Boot mieten auf Mallorca ohne Führerschein

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  1. #1 Espresso-Bär, 31.05.2016
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    Kurzfristig haben wir uns entschlossen unseren Sommerurlaub auf Mallorca zu verbringen und hatten nun die Idee, uns für ein Tag ein Boot zu mieten. Einen Führerschein haben wir beide nicht, Erfahrung haben wir hinsichtlich Motorboot auch nicht. Wir wollen halt gerne in die schönen kleinen Buchten ohne Hotel gelangen. Einige Anbieter werben explizit damit, dass ein Führerschein nicht erforderlich wäre.

    Hat jemand diesbezüglich schon Erfahrungen gemacht? Ist das empfehlenswert? Oder besser die Finger davon lassen? Ich weiß zum Beispiel gar nicht, wie stark die Strömungen dort sind und ob unser kleines Boot damit überfordet wäre. Gibts so was wie rechts vor links auf dem Wasser? Fragen über Fragen....

    Danke für Eure Antworten.
     
  2. #2 mcblubb, 31.05.2016
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    Habe mal als Tauchlehrer in Griechenland gearbeitet (2 Wochen). Dort war auch so ein Sportbootverleih ohne Führerschein.
    Das Problem: Die Leute sind immer gnadenlos in die markeirten Tauchzonen gefahren. Ständig hatte der Verleiher Defekte, die er sich entsprechend bezahlen ließ.

    Sportboot fahren ist keine Hexerei. Die Manöver sind nich ganz unproblematisch (Mann über Bord, Anlegen etc.) Man sollte die richtigen knoten beherrschen (Leine anschlagen beim festmachen) etc.

    Für mich sind diese Dinger wie Autoscooter fahren nur in freier Wildbahn. Eher gefährlich.
     
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  3. #3 Espresso-Bär, 31.05.2016
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    Danke @mcblubb. Was Du da beschreibst, was wichtig ist, sagt mir eher nichts... die Manöver kenne ich nicht, die Knoten kann ich auch nicht. Ob man das kurzfristig lernen kann? Ich habe hierzu bisher noch nichts gefunden auf den Internetseiten.... hmmm, mal weiter sehen
     
  4. #4 HHMatrix, 31.05.2016
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    Wir haben uns vor ein paar Jahren in Cala Figuera ein Holzboot mit Sommensegel und eine recht kräftigen Motor ausgeliehen. Allerdings mit einen Fahrer bzw. Kapitän. Auf dem Boot hatten sechs Erwachsene ,vier Kinder Kühltaschen usw. bequem Platz. Wir waren zwei mal für jeweils einen Tag ( vom 8:00 bis etwa 22:00 ) unterwegsund es hat inkl. vielen netten Tipps, Erklärungen, einer perfekten Fremdenführung, nur 120 Euro gekostet. Wir sind übrigens vorher einfach mal in dem Hafen gefangen und haben ein wenig rumgefragt.
    Gruß von Piet
     
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  5. OlliF

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    Ich habe das im letzten Jahr auf Mallorca gemacht und es war völlig unproblematisch und sehr schön!
    Soweit ich das noch im Kopf habe, sind auf Mallorca Boote bis 15 PS führerscheinfrei.
    Du bekommst diese kleinen halbfesten Schlauchboote (á la Zodiac), die mit 15 PS ganz ordentlich motorisiert sind, ausserhalb der geschützten Buchten und Hafenbereiche dann aber schon zu kämpfen haben. Den Wellengang auf dem Meer unterschätzt man damit leicht und die Reichweite ist dann wegen der Geschwindigkeit nicht so besonders hoch.
    Wenn ihr zeitlich flexibel seid, dann am Besten einen ganz windstillen Tag ohne Wellen aussuchen.

    Es gibt auch Regeln auf dem Wasser, die man dort wo Tonnen liegen (also rote und grüne Bojen) auch beachten sollte. Aber leider halten sich die Anderen oft nicht daran - besonders die Freizeitskipper auf Mallorca - deshalb einfach immer allen größeren Dingern (also eigentlich jedem) ausweichen und ganz rechts fahren. Fähren, Glassbodenschiffen und sonstigen Berufsschiffern sowieso - die sind gnadenlos.

