Bird Friendly Kaffee in Deutschland/Europa kaufen ?

Diskutiere Bird Friendly Kaffee in Deutschland/Europa kaufen ? im Bohnen und Kaffee Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo allerseits, ich habe mich längere Zeit mit dem Thema auseinander gesetzt und möchte nach Möglichkeiten nur noch "shade grown"+ bio +...

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  1. #1 Rabeneschen, 02.06.2020
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    Hallo allerseits,

    ich habe mich längere Zeit mit dem Thema auseinander gesetzt und möchte nach Möglichkeiten nur noch "shade grown"+ bio + fairtrade Kaffe trinken.
    Da es für "shade grown" außer dem "bird friendly" Siegel des Smithonian Instituts keine bestätigte Alternative gibt,
    ist das für mich zunächst der wichtigste Eckpunkt bei Kaffee.

    Kennt evtl jemand von Euch einen Röster in Deutschland oder Europa der Kaffees mit diesem in Nordamerika durchaus verbreiteten Zertifikat anbietet ?

    Habe nach Röstern/Händlern in Deutschland oder zumindest Europa gesucht.
    Möchte jetzt nicht unbedingt Kaffee von einem Röster aus Canada/USA bestellen.
    Der Weg aus Afrika/Südamerika sollte schon genug ökologische Sünde sein.

    Aber leider gibt es Sage und schreibe 1 Anbieter in der Tschechischen Republik und der bietet genau gesagt 2 Kaffee Sorten an eine Espresso Röstung aus Südamerika und einen Äthiopischen Kaffee.


    gruß,
    Rabeneschen
     
  2. #2 domimü, 02.06.2020
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    So viele Zertifikate auf einmal.
    Ich versteh durchaus, dass du nicht allen Werbefloskeln der Röster glauben möchtest, zumal fast jeder behauptet, fair, nachhaltig, ökologisch,... zu handeln.
     
  3. #3 DanDanMian, 02.06.2020
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    Zu dem von dir gesuchtem "Zertifikat" kann ich leider nichts beisteuern.

    Ich kaufe hauptsächlich bei Flying Roasters oder alternativ Quijote.
    Die werfen nicht mit den Siegeln um sich, sind aber auf ihren Webseiten glaubhaft sehr transparent.
    Zahlen beispielsweise ein mehrfaches des FairTrade-Preises und beziehen ihre Kaffees direkt von den Produzenten und unterstützen Projekte vor Ort.

    Die Preise mMn. sind bei hoher Qualität und leckeren helles Rötungen sehr fair!
     
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  4. phloem

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  5. #5 Karlnapp, 02.06.2020
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    Schon mal drüber nachgedacht nicht doch bei einem Röster in der Nähe eine passende Bohne zu finden? Ich denke mal das ist das fairste und nachhaltigste ......
     
  6. Schoki

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    Naja, das einzige, was sich dadurch ändert, sind die CO2-Emissionen durch den Transport. Bei weitem nicht jeder Kleinröster achtet auf fairen Handel und nachhaltigen Anbau. Und sobald man mit dem Auto zum Röster fährt, ist auch mindestens fraglich, ob nicht auch die CO2-Einsparung vielleicht wieder hinfällig ist.
     
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  7. #7 Karlnapp, 03.06.2020
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    Da hast du recht, dennoch ist es immer nachhaltiger vor Ort zu kaufen, vorausgesetzt der Röster ist „fair“. Wegen den Emissionen gibt es auch Lösungen, hier z.B. liefert der Röster per Fahrrad!
     
  8. #8 Rabeneschen, 03.06.2020
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    Na ja, bio + fairtrade sind ja durchaus verbreitet und keine Seltenheit auch in Kombination.
    Die Kaffee´s die Bird friendly sind sind ausnahmslos alle bio, und manche sogar fair trade,
    leider gibt es kaum RÖSTER, geschweige denn Händler in Europa bei denen man diese Kaffee´s bekommt.
    Und es widerspricht irgendwie meiner Philosophie, mir einen super-ökologischen Kaffee aus den USA oder Canada per Luftfracht als Endkunde einfliegen zu lassen,
    wenn Du verstehst was ich sagen will.
     
