Brew Ratio 1:10 - wirklich?

Diskutiere Brew Ratio 1:10 - wirklich? im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Moin! Versuche mich nun auch in besserem Brühkaffee, bin aber im Gegensatz zu Espresso hier noch blutiger Anfänger. Nun lese ich mich ein und...

  1. #1 haegar33, 14.08.2020
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    Moin!
    Versuche mich nun auch in besserem Brühkaffee, bin aber im Gegensatz zu Espresso hier noch blutiger Anfänger. Nun lese ich mich ein und stosse auf Empfehlungen eines "Brew Ratio" (heißt hier vermutlich anders) von ca. 1:10, also 10g Kaffeemehl auf 100g Wasser.
    Kann das wirklich sein? Habe gestern vorsichtig 30g Mehl (gemahlen mit meiner Specialita auf Grad 3-4) auf 500ml Wasser genommen. Meine Frau hat den Kaffee gleich in den Ausguss gekippt, viel zu stark, ungenießbar.
    Das ganze mit einer Perkulator Maschine von Bosch und "einfachem" Supermarktkaffee. Auch wenn das sicher nicht optimal ist, hätte ich nicht so ein schlechtes Ergebnis erwartet. Muss man bei Brühkaffee doch noch mehr auf die Methode achten? Schließlich läuft das Wasser bei so einer Maschine ja relativ schnell durch den Filter.
     
  2. #2 quick-lu, 14.08.2020
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    BR üblicher Weise 1:16 (+/-)
    Ca. 60g Kaffee auf 1 Liter Wasser.
    Abhängig von der Röstung und der Gesamtmenge.
    Kann man auch gerne anpassen, ganz nach eigenem Gusto.
     
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  3. #3 plempel, 14.08.2020
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    Ich mag es lieber Richtung "dünn": ca. 1 Teelöffel (2-3 Gramm) pro Tasse (ca. 115 ml) :)
     
  4. face

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    Da hast du ja eigentlich schon intuitiv ein gutes Verhältnis genommen. Allerdings solltest du vom Espresso ja wissen, dass die Kaffeequalität durchaus einen "kleinen" Einfluss auf das Endprodukt hat. Vielleicht einfach mal ordentlichen Kaffee nehmen.

    Ansonsten, wenn nur zu "stark" (wobei ich dann nicht verstehe warum man den wegkippen muss, man kann ja noch Wasser oder Milch reingeben, ich vermute eher es war zu sauer oder bitter) halt weniger nehmen, die Brew Ratios sind ja nur Anhaltspunkte und der persönliche Geschmack wichtiger.
     
  5. #5 thomaskoch, 14.08.2020
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    Klingt nach einem Rezept für Cold Brew. Also bei sehr langen Extraktionen.
     
  6. #6 Warmhalteplatte, 14.08.2020
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    30 g auf 500 ml sind an sich ganz gut. Die "Stärke" hängt aber nicht nur vom Brühverhältnis ab.

    Da wären als erstes der Mahlgrad. Ich kenne die Specialita jetzt nicht sehr genau, aber war es nicht so, daß man das Rad zum Mahlgradverstellen mehrmals drehen muß, um vom feinsten zum gröbsten Mahlgrad zu kommen? Wenn ja klingt 3-4 für mich zu fein.

    Zweitens: Kontaktzeit. Perkolatoren sind hier eher selten vertreten. Vom Prinzip her, fließt dort das Wasser aber mehrmals durch das Mehl. Da muß man auch aufpassen, daß man nicht in die Überextraktion und damit zu bitterem/starken Kaffee kommt. Auch die Temperatur könnte ein Thema sein.

