BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

Diskutiere BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo zusammen, so es ist mal wieder soweit - femto geht basteln ... ;-):-D Die BFC Ela ist seit einem guten Jahr im kräftigen Betrieb, hat ja...

  1. #1 femto, 28.09.2008
    Zuletzt bearbeitet: 28.09.2008
    femto

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    Hallo zusammen,
    so es ist mal wieder soweit - femto geht basteln ... ;-):-D

    Die BFC Ela ist seit einem guten Jahr im kräftigen Betrieb, hat ja zwischenzeitlich auch mal eine neue Heizung bekommen (...) - und läuft seither zur größten Zufriedenheit. Bis gestern.

    Helle Crema und äußerst unbefriedigender Geschmack - bei einem Kaffee von Fausto, der hinsichtlich Frische und (meinem ganz persönlichen) Geschmack sonst über jeden Zweifel erhaben ist. Nach längerer Fehlersuche bei mir selbst (das Problem steht vor der Maschine ...) baute ich schlußendliche leicht genervt, weil ich nichts finden konnte, das gute alte Meßgedöns mal wieder zusammen.

    Und schlich mich leise an die Ela ... tja, und da war er, der erste Hinweis, den ich suchte - "Alles kalter Kaffee" :-(.
    [​IMG]
    Traurige 76°C, gemessen im Siebträgerauslauf - dort, wo einmal 86-88°C meßbar waren. Seufz.

    Besonders überrascht hat mich die Tatsache, daß es nicht im Mindesten "schleichend" oder langsam anfing, nein, von einem Tag auf den anderen (da liegt was quer!).

    OK, was das heißen würde, war klar - und das Thema "Entkalken" im Allgemeinen und "Entkalken von Zweikreisern, E61" im Besonderen ist in unserem Forum ja ein echter Dauerbrenner, der teilweise mit für mich wirklich überraschender -äh- Leidenschaftlichkeit diskutiert wird ... ;-)

    Für mich ganz persönlich war nur noch die Frage interessant, wie und vielleicht auch wie umfangreich ich's angehen wollte. Für das Vorgehen, für das ich mich in meinem Fall entschieden habe, möchte ich Euch mal wieder ein kleine Information in unser Forum stellen.

    Vielleicht interessiert es den einen oder anderen ja, dem eine ähnliche "Operation" mal bevorstehen mag - und vielleicht macht ja ein "bebilderter Erfahrungsbericht" die Sache für andere Info-Suchende etwas anschaulicher. Klar ist, daß sich im kaffee-netz die Geister an diesem Thema offensichtlich sehr scheiden - und ich habe absolut nicht die Absicht, diese Grundsatzdiskussion weiter anzuheizen. Seht's einfach als einen Erfahrungsbericht ... ;-) ... und drückt mir die Daumen, daß es hinhauen mag, während ich die Ela in den Arbeitskeller schleppe und auspacken gehe ... :-D

    [​IMG]

    Morgen dann mehr dazu.
    LG, femto!
     
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  2. femto

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    AW: BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

    Forts.

    Verflixt. Es hat mir keine Ruhe gelassen - ich will schließlich morgen, am Sonntag, guten Kaffee trinken. Also Nachtschicht ... ;-)
    ---
    Ich schildere hier mal, wie versprochen, wie ich vorgegangen bin, um "die kleine Entkalkung" durchzuführen.
    Ein Hinweis: Die Beschreibung ist ausschließlich als Information zu verstehen - wiedergegeben ist lediglich, wie ich's in meinem konkreten Fall gemacht habe (und jeder, das das mal ähnlich machen möchte/muß, kann sich vieleicht daran orientieren - wissen, was er tut muß er schon selber, aber das versteht sich, denke ich)

    Mein besonderer Dank gilt übrigens auch hier wieder nobbi-4711, der mit seinen Tips und Anregungen im Vorfeld eine Riesen-Hilfe war :).



    Verwendete Werkzeuge/Material:
    • Multimeter und "femtos Brühdruckmanometerbausatzgedöns"
    • Schraubendreher, Biteinsätze, Ringschlüssel
    • Wasserpumpenzange, verstellbar
    • Lötlampe / Heißluftpistole
    • Entkalker (Durgol in meinem Fall)
    • Fett (temperaturbeständig) / Trennmittel ("Kupferpaste")
    Die Grundidee:
    Da ich diesmal den Aufwand so gering wie möglich halten wollte (Kessel und "Innrereien" hatte ich ja erst vor einem halben Jahr in noch recht gutem Zustand schon anschauen können, da besteht kein Handlungsbedarf ...), und da für mich persönlich die Idee, einfach Entkalker durch die gesamte Maschine laufen zu lassen und dann evtl. Reste des Reinigers im Kessel zu tolerieren, sowie im Nachgang darauf zu hoffen, daß sich keine gelösten Kalkteilchen irgendwo verklemmen mögen, nicht infrage kam, sollte die Entkalkung also auf den eigentlichen "Wasserkreislauf der Espressoerzeugung" beschränkt werden. Dafür dann aber natürlich "hinreichend ordentlich" durchgeführt sein.



