Alte Gastro Mühle, nur welche ist es? (>Fiorenzato T80)

Diskutiere Alte Gastro Mühle, nur welche ist es? (>Fiorenzato T80) im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hi, hab zu meiner LaCimbali M31 noch eine ältere Gastromühle bekommen. Die Identifikation derer gestaltet sich etwas schwierig, da auf der Mühle...

  1. Jockey

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    Hi,
    hab zu meiner LaCimbali M31 noch eine ältere Gastromühle bekommen. Die Identifikation derer gestaltet sich etwas schwierig, da auf der Mühle wirklich absolut gar nichts steht, was einen Hinweis geben könnte. Wollte es dem Verkäufer zuerst nicht glauben, aber "220 Volt" ist die einzige Angabe...

    Zur Mühle selbst, das Gehäuse ist gusseisern, das Mahlwerk hat große Scheiben, wobei man die obere quasi auch direkt zur Mahlgradverstellung in der Hand hat. Dazu hat die Mühle einen Doser mit 6 Kammern, an welchen ein Zähler gekoppelt ist. Daran angebracht ist auch ein 54mm konvexer Tamper. Über den Schalter geht die Mühle in den Dauerlauf. Der Kunststoffhopper ist lose aufgesetzt, hat nen Absperrschieber und fasst ~1kg Bohnen.
    Vielleicht kann sie ja jemand identifizieren? Über Bildersuche stoße ich auf eine uralte Kleinanzeige, welche aber nicht mehr verfügbar ist, einzige Information hieraus: "Magister". Könnte optisch sein aber auch hierzu gibts reichlich wenig Informationen...

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    Auf der Rückseite sieht man, dass hier mal ein Logo/Schriftzug angebracht war, mehr lässt sich aber nicht erkennen.
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  2. #2 Sansibar99, 14.07.2019
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    Fiorenzato T80?
     
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  3. Jockey

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    Das scheint schon sehr gut zu passen, nicht 100% identisch aber schon nahezu. Gibt es eine Möglichkeit das sicher zu bestätigen, Typenschild im Fuß oder sowas vielleicht? Danke jedenfalls für die schnelle Antwort :)
     
  4. #4 vectis, 14.07.2019
    Zuletzt bearbeitet: 14.07.2019
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    Hallo,
    ich tippe auf eine Quamar M80, die letztlich nur ein geringfügig modifizierter Nachfolger der Fiorenzato T80 ist.

    Quamar M80 Espresso Grinder

    Ähnlich verhält es sich mit dem Modell T48, die es sowohl von Fiorenzato gab, als auch dann eine zeitlang parallel von Quamar.
    Das hängt mit den Geschichten beider Firmen bzw. der Verwandtschaft von deren Mitgliedern zusammen.
    Ein Familienmitglied hat sich nach einer Streitsituation um die Nachfolge bzw. Firmenfortführung von der Usprungsfirma Fiorenzato mit einem Freund zusammen getan und Quamar gegründet.

    Die andere Produktionslinie mit den Maschinen läuft nun unter der aktuellen Firma Fiorenzato weiter bzw. wird weiterentwickelt.
    In diesem Zusammenhang gab es wohl die Übereinkunft, dass Quamar die erwähnten Mühlen, die noch in der alten Firma entwickelt worden waren, unter dem eigenen Firmennamen produzieren bzw. weiterproduzieren darf.

    Quamar-Modelle wurden und werden auch im Gastro-Bereich ungelabelt angeboten, so dass ein entsprechendes Schild oder Aufkleber fehlen kann.
    Meine Quamar T48 ist so ein Fall, daher habe ich sie recht günstig gebraucht erwerben können.

    Dass bestimmte Mühlen, aber auch Espressomaschinen gelegentlich umgelabelt angeboten wurden und werden, ist ja nicht so ungewöhnlich. Für die Hersteller scheint es eine gute Möglichkeit zu sein den Absatz zu vergrößern.
    Wer genau darauf achtet und auf den originalen Namen nicht so den Wert legt, der kann mitunter günstige Schnäppchen machen.
     
