Brühkaffee aus einem Dampfmaschinen-Kaffeebereiter; Frage wegen Feinstaub

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  1. FP_Fan

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    Steam Engine Coffee Maker - YouTube

    Controller hält das Wasser im Reaktionsgefäß auf Temperatur
    Agitation im Reaktionsgefäß durch Abtrieb von Dampfmaschine
    Erst Pressfilterung, dann Hario-Papierfilter
    Refraktometer gibt Rückmeldung über Kaffeestärke, Parameter dann für kommendes Brühen justierbar: Temperatur, Brühzeit, oder Mahlgrad

    Aktuelle Fragestellung mit der Bitte um Kaffee-Netz-Mitglieder-Input: Durch Siebschüttlung siebte ich allen Feinstaub unter der Maschengröße des Holzrandsiebes 0,65 mm aus, aber bei meiner aktuellen Brühzeit 2,5 Minuten bei 94,9 C schmeckt die Brühung mit allem Feinstaub inklusive besser als die ohne...
     
  2. #2 langbein, 14.01.2013
    langbein

    langbein Mitglied

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    AW: Brühkaffee aus einem Dampfmaschinen-Kaffeebereiter; Frage wegen Feinstaub

    Ich weiß zwar nicht, was Du da machst und kann Dir auch nicht weiterhelfen aber: Wie geil ist das denn??? Ich dachte erst, es handelt sich um ein Spaßvideo, aber was Du da anrichtest, ist ja ganz großes Tennis!

    Ich würde gerne weitere Details über die Zubereitung erfahren. Für mich ist das zwar eher nichts, aber interessant finde ich es allemal.
     
  3. apogee

    apogee Mitglied

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    AW: Brühkaffee aus einem Dampfmaschinen-Kaffeebereiter; Frage wegen Feinstaub

    Ich wäre auch skeptisch, ob die Papierfilterung nicht doch nur optisch besser, geschmacklich aber schlechter wäre.
    Inwiefern schmeckt der ungesiebte FP besser?
    Beim Wechsel von der schlechteren Kitchen Aid Mühle zu besseren Mazzer mini el. hatte ich den Eindruck, dass zwar weniger Staub in der Tasse, der Geschmack insgesamt besser war, Körper, Fülle aber etwas reduziert.
    Hatte die Konstanthaltung der Temp beim Brühen geschmackliche Vorteile? Das würde dann erklären, dass mir FP naus der Bodum Columbia (Edelstahl-Thermos-FP Kanne) besser schmeckt als aus den klassischen Glasdingern.

    PS: cooler Aufbau!
     
  4. FP_Fan

    FP_Fan Mitglied

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    AW: Brühkaffee aus einem Dampfmaschinen-Kaffeebereiter; Frage wegen Feinstaub


    Freut mich, daß die Kombi aus vikorianischer Dampfmaschinen-Technologie und 2013-HiTec bei der Kaffeezubereitung gefällt...!

    Die Idee hierbei ist, durch einen auf das 10tel Grad genau temperierten Wasservorrat (600 ml hier), der umgewältzt wird duch Propeller, das hineingekippte, frisch gemahlene Kaffeemehl so zu extrahieren, daß ein leckerer Mix aus Kaffeechemikalien entsteht, der durch keine andere Brühtechnik erreichbar ist (ansonsten stürzt bei anderen Brühtechniken die Temperatur ja mehr oder weniger sekündlich ab...)

    Bevor das Kaffeemehl eingebracht wird, experimentierte ich auch vorab mit Entfernung des Feinstaubs durch Siebschüttlung, aber es scheint, daß es MIT bessser schmeckt - Vieleicht später einmal nur Teilentfernung des Feinstaubs...

    Nun, nach Filtern wird der fertige Kaffee in einer Thermoskanne aufbewahrt ohne Deckel, um Nachbrühen zu verhindern; es wird nach Umrühren per Pipette eine Probe gezogen und die Kaffeestärke gemessen. Wenn sie im berühmten Gold Cup Quadrat liegt, bin ich schon mal auf der sicheren Seite, wenn zu dünn, muß ich vielleicht das nächste Mal (a) länger brühen, (b) feiner mahlen oder (c) die Temperatur höherdrehen im Reaktionsgefäß, ich merke also gleich einen Parameter-Veränderungs-Plan für den nächsten Tag vor...

