Aufarbeitung Expobar Mini Controll (aka Coffema Leona)

Diskutiere Aufarbeitung Expobar Mini Controll (aka Coffema Leona) im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, ich habe Anfang der Woche recht günstig eine 7 Jahre alte "Coffema Leona Compact" gekauft (250€). Die Maschine ist...

  1. Richy

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    Hallo zusammen,

    ich habe Anfang der Woche recht günstig eine 7 Jahre alte "Coffema Leona Compact" gekauft (250€).
    Die Maschine ist funktionstüchtig, daher erschien mir der Preis für eine 2-gruppige, kompakte Gastromaschine angemessen.

    Ich habe zunächst vor, den Kessel und die Rohre fachgerecht zu demontieren, zu entkalken (Amidosulfonsäurebad) und dann mir 13mm Armaflex-HT zu ummanteln.

    Verschlissene Teile (wie z.B. die E61 Plastikausläufe) werde ich ersetzen.

    Die Edelstahlbleche werden etwas Arbeit machen. Oberhalb der Bedienpanel ist eine hässliche Beule (siehe Foto) und es sind auch viele kleine Kratzer und Macken vorhanden, die ich wohl alle rausschleifen werde.

    [​IMG]

    Die Beule werde ich vielleicht zum Beulendoc bringen oder einfach das Coffema-Logo drüberkleben. Mal schauen.

    So sieht das Maschinchen im Moment von innen aus

    [​IMG]
    [​IMG]

    Die Funktion ist top :)
    Hier mal ein kleines Video vom ersten Shot :p



    Sieht doch schon ganz gut aus :D
     
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  2. #2 nacktKULTUR, 07.01.2017
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    Ich würde mal die Pumpe näher unter die Lupe nehmen. Klingt wie ein alter Traktor. Tipp: Motor und Pumpe trennen. Wenn beim Testlauf der Motor geräuschlos dreht, liegt's an der Drehschieberpumpe. Die kann man ersetzen.
     
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  3. Richy

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    Ja, die Geräusche kommen von der Pumpe. Es hört sich aber im Video schlimmer an, da die Cam auf dem selben Tisch stand und somit nicht entkoppelt war. Die Pumpe liefert konstanten Druck, daher stört es mich im Moment nicht. Falls sie mal schlappmachern sollte kommt halt 'ne neue rein...
     
  4. #4 Richy, 07.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 07.01.2017
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    So, die Leona ist zerlegt und die Teile sind im Säurebad (Amidosulfon). Bin gespannt wie die morgen aussehen:
    [​IMG]

    Hier sieht man den Grad der Verkalkung. Ich denke, die Reinigung ist kein Fehler ;)
    [​IMG]

    Bei der Demontage stieß ich auf dieses Teil. Was ist das? Ist das ein Temperaturfühler? Unter dem Fühler war so ein graues Gekrümel!?! Was war das wohl? Muss ich da was ersetzen? Nachtrag: Es handelt sich um einen Thermostat-Fühler (145°). Über das graue Gekrümel (siehe Foto, Reste in der Fassung des Thermostates) habe ich leider noch nichts rausgefunden...
    [​IMG]
     
  5. Richy

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    ca. 12h später...
    [​IMG]

    Ein bissel Zeit braucht es noch...
    [​IMG]

    Entkernt und gesäubert...
    [​IMG]
     
  6. cbr-ps

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    Ausgehärtete Wärmeleitpaste oder Pad vielleicht?
     
  7. Richy

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    Ja, auch meine Vermutung. Wärmeleitpaste kann jedenfalls nicht schaden.
     
  8. #8 Richy, 09.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 09.01.2017
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    Nach ca. 24h...
    [​IMG]

    Heizung ist auch wieder gut :)
    [​IMG]
     
  9. #9 Richy, 13.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 13.01.2017
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    Brühgruppen sind nun ebenfalls gesäubert und Instand gesetzt. Die sahen übel aus, hatten wohl nur selten Pully gesehen...
    Ich musste mit groben Mitteln ran (rotierende Drahtbürste). Nun blitzen sie aber innen wieder und haben neue Dichtungen, Ausläufe und Siebe :)

    [​IMG]
     
  10. Richy

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    Für die Aufarbeitung der Bleche habe ich mich von einer netten Metallschleiferei (Spiller in Gladbeck) beraten lassen und folgendes gekauft:

    Flex mit Drehzahlregelung: https://www.amazon.de/gp/product/B00SJ8CDZA/ref=od_aui_detailpages00?ie=UTF8&psc=1
    Edelstahl-Schleif-/ und Polierset: http://www.metall-polish.de/catalog_z/stufen-polierset-p-30840.html

    Mit dem Schleif- und Polierset kann man die Kratzer rausschleifen und anschließend auf Spiegelglanz polieren.
    Ich bin gespannt, wie das klappt :rolleyes:
     
  11. #11 Richy, 13.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 13.01.2017
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    Ich habe da eine verrückte Idee :)
    Der Schleifaufwand ist besonders beim Blech des Bedienteils recht hoch und da ist ja auch noch diese Beule :confused:
    Da ist mir die Idee gekommen...

    Mir gefallen Maschinen mit Holzelementen sehr gut wie z.B. diese hier:
    [​IMG]
    Siebträger mit Holzgriff passend dazu sieht klasse aus.

    Die Idee ist nun, die obere Edelstahlblende einfach mit 0.3-0.6mm Edelholzfurnier wasserfest zu furnieren (also bekleben).
    Das Furnier ist mit z.B. 0.3mm dünn genug um um die Rundungen herum zu kommen und den Einbau der Blende nicht weiter zu behindern.
    Es trägt ja wirklich nicht dick auf.