    Knoten habe ich keine gebraucht. Ablegen im Hafen und dann in den kleinen Buchten den Anker werfen. Bei der Rückkehr in den Hafen hilft der Vermieter.
    Ganz wichtig ist, auf gar keinen Fall in die Badezonen (gelbe Markierungen) zu fahren und beim Ankern Abstand davon zu halten! Die Guardia Civil ist schneller da als man gucken kann und dann wird's unangenehm, auch wenn nur der Wind das geankerte Boot da reingetrieben hat.

    Dafür hast Du dann mit dem Boot aber die Möglichkeit, die Insel ganz anders zu sehen und an Strände zu kommen, die man sonst oft nur mit langen Wegen zu Fuss erreicht. Da gibt es wirklich einige traumhafte Stellen.
    Direkt neben Port d'Andratx liegt z.B. die Cala d'Egos, die man nur zu Fuss mit mindestens 1h Marsch bergab erreichen kann. Dort war ich im vorletzten Jahr als Mitfahrer auf einem größeren Boot.

    Wir hatten unser Boot in Cala d'Or gemietet und sind dann in die Cala Sa Nau und die Cala Mondragó gefahren (da kommt man allerdings auch mit dem Auto einigermassen gut hin).
    Also es gibt ganz viele tolle Stellen, für die es sich lohnt ein Boot zu mieten. Spass macht es sowieso.

    Gruss OLLI
     
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  6. #6 Espresso-Bär, 01.06.2016
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    @HHMatrix Danke auch für die Idee, aber mit Kapitän wollen wir eher nicht, da wir unsere Zweisamkeit möchten ;)
    @OlliF Danke auch Dir sehr für Deine ausführliche Antwort. So hatte ich mir das in etwa gedacht. Ich suche mal nach den Regeln im Netz, um da noch etwas fitter zu werden. Wie habt Ihr das mit einer Haftpflichtversicherung gemacht? War die bei dem Boot dabei?

    Gruss,
    Espresso-Bär
     
  7. #7 Kantenhocker, 01.06.2016
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    Zum Boote leihen auf Mallorca kann ich nichts beitragen.
    Was man vom Land aus aber leicht unterschätzt ist der Wellengang, besonders an steilen Küstenbereichen. Da kann so ein kleines Boot schon etwas ungemütlich werden. Wobei das kurzfristig auch ganz lustig sein kann. Ich würde das nur bei sehr ruhiger See machen. Und klar gibt es Regeln auf dem Wasser. Mit so einem kleinen Motorboot ist man allerdings meistens derjenige, der ausweichen muss, insbesondere den Seglern und der Berufsschifffahrt.

    Wandern macht auf Mallorca aber auch sehr viel Spaß, mir jedenfalls mehr als Bootfahren. Und man erreicht zu Fuß auch diverse Strände, wo man mit dem Auto nicht hinkommt. Dazu kann ein Mietwagen den Aktionsradius enorm vergrößern. Problem dabei: Mietwagen, die irgendwo alleine rumstehen, werden gerne aufgebrochen. Deswegen am besten nichts im Auto lassen und das Ding gleich offen lassen.
     
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  8. #8 Gandalph, 01.06.2016
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    Ich meine da hat`s eine Reform gegeben, und das Sportbootfahren ist bis 15 PS führerscheinfrei.
    So schön es ist, mit einem kleinen Sportschlauchboot, und 15 PS machen da schon ganz schön Dampf, zu fahren, so gefährlich kann es auch werden. Das Wetter, und vor allem der Wind, schlagen am Meer schnell mal um, ähnlich, wie im Gebirge, und dann kann es auch ruck-zuck einmal lebensgefährlich werden. Bei höheren Windgeschwindigkeiten hat man dann mehrere Meter hohe Kappelwellen, mit "Gleiten" ist es dann schnell dahin, und man fährt in der Verdrängung nur noch sehr langsam, oder kommt unter Umständen kaum einer Strömung an. Die Gischt spritzt nicht nur ins Boot, sondern kann auch reinschwappen, und das Bötchen ist Spiel der Wellen, des Winds, und wenn`s blöd kommt noch das eines Wolkenbruchs. Auch eine Bootsschraube kann schnell einmal zur Gefahr werden, ob durch Berührung, oder durch Bruch (Splint), und dann geht nichts mehr. Anlegen, Ankern, und Festmachen will auch gefestigt sein. Also so eine kleine Sportbootfahrt "nicht auf die leichte Schulter nehmen."

