Astoria Sonja AL --> Problem mit extrahierter Espressomenge

Diskutiere Astoria Sonja AL --> Problem mit extrahierter Espressomenge im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo Forum, mir ist eine Astoria Sonja AL mit alter Hebelgruppe zugelaufen. Maschine ist einem guten bis sehr guten Zustand, ist angeschlossen...

  1. #1 Hape1, 03.04.2021
    Zuletzt bearbeitet: 03.04.2021
    Hape1

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    Hallo Forum,

    mir ist eine Astoria Sonja AL mit alter Hebelgruppe zugelaufen. Maschine ist einem guten bis sehr guten Zustand, ist angeschlossen und läuft seit ein paar Tagen.

    Ok, es stellt sich folgender Effekt ein:

    Eine chremige Extraktion des Espressos will mir nicht gelingen. Wenig Chrema, die sich relativ schnell verflüchtigt. Leider habe ich zur Zeit nur das beiliegende Doppelsieb (Füllmenge unbekannt, vllt. 14 gr.) zur Verfügung.

    Mit ca. 16gr. befüllt, gelingt mir keine Menge über 28 gr., eher 25 gr.:

    Mit der Temperatur habe ich schon gespielt, das hat auf den Effekt keinen Einfluss.

    Die verwendete Bohne kenne ich von meiner LSM80 völlig anders, Chremastark und intensiv.

    Nun meine Frage, von welchen Faktoren ist die extrahierte Espressomenge abhängig, bzw. gibt es bei der Astoria-Gruppe eine max. Wassermenge, so das die von mir angepeilten mind. 32 gr. unrealistisch sind? Bei der LSM sind 38-40 gr. kein Problem.

    VG
    Hape
     
  2. #2 turriga, 03.04.2021
    turriga

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    Die unterschiedlichen Federstärken (bei der LSM müssten es ja sogar Doppelfedern sein) könnten da schon eine Rolle spielen.
    Ist die in der Astoria verbaute denn neu und welche Länge hat die denn?
     
  3. #3 silverhour, 03.04.2021
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    Den Wiki-Artikel über Handhebelgruppen kennst Du ? Handhebelbrühgruppe – KaffeeWiki - die Wissensdatenbank rund um Espresso, Espressomaschinen und Kaffee
    Bei der CMA Gruppe sollten die angepeilten 32gr machbar sein, sogar mehr.

    Wie schaut es mit der Durchlaufzeit aus? Zu kurz? Zu lang? Entsprechend wäre der Mahlgrad der Parameter, mit dem ich zuerst spielen würde.
    Anonsten hat die HH-Gruppe einen anderen Durckverlauf als eine Pumpenmaschine. Daher wundert es natürlich nicht, wenn das Ergebnis anders ist als aus der Pumpenmaschine....
     
  4. Hape1

    Hape1 Mitglied

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    @ turriga,
    ja die LSM hat eine Doppelfeder und die Kraft zur Hebelbetätigung ist schon eine höhere. Aber in wie weit diese Parameter auf die Astoria übertragbar sind --> keine Ahnung.

    Die Feder sieht neu aus und ist auch optisch top, Kolbenstange auch ohne Korrosion, die Dichtungen des Kolbens habe ich erneuert. Das hat aber keine Änderung erbracht. Hast Du eine CMA-Gruppe in Benutzung?

    @ silverhour,
    danke das Wiki kenne ich, die LSM80 ist auch eine Hebelmaschine ...

    Grundsätzliche Frage, da ich nur zur Zeit nur ein Sieb habe (realistische Füllmenge max. 16 gr.) peile ich mal eine Extraktion von ca. 32 gr. an in etwa 25 Sek. an. Wie gesagt, das Ergebnis befriedigt im Vergleich zur LSM überhaupt nicht: Zu wenig Chrema, die sich schnell verliert, Espressomenge eigentlich zu wenig trotz Anpassungen.
    Von welchen Faktoren ist die max. Espressomenge in gr. abhängig? Oder andersherum gefragt, wird bei einem größeren Sieb auch automatisch die extrahierte Espressomenge größer ... hier habe ich irgendwie eine Verständnislücke.
     
