BZ99 - Kessel aufschrauben oder nicht?

Diskutiere BZ99 - Kessel aufschrauben oder nicht? im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Super, vielen Dank für die Hinweise! Der Kessel ist jetzt offen und sieht erfreulicherweise gar nicht mal so verkalkt aus: [ATTACH] [ATTACH] Mit...

  1. #21 ubertrager, 30.03.2020
    Zuletzt bearbeitet: 30.03.2020
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    Super, vielen Dank für die Hinweise!

    Der Kessel ist jetzt offen und sieht erfreulicherweise gar nicht mal so verkalkt aus:
    KesselOffen.png Heizspirale.png

    Mit den Schrauben muss ich mal schauen, wie ich die am Besten gelöst bekomme.

    Habe hier im Forum gelesen, dass das Kupferoxid eigentlich ganz gut ist. Macht es dann überhaupt Sinn mit Amidosulfonsäure zu entkalken oder wäre Zitronensäure in meinem Fall tatsächlich die bessere Wahl? Falls das eine Glaubenssache ist, bin ich für den Hinweis auch dankbar ;)

    Gerade den anderen Thread direkt nebenan gesehen - in meinem Fall ist die Schicht im trockenen Zustand fest, rau und glitzert etwas. Wenn man es nicht besser wüsste könnte man fast denken, dass das so gehört...
     
  2. #22 ubertrager, 06.04.2020
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    Hallo zusammen,

    es gibt Fortschritte zu berichten :)

    Habe den Kessel mittlerweile entkalkt und bin über das Ergebnis begeistert:
    KesselEntkalkt.png

    Von den beiden defekten Schrauben gibt es leider nur teilweise positives zu berichten. Eine habe ich wunderbar entfernt bekommen, bei der zweiten habe ich mit der selben Taktik beim Versuch diese zu entfernen das Gewinde leider vermutlich geschrottet oder zumindest sehr stark mitgenommen.

    Im Bild oben ist das die linke Schraube, hier nochmal etwas mehr im Detail:
    GewindeKaputt.png

    Das Problem war zunächst, dass ich mich voller Überzeugung auf eine Stelle konzentriert habe, die nicht die tatsächliche Mitte war. Und als ich dann gemerkt habe, dass das wohl nur ein verbogenes Reststück der Schraube war, war ich schon knapp 5mm drin - ärgerlicher Anfängerfehler :confused:

    Habe dann mit einem Dremel den Rand wieder zur Seite geklärt und ein Loch durchgebohrt, dieses Mal dann tatsächlich in der Mitte nach unten. Jetzt hängen bloß blöderweise noch Reste der Schraube im Gewinde und ich bin mir nicht ganz sicher ob und wie da noch was zu retten ist.

    Generell war der Kessel ja auch mit 5 Schrauben dicht. Ich frage mich gerade, ob es eventuell jetzt noch eine Möglichkeit gibt da einen Gewindestift so einzukleben, dass ich da dann später doch noch wie von Espressojung geschrieben eine Messingmutter drüber schrauben kann. Ich stelle mir das so vor, dass der Stift anschließend komplett fest im Kessel sitzt, d.h. nicht mehr entfernt wird. Dann bräuchte ich auch kein komplett sauberes Gewinde, sondern könnte ggfs. auch mit dem defekten Gewinde leben.

    Gibt es so etwas oder habt ihr eventuell noch eine andere Idee?

    Vielen Dank & viele Grüße,
    Gero
     
  3. #23 Bohnenwerfer, 07.04.2020
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  4. #24 Espressojung, 07.04.2020
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    Diese Gewindeeinsetze benötigen ein großes Aufbohren des beschädigten Gewindes.
    für ein M8 Gewinde z.B. M12 Gewinde = 4mm größer.
    Ich halte die Helicoil Gewindeeinsetze für die bessere Wahl.
    Oder man bohrt neben dem Beschädigten Gewinde eine neue Gewindebohrung.
     
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  5. #25 Bohnenwerfer, 08.04.2020
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    Du kannst aber auch auf 10mm aufbohren und eine M6 Schraube mit Unterlegscheibe nehmen.
    Das ist sicher besser als nur 5 Schrauben zu verwenden.

    Helicoil ist sicher die technisch bessere Lösung, aber dafür brauchst Du auch den passenden Sacklockgewindeschneider.
     
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  6. #26 Espressojung, 08.04.2020
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    Es werden preiswerte Sets angeboten, da ist alles dabei was man braucht.
     
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  7. #27 Bohnenwerfer, 08.04.2020
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    Ja ok, für 20€ bekommt man anscheinend schon ein Set.
    Dann würde ich das auch so empfehlen.
     
  8. #28 ubertrager, 08.04.2020
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    Vielen Dank, auf Helicoil bin ich auch schon gestoßen. Prinzipiell wäre das eine coole Lösung, leider gibt es da bei meinem Kessel ein Problem: An der Stelle des Sacklochs ist eine Art Hülse im Kessel sichtbar, die grob geschätzt knapp 8mm breit ist (komme leider mit der Schieblehre nicht rein):
    Hülsen.png
    Wenn ich das richtig verstehe, müsste ich für eine M6 Helicoil ein Loch mit 6.3mm bohren, wo dann noch ein zusätzliches Gewinde reingeschnitten wird. Ich fürchte, dass ist dann doch etwas zu knapp mit dem Außenmaterial.