  9. #9 Rabeneschen, 03.06.2020
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    Ok. Das ist schon mal echt cool. Shade grown in einem Biosphärenreservat plus Direkt Trade über einen Röster aus Europa.
    Habe gehört, daß Bird Friendly Zertifikat ist relativ teuer und das können sich nicht alle unbedingt leisten aber die Bilder von den Fincas unter natürlichen Schattenbäumen sind schon mal recht überzeugend. Danke für den sehr guten Tipp.
     
  10. #10 Rabeneschen, 03.06.2020
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    Wenn ich ehrlich bin wüsste ich nicht warum ein Röster aus meiner Region das fairste und nachhaltigste sein soll.
    Ich denke mal der Lebensstandard eines deutschen Rösters ist jetzt weniger auf meine Unterstützung angewiesen
    als der eines Äthiopischen Kaffeebauern.
    Meine Prioritäten liegen in folgender Reihenfolge: 1.Natur am Anbauort, 2.Klima Global, 3.Kaffeebauer......Ende.
    Ich bin durchaus gewillt gerade solche Röster zu unterstützen die sich über die ökologische wie soziale Nachhaltigkeit des ANBAUS Gedanken machen und NUR biologischen, möglichst ursprünglichen Kaffee aus Schattenanbau anbieten. Da bin ich auch bereit dem Röster/Importeur finanziell das Risiko eines solchen Produkts abzunehmen,
    und auch 50-60 € pro kilo Kaffee zu zahlen.
    Aber ehrlich gesagt lasse ich mir lieber den Kaffee aus Tschechien oder Österreich liefern, wenn der Kaffee aus einem extrem nachhaltigen Anbau stammt als mir einen
    zwar bio und faitrade gesiegelten aus einer gerodeten Dschungelfläche Brasiliens vor meiner Haustür zu kaufen.
    Es gibt genug Untersuchungen die die Aussage Stützen: "Auf die Bohne kommt es an".
    Heisst der ANBAU ist die Kritische Umweltkomponente beim Kaffee, alles andere wie Transport und Verpackung machen nur einen kleinen Bruchteil aus.
    Besser einen ökologisch maximal nachhaltigen Kaffee mit Schweröl-Transportschiff importieren, in Alukapseln packen und per Laster ausliefern
    als einen Sonnenkaffee aus Brasilien für den Hektarweise Dschungel gerodet wurde und Unmengen an Bewässerung und Dünger nötig war,
    per Segelschiff und Fahrrad transportieren.

    Insofern finde ich den Vorschlag von phloem nämlich https://zalvera.com/deutsch
    schon mal sehr stark, auch wenn ich dann eine Lieferung aus Österreich hinnehmen müsste.
    Schade natürlich, daß die keinerlei Zertifizierungen haben,
    aber die sind leider auch nicht alle 100 pro zuverlässig.
     
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  11. #11 Rabeneschen, 03.06.2020
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    Danke für die beiden Tipps: Immerhin haben beide schon mal Kaffee aus Mischkulturen also Anbau im Schatten von anderen Nutzpflanzen,
    ist für mich auf jeden Fall eine vertretbare Alternative falls ich nix anderes finden sollte was im Schatten von ursprünglichen Dschungelbäumen gewachsen ist.
    Danke für die Tipps.
     
  12. Schoki

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    Vielleicht würde der „Urwaldkaffee“ noch in Frage kommen. Auch wieder ohne Siegel, die ja auch zu einem nicht unerheblichen Teil Marketing und Geldquelle für den „Siegelvergeber“ sind. Wenn das, was auf der Seite steht, allerdings stimmt, dann dürfte der Kaffee noch nachhaltiger sein als reiner „bird friendly“ Kaffee.
     
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  13. #13 flopehh, 03.06.2020
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    Nie getestet, aber ich finde ihre Idee gut und es scheint transparent und fair zu sein: nuruCoffee

    Ich bin mir sicher, dass einzelne Röster auch noch mehr zur Situation vor Ort sagen können und ein dir ein Bild vermitteln können, das du hier nicht findest. Viele Röster besuchen die Farmen vor Ort und sind evtl. bereit in den Dialog zu treten.
     