    Die gewählte Vorgehensweise:
    • Die vom Stromnetz getrennte (.!.) Ela "auspacken" - einschließlich Deckblech der Tassenablage, um ordentlichen Zugang zu bekommen.
    • Die obenliegende "Dampf-Leitung" entfernen, um an die Brühgruppen (BG) - Verschaubungen zu gelangen.
    • Lösen und Ausbauen der oberen BG-Leitung.
    • Lösen und Ausbauen der unteren BG-Leitung.
    Und schließlich:
    • Entkalken der Leitungen und des (im Kessel befindlichen) Wärmetauschers (HX).
    Anordnung der Bauteile in der BFC Ela:
    [​IMG]
    ...
     
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  3. femto

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    AW: BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

    Forts.
    Die Umsetzung:

    Zunächst das Entfernen der "Dampf-Leitung", die oben über dem Kessel (im Weg rum-)liegend vom Kesseloberteil an den Bedienregler an der Maschinenvorderseite geht. Die Überwurfmuttern waren nur mäßig fest, das Lösen unproblematisch.

    Nach Ausbau wurden die Anschlußöffnungen gleich mit Folie verschlossen, damit nichts später vielleicht nochmal Herumfliegendes reinfallen kann (das war übrigens eine gute Maßnahme ...).
    [​IMG]

    Jetzt die obere BG-Leitung. Hier ist die Zugänglichkeit zum BG-seitigen Anschluß i.O., man kommt mit Schraubenschlüssel gut ran und hat genügend Freiraum zum Drehen. Am Kessel genauso. Allerdings empfiehlt es sich, sowohl BG, als auch Kessel ordentlich gegenzuhalten, denn die Verschraubungen sitzen fest - wichtig, um nichts zu verbiegen, oder gar abzureißen.
    [​IMG]
    Auf dem Bild ist die Leitung zu sehen (mit Lappen in der Hand gehalten, da warm ...). Und eine erste deutliche Ursache ist auch bereits erkennbar:
    Am kesselseitigen Anschluß ist die Reduzierung zu sehen, die anständig verkalt und fast vollständig im Durchgang verlegt ist, wie sich zeigen wird.

    So sah das Reduzierstück nach erstem Abwischen aus:
    [​IMG]

    Und so der Zustand des kesselseitige Anschlusses:
    [​IMG]
    ...
     
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  4. femto

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    AW: BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

    Forts.
    Aus der oberen BG-Leitung läßt sich das Reduzierstück herausziehen, welches in der Leitung am kesselseitigen Anschluß sitzt. Tja - und wenn dieser Durchgang versperrt oder stark eingeengt ist, dann zirkuliert's halt auch nicht mehr so schön, wie ehemals ... ;-)

    Nun wurde noch die untere BG-Leitung entfernt, um auch sie zu reinigen, sowie um dann den HX besser entkalken zu können.

    Das ist sie, die Leitung:
    [​IMG]

    Zum Entkalken:
    Um es leichter zu haben, wurde die obere BG-Leitung temporär nochmal am Kessel befestigt und nach oben gedreht, um den Flüssig-Entkalter einfacher einlaufen lassen zu können.
    [​IMG]

    Der untere Anschluß des HX wurde vorläufig abgedichtet, damit der Entkalter im HX wirken kann. (Hierfür eignen sich übrigens Luftballons hervorragend ... man muß sie einfach dem Kleinsten seiner Kinder (das sich am wenigsten wehren kann) wegnehmen, mutwillig kaputt machen und dann noch bei bei der Gattin etwas Blumendrahl aus den liebevoll gepflegten Beeten reißen - eh voilà - man hat alles, was man braucht :mrgreen:.)
    [​IMG]

    Als Entkalker wurde Durgol gewählt. In dem kleinen Gefäß schäumt gerade das Reduzierstück vor sich hin, auf den anderen zwei Bildern ist "femtos Spezial Entkalkungssystem (C)" zu sehen. Es hat gewisse Ähnlichkeit mit zwei einfachen Luftballons, die mit Tesafilm ans Rohr geklebt wurden, um den Entkalker fleißig hin- und herspülen zu können, ohne daß es rumsaut ... aber das täuscht natürlich ;-). Spaß beiseite - es klappte prima so!
    [​IMG]
    ...
     