    Das ist mir auch nicht ganz klar, warum sie das gerade so gemacht haben. Vermutlich um Kupfer zu sparen, weil Volumen gewinnt man so nicht wirklich.

    Bin gerade am Überlegen ob ich das jetzt doch einfach mal mit 5 Schrauben probiere oder in den sauren Apfel beiße und mir für 140 Euro einen neuen Kessel hole. Vor zwei Jahren gab es den wohl laut anderen Foristen noch für 80 Euro, das ist echt ganz schön im Preis nach oben gegangen...
     
  9. #29 Espressojung, 08.04.2020
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    Das nennt man einen Gewindebutzen.
    Der Flansch mit den Gewindebohrungen ist ein Gußteil (Messing oder Bronze)
    und da ist diese Art der Gewindebutzen die Standatlösung (normaler Maschinenbau).
    Eine Reparatur mit Helicoil sollte daher möglich sein.
     
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  10. #30 ubertrager, 08.04.2020
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    Hallo Espressojung,

    vielen Dank für Deine Antwort. Ich kenne mich da gar nicht aus, von daher bin ich über jeden Hinweis dankbar :)

    Ah, okay. Ich hab mich schon gefragt, warum der Kessel an manchen Stellen so golden glänzt. Das passt ja prima zu Messing bzw. Bronze

    Das habe ich glaube ich noch nicht ganz verstanden: Siehst Du an der Stelle kein Problem, dass ich durch Bohren des Loches für die Helicoil zu viel Material aus dem Gewindebutzen entferne? Selbst angenommen ich komme da perfekt gerade rein, würde ich die Anleitung zur Helicoil so interpretieren, dass das Loch mit dem Gewinde außen um die Helicoil etwas über 7mm dick ist. D.h. da bleibt nach jeder Seite noch etwa ein halber mm über, vorausgesetzt ich bohre nicht daneben.

    P.S.: Gibt es zu dem Gewindebutzen eventuell noch eine andere Bezeichnung? Google findet dazu nur wenig erklärendes, und das würde mich auf jeden Fall interessieren :)
     
  11. #31 winnepooh, 09.04.2020
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    Ich würde einen Gewindebolzen einkleben und dann von der Deckelseite eine Mutter verwenden.

    Eine Schraube mit dem gleichen Gewinde wie jetzt passend absägen und mit 2k epoxyknetmasse oder Flüssigmetall einkleben. Temperatur von 120-130 Grad sollten diese abkönnen.

    Durch das noch vorhandene alte Gewinde sollte sich dies sehr gut miteinander verzahnen.

    https://www.uhu.de/content/dam/boltonadhesives/products/import/55/de/4003/50.pdf
     
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  12. #32 Espressojung, 09.04.2020
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    Also, ich kenne nur den Begriff (Guß-) Butzen für das einbringen von Bohrungen/Gewinde in Gussteile.
    Der Begriff ist im Maschinenbau eigentlich weit verbreitet.
    Bei uns gibt es z.B. eine Richtlinie in der für bestimmte Gewindegrößen ein entsprechender
    Gußbutzen in der Konstruktion vorgesehen wird.
    Der Sinn ist, dass immer gewährleistet wird damit auch bei Gußversatz und bei ausnutzen
    der zul. Toleranzen immer noch genügend Material um das Gewinde vorhanden ist.
    Wie es in deinem Kessel aussieht, weiß ich natürlich nicht, aber Gußversatz und Toleranzen
    sollte der Konstrukteur deines Kessels auch berücksichtigt haben.
    [​IMG]
     
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  13. #33 ubertrager, 11.04.2020
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    Vielen Dank! Das sieht gut aus, ich denke damit werde ich es mal versuchen. Ich hatte selbst mal nach einem Kleber gesucht der die Temperatur kann und lebensmittelecht ist. Aber in dem Bereich ist das ja eigentlich komplett egal, weil da eh kein Wasser hinkommen dürfte. Von daher ist das mit dem UHU eine kostengünstige Möglichkeit, die ich einfach mal ausprobieren kann. Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte man damit auch erstmal das Loch stopfen und dann anschließend ein neues Kernloch reinbohren + ein neues Gewinde schneiden. Wobei die andere Option, einfach vor dem Aushärten einen Gewindestift mit einzudrehen vermutlich noch ein bisschen einfacher wäre. Ich denke ich probiere das vorher vielleicht mal an einem Stück Holz aus.
     
  14. #34 winnepooh, 11.04.2020
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    Ich würde den Bolzen noch in die Weiche Knete Schrauben und ggf ausrichten. Sehe beim nachträglichen Gewindeschneiden keinen Vorteil.
    Wichtig ist gut Kneten und Fügepartner entfetten. Ein Durchhärten im Backofen bevor du den Bolzen belastest schadet bestimmt auch nicht. So 60 Grad würde ich machen.
     
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  15. #35 ubertrager, 11.04.2020
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    Das mit dem Durchhärten im Backofen ist ein guter Tipp, vielen Dank!

    Kurze Verständnisfrage: mit Fügepartner entfetten meinst Du den Gewindestift?
     
  16. #36 winnepooh, 11.04.2020
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    Ja. Allgemein beim Kleben:
    Fett-, Silikon- und Staubfreiheit ist das A&O.
     
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