  14. Tigr

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    Die homepage der flying roasters kannst du dir mal durchlesen. Klingt, als ob das etwas für dich wäre.
     
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  15. #15 Rabeneschen, 03.06.2020
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    Sieht erstmal ganz gut aus von der Idee, falls das was da so dargestellt ist nicht absoluter Fake ist.
    Die Kogi-Indianer, leben noch total natürlich heilen die Pflanzen mit dem Wissen der Alten, und haben für ein Urvolk wirklich ein grandioses Merchandise und verdienen damit sicher nicht schlecht, oder der Handelspartner.
    Sieht für mich auf den ersten Blick nicht wirklich seriös aus....

    "
    Die Weisen hatten vor Jahren die Vision dass die heilige Pflanze Kaffee, die in den Wäldern der Kogi wild wächst, diese Probleme lösen kann. Diese Vision bracht ihnen der Gott des Waldes und der Bäume „Kalashe“. Kalashe riet ihnen, die Kaffeebohnen zu ernten und mit Hilfe von Partnern wie uns um die ganze Welt zu schicken, um die Botschaft der Kogi zu verbreiten. Mit den Einnahmen ist es ihnen möglich, nach und nach heilige Plätze zurückzukaufen von den aktuellen Besitzern, da ein rechtliches Vorgehen nach 500 Jahren des Landraubs sinnlos ist.

    Der Kaffee wird mit viel Liebe gepflegt (angebaut wäre das falsche Wort, denn er wächst da schon) und mit Ritualen beim Wachstum begleitet. Pestizide und Dünger gibt es hier nicht. Bis zum Hafen Cartagena, wo der Kaffee in einen großen Container kommt, begleiten die Weisen den Kaffee und segnen ihn ein letztes Mal. Die Urwaldkaffee zahlt einen deutlich über dem Marktpreis liegenden Kaffeepreis und zusätzlich bekommen die Kogi 20 % des Gewinns von Urwaldkaffee. Natürlich bekommt auch jede der 1600 am Projekt CAFÉ KOGI beteiligten Familien, die jeweils etwa 2 Säcke Kaffee dazu beitragen, ein wenig Geld für ihren Beitrag. Davon wird dann doch einmal eine Machete, Gummistiefel o.ä. gekauft.
    "

    Ich habe berechtigte Zweifel, auch wenn ich das wirklich gerne glauben wollen würde :/
     
  16. #16 Rabeneschen, 03.06.2020
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    Yupp, danke. Hab ich schon, ist zwar seit 2016 alles bio, und die kooperativen sehen authentisch aus, aber selbst das was shadegrown ist, ist noch nicht unbedingt traditionelle polykulturen aber zumindest in Mischlulturen mit Nutzpflanzen.
     
  17. Tigr

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    Dafür sind sie, was den Kaffeepreis / Verträge und damit die Unterstützung der Kooperativen angeht sehr transparent. (Ist auf deiner Prioliste aber erst Nr. 3) :)
     
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  18. #18 Rabeneschen, 03.06.2020
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    Ja, das ist echt ein allgemeines Problem,
    welchen Siegeln, welchen Zertifikaten, welchen Aussagen von Importeuren/Röstern/Händlern kann man überhaupt trauen.
    Obwohl ich im Prinzip alles und jeden anzweifle :D Irgendwem muss man ja ein Basisvertrauen schenken.
    In dem Fall muss ich zugeben, traue ich einigen wenigen bio/fair trade siegeln und dem bird friendly Zertifikat.
    Letzterem insbesondere weil es ein von Wissenschaftlern ins rollen gebrachtes Zertifikat ist und von einem wissenschaftlichen Institut geprüftes ist.
     
  19. Silas

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    Schon den Manabi aus Ecuador bei Quijote gesehen? Der sollte dem Gesuchten sehr gut genügen (wenn auch wie immer bei Quijote ohne Zertifizierungen). Hier die Ankündigung auf Facebook (falls man das ohne Login nicht sehen kann, kann ich auch relevante Teile hier zitieren): Quijote Kaffee
     
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