    Durch die Kesselisolierung werde ich keine großen Temperatursprünge an der Blende haben, was dem Furnier sicherlich gefällt.

    Ok, der Reinigungsaufwand wird sich erhöhen... Kondenswasser sofort entfernen etc.... aber auch Furniere kann man versiegeln...

    Was haltet ihr davon? Hat das schon mal jemand probiert?

    Zur Veranschaulichung hier noch einmal ein Bild der Leona. Das Furnier soll auf das obere Blech, wo die Bedienpanel und die Ventile für Dampf und Wasser sitzen.
    Das Furnier soll den Rundungen folgen, so dass der Eindruck eines Holzpanels entsteht. Vielleicht wäre dann noch ein Holzsockel (also der Ablaufkasten) dazu passend?
    [​IMG]
     
  12. #12 Ratfink, 13.01.2017
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    Mit welchem Kleber willst du das Furnier aufbringen?
     
  13. #13 Richy, 13.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 13.01.2017
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    Das ist die Frage. Ich habe schon in ein paar Heimwerkerforen recherchiert und dort wird bei nicht-Holz Untergründen z.B. mit Pattex gearbeitet.
    Da wird sich aber sicherlich was passendes finden. Der Kleber-Markt ist ja recht groß...

    Nachtrag: gerade noch mal recherchiert...
    Im Woodworker-Forum habe ich einen interessanten Thread gefunden, wo erfolgreich Holz mit Stahl verklebt wurde... mit Hautleim!

    http://www.weiblen.de/materialien-hilfstoffe/leime-und-kleber/titebond-original-kalt-hautleim/?order_x=41&order_y=11&ttp_basket[1306][quantity]=2&cHash=3501a7cfddb840f640baba93b308e70b

    Stellt sich dir Frage, ob der wasserfest ist...
     
  14. #14 Richy, 13.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 13.01.2017
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    Habe mal kurz mit dem Grafikprogramm gespielt.

    So stelle ich mir das vor:
    [​IMG]

    oder so:
    [​IMG]

    Es soll ein helles Edelholzfurnier verarbeitet werden (Nussbaum etc.)
     
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  16. #16 abutzki, 13.01.2017
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    Evtl. Könnte wassertransferdruck eine Methode für schöne Funieroptik sein. Echtes Funier könnte wegen der ständigen Erwärmung des Untergrund und Wasserdampf problematisch sein. Viele grüße Marcel
     
  17. #17 Richy, 13.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 13.01.2017
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    Ich versuche es jetzt einfach mal damit (Dunkel passt wegen der schwarzen Seitenteile IMO ganz gut):
    [​IMG]

    Das Furnier ist unbehandelt und ist auf der Rückseite mit Schmelzkleber beschichtet.
    Es kann also ganz einfach aufgebügelt werden. Zum Schutz vor Wasserdampf werde ich es zunächst lediglich mit Leinölfirnis ölen. Mal schauen, ob das reicht.

    @abutzki: Wie gesagt, hohe Temperaturen sind kein Problem, da der Kessel isoliert wird. Es sollte auch schon echtes Holz sein. Wenn ich nur die Optik wollte, dann könnte ich ja auch d-c-fix nehmen ;)
     
  18. Richy

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    So, abseits der Frage der Frontverschönerung hatte ich heute mal Zeit den Kessel und die Rohleitungen etc. fertig zu machen :)

    Schön eingepackt in 13mm Armaflex HT:
    [​IMG]
    [​IMG]
    Die Kabelbinder sind provisorisch. Ich schwanke noch zwischen Alu-Tape (bis 360°C hitzebeständig), Armaflex-HT-Tape oder Metallschellen aus dem Baumarkt.

    Die Messing-/Kupferteile habe ich nun nach dem Säurebad auch noch schön gebürstet. Das ist schon ein Unterschied :cool:
    [​IMG]

    Ich hoffe, dass ich im Laufe der kommmenden Woche dazu komme alles wieder zusammenzubauen und erstmal ohne Edelstahlteile zu testen...
     
  19. Richy

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    Der Kessel ist nun fertig. Die Kabelbinder habe ich durch metallische Lochbänder ersetzt. Das hält super und hat auch noch die richtige Farbe. Eine zweite Rolle liegt links neben dem Kessel (für die Ducale...).
    Die Übergänge zw. Seitenwänden und Mantel habe ich mit Armaflex HT Klebeband geklebt. Das wird zwar ein wenig faltig an den Seiten aber hält bombenfest.
    [​IMG]
     
  20. Richy

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    Wieder ein wenig weiter gekommen :)

    Da das Kesselmanometer ziemlich durch war, hatte ich mich entschlossen neue Manometer (also auch ein Brühdruckmanometer) einzubauen.

    Da es nur ein Loch für das alte Manometer gab, war das Ganze etwas aufwändiger. Ich musste zunächst eine Stahlplatte in den Rahmen einpassen und einschweißen, damit das zweite Manometer fest sitzt. Anschließend habe ich mit einer Lochsäge einen entsprechenden Ausschnitt vorgenommen.

    Ansicht von hinten (das verzinkte Lochblech habe ich eingeschweißt).
    [​IMG]

    Und so schaut es von vorne aus (nur lose reingehängt, noch nicht poliert etc. ...).
    [​IMG]

    So sah es vorher aus:
    [​IMG]
     
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