ohne jede Software hervorragenden Kaffee rösten! Daraus eine allgemeingültige Empfehlung abzuleiten, halte ich für falsch. Auf der anderen Seite gibt es sicherlich Röster mit der tollsten Technik, die den Kaffee einfach nur braun machen.



    Eine ganz wichtige Aussage! Wie heißt es da so schön, am Ende röstet man noch immer Bohnen und keine Profile!

    Wenn der "steadily-declining-Hype" so ausartet, dass man anfängt Profile zu manipulieren, nur damit die Kurve passt, wäre das natürlich vollkommen am Ziel (für mich ist das Ziel: guter Kaffee!) vorbei.

    Trotzdem würde ich gerne von @Tokajilover wissen, warum du die ror so konstant bei ca. 15 hältst?

    Darum frage ich. Du machst das ja anscheinend ganz bewusst anders und ich würde gerne verstehen, warum? Was steht da für eine Überlegung hinter?

    Dein Gas-Management ist aus den Augen eines klassichen Trommelrösters betrachtet, auch eher ungewöhnlich. Wenn ich das mal als Prozentwert schreibe, sieht das so aus:

    50%, 70%, 80%, 90%, 80%, 60%, 50% 40%, 30%, 10%, 0%

    Das Management von @zauberflo sieht dagegen schon viel klassischer aus:

    90%, 70%, 50%, 40%, (50%)

    Die 50% am Ende habe ich mal in Klammer gesetzt, weil das Profil hier in meinen Augen etwas aus den Fugen lief. Ich vermute mal, Flo, dass du damit dem crash nach dem FC entgegensteuern wolltest? Allerdings kam es dadurch in der Folge zu einer "flattened ror". Vermutlich wäre es besser gewesen, mit weniger "mid-roast gas setting" dem FC entgegenzurösten. Z.B. den Sprung auf 50% früher zu vollziehen, oder eventuell sogar direkt auf die 40% zu gehen, oder ...



    Ich gehe weiter davon aus, darum auch meine Umrechnung oben beim Gas-Mamagement.

    Magst du da noch näher drauf eingehen? Was ist das für ein Konzept?

    Mal ganz ketzerisch formuliert: Wenn das Konzept ist, dass sich die Bohnen permanent an der Frontplatte tummel und man deswegen während des Röstens vorne irgendwas unter die Füße legen muss, dass man dann aber wieder entfernen muss, damit die Bohnen am Ende auch die Rösttrommel verlassen, finde ich das Konzept voll blöd!:p

    Zumindest hätte ich dann vom Hersteller erwartet, dass eine festverbaute Vorrichtung zum Aufbocken verbaut wird, wenn das zum Konzept gehört.



    Es ist sehr wohl möglich, bei geschlossener Klapper für eine sehr gute Durchmischung der Bohnen zu sorgen und bei geöffneter Klappe trotzdem eine vernünftige Auswurfgeschwindigkeit zu erreichen. "Zwitterlösungen" können hervorragend funktionieren! Ich zweifle nicht daran, das es schlecht konstruierte Gegenbeispiele gibt.

    Kritischer für eine optimale Durchmischung ist da die Abstimmung von Trommeldrehzahl und Batchgröße. Da muss man schon ein wenig experimentieren, bis man eine optimale Einstellung gefunden hat.

    Es mag natürlich sein, dass der Aillio so konstruiert ist, dass er die Bohnen besonders schnell herausbefördert. Aber ob die Durchmischung dann durch das 3 bis 5 mm Aufbocken wirklich optimal ist? Ist man damit einer gut konstruierten Zwitterlösung überlegen? Gibt der Hersteller da eine Empfehlung für die Aufbockhöhe mit raus? Hat sich das bei den Aillio-Nutzern als Standard durchgesetzt?



    Ich verstehe nicht, worauf du hinaus möchtest. Mir ging es nur darum, ob du den Röster alternativ erst direkt vor dem Drop wieder runterstellen kannst, um den "Knick" bei den Temperaturanzeigen zu vermeiden. Aber wenn das für dich kein Problem darstellt, kannst du es natürlich auch einfach so beibehalten.
     