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  5. #5 femto, 28.09.2008
    Zuletzt bearbeitet: 28.09.2008
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    AW: BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

    Forts.
    Nach ordentlichem Entkalken und fleißigem Nachspülen wurde das Ganze wieder zusammengebaut. Hierbei wurde darauf geachtet, daß die thermisch hoch belasteten Leitungsverbindungen z.B. mit einer dünnen Fettschicht (Quetschverbindungen) eingesetzt wurden. Die Gewinde bekamen eine dünne Schicht Kupferpaste aus früherer Erfahrung ...

    Wichtig vor dem Einschalten: Sicherstellen, daß keine Feuchtigkeit in der Maschine an Stellen ist, wo sie nicht hingehört...

    Bei Kaffeebezug kommt "normale" Menge Wasser aus der Brühgruppe - die Leitung scheint frei zu sein.
    [​IMG]

    Es sind scheinbar auch keine weiteren Kalkpartikel im System durchgespült worden, die z.B. das Magnetvetil behindern könnten - es öffnet und schließt zuverlässig.
    [​IMG]

    Zeit für ersten, etwas längeren Probelauf, Aufheizen, Abkühlen ... Dichtigkeitsprüfung.


    Na also! Alles dicht (noch ... ;-)) und die Messung zeigt wieder die gewohnten Temparaturen (gemessen im direkten Wasserstrom, bei Espressobezug mit Wasserablauf).
    [​IMG]

    Abschließend habe ich nochmal testweise die Schaltpunkte des Pressostats etwas nach oben verschoben auf 1,25bar <> 1,35bar, da ich teilweise das Gefühl hatte, der Espresso könnte ein wenig höhere Temperaturen noch vertragen.

    Nach der Umstellung und nachdem sich das System thermisch eingeschwungen hat, ergab sich eben dann folgende Abschlußmessung:
    [​IMG]

    So. Und nun prüfe ich (morgen früh) noch ein, zwei mal Abkühlen/Hochheizen) abschließend die wirklich zuverlässige Dichtigkeit aller Verbindungen, "packe" dann die Ela wieder ein - und bin höchstgespannt, ob mit diesem Zustand mein Espresso wieder der sein wird, den ich mir wünsche. Oder vielleicht sogar besser? ;-)

    LG & ein schönes Rest-Wochenende,
    femto!
     
  6. femto

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    AW: BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

    :shock: Ha Hoppla?!
    So kenne ich mein Forum ja gar nicht ... ;-)
    Vollkommen mundtot, nicht einmal blöde Kommentare ... :-D
    Was stimmt denn da nicht?
    --
    Alles ist gut. Die Ela läuft, der Kaffee auch - und schmeckt mir auch wieder. Anbei jetzt als Abschluß noch eine Bilderserie im "Vorbeigehen" von gerade eben - der (noch etwas hektische) erste Feierabend-Kaffee. Darauf habe ich mich gefreut. LatteArt ist anders ...
    --
    Und jetzt erwarte ich aber, daß Ihr den Thread wenigstens etwas verhunzt. :rolleyes: Ist doch wahr ... :cool:

    LG, femto!
    (der jetzt wieder auf ein Jahr Ruhe und Kaffee hofft ...)
    [​IMG]
     
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  7. #7 svemarda, 29.09.2008
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    Hallo femto,
    nee - keine Angst, von einer Ahnungslosen kommt kein "blöder Kommentar". Ich fand Deine Entkalkungsbeschreibung ziemlich gut verständlich, selbst für Laien. Dein Einverständnis vorausgesetzt hab ich sie gleich mal in ein Word-Dokument kopiert und ein wenig komprimiert für Zeiten, die da hoffentlich noch mal kommen - nicht Zeiten zum Entkalken :roll: - Ela-Zeiten!
    Im Gegensatz zu Tara nenne ich einen technisch völlig unbegabten Mann mein eigen.
    Also: Hut ab! Prima erklärt und super veranschaulicht...

    Aber mal was anderes - ich bin durch die Posts hier davon ausgegangen, dass eine Entkalkung, beim Benutzen des "richtigen Wassers", ca. 2 Jahre Zeit hat. Warum nicht bei Dir - oder hab' ich was falsch mitbekommen?
     
  8. Sirrah

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    Sehr schön. Und ich weiss jetzt, ich werde es wahrscheinlich nie selbst machen.

    Ist das kleine blaue Gefäß zufällig die Mülltonne vom Wader Müllauto?
     
