Boiler und Aluproblematik?

Diskutiere Boiler und Aluproblematik? im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo - hier eine technische Frage an versierte Boilerkenner: was hat es mit einer sog. "Aluproblematik" bei Boilern auf sich?

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  1. #1 ArtistFour, 01.02.2011
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    Hallo - hier eine technische Frage an versierte Boilerkenner: was hat es mit einer sog. "Aluproblematik" bei Boilern auf sich?
     
  2. #2 asphalt, 01.02.2011
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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Hatte mal eine Gaggia CC mit Aluboiler, was war nochmal die Frage ?

    Achja die Zink, eh Aluproblematik, wohl irgendwas mit Hirn und Alzheimer.
    Kann aber nicht so schlimm sein.

    Ernsthaft eine Glaubens-, Grundsatzfrage, ob Alu gesundheitsschädlich ist oder nicht.

    Gruß wie war mein Name nochmal Jens
     
  3. Fritzz

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  4. #4 nacktKULTUR, 01.02.2011
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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Das Aluminium verbindet sich in Sekundenbruckteilen mit dem Luftsauerstoff, es oxidiert. Diese Oxidschicht ist der beste Schutz gegen den Kontakt mit dem Wasser. Auch nach einer (tunlichst zu unterlassenden) Entkalkung mit Zitronensäure bildet sich die Oxidschicht sofort wieder.

    Mein Fazit: "Aluproblematik" ist Glaubenssache.

    nK
     
  5. #5 ArtistFour, 01.02.2011
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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Es könnte also, wenn ich das richtig verstanden habe, folglich nach einer Entkalkung mit Zitronensäure zunächst mal zu Geschmacksbeeinträchtigungen kommen... - bis sich die Oxidschicht wieder gebildet hat...

    ja - ...ich erinnere mich an Apfelsaft aus eine Sigg-Roh-Alu-Flasche auf einer Wanderung... [ - und mit den Glaubensbekenntnissen und Szenen-Esoterik ist das ja so eine Sache - es gibt Zeitgenossen, die davon überzeugt sind, Wasser habe ein Gedächnis. Teilchenphysikalisch mag es Variationen geben, aber... ]

    Ich erinnere mich eben auch an den Range Rover bei Bekannten - leider mochte man die Karosserie nicht kontaktkorrosionsfrei auf den Stahlunterbau aufbringen, - was dem Händler zu einem schönen kontinuierlichen Absatz an Karosserieteilen verhilft. Wenn ich obigen Link richtig gelesen habe, gibt es 15-Jahre alte Gaggia-Maschinen, deren Kaffee trinkbar ist und deren Kessel sich nicht in Wohlgefallen aufgelöst haben sollen... - scheint mir also auch eine Frage der technisch korrekten Anwendung zu sein, nicht nur des Materials an sich.

    Man könnte doch aber auch gleich elektochem. Eloxieren - und passé wäre das Problem...
     
  6. Arni

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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Also, kurz gesagt, die Aluproblematik stellt kein echtes Problem dar.
     
  7. #7 blackmaze, 01.02.2011
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    AW: Boiler und Aluproblematik?


    So manch einer hat 10 Jahre Espressi aus einer Gaggia mit Aluboiler getrunken und die sind alle normal im Kopf :lol::lol:

    Gruß,

    blackmaze
     
  8. galgo

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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    es wird auch seit generationen in töpfen aus alu gekocht, da macht sich auch keiner nen kopf deswegen

    gefährlich kann es bei kupfergeschirr werden, wenn es nicht verzinnt ist

    gruß galgo
     
  9. #9 ArtistFour, 01.02.2011
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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    => bei basischem Kupfer(II)-carbonat bin ich mir bezüglich der Koppschmerzen nicht mehr so sicher...
    ;-)
    ...interessant, dass man nicht in erster Linie über die massenhafte Verwendung, Vor- und Nachteilen von Kupfer spricht...