  11. #11 KeinGewerbe, 03.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 03.06.2020
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    und hier Teil 2:
    edit: irgendwie habe ich beim Zusammenkopieren ein wenig "Wort-Saltat" fabriziert und einige Passagen doppelt gepostet. Ich habe nochmal aufgeräumt-


    Das ist mir durchaus klar. Darum geht es doch aber gar nicht. Mir ging es um die Aussage:

    Und hier ist mir unklar, wie die Veränderung der Neigung deines Rösters nach dem FC die Temperaturkurve deines Profils in der Art beinflusst, dass du sagst, dass du eine abfallende ror-Kurve hast, obwohl sie doch die ganze Zeit bei ≈15 steht?

    Ob deine Temperatursonden nun x°C messen, oder, aufgrund der Neigung (x+y)°C, spielt für die ror keine Rolle! Ebensowenig, ob die gemessenen Temperaturen der Realität entsprechen.



    Selbstverständlich geht es mir um das Optimieren des tatsächlichen BT-Verlaufs (vgl. mein Ziel: guter Kaffee)! Ich verstehe nur nicht, was den Aillio bei der Messung und Aufzeichnung von Temperaturen so sehr von klassischen Trommelröstern unterscheidet, dass hier eine abgeflachte / konstante ror in der Software einer abfallenden ror in der Realität entspricht.



    Solange ich nicht verstanden habe, wie der Aillio "tickt" werde ich erstmal gar nichts weiter vorschlagen, das wäre erstrecht sinnfrei!
    edit: Die Anmerkungen, die ich bereits gemacht habe, würde ich nur so stehenlassen, wenn sich der Aillio an der Stelle so verhällt, wie ich es von einem Trommelröster gewohnt bin.
     
  12. #12 zauberflo, 03.06.2020
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    Das war der Guatemala.... Ja ist wie vermutet aus dem Ruder gelaufen. Den Malabar habe ich mittlerweile gut im Griff, und auch der Brasilianer klappt ganz gut.
     
  13. #13 Tokajilover, 03.06.2020
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    also dass musst erklären - denn ror ist nur eine Berechnung
    bullshit in = bullshit out
    noise in = noise out

    meines auch - nur "gut" ist nicht mess/vergleichbar da persönlich.

    Trommelröster?
    gas ist ganz anders.

    ich mag eher von energiepotenzen reden als von temperaturen

    schon mal versucht zu rösten nur auf sicht und geruch - ganz ohne dokumentation (weder händisch noch pc)?
     
  14. #14 KeinGewerbe, 03.06.2020
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    Das sieht für 10 Röstungen doch schon sehr solide aus! Ganz grundsätzlich würde ich empfehlen, zu Beginn nicht nur die Batchgröße konstant zu halen, sondern am besten auch erstmal die Bohnensorte nicht zu häufig zu wechseln (am besten, bei einer Sorte zu bleiben). Aber ich verstehe natürlich gut, wenn die Vielfallt an Varietäten "juckt". Geht mir genauso.
     
  15. #15 finsterling, 03.06.2020
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    Ui.....
    Ror ist für mich die erste Messschnur. Dabei peile ich als Röstzeit irgendwas zwischen 15 und 20 Minuten an, bei einem Development von 30% .
    Nie, nie nie in den 2. Crack.
    Anfangs viel Power und erst gegen Schluss viel Fan.
    Wenn ich euer Vorgehen lese, komme ich mir vor wie ein Banause.

    Aber, ich bin gespannt was hier noch kommt.
     
  16. #16 Tokajilover, 03.06.2020
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    ich geh kaum je über 12min und 23% - danach schmeckt irgenwie alles "gleich"
    2.C auch nie

    anfangs viel power zeit sich bei mir gerne mit tipping.
    bei meiner bullet führt F3 - F4 zur höchsten Energieübertragung - F5 eher schon kühlend ausser bei P9 - F6 kühlt sicher.

    ab und zu wenn viel chaff in den bohnen war und die gefahr auf rauch (rauchgeschmack) dann hab ich mal schnell 4-5sek auf FC hochgeschraubt und allen losen chaff in den filter befördert.
    die bohnenmasse wird deshalb nicht wirklich kühler (aber die sensoren drehen durch ;) da sie im "wind" von frontplatte-unten stehen).

    ich röste mit der bullet nun seit august 2016
     
  17. #17 KeinGewerbe, 03.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 03.06.2020
    KeinGewerbe