  5. #5 Hape1, 03.04.2021
    Zuletzt bearbeitet: 03.04.2021
    Hape1

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    Na ja, wenn die Voraussetzungen der Hardware nicht stimmen, wird's wohl auch nix mit den Anforderungen ... :D

    IMG_6966.JPG

    IMG_6974.JPG

    IMG_6975.JPG

    IMG_6970.JPG

    IMG_6969.JPG

    IMG_6971.JPG

    Der verchromten "Gruppenaufnahme" sieht man das Alter an ...

    Ok, die "Verschmantungen" werde ich nun erstmal beseitigen, dann schauen wir weiter ...
     

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  6. kimchi

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    Hallo Hape,
    Was die Crema angeht würde ich's in erster Linie auch auf den Druck schieben. Wie turriga schon andeutete. Bei meiner Conti ist auch ein dünneres schäumchen obenauf. Die hat bekanntermaßen auch deutlich weniger Druck als die lsm.
    Könnte die Wassermenge auch etwas mit ollen dichtungen an Kolben oder rückschlagventil zu tun haben?
     
  7. Hape1

    Hape1 Mitglied

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    Soo, der Kanal der Hülse ist nun frei und sauber. Zusammenbau der Gruppe geht dann ja wieder schnell.

    Leider ist das Ergebnis immer noch nicht fühlbar besser als vorher. Wenig Chrema, eher hell als dunkel, max. 30 gr aus 16 gr in etwa 30 Sek. Präinfusion etwa 20 Sek.. Ach ja, hier habe ich das Gefühl, je länger die Präinfusion andauert, desto mehr in gr. kann man extrahieren. Könnt ihr diese Beobachtung bestätigen?

    Im Moment spiele ich mit dem Gedanken einen bodenlosen Siebträgerhalter aus einer E61 zu opfern (Nockenposition stimmt nicht und damit auch die Griffposition, Nockehöhe muss reduziert werden, sonst bekomme ich ihn nicht in die Gruppe eingespannt). Dafür habe ich aber diverse Siebe ...
     
  8. kimchi

    kimchi Mitglied

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    Kann ich bestätigen. Erscheint mir auch logisch, da vorab mehr Wasser im Puck eindringt.
    Beim dipper dauert das länger, als beim hx mit leitungsdruck. Auch irgendwie schlüssig. Bei HB gab es irgendwo einen Thread, in dem das jemand verglichen hat in Bezug auf den "biting-point " des Hebels.
     
  9. #9 Yoku-San, 04.04.2021
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    Nach wieviel Sekunden fällt denn der erste Tropfen in die Tasse, wenn Du den Hebel unten lässt? Ich würde den Mahlgrad so grob stellen, dass der erste Tropfen nach ca. 8-10 Sekunden fällt und dann loslassen.
     
  10. Hape1

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    Das mit dem Siebträger umarbeiten klappt nicht, der baut zu hoch, auch mit Bearbeitung paßt der nicht in die Astoria ... na ja, wieder was gelernt ...

    Ok, jetzt habe ich im Fundus doch noch ein größeres Sieb gefunden das in den Astoria Träger paßt. Den nehme ich mir jetzt mal und experimentiere damit etwas.

    Wahrscheinlich bin ich einfach LSM-Hebel-Gruppen "verseucht" ... :D
     
  11. Hape1

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    ... danke, werde ich so berücksichtigen ...
     
