Andreja Premium Aufheizzeit langsam

Diskutiere Andreja Premium Aufheizzeit langsam im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo zusammen, folgende Probleme konnte ich beobachten: - Wasser läuft eher langsam - kein Spratzeln beim Leerbezug nach längerer Stehphase -...

  1. Djkoe

    Djkoe Mitglied

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    Hallo zusammen,

    folgende Probleme konnte ich beobachten:

    - Wasser läuft eher langsam
    - kein Spratzeln beim Leerbezug nach längerer Stehphase
    - Cooling Flush nicht notwendig
    - Temperatur an Brühgruppe bei 1,3 bar Boilerdruck max. 91 Grad
    - beim Bezug sinkt Temperatur schnell ab von 91 bis auf 84 Grad in etwa 30 Sekunden
    - Wasser läuft bei Leerbezug etwas langsam, ein etwa 2-3 mm mittiger Strahl. Wasser läuft kaum über die gesamte Dusche verteilt heraus
    - 9 bar Bezugsdruck werden erreicht, Manometer steigt langsam auf 9 bar (7-9 Sekunden bis voller Druck da ist - Preinfusion?)

    Mein Nachbar hat eine BFC Junior Plus mit gleichem Boiler und gleich eingestelltem Druck. Wir haben mal die Aufheizzeiten verglichen. Boilerdruck von 1,3 bar bei beiden nach 7 Minuten erreicht. Nachbar war nach 10 Minuten schon bei 67 Grad, ich hingegen bei 45 Grad. Mag sein, dass er möglicherweise eine stärkere Heizspule verbaut hat, aber solche Unterschiede sind zu groß. Bei mir tat sich nach 5 Minuten nichts, wohingegen mein Nachbar bereits 10 Grad Anstieg zu verzeichnen hatte.

    Meine Vorstellung eines korrekt funktionierenden Systems:

    - Aufheizzeit etwa 25 - 30 min, sodass der Brühkopf 88-90 Grad Temperatur erreicht
    - Bezugstemperatur konstant bei 93 Grad (je nach Boilerdruck)
    - CollingFlush notwendig bei länger stehender Maschine, dann mit klar erkennbarem spratzelnden Wasser
    - höhere Wassermenge bei Leerbezug und über gesamte Dusche verteilt auslaufend

    Meine Vermutungen:
    - Wasserzirkulation der Wärmetauschers gestört
    - Am Zu- und / oder Ablauf zum Wärmetauschers könnte es relativ dicht sein (Kalk)
    - Manometer zeigt falschen Druck an? (Unwahrscheinlich da neu, aber der Vollständigkeit halber hier mit aufgeführt)

    Was ich tun könnte
    - Wärmetauscher Entkalken. Brühgruppe Entkalken (was bereits sehr gründlich durchgeführt wurde).

    Sofern ich mit meiner Vermutung nicht völlig auf dem falschen Dampfer unterwegs bin, wäre ich für eure Tipps zur gründlichen Entkalkung des Wärmetauschers sehr dankbar!!! Wenn es geht, möchte ich den kompletten Ausbau des Boilers verhindern.

    Fragen:
    - Was kann ich evtl. mechanisch von Kalk befreien?
    - Welche Werkzeuge / Reinigungsgegenstände brauche ich?
    - Welcher Entkalker ist für diesen Fall geeignet?
    - Wird besser mit kaltem Wasser/Entkalker-Gemisch entkalkt oder mit warmen?

    Bin für jede Hilfe dankbar :)

    Danke!
    Bleibt gesund und trinkt leckeren Espresso ;-)
    Daniel
     
  2. honsl

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    Klingt meiner Meinung nach tatsächlich nach Verkalkung. Man liest ja auch häufiger von kleinen Kalkbröckchen, die sich bei einer Durchlaufentkalkung lösen und dann den Wasserfluss be/ verhindern.

    Welches Wasser (Werte) nutzt du denn bei der Maschine?
    Wie lange ist die letzte komplette Entkalkung her?
    Wie bist du bisher bei der Entkalkung der Brühgruppe denn vorgegangen (welcher Entkalker etc)?

    Möglicherweise hilft dir auch das hier, um dir ein Bild machen zu können:

    Anleitung: Kalk im Kessel "schnell & einfach" überprüft

    Damit solltest du dir relativ schnell und einfach ein Bild des Zustandes machen können.
     