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    Du bist definitiv kein Banause! Du röstest deinen eigenen Kaffee, wie geil ist denn bitte alleine das schon;) !
    Röstzeit hängt unteranderem auch mit der batchgröße zusammen. Auf was für einem Röster röstest du denn? 15 bis 20 Minuten sind schon recht lang, vor allem, wenn du nie bis in den 2nd Crack möchtest. 30% dev. ist auch viel. Da würde ich eher bei 20% ansetzten. Ich gebe es zu, ich bin ein Rao-Fanboy :p

    Aber Röstdefekte (z.B. gebackende Aromen / flache unterentwickelte Kaffees) lassen sich sehr wohl im Rahmen eines cuppings als solche identifizieren.
    Und da bin ich noch immer der Ansicht, dass du dich mit deiner konstanten ror in diesem Rahmen bewegst. Zumindest wäre der Kaffe definitiv hinüber, wenn ich so ein Profil in Artisan hätte. Deiner ist bestimmt super, i just don`t get it!

    Das ist einfach erklärt:
    Eine Temperatursonde misst die Temperatur. Bei der Messung kommt es zu Abweichungen von der tatsächlichen Temperatur. Diese Abweichungen sind aber (relativ) konstant.
    Jetzt kannst du deinen bullet "flach" stehen lassen und ein festes Röstprofil fahren. Die Temperatursonde misst dann den Temperaturverlauf in Abhängigkeit von der Zeit.
    Jetzt kannst du deinen bullet "aufbocken" und dasselbe Röstprofil erneut abfahren. Die Temperatursonde misst wieder den Temperaturverlauf in Abhängigkeit von der Zeit.
    Auch wenn sich jetzt die BT-Temperaturen bei den beiden Röstungen aufgrund der veränderten Neigung leicht voneinander unterscheiden, ist die ror gleich.
    Das ist auch der Grund, warum man ror-Kurven gut mit anderen Röstern vergleichen kann, wohingegen das Vergleichen von absoluten Temperaturen (z.B. charge-temperature) weniger sinnvoll ist.

    Das müsstest du mir bitte einmal näher erklären. Ich bin zwar Lehrer für Physik und Technik, aber da ist mir noch nicht klar, worauf du anspielst. Gerne mit konkretem Bezug auf die Umsetzung beim Rösten, weil sonst nicht praxisrelevant.

    Ja, als ich noch den W1M hatte, war ich mehr oder weniger dazu gezwungen. Gut, eine Anbindung an Artisan war auch damit möglich, ging bei mir aber auch nicht "out of the box".
     
  18. #18 Tokajilover, 04.06.2020
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    sind sie nicht - da immer andere umgebung und andere zuluft und andere abluft bedingungen herrschen.

    das fahren lassen von fertigen profilen führt in meiner sich ändernden umgebung zu anderem kaffee.
    so nutz ich die bullet gar nicht mehr - da passt es für mich nicht.

    ror ist der erechnete wert einer messung - ist die messung unsauber ist ror unsauber.

    da hab ich evtl. falsche/leien begriffe gewählt die für den profi verwirrend sind.

    der garraum der bullet ist kein geschlossenes system.
    die induktionsmagnete und die trommeln haben herstellungsvariablen - sind ungleich
    die aussentemperatur (die direkt in die trommel kommt) ist jedes mal eine andere
    die luftgeschwindigkeit ist ungeich (sieb verstopfungsgrad, zug durch wind am abluftror, etc)
    die zu rösteten bohnen sind ungleich (feuchte, menge, dichte)

    dadurch sind messwerte und berechnungen so unterschiedlich dass sich ein vergleich zu anderen nicht lohnt - zu seinem eigenen system (zeitlich und ortsunterschied) auch nicht.

    also was ich meinte, war zu bereden, wann schieb ich, mehr oder weniger energie in die materie und erhalte davon welchen resultatsunterschied.