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  5. #5 florenz-k, 14.07.2019
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    Hallo,
    ich hatte auch mal eine "Magister"- Mühle. Das war aber ganz sicher eine umgelabelte Fiorenzato T80.
    Bei der Quamar sehen die Gehäusekanten etwas gerundeter aus, nicht so scharfkantig wie bei deiner und die Gummifüße sind definitiv anders. Bei Fiorenzato war der Fuss Alu poliert, nicht lackiert (das ganze Gehäuse ist Aluguss, nicht "gusseisern").
    Ich tippe also auf eine umgelabelte T80.
    Gruß
    Frank
     
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  6. Jockey

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    Danke für die Antworten, "gusseisern" war mein erster Eindruck mit dem Gewicht verbunden, Aluguss stimmt natürlich... Dann sollte es für die Mühle ja die relevanten Ersatzteile geben wenn sie so umfangreich vertrieben wurde. Wenn ich Lust und Laune hab werde ich sie mir dann für den Heimbetrieb als Zweit (oder dann evtl Erst-) Mühle umbauen, wird sich sicherlich lohnen :D
     
  7. vectis

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    Ich denke auch, denn diese Mühlen sind qualitativ ohne Fehl und Tadel.
    Sie sind eben auf die Verwendung in der Gastronomie ausgelegt und entsprechend robust.
    Ich möchte meine T48 nicht mehr missen.

    Viel Freude also mit der T80 oder M80.
    ;)
     
  8. Jockey

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    Danke, sie ziert sich noch etwas Freude zu bereiten aber das sei ihr vergönnt :D
    Der Doser ist ab, leichte Beschädigungen vorhanden aber in Ordnung, wird wohl komplett ersetzt. Die Mahlgradverstellung wehrt sich da schon heftiger, offenbar wurde die Mühle über die Jahre nur in einem bestimmten Bereich verstellt und der Rest des Gewindes hat sich zugesetzt, so die Vermutung. Freigängig ist eine halbe Umdrehung möglich, mit großer Kraft eine ganze. Entsprechend bekomme ich die obere Mahlscheibe auch nicht raus um die Mühle zu begutachten und zu reinigen.
    Weiß jemand zuällig ob es dafür Spezialwerkzeug gibt, so eine Art Zange? Wenn ich den Kranz mit nem 3-Arm-Abzieher fixiere wird der meiner Einschätzung nach brechen... Oder gibts ein kriechendes Spray, dass die Kaffeerückstände wegspült und das ganze wieder freigängig macht?
     
  9. #9 turriga, 14.07.2019
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    Speziell dafür kenne ich nichts. Temperatur mit Hilfe eines Föns be wirkt aber meist Wunder, manchmal (zusätzlich) noch ein Ölfilterschlüssel mit Lederband, bei dem man aber schon aufpassen muss, dass dessen Nieten nicht zu Beschädigungen führen, wäre jammerschade. Sollte es einen Sicherungsstift geben, muss der natürlich auch gedrückt werden, dass sich was bewegen kann. Dann ist die Drehrichtung noch wichtig, zumeist genau anders herum, als man dies von Schraubgewinden eigentlich kennt, im Uhrzeigersinn gehts raus, nicht rein.
     
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  10. #10 Jockey, 15.07.2019
    Zuletzt bearbeitet: 15.07.2019
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    Den Heißluftfön habe ich heute in Verbindung mit WD40 gestern und heue ausprobiert, ist ein ganz schönes Projekt bei so einem dicken Aluklotz, der zieht die Hitze erstmal schön weg bevor sich die gewünschte Stelle erwärmt. Daduch hab ich vielleicht nochmal 1/4 Umdrehung gewinnen können, wirklich gebracht hat es allerdings nichts... Da Die Mühle die Hitze hervorragend speichert habe ich danach noch versucht den Mahlring gezielt abzukühlen und dadurch noch etwas zu erreichen, ebenfalls Fehlanzeige. So langsam bin ich mit meinem Latein am Ende, habe das Teil in nem Shop Übersee für 75$ (edit: gibts auch hier für ~60€) neu gesehen, wäre dann die allerletzte Rettung.
    Die Zweifel, ob ich vielleicht eine Arretierschraube oder ähnliches übersehen habe, nun ja, ich war mir sicher, dass dem nicht so war aber wer weiß, vielleicht könnt ihr ja noch was erkennen? Der Schlitz auf dem zweiten Bild käme mir verdächtig vor, mehr aber auch nicht.

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  11. #11 turriga, 17.07.2019
    Zuletzt bearbeitet: 17.07.2019
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    Nicht ungewöhnlich, da hilft nur Geduld und Spucke, bzw. vielleicht doch besser ein etwas wirksameres Kriechöl als etwa WD40.
    Gute Erfahrungen habe ich auch mit der Methode „Vor- und wieder Zurückdrehen“ gemacht, ähnlicher Effekt wie etwa beim Gewindeschneiden auch. Weiterhin wäre eine Hebelwirkung über etwa den schon beschriebenen Ölfilterschlüssel mit Lederband sicher zielführend, da du ja wohl ein recht „zähes Luder“ erwischt hast, kommt aber halt vor.
     