  3. Djkoe

    Djkoe Mitglied

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    Wir haben hier Wasserhärte 14 und ich filtere das für die Maschine durch einen normalen Britta-Tischfilter. Ein Endoskop besitze ich bereits, allerdings ist es nicht so einfach damit in den Wärmetauscher hineinzusehen, ohne viel Schrauben zu müssen. Gibt es irgendein Mittel welches eventuelle Kalkbröckchen zuverlässig auflöst? Wäre ein putzen mit Pfeifenreiniger hilfreich?
     
  4. #4 honsl, 13.12.2020
    Zuletzt bearbeitet: 13.12.2020
    honsl

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    Du musst ja nicht zwingend in den HX schauen. Ein Blick in den Kessel lässt ja auch einigermaßen Rückschlüsse auf das Innere des Wärmetauschers zu.
    Danach würde ich Entscheidungen fällen.
    Mittel der Wahl zur Entkalkung ist meiner Meinung nach Amidosulfonsäure. Wirkungsvoll und günstig (1 Liter für 49 Cent bei Rossmann oder dm.

    Screenshot_20201213-004849_Chrome.jpg

    Ich persönlich würde hierfür dann aber dennoch alle zugänglichen Rohre und Bauteile demontieren und in Amidosulfonsäure einlegen (sofern das tatsächlich notwendig ist und kein anderer Defekt vorliegt)
     
  5. Djkoe

    Djkoe Mitglied

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    So, hab nun mal beim großen Fluss 1 kg 98%ige Amidosulfonsäure geordert. Damit werde ich zunächst in mehreren Durchläufen versuchen Besserung herbeizuführen. Hilft das alles nichts, dann werde ich die Maschine komplett zerlegen.

    Besten Dank erst mal :)

    Ich werde hier berichten ..

    Weihnachtliche Grüße
    Daniel
     
  6. honsl

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    Ok...Dosierung ca. 10%, Wasserlöslichkeit ist besser bei ca. 50° Grad.

    Ich würde empfehlen zumindest die wirklich leicht zugänglichen Rohre separat einzulegen und ggfl. mit einer kleinen Bürste, oder dem von dir erwähnten Pfeifenreiniger mechanisch zu bearbeiten.

    Aber alles natürlich nur, wenn du dir über den Grad der Verkalkung im Klaren bist. Möglicherweise liegt die Ursache deines Problems ja auch woanders und von einer grundlose Entkalkung würde ich abraten.

    Womit hast du bisher die Gruppe entkalkt?
    Wie ist dein Härtegrad nach dem Brittafilter?

    Möglicherweise wäre das verschneiden des Leitungswassers mit nachweislich geeignetem Flaschenwasser die bessere Variante.
     
  7. #7 Thosch2602, 13.12.2020
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  8. Djkoe

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    Danke für deine Tipps :)

    Meines Wissens nach senkt ein Tischfilter etwa 5-6 Härtegrade runter. Demnach bleibt dann bei mir noch etwa Härtegrad 8-9. Ich habe keine Teststreifen hier um die Härte zu bestimmen. Ab 8,4 spricht man von weichem Wasser. Eine zusätzliche Vermischung mit Flaschenwasser ist interessant, aber für mich keine Option. Dann bringe ich lieber zunächst die Maschine in Ordnung und entkalke 1x im Jahr, bevor ich anfange noch mehr Kisten zu schleppen.

    Ich hatte bei einer vorherigen Reparatur (Tausch des Manometers) einen fetten Kalkpfropfen entfernen müssen, welcher an der Bypass-Verschraubung zum Wärmetauscher-Brühwasser-Auslass gesessen hatte. Daher vermute ich auch einen ähnlichen Zustand innerhalb des HX. Insbesondere das dünne Kupfer-Röhrchen das Ablaufes (zur Brühgruppe) habe ich unter Verdacht. Ich weiß, dass der Besitzer vor mir ungefiltertes Leitungswasser verwendet hatte. Dort wird wohl die Verkalkung beschleunigt entstanden sein.
     
  9. Djkoe

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    Da ich die Maschine noch nicht allzu lange besitze, habe ich einmal prophylaktisch mit einem in Kalkar von espressovision.de entkalkt. Das ist ein Flüssigentkalker welcher Amidosulfonsäure, Maleinsäure und Zitronensäure enthält.
     