    Mit Sicherheit verursachen die Strategien (a) bis (c) andere leicht unterschiedliche Geschmacksrichtungen in der Tasse, zudem unterschiedlich bei mit Papierfilterung oder ohne und bei Siebschüttlung im Vorfeld oder ohne......

    Also viele Parameter, die es zu testen gilt, aber um erste grobe, geschmacklich vielversprechende Richtungen zu finden, glaube ich, ist es sinnvoll, erst einmal möglichst unterschiedliche Alternativen geschmacklich und mit dem Refraktometer zu testen, beispielsweise 94,0 Grad vs. 96,0 Grad Brühtemperatur, 4 vs 2 Minuten Brühzeit, Siebschüttlung vorab vs. gar keine....

    Und damit das ganze auch schön industrieromantisch aussieht, wird die Elektronik in alt aussehenden Nanunana-Kistchen verpackt und mit heruntergedimmten historischen Kohlefaden-Glühlampen beleuchtet...
     
  5. FP_Fan

    FP_Fan Mitglied

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    AW: Brühkaffee aus einem Dampfmaschinen-Kaffeebereiter; Frage wegen Feinstaub

    freut mich, daß der Kaffebereiter gefällt!

    Grund für die Papier-Extrafilterung war die Schlacke, die sich in der Tasse am Ende findet. Außerdem sieht es schön aus, wenn der Kaffee kristallklar braun in die Tasse sich ergießt....aber der Geschmack ist weitaus wichtiger als die Optik, deswegen werde ich öfter einmal zum Geschmacksvergleich mit Feinstab brühen und versuchen, die Geschmacksunterschiede mit den Dimensionen Körper, Fülle und eventuelles Vibrieren auf Zunge und Gaumen zu beschreiben...!

    Die Konstanthaltung der Temperatur ist, denke ich, wenn sie wie hier realisierbar ist, alternativlos....der kleine Temperaturschock, wenn das Zimmertemperatur-Kaffeemehl eingebracht wird, ist nach 30 Sekunden ausgeglichen, ich experimentiere daher mit unterschedlichen fast kostanten Brühtemperaturen von Anfang bis Brühende. Bisher merkte ich irgendwie, daß die 95er-Zehnteltemperaturen am leckersten schmecken, die 94er zu lasch und die 96er zu bitter...

    Zur groben Einordnung des Geschmackes habe ich eine provisorische Geschmacksskala definiert: 5.0 definiere ich als fehlerfreien Kaffee, 4.5 hat einen Fehler, z.B. zu bitter oder zu dünn, 4.0 ist zwei Fehler, aber noch servierbar anderen Leuten, 3,5 bedeutet drei Fehler, selber noch trinkbar, aber nicht mehr anderen servierbar, 3.0 ist schließlich mit vier Abzügen nur noch wegschüttbar.
    Auf der positiven Skalaseite ergibt jede unerwartete Extra-Facette einen Halbpunkt extra: So wäre 5,5 ein überraschendes Extra, z.B. ein außergewöhnlich guter Duft, gleich wenn ich das Reaktioinsgefäß rausnehme, 6,0 sind zwei überraschend vorliegende Extras, z.B. zusätzlich ein Vibrieren auf der Zunge oder Gaumen. 6.5 erreichrte ich seit 2008 erst einmal, da kam dann als drittes Extra noch dazu, daß bis zum letzten Schluck das Geschmackserlebnis anhielt - höher kam ich niemals... bisher!
     
  6. #6 langbein, 15.01.2013
    Zuletzt bearbeitet: 15.01.2013
    langbein

    langbein Mitglied

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    AW: Brühkaffee aus einem Dampfmaschinen-Kaffeebereiter; Frage wegen Feinstaub

    Super, da bekommt man also nicht nur guten Kaffee, sondern lebt auch noch seinen naturwissenschaftlichen Spieltrieb (der mir persönlich - wie angedeutet - leider etwas fehlt) Daniel-Düsentrieb-mäßig aus. Dazu noch die eigene Test-Systematik...das nenn ich Hobby. Toll.

    EDIT: Bitte verzeih, wenn sich vorgeschriebenes despektierlich lesen sollte. Ist nicht so gemeint. Ich finde so viel Spieltrieb bewundernswert.
     
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