  9. #9 paraglider, 29.09.2008
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    Hallo femto,

    ein wirklich toller Bericht! Gibt's nix zu meckern. Nachdem ich die gleiche Maschine habe, hab ich das Prozedere schon vorgemerkt ;-) (und werd's hoffentlich noch lange nicht brauchen).
    Eine Frage hätte ich allerdings: wie intensiv ist die Ela denn bei dir im Einsatz und welches Wasser verwendest du?
    Scheint mir schon mächtig viel Kalk zu sein für 1 Jahr Betrieb.

    LG,
    Michael

    P.S.: hab dir eine pn geschickt
     
  10. #10 pastajunkie, 29.09.2008
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    Hi femto,
    das würde mich auch interessieren, welchen Härtegrad hat das Wasser das du benutzt?

    Dein Bericht ist wieder leicht verständlich wie der mit dem Austausch der Heizung auch. Vorsichtshalber habe ich heute mal Entkalker bestellt ;-)
    Wer weiß für was es gut ist, ich hoffe aber das ich ihn so bald nicht benötige, das dachte ich aber bei deinem Heizungstausch auch...

    Vielen Dank für deine Mühe
    Gruß Peter, der nie auf die Idee käme, deine Thread zu "verhunzen"
     
  11. Arni

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    Wenn ich die Kalkbeläge sehe, kann ich gar nicht glauben, dass sich das ganze innerhalb eines Jahres angesammelt haben soll. Das ist ja keine Espressomaschine, sondern eine Kalkproduktionsmaschine. Oder hast du dein Wasser extra mit Kalk angereichert?
     
  12. #12 Kaffeesack, 29.09.2008
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    Respekt für Arbeit und Bericht!

    Umso mehr nach Blick auf die Uhrzeiten...:shock:

    Welchen Härtegrad hat dein Wasser?
    Wie schnell überhitzt das Wasser im HX, dein Presso steht ja sehr hoch..

    ralph
     
  13. Ernie

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    Großes Lob! Super Sache! Und jetz noch mal für die Mia :lol: (da hast dus - ein blöder Kommentar :oops:).
     
  14. #14 nobbi-4711, 30.09.2008
    nobbi-4711

    nobbi-4711 Mitglied

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    AW: BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

    Das ist ganz normale Kalkentwicklung. Und, wen störts? Wenn bei der Ela der Durchflussbegrenzer nicht so ungünstig gebaut wäre (ein langer dünner Kanal, wo's auch eine Teflonscheibe getan hätte, die sicher besser selbstreinigend ist), dann hätte man die auch in einem Jahr nicht aufmachen brauchen. Immerhin ist das der Wärmetauscher, also der Punkt, in dem der meiste Kalk ausfällt.

    Greetings \\//

    Marcus
     
  15. #15 Valentino, 30.09.2008
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    Lieber femto,

    super Bericht, inhaltlich gut und auch die B-Note ist klasse - 1, setzen!

    Vielen Dank,
    Valentino,
    der hofft, daß ihm die Anwendung dieser Anleitung noch lange erspart bleibt...
     
  16. #16 Nightstalker, 30.09.2008
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    Was habt ihr alle für Wasser bei euch???

    Meine Levetta hab ich nach 2 Jahren entkalkt und da war GARNIX drinn, lediglich die Teflonscheibe die als Reduzierung dient hab ich mal abputzen müssen weil (komischerweise NUR da) sich Kalk ablagert... ist doch irre oder?

    Naja aber sonst kann ich mein Glück nicht fassen, soviel Kalk in so kurzer Zeit, ein Grauß wär das!

    @nobbi-4711: Also bei der Levetta ist das so gelöst (Teflonscheibe...) aber wie du meinem Beitrag entnehmen kannst > selbstreinigung = Fehlanzeige ;)
     
  17. #17 scott zardoz, 30.09.2008
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    AW: BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

    Well done femto!

    so langsam kristallisieren sich die besonders anfälligen Stellen für
    Kalk bei den unterschiedlichen Maschinen heraus.

    siehe auch hier:
    http://www.kaffee-netz.de/reparatur-und-wartung/21961-hilfe-bz99-kaputt.html#post233492

    Der Pauschalrat Komplettzerlegung und Entkalkung (bei 2K Maschinen) und der damit
    verbundene Aufwand könnte so eingegrenzt werden.

    Wer ne Leiche aus der Bucht angelt wird wohl trotzdem nicht umhin kommen.
    Solange man EINE Maschine hat die funzt darf eine Restaurierung aber auch
    Spaß machen und dauern ;-)


    Gruss



    Scott

    PS: Wasser aus meiner BG beim Leerbezug hat 92/93 Grad drunter schmeckt mir die Emulsion net!
     
