Brotbacken...

Diskutiere Brotbacken... im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; Für die nächste Frage werde ich wahrscheinlich gesteinigt werden: Benutzt hier eigentlich auch jemand so einen Brotbackautomat? Funktioniert das...

  1. Barista

    Barista Mitglied

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    Für die nächste Frage werde ich wahrscheinlich gesteinigt werden:

    Benutzt hier eigentlich auch jemand so einen Brotbackautomat? Funktioniert das denn grundsätzlich und sind die Ergebnisse tauglich (Abstriche zu dem hier gezeigten Gebäck sind dann natürlich auf jeden Fall vorzunehmen).
    Ich gebe zu, dass ich für das hier gezeigte Brotbacken nicht die Zeit und die Geduld habe. Gleichwohl fände ich es natürlich auch ganz nett, mir mein eigenes Brot backen zu können. Mir ist klar, dass gerade die Kruste aus so einem Automaten nie das sein kann, was hier alle erwarten. Gleichwohl könnte da doch durchaus ein halbwegs schmackhaftes Brot rauskommen. Oder taugt das nichts und ich kaufe besser beim Bäcker ein?

    Wenn so ein Teil keine völlige Geldverschwenduing sein sollte: Welche Geräte sind denn empfehlenswert?
     
  2. hawi

    hawi Mitglied

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    Meine Schwiegereltern hatten mal einen, haben das aber sehr schnell wieder aufgegeben.
    Es kommt am Ende ein Brot heraus, insofern: ja. Aber das, was da heraus kommt, will man nicht wirklich haben. Das war auch der Grund, warum meine Schwiegereltern das so schnell wieder aufgegeben haben.
    Das Problem ist, dass diese Dinger nur mit den Backmischungen gut funktionieren, die Du im Supermarkt bekommst. Da ist das gleiche Hex-Hex-Zeug drin wie in den Backmischungen, die die großen Bäckereien verwenden. Der Bäcker backt das Ganze dann aber wenigstens in einem richtigen Ofen, während Du aus dem Automaten nur ein blasses Etwas herausoperierst, das nur eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Brot hat. Die Teile sind blass, der Teig ist klitschig, es hat keine richtige Kruste (auch oben drauf nicht), es hat ein Loch im Boden, wo man den Knethaken rausgepopelt hat - alles in allem nichts, was man freiwillig essen will.

    Mit den Teigen, die hier verbraten ... äh, verbacken ;) ... werden, sind solche Automaten nicht kompatibel. Wenn Du also ein leckeres und vor allem (weil ohne Hex-Hex) (*) lange haltbares Brot haben willst, hilft nix, da musst Du selber ran. Es gibt durchaus viele Rezepte, die zwar zeitlich lange brauchen, mit denen man aber wenig Arbeit hat, weil der Teig in der Zwischenzeit einfach ruht bzw. die Arbeit selber macht. :) Die Rezepte, die die wenigste Arbeit machen, und für die Du auch kein spezielles Equipment ausser ein paar Gärkörben und einem Backstein für den Ofen brauchst, findest Du unter dem Stichwort "no knead". Lutz Geißler (der Macher des Plötzblog) hat im MDR vor kurzem zwei sehr schöne Rezepte in der Kategorie vorgestellt. Schau' Dir mal den Mediathek-Beitrag (verfügbar Stand 2017-10-12) an, da sieht man sehr schön, wie das funktioniert.

    (*) Nein, das ist nix, was die @Espressohexe angezettelt hat, die backt amtliche Brote mit handgemachtem Teig. ;)
     
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  3. Espressohexe

    Espressohexe Mitglied

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    Also das mit dem Hex-Hex nehm ich fast persönlich :eek:;):p
     
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  4. Espressohexe

    Espressohexe Mitglied

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    Jawoll ja :D
     
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  5. nenni 2.0

    nenni 2.0 Mitglied

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    Ich hatte auch mal einen - den von Unold mit den 2 Knethaken.
    Mal abgesehen davon, daß dann da immer zwei Löcher waren, wenn man die Knethaken rauspulte - die Brote waren nicht wirklich durchgebacken.
    Und ne schöne Kruste ringsum hatten sie auch nicht.
    Absolut nicht vergleichbar mit den Broten, die ich jetzt dank der Virenansteckung von hier :) fabriziere.
    Optisch und geschmacklich sind da Welten zwischen.
     