    Und zuletzt noch der Kaffee selbst. Kurz gesagt: Shit in - Shit out ;)
     
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  7. #7 cbr-ps, 14.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 15.08.2020
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    Die BR ist soweit ok, für mich eher das untere Limit, aber...
    hier liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Problem, den hätte ich wohl auch verschmäht. Die Specialita dürfte für Brühkaffee tendenziell zu viele Fines produzieren, aber bei den Bohnen braucht man da nicht anzusetzen, das verschärft das Grundübel möglicherweise nur noch.
    Da hast Du mit einem Handfilter und Kessel sicher noch deutliches Verbesserungspotential bzgl. gleichmässiger Verteilung und optimaler Temperatur. Aber auch da lohnt sich erst mit geeigneten Bohnen drüber nachzudenken.

    Fazit - erkenne den Widerspruch im Ansatz:
     
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  8. #8 haegar33, 16.08.2020
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    Danke für die Tipps. Also ist die klassische „Tante Clara Kaffeemenge“ wohl doch nicht so verkehrt. 4 gehäufte Kaffeelöffel (20-30g) auf 4 grosse Tassen.
    Klar ist der billige Kaffee mitschuld aber frisch mahlen sollte ja doch etwas bringen, oder?
    Werde es mal mit klassischem Aufbrühen versuchen und meine Mühle weiter tunen. Dachte auch schon das diese Art von Mühlen immer noch zu fein mahlen.
     
  9. #9 cbr-ps, 17.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 17.08.2020
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    Klar ist frisch gemahlen besser als vorgemahlene Vakuum Briketts. Aber wenn die Röstung nix taugt, taugt die Röstung nix. Solange Du dich dem Fakt verschliesst, bleibt es halt bei shit in -> shit out
    Die Mühle produziert tendenziell sicher zu viele Fines für Brühkaffee, was zu mehr Bitterkeit führt als bei einer speziellen Mühle für Brühkaffee. Der entscheidende Faktor dürfte im Moment aber wohl eher die Bohne sein.
     
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  10. #10 Kantenhocker, 17.08.2020
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    Deine Frau hat ihn weggekippt. Wie hat er dir denn geschmeckt?
     
  11. #11 haegar33, 18.08.2020
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    Na ja, bin als Espressotrinker vielleicht mehr gewöhnt und ich mag auch stärkere Kaffees. Aber er schmeckte nur stark ohne besondere Geschmacksnoten, leicht säuerlich.
     
  12. #12 Herr Mahlzahn, 21.08.2020
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    Ich bin ja jetzt noch nicht so lange dabei und entdecke gerade mit viel Genuß (und bislang ohne große Fehlschläge) „klassischen Kaffee“ mit Handfiltration wieder. Völlig unterschiedlich sollten die Mengen bei Verwendung einer Maschine ja nicht sein? So ganz grob mahle ich 27 g und kippe 450 g Wasser drauf (nach den überall hier und anderswo findbaren Anleitungen zu V60 Blooming - 1-2 Aufgüsse allerdings mit nem Melitta-Porzellanfilter). Im Ergebnis hab ich dann irgendwas um 400 g Kaffee in der Kanne, hier hab ich ehrlicherweise noch nicht nachgewogen. Einfach weils genügend geil schmeckt und das dann drei schöne Tässchens für 2 meiner Töchter und mich sind.
    Jenseits von allem Gedöns und labortechnischen Mengenangaben glaube ich aber fest daran, dass die Bohnen entscheidender sind als 3% mehr oder weniger Wasser. Da empfehl ich ohne Namensnennung mal die üblichen Verdächtigen der deutschen Röstereien aus HH, Berlin und München. Da war bislang noch alles sehr fein und man musste es nicht wegkippen. :(
     
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  13. #13 Oldenborough, 21.08.2020
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    @Herr Mahlzahn : Ganz grob kann man sagen, dass das doppelte Gewicht des Kaffees an Wasser im Mehl "hängenbleibt".
    Passt bei Dir ja auch genau: 27 Gramm Kaffee mal zwei macht ca. 54 Gramm.
    450 ml Waaser minus 54 also 396 netto. Variiert natürlich etwas je nach Bohne, Mahlgrad,....... Viel Spaß weiterhin!
     
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