    Darum ist es erstes Gebot, sich über Wetter und Wind zu informieren, die Haftung sicherzustellen ( gibt es eine Haftpflicht ), die wichtigsten Regeln auf dem Wasser zu wissen ( Vorfahrt, Bojen, Hafeneinfahrt, usw. ), und den eigenen Verstand auf die erste Stufe zu stellen.

    Es kann ein Horrorerlebnis werden, oder auch eine wunderschöne Boots- und Buchtentour.

    grüsse ...
     
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  9. #9 Espresso-Bär, 01.06.2016
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    Ja, wir wandern auch sehr viel. Wir möchten jedoch etwas Abwechselung reinbringen. Regelmäßig möchten wir schwimmen im Meer und mal ein paar Räder leihen. So haben wir es vor Jahren schon mal gemacht. Diesmal möchten wir halt gerne das Programm mit Boot erweitern. Wenn es zu schwierig wird natürlich nicht, aber ich hätte da schon echt Lust drauf.
    Danke Dir für Deinen Beitrag.
     
  10. #10 mcblubb, 01.06.2016
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    Diese Boote sind wie die auf 6 hm/h begrenzten Autos. Das vergleichsweise wenig passiert ist, dass man mit den Dingern nicht weit kommt.
    Man sollte sich aber schon fragen warum größere führerscheinpflichtige Boote billiger zu mieten sind als die kleinen Kasperdinger.
    Natürlich verunglückt man nicht sofort und bei schönem Wetter ist das auch ein tolles Gefühl. Man muss sich nur bewusst sein, dass schon ein kleiner Wetterumschwung, das zusammenkommen von ein paar schwierigen Faktoren und schon ist der Hobbykapitän am Ende....
    Versucht ruhig mal eine Boje so anzufahren, dass Ihr sie an der Seite mit einem Bootshaken erreicht....ohne zu überfahren....

    Ach ja: ich habe keinen Schein, fahre aber häufig als Rudergänger auch auf größeren Schiffen und kann die wichtigsten Manöver fahren....
     
  11. #11 Espresso-Bär, 01.06.2016
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    @Gandalph : Auch Dir vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag. Wenn ich das so lese, dann denke ich gerade, dass ich die Sache noch mal ausführlicher überdenken sollte. Das schnell wechselnde Wetter habe ich nicht wirklich berücksichtigt... Hatte nur die glatte See mit Sonnenschein vor Augen :cool:
     
  12. #12 Espresso-Bär, 01.06.2016
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    Ja, ist wohl wahr. Gibt es bei Mallorca solch schnelle Wetteränderungen? Werde mal nach Infos suchen...
     
  13. #13 Kantenhocker, 01.06.2016
    Zuletzt bearbeitet: 01.06.2016
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    Schnelle Wetteränderungen kann es überall geben, aber dafür gibt ja auch Wetterberichte. Das sehe ich nicht als kritisch an.
    Wenn das Wetter so schlecht wird, wird dir der Verleiher sowieso eine Absage erteilen.
    Und wenn ich mir die Boote so ansehe, wird man damit auch nicht sofort bei jeder kleinen Welle absaufen.
    Als machen und Spaß haben...

    ...wenn dir die Preise nicht den Spaß verderben.
     
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  14. OlliF

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    Darum hatte ich mich in der Tat nicht wirklich gekümmert. In der Bootsmiete (ich glaube irgendwo in der Gegend von EUR 120,-/Tag inkl. Sprit) war eine Versicherung mit hohem Selbstbehalt enthalten. Beim Rest hätte ich mich auf meine private Haftpflicht verlassen, wobei das im Ausland und mit einer eher gefahrgeneigten Aktivität im Zweifel sicher nicht ganz ohne ist.
    Aber ich würde es sofort wieder machen und mir nicht so viele Gedanken um die Unmenge der potenziell möglichen Gefahren und Probleme machen - da ist der Spass dann ja bei allem weg.
    Die Boote sind klein, wendig und leicht und können einfach gar nicht so viel Schaden anrichten. Von der Schraube mal abgesehen, aber das bekommt man kontrolliert und hat den Not-Aus.

    Wetter, Wind und Wellen kann man frühzeitig absehen. Ich bin oft auf Mallorca, habe aber dort insbesondere im Sommer noch kein extrem schnell aufziehendes Unwetter aus heiterem Himmel erlebt. Die Wetterlage ist schon ziemlich stabil und Unwetterlagen kündigen sich auch mindestens mit Tagesfrist an. Dann bleibt man eben am Land und wandert mit Schirm.

    Genau so sehe ich das auch.
     