  18. #18 nacktKULTUR, 30.09.2008
    nacktKULTUR

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    AW: BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

    Seltsame Sache. Bei meiner ECM T-III hatte ich einen (!) Monat nach Inbetriebnahme ebenfalls eine kalte E61-Nase. Nach Rücksprache mit meinem Händler habe ich die durchflußbegrenzende Leitung des Thermosyphons - ein mit Teflon ausgekleidetes L-Fitting - ausgebaut, und siehe da, es war vollständig mit einem kalkähnlichen weißen Pulver zugesetzt. Ich habe zwar hartes Wasser, verwende jedoch von Anfang an einen Ionentauscher. Und bis heute, 10 Monate seit meinem Reparaturjob an dem neuen Gerät, funktioniert alles bestens.

    Als ob die Geräte mit einer initialen Kalkladung geliefert würden... Ich kann mir einfach keinen Reim darauf machen.

    Gruß,
    nacktKULTUR
     
  19. Sirrah

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    AW: BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

    Hallo Marcus,
    wird das auch mit Bernina so schnell zum Problem oder kommt man damit einigermassen zuverlässig auf die 3-5 Jahre Entkalkungsintervall?
     
  20. #20 femto, 30.09.2008
    Zuletzt bearbeitet: 18.10.2008
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    AW: BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken

    Wie schön! Vielen Dank für den Zuspruch, das hat mich wirklich gefreut!

    :shock: Donnerwetter. Ihr fragt vielfach nach dem Wasser hier bei uns... ich bin etwas platt, dachte ich doch, es sei gar nicht mal so elend (Wasserkocher und Badezimmerarmaturen bilden schließlich so gut wie keinen Kalkbelag aus, ganz anders, als dort wo wir vorher in Stuttgart wohnten ...

    Die hiesigen Wasserversorger beschreiben das Leitungswasser, das ich übrigens unverschnitten benutze so:
    Ich dachte, damit läge ich mal gar nicht so schlecht. Fehlannahme, vielleicht?
    _______________

    Na, sehr gerne kannst Du das kopieren ..., wenn's etwas hilft freut mich das. Ich finde, gerade das ist das ganz Besondere an diesem Forum hier ...


    :lol:Hallo Sirrah, Danke dafür! Wir haben hier lauthals lachend vor dem Laptop gesessen!! Traumhaft. Und: Du hast natürlich vollkommen Recht, es IST die Mülltonne. Gut, daß der Kleine nichts davon weiß ... ;-)

    Hi, na, sie läuft schon jeden Tag. und dann vielleicht immer einige Stunden ... so den Abend lang. Die Einschaltzeiten kann man im Energiekosten-Thread von damals ganz gut ablesen. PS: Hast 'ne erste Antwort, die nächsten kommen ... :)

    :oops: Nicht beschreien, nicht beschreien!
    :mrgreen:
    Echt? Hmm. Zuvor hatte ich die Schaltpunkte ca. 1,1bar<>1,25bar, das führte zu den gemessenen 88°C am Auslauf. Jetzt ist's ca. 1,25bar<>1,35bar. Ich dachte, damit liege ich relativ im -äh- "Mittelfeld"?!

    :mrgreen::mrgreen: Juchuu! Na also, es geht doch! :-D

    Ja, so denke ich bisher eigentlich auch. Und ich werde die Ela auch erst dann wieder beackern, wenn der Espresso leidet ...
    Das beneide ich. Verflixt, ich wohne verkehrt :-D

    Ja, genau, so hatte ich mir das auch gedacht. Man müßte nur mal überlegen, wie wir das im Forum mal irgendwie zusammenfahren. Vielleicht in einem "Sammel-Thread", von dem aus ausschließlich auf themengleiche Artikel bei uns im Forum verlinkt wird? Das wäre was ...
    Zum PS: Echt, 92/93°C? Donnerschlag. Und ich hatte gerade schon den Eindruck, daß der Fausto Peru nach der Umstellung jetzt an der oberen Temperaturgrenze schleift. Hmm. Ich werde noch etwas experimentieren.

    Du meinst einen größeren Ionentauscher?! Ich hatte so rd. ein 3/4 Jahr diese Aufsteck-Ionentauscher drauf, die ich 4-wöchentlich austauschte. Als ich in den Kessel schaute, war der in gutem Zustand. Dann allerdings hatte ich das letzte halbe Jahr gar keinen Vorsatz mehr verwendet. Vielleicht war das eine schlechte Idee. Werde wohl nachkaufen.

    Euch allen vielen Dank & einen schönen Abend!
    LG, femto!
     
Thema:

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