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  6. lumi

    lumi Mitglied

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    @Barista: Du könntest den Brotbackautomaten, sofern einer schon vorhanden wäre, zum Kneten nehmen und den Teig im Backofen backen. Wenn aber keiner vorhanden ist, ist eine richtige Knetmaschine vielseitiger einsetzbar.

    Hilfreicher wäre evtl. eine Liste, welche Rezepte nicht aufwändig sind, beispielsweise der Bündner Roggenring. Welche Art Brote hättest Du denn gerne? Weißmehl, Roggenmehl, Dinkelmehl, Vollkorn, ...?
     
  7. #20507 cremalos, 12.10.2017 um 20:55 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 12.10.2017 um 21:07 Uhr
    cremalos

    cremalos Mitglied

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    :eek::eek::eek:

    Steinigt ihn, teeren u. federn, exkommunizieren .... etc. :D
     
  8. DieBärenmarke

    DieBärenmarke Mitglied

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    Roggenbrot im Kasten

    Da ja gefühlt die halbe Welt Brot aus BBiPS Backt, habe ich das auch mal gemacht. Das Rezept ist aus der Vorschau zum Buch.

    Ich hatte das ganze mit Warmen Wasser angesetzt, im Nachhinein ganz klar ein Fehler. Außerdem sind mir leider 30gr Wasser zu viel rein gerutscht. Auch das, ein Fehler.

    Einen Tag vorher hatte ich mein Anstellgut gepflegt, das war also ordentlich fit.

    Nach 22h bei ziemlich genau 20°C musste ich feststellen das die Gare sicher schon 1,5-2h zu lang war.

    Um das schlimmste noch zu verhindern, den Herd auf schnellaufheizen gestellt und auf den Stahl verzichtet. Auch ein Fehler! Wohl dadurch hat das Brot einen Wasserstreifen am Boden.

    Aus Fehlern lernt man aber ja bekanntlich, das ansetzen des Teig unter der Woche ist schwierig, weil man halt keine Möglichkeit hat zu reagieren, sollte die Gare zu schnell ablaufen.

    Eine etwas klebrige Krume hat es vermutlich durch das zu viel an Wasser erhalten. Durchgebacken ist es aber, das habe ich gemessen.

    Leider hat auch noch die Haube am Teig geklebt.

    Geschmacklich ist es aber gut geworden, eine schöne milde Säure und einen kräftigen Geschmack. Sehr interessant, das werde ich wiederholen.

    Brot backen in Perfektion mit Sauerteig : Lutz Geißler[​IMG][​IMG][​IMG]
     
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  9. Schneidersche

    Schneidersche Mitglied

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    @DieBärenmarke welche Kastenform ist das? Hast du Backtrennspray benutzt? Und bei wieviel Grad wurde das Brot gebacken?

    Ich suche schon länger nach einer kleineren sauerteigbeständigen Kastenform. Aber mit Edelstahl habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, mit Glas von der Bräunung her bessere aber das Brot klebt wie sonst was.
     
  10. DieBärenmarke

    DieBärenmarke Mitglied

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    Die Temperatur steht doch im Rezept. 250°C fallend auf 200°C. Zum Schluss nochmal kurz Umluft 200°C. ohne Kastenform für etwas knusprigen Rand. Normalerweise nehme ich das Brot schon nach 30-40 min aus der Form.
    Ging gestern Abend unter.

    Die Form ist die hier:

    Brotkastenform aus aluminiertem Stahlblech für 1 kg-Brote, 11,90 €

    Und ja, Trennspray, von Boyens. Das ist wirklich gut. Und wenn du die Form eine Zeitlang benutzt hast, bildet sich eine leichte Schicht. Da haftet nix. Nur nicht den Fehler machen und Spülen! Nur mit einem Tuch auswischen.
     
  11. lumi

    lumi Mitglied

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    Die Blauglanzformen von Teeträume mit Deckel funktionieren ebenfalls sehr gut.
     