  12. Jfh

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    Wie Hoch ist dein PI Druck? Könnte auch ursächlich sein. Ich kenne diese Brühgruppe nur von meiner kvdw Idrocompresso. Die ist natürlich eine HX Maschine, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn ich den vorgeschhalteten Druckminderer zu weit runter drehe, die Bezugsmenge entsprechend geringer wird. (der Hebel kommt später zum Stehen, entsprechend auch weniger Brühdruck) Das gleiche Phänomen hatte ich vor Jahren bei meiner LSM 85 (Dipper) bei zu geringem Kesseldruck. Kann natürlich auch andere Ursachen haben. So war zumindest mein Eindruck.

    Dein innerer Zylinder sieht ja wirklich noch einwandfrei aus! Normalerweise drückt es irgendwann Wasser über den oberen O Ring, wenn man den nicht oft genug wechselt.

    So sah das bei mir damals aus [​IMG]

    LG
    jh
     
  13. #13 Hape1, 04.04.2021
    Zuletzt bearbeitet: 04.04.2021
    Hape1

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    Ja, die Kolbenhülse scheint mir einwandfrei, die Verchromung im inneren sieht top aus. Woher diese Kalkmengen in dem Ringkanal gekommen sind, ist mir ein Rätsel ...

    Die Frage bezgl. PI-Druck verstehe ich nicht?

    Ja, es gibt einen der Maschine vorgeschalteten Druckminderer, der steht aktuell auf ca. 2,5 bar (max. 5bar liegen im Haus an). Aber dieser Druck steht ja nur an, wenn Wasser (im Moment noch manuell) nachgefüllt wird, also wenn das Einlassventil geöffnet ist.

    Oder verstehe ich hier etwas falsch?
     
  14. Jfh

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    Ich war mir bei deiner Maschine nicht sicher, ob es sich um einen Dipper oder HX handelt. Wenn es ein Dipper ist, spielt der Leitungsdruck natürlich keine Rolle. Dann ist der Kesseldruck entscheidend. Du hast ja schon geschrieben, dass du an der Temperatur gedreht hast (über den Pressostat?). Ich würde mal gucken, ob sich ein unterschied zwischen z.B. 0,7 und 1,2 Bar Kesseldruck feststellen lässt(wenn du das nicht schon gemacht hast). Sonst bin ich auch relativ ratlos.
    LG
    jh
     
  15. Hape1

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    Das funktioniert leider nicht. Wenn ich das tue und auf die ersten Tropfen nach ca. 10 Sek. warte (also den Mahlgrad so eingestellt habe, das dies nach ca. 10 Sek. passiert) dann läuft der Espresso viel zu schnell durch ...
     
  16. #16 wiegehtlasanmarco, 05.04.2021
    wiegehtlasanmarco

    wiegehtlasanmarco Mitglied

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    Leute, habe ich das noch richtig in Erinnerung, dass es zwei verschieden Versionen der Astoria Brühgruppe gab, auch mit verschieden langen Federn.
    Ich meine mich daran zu erinnern, als ich seinerzeit die Threads zur Restaurierung von Astoria AL's durchgewühlt habe.
    Vielleicht doch mal ein Brühgruppenmanometer?
     
  17. #17 Yoku-San, 05.04.2021
    Yoku-San

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    Dann vielleicht die Dosis erhöhen? Eventuell auch Dosis verringern und feiner mahlen.
     
  18. #18 Hape1, 05.04.2021
    Zuletzt bearbeitet: 05.04.2021
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    Ja, es ist mir auch aufgefallen, das es bei tse zwei Varianten von Federn gibt --> einmal 140 und dann 130 mm Länge.

    Ich hätte hier dieses Manometer, geht das damit? Sieb muss natürlich noch rein. Bzw. geht das hiermit überhaupt bei einem Handhebler ... ?

    IMG_6981.JPG ...
     
  19. Hape1

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    Rückmeldung zum Druckaufbau:

    Präinfusionsdruck ca. 1bar
    Federspannen und dann entspannen: max. 6bar
     
  20. Jfh

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    Ich würde eine Feder mit mehr Bums ausprobieren. Ausser es schmeckt ;)
     
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