  15. Phippu

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    Hallo @Espresso-Bär

    Ich denke auch, dass wenn du bei einer einigermassen seriösen Bootsvermietung ein nicht führerscheinpflichtiges Boot mietest, sie dich dort auf alles Wichtige hinweisen und dir bei unsicheren Verhältnissen auch kein Boot überlassen werden. Und da du dich vorgängig informierst, scheinst du ja ohnehin der eher umsichtige Typ zu sein :) Auf unseren Binnengewässern hier sind es leider immer die 8PS-Boote (Leistungsgrenze für Führerscheinpflicht in der Schweiz), die negativ auffallen, meistens durch Missachtung der (inneren und äusseren) Uferzonen oder durch Geschwindigkeitsüberschreitung auf Flüssen, weil sie evtl. glauben, sie dürften fahren, was die 8PS hergeben... o_O Aber schon auf den italienischen Seen herrscht dann bei fast allen Verkehrsteilnehmern schon Wildwestmanier (die Wasserpolizei ist dort wohl bereits mit dem Jagen von nichtschwimmwestentragenden Windsurfern ausgelastet :rolleyes:) Ich vermute mal, in Spanien wird das nicht anders sein.

    Ich gebe ja zu, ich bin nicht so der "No-Risk-No-Fun" Typ. Aber wenn diese Gedanken an die Gefahren dann erst während des Böötelns aufkommen, cruist es sich dann halt auch nicht mehr entspannt und spassig... Imho sollte man sich deshalb, ausser wenn man gerade in Sichtweite des Verleihers oder sonstiger potentieller Helfer hin und her gurkt, sondern eher einsame Buchten aufsuchen will, wo man auf sich alleine gestellt ist, zwar nicht verrückt aber im Vorfeld schon ein paar Gedanken dazu machen. Gerne möchte ich dir auch noch ein paar konkrete Tipps, welche mir gerade einfallen, auf den Weg geben, sollen aber keinesfalls abschreckend wirken :D:

    Die Navigation auf Gewässern ist nicht zu unterschätzen:
    Die Küstenlandschaft kann aus der völlig neuen Perspektive vom Wasser her schwierig wiederzuerkennen sein. Dummerweise schaut man beim Verlassen des Ausgangspunktes genau in die andere Richtung, also Blick über die Schulter und markante Punkte merken! Kenne Mallorca gar nicht, war aber mal in Kroatien um die vielen Inselchen gekurvt, ein GPS kann einem in solchen Gegenden die letzte Sicherheit verleihen.
    Die Distanzen auf See werden schnell mal gross, ein Feldstecher hilft ;)
    Ein regelmässiger Blick auf die Uhr ist empfehlenswert. Beim Start ins neue Erlebnis mit voller Freude bei schönstem Sonnenschein vergisst man oftmals etwas die Zeit. Die Rückfahrt will dann plötzlich nie mehr enden, besonders wenn es schon wieder kühler wird oder sogar schon beginnt einzudunkeln, und man fragt sich, ob man wirklich noch auf dem richtigen Weg ist.

    Wetter im Auge behalten:
    Wurde ja auch schon von Vorpostern erwähnt. Es muss nicht gleich der Sturm des Jahrhunderts aufziehen. Nur schon ein erhöhter Wellengang und der Wind - und auf dem Meer hat man immer Wind - können einem einen dicken Strich durch den Zeitplan machen. Rückenwind fällt einem bei der Hinfahrt meistens nicht auf...

    Plan B:
    Auch wenn zu 99.9xxx% alles gut gehen wird, sollte man trotzdem einen kurzen Gedanken an den Fall der Fälle aufwenden, man legt ja auch beim Autofahren die Sicherheitsgurte an, obwohl man sie nie brauchen wird...
    Mindestens eine Schwimmweste pro Passagier vorhanden?
    Schwimmobjekt mit Rettungsleine griffbereit?
    Falls der Motor nicht mehr anspringen will: Kann ich jemanden auf mich aufmerksam machen? Handy-Empfang? Und kann ich meinen genauen Standort beschreiben?