    ------

    vergleichen wir nochmal die beiden profile - meins und das von flo

    er heizte vor mit 300° - meine mit 245° (er hat deutlich mehr energie in der trommel ca 18%+ mehr)
    er nutzte sogleich F3 - ich F1 (er nutzte deutlich bessere Wärmeübergabe (geschätzt über rorvergleich ca 30%) als ich, weshalb?)
    es resultiert:
    er ror 22 - ich 15
    diese P9/F3 hällt er bis ca 04:15 und hat dann ror 15 - ich ging runter auf P5/F1 (wesentlich geringerer wärmeeinschub und geringere wärmeübergabe an die bohnen/sensor) und erhöhte erst als die bohnen durch die trommelwärme, sanft auf "wasserverdampfungstemp." kamen. dann P6-P7-P8 und bei ca 04:15 P9 (dabei F1 zu F2 also etwas mehr aber deutlich weniger wärmeübertragung auf bohnen/sensor als das andere profil.

    vergleichen wir malliard anfang (müsste ca echte bohnentemp sein von 140°C herum)
    er ca 03:45 - ich ca 04:30 (das macht ca 20% schneller) - wenig für so viel mehr energieübertrag, oder?

    FC markierungen (sind individuell da jeder einen anderen moment klickt) aber nehmen wir eine BT von ca 185°C an
    er 07:20 - ich ca 08:00 (jetzt sind meine bohnen nur noch 9% langsamer - wie ist das möglich bei so viel weniger energie?)

    Mit P5 (relativ viel energieeinschub) / F5 (nur leichte kühlung) kommt er auf knapp 195° bei 08:40 herum
    Mt P1 (fast kein energieeinschub) / F6 (deutliche kühlung durch aussenluft) kommt meine auf die 195 bei ca 09:00 herum (das sind nur noch ca 7% langsamer)

    wie kann es sein? dass seine bohnen bei derart höheren energetischen einschüben dann nur 7% schneller auf dieser temperatur waren?

    imho: wurden seine messwerte durch höhere bohnenmasse am sensor und dadurch viel höheren (berechnungs-) ror - so angezeigt
    bei mir, durch geringerem luftzug und geringerer masse am sensor - zeigten die messwerte im vergleich weniger an. (aber die energetische aufnahme der bohne kann nicht viel geringer gewesen sein)

    also traust du dem sensor und dem errechneten wert (ror) oder der bohne? - die bohne weiss es besser ;-)

    so hat also meine bohne kaum eine andere energieaufnahme erfahren als seine (etwas geringere energieaufnahme schon - klar!) also kann die kurve von ror im vergleich nicht stimmen - denn die bohnen, zeigen grosse ähnlichkeit (+/- 7%)
     
  19. #19 Tokajilover, 04.06.2020
    Tokajilover

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    wo können wir von einander lernen?

    wenn flo uns sagt, warum er seine parameter so gesetzt hat - und zeigt wie das bohnenbild und die röstfarbe ist - und geschmacklich beschreibt. ebenso ich.

    und dann kann man schauen ob andere, auf bessere wege für seine eigenen ziele kommen.
     
  20. #20 zauberflo, 04.06.2020
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    Das besprochene Profil ist ja leider nicht ganz so gelaufen wie ich wollte. Ich hatte bereits eine Guatemala Röstung mit 280 Charge Temperatur und hatte da am Schluss zu wenig Energie für meine gewünschte DTR. Daher habe ich dieses mal 300 Charge und höhere Energiezufuhr während der Röstung gewählt. Ich wollte wissen, ob mir eine "schnelle Röstung" besser in der Tasse schmeckt, als eine langsamere. Ergebnis war: 23 % Development 112 Tonino (light). Auch ich orientiere mich als Anfänger an Raos Vorgehensweise. Schmecken tut er mir sehr gut in der V60. Auch mit langen Blooming Profilen auf der DE1+ schmeckt er mir. Die Decent De1+ ist meiner Ansicht nach perfekt für Selber Röster - man kann wirklich alle Parameter beeinflussen. Ich hatte zuvor den Ikawa Röster - den Guatemala habe ich immer sehr säurelastig empfunden, was ziemlich schnell zu sauer werden kann. Ich hatte aber noch ein paar KG und habe mich daher weiter daran versucht. Ich gebe ihn teilweise auch zu einem drittel zu meinem Malabar - da passt dann die Säue wunderbar dazu, auch bei Standard Espresso Profilen (Druck oder Flow). Grundsätzlich wird man durch die Rösterei anspruchsvoller im Geschmack - Malabar zb ist für mich jetzt ein guter Kaffe zum Lernen, kommt danach aber wohl kaum mehr in den Bullet.
    SG Florian
     
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Aillio Bullet, Profile und Roastime Diskussionen

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