    - Kupfer geht bei Nichtanwesenheit von Sauerstoff "auch ganz gut den Bach runter"...
    - es ist edler als Eisen (Spannungsreihe) - man sollte also auch dort wissen, was man wo wie festschraubt...
    - Kupfer ist für die HightechIndustrie extrem wichting - und somit ein s e h r teures Schwermetall, welches zu Neige geht..
    - Kupfer ist für viele Mikroorganismen bereits in geringen Konzentrationen toxisch (bakteriziden Eigenschaft/oligodynamischen Effekt)
    - In Legierung für viele technische Anwendungen erst gut brauchbar (Korrosionsbeständigkeit und Verarbeitbarkeit)

    ... Alu leitet elektrisch pro Masseneinheit noch besser, ist aber voluminöser, beide leiten Wärme sehr gut, ... - wobei man sagen muss, dass die Herstellung von Aluminum bezüglich des Energiegesamtaufwandes (und damit der Umweltbelastung) ein echtes Desaster ist.
    Wäre nicht somit Edelstahl die goldene Mitte für Boiler? Man muss das Wasser ja nicht ewig in den Behältnissen stehen lassen... - aber ich glaube, das wäre ein eigenständiges Thema.
     
  10. achmed

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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Hallo,
    ich bin kein Chemiker und weiß nicht was wie im Wasser mit dem Alu reagiert, kann dir aber versichern, dass es manchmal dazu führt, dass der Kessel regelrecht zerfressen wird bzw. massiv aufblüht. Ich glaube auch nicht, dass die Oxidschicht den Kontakt mit dem Wasser verhindert, ich halte sie für hygroskopisch. Ärgern können einen auch die Kesselschrauben bei den Gaggias, die gerne mal eine innige Verbindung mit dem Alu eingehen.
    Und nichtsdestotrotz finde ich, dass es unterhalb von 400.-€ neu nichts besseres gibt.
    Gruß
    Achmed
     
  11. galgo

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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    das ist aber ein galvanisches problem aufgrund verschiedener metalle und könnte auch ohne alu stattfinden

    wenn der boiler wirklich "zerfressen" ist kommt das imho von falscher entkalkung

    gruß galgo
     
  12. #12 nacktKULTUR, 01.02.2011
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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Nein, es ist nicht das Wasser, das das Aluminium "zerfrisst", sondern die Elektrolyse. Die Schrauben sind aus Edelstahl, und haben somit eine andere Wertigkeit in der Spannungsreihe. Der sich ergebende Stromfluß im Elektrolyt (Wasser mit Salzen / Säuren) führt den Materialtransport durch.

    nK

    Edit: Der Windhund war schneller.
     
  13. achmed

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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Hallo,
    ich weiß um das galvanische Problem bei den Schrauben, ist aber bei anderen Kesselmaterialien nicht so problematisch. Und zerfressene Kessel kommen nicht (nur) durch falsches Entkalken, weil dadurch kaum zerfressene Dichtflächen erklärt werden bzw. punktueller Lochfraß. Ich habe schon einige Gaggias gemacht, die niemals entkalkt wurden. Manchmal sehen sie ganz gut, mal weniger so aus. Vllt. spielt Induktion eine Rolle und ob der Strom rechtsrum oder linksrum fließt, ich weiß es nicht.
    Gruß
    Achmed
     
  14. #14 ArtistFour, 01.02.2011
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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Hallo Achmed! Interessant was Du da schreibst. Ich weiß auch, was Du meinst. Ich befasse mich zwar manchmal beruflich (ehr oberflächlich) mit dem chemischen Verhalten von Wersktoffen - aber hier gehts ja um eine spezielle Umgebung - und der Teufel ist ein Eichhörnchen. Eine richtige geschlossene Alu-Oxidschicht ist in vielerlei Hinsicht tatsächlich dicht. Aber: sie ist eben in freier Bolierbahn nicht richtig dicht - zum einen, weil sich nicht sonderlich viel freier Sauerstoff im Wasser - und schon gar nicht gleichmäßig - mit dem Alu befassen will oder kann, zum anderen ist diese entstehende Schicht dünn - und Verletzungen, wie das auf und Zudrehen des Verschlusses, oder thermodynamische Spannungen an Durchführungen (Sensoren z.b. / verschiedene Materialien) zerstören sie auch partiell immer wieder. Ich werde mich weiter eindenken - und bin gespannt auf weitere Erfahrungs-Statements :) Nebenbei: hat sich schonmal jemand mit der Modifikation eines Alutanks befaßt? Ausbauen, eloxieren lassen, wieder einbauen sollte eigentlich kein Problem sein...
     