  12. DieBärenmarke

    DieBärenmarke Mitglied

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    Bei Blauglanz hätte ich gerade bei 22h Gare Angst wegen der Säure.....
     
  13. Espressohexe

    Espressohexe Mitglied

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  14. hawi

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    Völlig berechtigt, die werden durch Sauerteig angegriffen. Das einzige Material, das durch Sauerteig nicht angegriffen wird und trotzdem gute Backeigenschaften hat, ist Edelstahl, auch wenn es leider etwas schlechtere Backeigenschaften als Blauglanz hat. Aber man kann damit leben, wie Du an den diversen Roggensauerteigkastenbroten (*) sehen kannst, die ich hier schon zum Besten gegeben habe. :)

    Ich habe es auch schon mit emallierten Stahlblechformen versucht, aber an denen klebt der Brotteig wie nicht gescheit, selbst wenn man die Form buttert und mehlt. Da sind die Edelstahlformen deutlich einfacher zu handhaben. Ausserdem war die Kruste bei den Formen einfach zu hell.

    (*) Nicht-Muttersprachler würden jetzt wegen dieser Wortkonstruktion entweder lachend zusammenbrechen oder den Kopf über die sonderbare deutsche Sprache schütteln... :D
     
  15. DieBärenmarke

    DieBärenmarke Mitglied

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    Zu Edelstahl hat aber gerade die Tage der Björn Hollensteiner (brotdoc.com) geschrieben, da würde der Teig eher drin kleben als in den aus Stahlblech.
    Jedenfalls hatte ich mit dem Stahlblech noch keine Probleme.
     
  16. Leckerpott

    Leckerpott Mitglied

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    Hallo Zusammen,

    bei mir gabs das Tourte de Meule in stark abgewandelter Form. Es gab auch riesen Ärger, da ich nach dem S&F, also nach 2 Std. gemerkt habe, dass ich das Salz vergessen habe:mad::mad:o_O. Also noch mal durchgeknetet und alle Luft war raus :(. Dann noch in die Stückgare und rein mit dem Brocken. Dementsprechend ist die Porung ziemlich fein, aber immer noch besser als ohne Salz. Das ist mir bei Pizzateig schon passiert. Ekelhaft. Mein Pizzaofen ist auch so hohe und große Brote nicht gewohnt- es kam fast an die Heizstäbe ran- also auch bei ziemlich niedriger Temperatur gebacken. Naja, jetzt haben wir erst mal genug Brot ;). Allerdings ist noch ein Mörderbrioche im Gärautomaten. Das Rezept habe ich hier im Kaffeenetz gefunden- das aus dem Plötzblog. Leute, da kommt ja ne Menge Eigelb und Butter rein:eek: Das kann nur fantastisch werden. (Allerdings habe ich auch das eher stark abgewandelt- der Madre di Lugano musste noch verarbeitet werden. Das kann man ja nicht schlecht werden lassen.)

    DSC_2426.JPG DSC_2431.JPG
     
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  17. Leckerpott

    Leckerpott Mitglied

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    Wie bereits versprochen ist nun auch das Brioche fertig. Herrlich!
    DSC_2437.JPG DSC_2440.JPG
     
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  18. cremalos

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    @Leckerpott, Brot gerettet und die Brioche schaut auch sehr fein aus, PRIMA! :)

    Bei mir wieder mal Freestyle mit WST&Poolish.
    Mehle:
    Diesmal wieder ein Sammelsurium aus Vorräten, ca. 50% W812'er, 20% Tipo 00, 20% R1150'er und 10% Hafer (wußte schon gar nicht mehr, daß ich das noch hatte!:eek:).
    Brühstück:
    Leinsamen, Senfsaaten, Quinoa, Roggen-/Dinkel-/Weizenschrot,Sonnenblumenkerne

    [​IMG]
    Wie immer, inkl. warmem Anschnitt meiner GöGa!;)
     
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  19. DieBärenmarke

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  20. lumi

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    Wowo, sieht derdiedas Brioche gut aus!! :D *weiternachvorneaufdieBacklisteschieb*
     
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