Aufbereitung / Wiederherstellung Vibiemme Domobar Nero

Diskutiere Aufbereitung / Wiederherstellung Vibiemme Domobar Nero im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo liebe Forengemeinde, ich möchte mich kurz vorstellen, mein Name ist Manu(el) und ich komme aus dem schönen Süden der Republik, aus...

  1. #1 el_chupacabra, 18.12.2016
    el_chupacabra

    el_chupacabra Mitglied

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    Hallo liebe Forengemeinde,

    ich möchte mich kurz vorstellen, mein Name ist Manu(el) und ich komme aus dem schönen Süden der Republik, aus Stuttgart. Nachdem ich nun schon längere Zeit hier lesend anwesend war und meinen Espresso aus einer tadellos funktionierenden Quickmill Silvano beziehen durfte hat es mich in den Fingern gejuckt, eine Maschine selbst zum Laufen zu bringen.

    Das erste Date:

    Nach längerer Suche ist es mir nunmehr gelungen, für einen lediglich zweistelligen Betrag eine runtergerockte Vibiemme Domobar Nero zu erstehen. Das gute Stück hat wohl schon einiges auf dem Buckel und wurde vermutlich nur wenig bis garnicht gepflegt, zumindest lassen hierauf die reichlich vorhandenen Kaffeefettrückstände schließen. Aufgetaucht ist das Teil bei einer Haushaltsauflösung, so dass die Historie gänzlich unbekannt ist.

    Und so schaut das Maschinchen aus:

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    Die ersten Intimitäten:

    Nach dem Öffnen des Gehäuses sah es dann so aus, die Spinnweben waren schnell entfernt, der Kalk an der Innenseite der Vorderwand (zumindest vermute ich, dass das Kalk ist) dürfte vom Kondenswasser stammen... Undichtigkeiten konnte ich jedenfalls keine finden.

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    Nach der ersten Inbetriebnahme war folgendes Verhalten der Maschine feststellbar:

    Die Wasserförderung musste erstmal in Gang gebracht werden, indem ich Wasser durch den Schlauch in die Pumpe gepresst habe. Ab da war sowohl Heisswasserbezug als auch Wasserbezug über die Brühgruppe möglich, auch die Dampferzeugung funktionierte tadellos. Bei Einlegen des Blindsiebs erfolgte offenbar der Aufbau eines gewissen Drucks, jedenfalls trat nach Abbruch des Bezuges Wasser aus dem Auslaufventil aus.

    Die ersten Problemchen:

    Inwieweit der aufgebaute Druck jetzt allerdings ausreichend war um Espresso zu brühen kann ich nicht einschätzen, da es mir nicht gelang, dass über das Expansionsventil Wasser über den Rücklaufschlauch in den Wasserbehälter zurücklief. Zudem ist das verbaute Manometer hier auch keine große Hilfe, mit dem stimmt ebenfalls etwas nicht, da der Zeiger von unten an der Null anliegt und bei Druckaufbau gegen den Uhrzeigersinn auf ca. 12 bar schwenkt.

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    Bei Betätigung des Bezugshebels quietsch und reibt es etwas, zudem ist gelegentlich ein metallisches Klacken zu hören, vermutlich der Schalter für die Pumpe (?).

    Und aufgrund der Verfettung war beim Entfernen des Duschsiebes mehr Arbeit als gewollt erforderlich, weshalb dieses jetzt so ausschaut...

    [​IMG]

    Ausblick:

    Um die Maschine mal hygienisch und technisch auf den Stand zu bringen, hätte ich mir folgende Schritte überlegt:
    1. Tausch der Silikonschläuche
    2. Tausch des Duschsiebes inklusive Dichtung und Schraube am Wasserauslass
    3. Kauf eines Wartungskits für E61
    4. Abbau und Reinigung der Brühgruppe, Tausch der im Wartungskit beinhalteten Teile
    5. Um das Manometer kümmern
    6. Gesamte Maschine putzen
    7. Espresso genießen

    Die ersten Fragen ans Dr. Kaffee-Netz-Team:

    Als absoluter Neuling drängen sich mir jetzt allerdings jede Menge Fragen auf, wovon die meisten vermutlich ziemlich dilettantisch sind. Stellen würde ich sie dennoch, verbunden mit der Bitte um Nachsicht und dem Versprechen, meine Fortschritte hier brav zu dokumentieren um so vielleicht am Ende ein Step-by-Step Einsteiger-Tutorial am Start zu haben...

    1. Kann jemand das grobe Alter des guten Stückes schätzen? Auf der Pumpe ist folgender Code zu finden, der auf das Jahr 2000 hindeuten könnte, weitere Typenschilder hab ich auf der Maschine nicht entdeckt:

      [​IMG]

    2. Macht die oben genannte Agenda Sinn? Oder sollte ich anders vorgehen? Aufgrund der absolut unbekannten Vorgeschichte möchte ich bei der Hygiene eigentlich keine Kompromisse eingehen...
    3. Gibt es Tests die ich durchführen sollte bevor ich loslege?
    4. Welches Schmiermittel nutze ich, um bewegliche Teile gängig zu machen bzw. halten? Insbesondere das Innenleben des quietschenden Bezugshebels?
    5. Was ist mit dem Manometer los? Wo liegt der "Sensor"? Im Kessel?