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  12. #12 Carboni, 17.07.2019
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    Versuche es mal mit einem heißen Körnerkissen. Das hat bei meiner Fiorenzato zusammen mit dem Ölfilterschlüssel letztändlich zum Ziel geführt. Sie lässt sich nun butterweich verstellen, man muss nur beide Gewinde immer peinlich sauber halten, damit es so bleibt. Sie ist eine sehr gute Mühle und steht meiner Mazzer in nichts nach. DSC_0014.JPG
     
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  13. Jockey

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    Nachdem das passende Werkzeug, der Ölfilterschlüssel, gefunden war hatte ich kurzzeitig nochmal neue Hoffnung geschöpft. Der ST-Halter wurde demontiert* um die Mühle ordentlich am Tisch fixieren zu können und das Werkzeug hat ausreichenden Grip am "Mahlkranz".

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    Nichtsdestotrotz hat mich die Mühle in die Knie gezwungen, nach mehrmaligem Rücken ein- und ausrenken, gefolgt von hörbarem Knacken, bleibt die Mühle trotzig an ihrer Position und bewegt sich nicht weiter. Sowas passiert mir selten, aber hier gebe ich mich geschlagen. Auf nicht zerstörerischem Wege habe ich verloren, es ist nichts mehr zu holen.
    Immerhin ging in Richtung fein Dank des Werkzeugs noch was und ich konnte die Scheiben zum Kontakt bringen, von hier an geht jetzt etwa eine 3/4 Drehung Richtung grob leichtgängig. Interessanterweise bleibt immer der Spielraum von besagter 3/4 Drehung, gehe ich mit Gewalt zB gröber bekäme ich die Scheiben nicht mehr von Hand zusammen. Vermutung ist, dass im Gewinde Dreck hin und her geschoben wird, wenn man drüber nachdenkt ist das trotzdem nicht wirklich sinnig.




    *Beim Demontieren des ST-Halters ist eine Mutter ins Gehäuse gefallen, schäbige Konstruktion... Ich hoffe mal das dies nicht original so war. Wie dem auch sei, dies führte mich dazu, dass ich den Fuß demontiert habe und in einem auch gleich den Motor begutachten konnte. Dieser hat meiner Einschätzung nach bereits gehöriges Spiel :/
    Im Zusammenhang mit obigem Problem, würde ich die Situation so einschätzen, dass sich die Investition in einen neuen Mahlkranz (~50€) nur bedingt lohnen würde, da der Motor nicht mehr einwandfrei ist.
    Da ich mit der Mühle nun wahrscheinlich ordentlich espressofein mahlen kann, werde ich sie einfach so wie sie jetzt ist testweise in Gebrauch nehmen. Langfristig wird sie vermutlich aber eher veräußert werden, eigentlich schade, gedanklich hatte ich sie schon im gebürsteten/polierten blanken Alu in der Küche stehen :(
    Außerdem sind noch 10 Pfennig von 1985 in der Mühle aufgetaucht, nur so nebenbei :D

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  14. vectis

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    Hallo,

    ich möchte Dir trotz aller bisherigen Versuche empfehlen, nochmals und gezielt von oben mit einem Heißluftgebläse auf den Mahlkranz einzuwirken.
    Und dass so intensiv, dass das Ding richtig heiß wird.
    Es geht doch darum, das die Gewindegänge verklebende, weil verharzte Kaffeefett "weich" zu bekommen, denn nur dann kann die Haftwirkung überwunden werden.
    Dazu kommen natürlich noch kleine Kaffeemehlkrümel, die die Sache noch schwergängiger bis eben fest werden ließen.

    Aber das verharzte Kaffeefett ist nach meinen Erfahrungen an einer sehr verschmutzt gewesenen SM 90 genau der Grund weswegen sich der Mahlkranz bzw. Mahlscheibenträger nicht mehr einstellen und komplett herausdrehen ließ.
    Nach mehreren Versuchen gelang das schließlich und nach der peniblen Reinigung des Gewindes freut man sich wie leichtgängig das gehen kann.
    Das sollte Dir auch gelingen.

    Viel Erfolg.
     
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