  15. helges

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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Das hab ich mich auch gefragt, meine alte Gaggia Coffee hat vollkommen zerfressene Dichtflaechen, obwohl da eigentlich nie Entkalker bzw. ueberhaupt Wasser landen sollte.
    Dichtbekommen hab ich die nur noch mit Hochtemperatursilikon, hege allerdings Zweifel ob das gesundheitlich unbedenklich ist :roll:
    Weiss da jemand Bescheid?
     
  16. galgo

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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    für die dichtflächen gilt dasselbe wie für die schrauben,
    es braucht kein wasser damit sie sich gegenseitig "auffressen" weil permanent kleine ströme fliessen
     
  17. #17 ArtistFour, 02.02.2011
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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Die verwendeten Materialien müssen, sofern es sich um Metalle verschiedener Sorten handelt, immer gegeneinander elektrisch isoliert verbunden sein.

    Natürlich nicht bei Masseanschlüssen !!!

    Je größer der Abstand (edler-unedeler) in der elektrochem. Spannungsreihe ist, umso heftiger wird die Kontaktkorrosion ausfallen... - und die kleinen nagenden Ströme fliessen auch gerne mal um normalgroße Unterlagscheiben und kleine Isolierhülsen herum, wenn sich das ganze in einem feuchten Klima abspielt, mit ionisierten Flüssigkeiten.
    Wie feucht es tatsächlich in einer durchschnittlichen Maschine werden kann, könnte ich ja mal in einer kleinen Reihenmessung bei meinem Italiener ausmessen.

    Reines Silikon in geringen Mengen in der Nahrung ist für die meisten Menschen unbedenklich. Aber: wenn Du Bausilikon verwendet hast, kann das ganz anders aussehen! Viele Baudichtmassen und Co. bekommen von den Herstellern (nicht unbedingt offiziell) Schwermetalle beigemischt, damit Fluggras, Pilze, Moose, ... da nicht drangehn und mit ihrer 'Verankerung' die Materialien angreifen.

    Es wird immer viel über Geschmack und Geschmacksbeeinflussung allerorten diskutiert - aber selten wirklich um den Einfluss der verwendeten Maschinen-Materialien, obwohl die hier durchaus die zweite Hälfte der Grundlage bilden.
    Nach meiner bisherigen Auffassung kommt den Leitungen&Verbindern und vor allem dem Kessel-Material dabei eine Schlüsselrolle zu, abhängig von Verweildauer, Druck, Temperatur.
     
  18. gets26

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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Nachdem ich einen Espresso aus meiner Gaggia CC mit Aluboiler getrunken habe, vergesse ich immer, wie der Kaffee geschmeckt hat. Nach kurzer Zeit habe ich dann sogar soviel vergessen, dass ich einen weiteren Espresso trinken muss.

    Und täglich grüßt das Murmeltier.......lol
     
  19. #19 ArtistFour, 02.02.2011
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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Tzja, was machen wir denn da? Noch einen Espresso? Dass die Vergesslichkeit am Alu hängt, da gar eine Wechselwirkung existiert, wage ich doch mal aus dem Stegreif zu bezweifeln..

    :cool:
     
  20. achmed

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    AW: Boiler und Aluproblematik?

    Hallo,
    ich weiß nicht, ob die Heizungen die Bäder beim Eloxieren schadlos überstehen würden.
    Aber noch mal was anderes: wenn Wasser bei den besagten Problemen keine Rolle spielt, dann frage ich mich, warum die Kreuzschlitzstahlschraube oben auf dem Kessel, die den Bügel für den Sicherheitsthermostaten fixiert keine Probleme macht. Ebenso die beiden verzinkten M6 Inbusschrauben des DV's. Die zumindest eine ganze zeitlang einzigen VA Schrauben, die von Gaggia verbaut wurden, waren die der Duschenplatte. Und seltsamerweise machen gerade die die wenigsten Probleme.
    Und, urspr. stellte sich die Frage der Aluproblematik, worauf ich auf einiges hingewiesen habe.
    Und weil das jetzt elektrolytisch bedingte Ursachen hat, ist es keins?
    Gruß
    Achmed
     
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