    Und abschließend schonmal vorab ein herzliches Dankeschön und ein dickes Kompliment an ein reges Forum, das mir auch als nur lesenden Teilnehmer bereits viele leckere Espressi beschert hat... :)
     
    espressofant und cup29 gefällt das.
  2. #2 espressofant, 25.12.2016
    espressofant

    espressofant Mitglied

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    Hallo,
    Gratuliere zu dem Schnäppchen!!
    Die Vibiemmes sind ja normalerweise nicht so günstig zu bekommen (suche auch schon einige Zeit, allerdings noch ohne Erfolg [emoji53])

    Deine Agenda macht für mich Sinn.
    Ich würde mir an deiner Stelle aber überlegen, die Maschine komplett zu zerlegen und auch zu entkalken.
    Jetzt geht es in einem Aufwasch...

    Zum Thema Druck: Heißt das, daß du mit Blindsieb nicht genügend Druck hattest, das Wasser über den Rücklaufschlauch zurücklief?
    Das sollte meiner Meinung nach schon gehen,wenn der Druck passt.

    Viel Spaß beim Basteln
    Espressofant


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  3. Desad

    Desad Mitglied

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    leider nein, aber meine Nera ist aus den 90ern und sieht ein bisschen anders aus.
    würde sagen ja. Und wie mein Vorredner schon gesagt hat, am besten gleich komplett zerlegen und entkalken. Und dabei am besten alle Dichtungen erneuern.
    Silikonfett
    welcher Sensor? Das Manometer, wie der Name schon sagt, zeigt den Druck an. Du meinst aber der Zeiger läuft falsch rum?
     
  4. #4 senseman, 26.12.2016
    senseman

    senseman Mitglied

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    Hinter dem Manometer ist ein Rohr welches zum Kessel führt und daran wird der Druck gemessen bzw. ans manometer weitergegeben. Das ist der ganze trick man kann die leitung öffnen und mal schauen ob die durchgängig ist das manometer lässt sich einfach mit pressluft prüfen( leitung abnehmen und mit pressluft reinblasen) .
    das gekwische am hebel lä#sst sich einfach beheben du hast ne gross überwurf mutter die mit 2 imbuschrauben verschraubt ist links vom hebel damit kannst du die ganze mimik lösen und raus ziehen dann nen bisschen fett dran ein bauen aus gequitscht musste ich früher nach jeder entfettung bei der VBM machen auch kein grosser aufwand.
     
  5. Leif

    Leif Mitglied

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    Hi und Glückwunsch zum Schnäppchen!

    Ich hoffe es ist nicht unanständig hier auf ein benachbartes Forum hinzuweisen, aber speziell für die Domobar gibt es da eines:
    http://www.domobarista.de/vibiemme-domobar

    Hier findest Du eventuell den ein oder anderen hilfreichen Tip!?

    Noch ein Gedanke zum mysteriösen Manometer:
    Das "aufgerollte", dünne, silberfarbene Rohr, was auch auf den Fotos zu sehen ist, müsste der "Sensor" sein. Auf dem 2. geposteten Bild fällt auf, dass da ein Einschraub-Fitting (ich nenn das jetzt mal so) frei im Raum baumelt. Hast Du das irgendwo rausgedreht, oder war das schon?

    Auf jeden Fall viel Spaß beim Schrauben!
     
  6. #6 el_chupacabra, 31.12.2016
    el_chupacabra

    el_chupacabra Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Vielen Dank für die Beiträge und die Glückwünsche! Ich bitte die späte Antwort zu entschuldigen, musste mein Projekt unerwartet etwas niedriger priorisieren als angestrebt, von der zweiten familiären Großmacht kam ein Veto gegen Prio 1...

    Jetzt hab ich erstmal Silikonfett beschafft, ausreichend Entkalker bereitgestellt und das Teil nochmal auf mich wirken lassen.

    Das war schon so, die Leitung führt zum Temperaturfühler, dürfte die Abschaltautomatik der Heizung sein.

    Richtig, egal wie ich das Ventil hinter der Pumpe eingestellt habe, es lief kein Wasser über den Rücklaufschlauch raus... demnach ist wohl der aufgebaute Druck zu gering? Heißt das, dass die Pumpe defekt ist?

    Was meint ihr mir komplett zerlegen? Nur die Brühgruppe? Oder tatsächlich alles inklusive Brühgruppe, Boiler, Leitungen? Und das ganze Gelumpe dann in Entkalkerlösung einlegen?

    In dem Fall wäre es wohl sinnvoll, ein E61-Wartungskit dazu zu bestellen und gleich einbauen? Gibt's für die Domobar denn was vergleichbares? Schläuche auch ersetzen?

    Denke ich bau dann das Manometer auch gleich aus, vielleicht erschließt sich mir ja dann das Rückwärtslaufen...

    Euch allen erstmal nen guten Rutsch und dass das Jahr 2017 genau so wird, wie ihr euch das vorstellt!
     
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