    Ein paar Sachen zum Mototboot fahren und zur Sicherheit:
    Ein Boot reagiert beim Manövrieren sehr träge in Sachen Steuerung und Geschwindigkeit, je nach Unterwasserschiff hat man auch viel Drift; nur schon vorwärts einparken kann eine Herausforderung sein und Seitenwind und Wellengang kennt man vom Autofahren her auch nicht. Es macht aber grossen Spass :) und die Begleitung evtl. mit dem Bootshaken ausgerüstet an der richtigen Position erleichtert das Anlegen.
    Untiefen, Seegras und Treibgut (z.B. Schwemmholz) beachten, kann bei ordentlich Fahrt auch ordentlich knallen.
    Wenn eine Person in der Nähe des Bootes im Wasser ist (baden, oder über Bord gefallen), ist der Rückwärtsgang TABU!
    Der Anker ist typischerweise (an einem Boot ohne Ankerwinde) nicht festgebunden, die Länge des Taus kommt ja auf die Tiefe an, also vor dem Werfen bedenken :p
    Ausweichen: am besten immer ausweichen! Denjenigen, die dort die Vorfahrtsregeln kennen, sind sowieso Segler, Berufsfischer, Kursschiffe, denen du ausweichen musst oder es sind Einheimische, die sich nicht um Touristen scheren, oder dann selbst ahnungslose Touristen... Wenn der andere schneller ausweicht, dann Kurs halten. Wenn du's doch genauer wissen möchtest, empfehle ich als Einstieg den Wiki-Artikel


    Wünsche euch ganz schönen Urlaub auf Mallorca und einen tollen Bootsausflug!!

    Gruss Phippu, der leider selbst kein Boot sondern nur den Führerschein dazu besitzt...
     
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  16. #16 Espresso-Bär, 02.06.2016
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    @Phippu: Danke für Deinen wertvollen Beitrag!!! Das sind mehr Informationen als ich gehofft hatte zu bekommen. Insbesondere der Wiki-Artikel ist super, genau sowas hatte ich gesucht. Wir sind mittlerweile auch schon weitergekommen in unserer Entscheidungsfindung. Weil wir in der Tat von Natur aus her etwas vorsichtigere Gemüter sind, haben wir uns zur Qualifikation entschlossen. Sprich, wir möchten einen Schein machen, wissen nur noch nicht genau wann und wo. Wenn wir keinen Urlaub haben (oder krank sind :rolleyes:) ist unsere Zeit immer super knapp, mal sehen wie es wird.
    Hauptsache die GS3 muss nicht später gegen ein Boot eingetauscht werden :confused:
     
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  17. Phippu

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    Hoffentlich doch ein zusätzlicher gasbetriebener Handhebler auf dem Boot! ;):cool:
     
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  18. #18 dharbott, 02.06.2016
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    Beste Entscheidung einen Führerschein zu machen, Bootfahren ist nicht so trivial wie es aussieht. Als "Kapitän" hast Du die Verantwortung für Deine Passagiere und auch die anderen Menschen im Wasser. Motorbootscheine sind nicht so schwierig, zumindestens im Vergleich zu den Segelscheinen (zumindestens vor 30 Jahren als ich meine gemacht habe). Mit Schein bist Du aufjedenfall auf der sicheren Seite, falls Du dann doch mal aus einem Taucher Aalfutter machst.....
     
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  19. #19 Gandalph, 03.06.2016
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    Obwohl ein Segelschein auch nicht schlecht ist ;)
    Ich habe vor vielen Jahren den Segelschein in Kombi mit dem Sportbootschein - Binnen-A - gemacht, mit dem man auch Küstengewässer mit dem Sportboot befahren kann/konnte. Heute gibt`s da neue Kassifizierungen, und es gibt dafür den Sportbootführerschein See, oder auch Kombinationen. Auch online-Kurse sind möglich, wenn man einen Schein absolvieren möchte.
    So war ich oft Kat-Segeln auf unseren Oberbayerischen Seen, und im Urlaub wurde dann in den Küstenregionen Kroatiens mit stärkeren Sportbooten einsame Buchten angesteuert, und Wasserski gefahren. Später hatte ich aber dann genug vom Lärm auf dem Wasser, und bin nur noch Kat-gesegelt, oder mit dem Surfbrett raus ... ;)
    Daher auch meine obigen Anmerkungen zu Wind und Wetter, und dass man auch eine kleine Bootstour nicht unbedingt auf die leichte Schulter nehmen sollte ;)
     
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  20. #20 Espresso-Bär, 03.06.2016
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    Wobei ich sowas eigentlich sowieso nicht vorhatte :D
    Das ist natürlich super! Mit dem Segeln liebäugeln wir auch. Danke Dir auch für Links. Mir scheint, das wird mein neues Großprojekt :rolleyes:
     
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