  10. honsl

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    Ich würde das testen. Dann weißt du es sicher. Ansonsten bleibt es Mutmaßung.
    Diese Tischfilter haben anfangs wohl eine relativ starke Wirkung, zum Ende des Zyklus sollen sie dann allerdings in der Leistung mitunter stark nachlassen.
    8-9 ° ist auch schon leicht über der Grenze.
    ECM empfiehlt bspw. 4°
    Ich persönlich würde nicht über 7° gehen.
    Besser als jede Entkalkung ist das vermeiden von Ablagerungen.
    Viel Erfolg
     
  11. #11 Gandalph, 13.12.2020
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    Bei uns ist es ähnlich - 15-18dH Basiswasser, welches ich im BWT Tischfilter filtriere - ich komme auf 8-9°dH bei 15° Zulauf.
    Bei meiner rocket EVO - 1,8 Ltr. Zweikreiser- habe ich jetzt in knapp 8 Jahren den Brühkreis ( HX , TS ) 4 Mal Durchlaufentkalkt - erst kürzlich wieder. Den Kessel einmal nach etwa 4-5 Jahren.

    - das Problem hört sich auf jeden Fall nach Verkalkung an. Wahrscheinlich die Engstellen im Thermosifon - also Bögen beim Zulauf zur Gruppe, oder beim Rücklauf und Eingang zum HX.

    Falls du eine Durchlaufentkalkung anstrebst, achte darauf, dass dabei kein Entkalker in den Kessel gelangt - es sei denn, du willst auch den entkalken.
    Also erst den Kessel nachpumpen lassen ( dazu etwas Wasser daraus entnehmen ). Dann kann man den Tank mit Entkalker befüllen, und nur den Brühkreis - HX und TS entkalken. In Abständen beziehen und Einwirken lassen, um auch den Thermosifon ausreichend zu entkalken. Ich verwende 15gr/Ltr. Sulfamid - dazu klick!

    Wenn es wirklich zu Komplikationen kommen sollte, kann man immer noch zerlegen - an dem Strang, der beim Rückschlagventil los geht, hängt oft noch das Manometer, das Expansionsventil, und dann geht es schon durch den HX und weiter zur Gruppe - da kann man ja oben auch einfach mal reinschauen, ob Feststoffe dabei sind. Sulfamid löst Kalk aber schon sehr effektiv auf.

    lg ...
     
  12. Djkoe

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    Okay, danke für die Tipps :) Ich bin zuversichtlich, dass Problem in den Griff zu bekommen.

    Werde meine Fortschritte hier rein schreiben

    Gruß
     
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  13. Djkoe

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    Nur mal so blöd gefragt:

    Könnte es sein, dass meine Wasserstandssonde zu tief drin hängt und deshalb nicht genügend Wasser am Wärmetauscher ansteht um schnell genug zu heizen?
     
  14. #14 Gandalph, 13.12.2020
    Gandalph

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    Das glaube ich weniger. Der HX wäre dann zumindest noch im heißen Dampf. In erster Linie kommt sowas von Verkalkung - und da ist meist der HX als erstes davon betroffen.
     
  15. Djkoe

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    Spontan mal nachgeschaut und festgestellt, dass Sonde bis Anschlag drin steckte. Hab sie um 3-4 cm hoch gesetzt. Nun beobachte ich mal die Aufheizzeit. Ich berichte...
     
  16. Djkoe

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    Erste Erkenntnis: Brühgruppe wird tatsächlich merkbar schneller warm, aber ganz normal ist das noch nicht. Werde definitiv entkalken müssen.

    Schönen Abend Euch
     
  17. #17 Thosch2602, 13.12.2020
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    Also meine Andreja ist nach 20-25 Minuten so heiß, das ich den Siebträger nicht mehr länger als 2 Sekunden mit dem Finger berühren kann.
    Ich gehe nicht davon aus, dass sich Kalk im System befindet. Habe vor einem halben Jahr Mal eine Durchlaufenkalkung gemacht.
    Wasserhärte hier 4°dH
     
  18. Djkoe

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    Okay, weisst Du zufällig wie hoch deine Sonde steht? Nur um mal einen Anhaltspunkt zu bekommen. Du besitzt ja die selbe Maschine. Entkalken bzw. Auseinandernehmen werde ich sie bestimmt, da ich für mich wissen will was los ist.
     
  19. #19 Thosch2602, 13.12.2020
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    Nein, keine Ahnung.
    Ich denke aber auch, dass die Höhe der Sonde keinen Einfluss auf die Heizzeit hat.
    Wie lange braucht deine Maschine zum Aufheizen?
    Ich arbeite mit 1,5bar Kesseldruck.
     
  20. Djkoe

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    Die zeigt den Verlauf gegenüber der BFC meines Nachbarn...
     
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